DadaTux Blog

unsere Reiseberichte
Mai
13

Lernplatz

Innerhalb meines letzten Jobs, vor dem angenehmen Rentner sein (für mich, ich gebe es zu), ging es viel um lebenslanges Lernen. Die Erwachsenenbildung lebt schliesslich davon. Heute morgen wurde ich wieder einmal ein Stück 'gescheiter'. Bis heute morgen wunderte ich mich - fragte leider nie nach, für was es auf Spinnakerleinen einen festen Kunststoffball hat. Die Spinnakerleinen werden mit einer Art Karabiner am Segel eingehängt. Bei einer Genua werden die Leinen mit einem Knoten befestigt. Der Spinnakerbaum hat zum Segel hin eine Öffnung für die Leine einzuhängen, mit einem Schnappverschluss. Unser Karabiner verklemmte sich in der Öffnung und verbog den Verschluss.
Am Morgen waren wir genügend westlich und können jetzt, nach der jetzigen Windprognose, Kurs auf Fernando de Noronha nehmen. Durch den Kurswechsel stört der Spinnakerbaum um das Segel 'optimal zu trimmen'. Währe keine Sache, wenn nichts verklemmt wäre. Heute morgen ging es einfach ein wenig länger bis das Segel ohne Spinnakerbaum wider unsere Dada Tux antrieb. Hatte nicht viel Wind, kleine Wellen, somit fast angenehmes Arbeitern auf dem Vorschiff. Mit einem Ball zwischen Karabiner und Spinnakerbaum hätte sich nichts verklemmt. Was zum reparieren...
Heute Nacht sind einige Sterne zu sehen. Am Morgen war es sehr bedeckt, am Nachmittag wurde es sonnig.
Uns geht es gut, die letzten 2 Tage sind entspanntes Segeln. Mehr als ein Tag kein anderes Schiff gesehen, auch nicht auf den AIS.
Damit nicht nur schönfärberei Bilder von uns kommen, so sah der heutige graue morgen aus.

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Mai
12

entspanntes Segeln

Vor etwa 1Std lass ich in unserem Brasilienführer im Kapitel über die Bevölkerung. Anscheinend fragte 2002 der damalige US Präsident George W Busch seinen Amtskollegen Fernando Henrique Carlos «Do you have blacks, too?». Ausserhalb Afrika leben die meisten dunkelhäutigen Menschen in Brasilien (2014 53% der Bevölkerung). Da klopfte es auf Deck. Es war schon dunkel, Helen schläft in der Koje. Mindelo liegt 280 sm hinter uns. Unser Ziel, die brasilianische Insel Fernando de Noronha, 1075 sm vor uns (sm x 1.852 gibt km). Draussen schaltete ich das Licht ein und sah nicht George W sondern einen zappelnd fliegenden Fisch. Mit seiner zappelei kam er selber wieder in sein Element. Zurück blieb sein penetranter Geruch.
Heute war ein ruhiger Tag. Am Morgen mit unserem Leichtwindsegel, dem Parasailor, herumgespielt. In der Segelsprache heisst dies 'optimal trimmen'. Mit 9 kn Wind ist damit die Dada Tux 4.5 kn schnell, mit 12 kn Wind über 6.
Am Mittag sahen wir viele fliegende Fische. Sie scheinen vor der Dada Tux zu fliehen. Sie fliegen ohne weiteres 100 m weit.
Kein Stern ist jetzt zu sehen. Der Himmel ist bedeckt. Unter Tags war es auch so, gegen abend verschwanden die Wolken. Weil es schöner aussieht natürlich eine Foto mit blauem Himmel und ebensolchen Meer ;-)

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Mai
11

Ausprobieren

Der Wind wurde schwacher, trotzdem warteten wir bis es hell war um das Grosssegel aus zu reffen. Das 1. Reff liessen wir stehen. Nachdem Helen paar kurze Stunden schlief, nahmen wir nach dem Frühstück die Segel runter um den Leichtwindsegel (Parasailor) zu setzten.
Beim Aufrollen der Genua (Vorsegel) kam kurz der Wind von der anderen Seite. Mit dem Wind von hinten kann dies passieren und wenn man, ich, beim einrollen das Segel mich beobachtet bekommt man eine hübsche Verwicklung. Das Grosssegel sorgte, dass die Dada Tux immer noch mit paar Knoten fährt machte. Von der Genua war ein Teil durch die Leinen kompakt, ein anderer Teil flatterte im Wind. Der flatternde Teil hätte min 1 mal um den Vorstag entwickelt werden müssen. So lange das Boot noch fahrt hatte, ein Ding der Unmöglichkeit. Erst das Grosssegel runter, mit dem Motor langsam einen Kreis fahren, geduldig den Segel nachhelfen damit es wieder eine schöne Genua wird.
Mit dem Wind von hinten (seglerisch: achterlicher Wind) hat ein Vorteil, leider auch Nachteile. Schön ist es, dass Boot segelt aufrecht. Wir leben nicht auf der schiefen Ebene. Je nach Wellengang rollt das Boot seitwärts bin und her. Wie in einer Wiege oder auch mehr. Durch die seitliche Bewegung können die Segel zusammenfallen und mit einem Ruck wieder zurück. Damit dies weniger geschieht wird das Segel mit dem Spinnakerbaum ausgebaumt. Im Gegensatz zu einem richtigen Baum ist ein Baum auf einem Segelboot horizontal. Bei unserem Leichtwindsegel gibt es dafür 2 Möglichkeiten. Zuerst probierten wir mal die Version wie bei einem richtigen Spinnaker. Wechselte schnell zu der unserer Variante, den Spinnakerbaum seitwärts mit der Genua. Bei uns steht das Segel so ruhiger.
So geht der Tag auch rum.
Wir segeln ein wenig westlich, auf dem direkten Weg kämen wir zu früh in eine windarme Zone.
Auf dem Foto siehst du den Spinnakerbaum

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Mai
10

Wieder unterwegs

Nach den letzten Einkaufen verabschiedeten wir uns zum ersten Mal von Darja. Zum ablegen benoetigen wir die Hilfe der Marineros mit ihrem Boot. Der Bug war an Bojen fixiert. Diese Leinen koennten wir von der Dada Tux aus nicht loesen. Im Gegensatz zum befestigen ging dies flott. Für Mindelo hatten wir nicht so viel Wind. Die Ueberfahrt nach Brasilien wollten wir nur mit vollen Dieseltanks machen. An der Tankstelle mussten wir uns gedulden. Der Tank der Tankstelle musste erst gefüllt werden. 360 l kauften wir. Zum zweiten Mal verabschiedeten wir uns von Darja.
Vorsorglich legten wir das 2. Reff ins Grosssegel. Zwischen den Inseln herrscht ein starker Wind. Auf der Faehre werden immer Kotzttueten verteilt die auch benutzt werden. Bald musste das 3. Reff ins Grosssegel. Die ersten 3 Stunden hatten wir 30 kn Wind, in den Boeen ueber 40.
Jetzt schaukeln wir bei 13 - 17 kn Wind mit ausgebaumter Genua und dem 3. Reff gemuetlich Richtung Suedwest dahin. Wir warten bis es wieder hello ist, um 1 Reff aus dem Grosssegel zu nehmen. Der Leitspruch der Kapverden: No Stress
Unser erster Sonnenuntergang

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Gäste — Ludwig und Lotti
Schön süferli
Donnerstag, 10. Mai 2018 05:17
Gäste — Ursula + Hansueli
Unsere Lieben, wir freuen uns immer über eure spannenden Berichte (wir haben Martha Bloch wieder damit bedient). Von Herzen wünsch... Weiterlesen
Donnerstag, 10. Mai 2018 07:54
Gäste — Brigitte
So schön, bei eurem Start per Blog dabei zu sein. Alles Liebe
Donnerstag, 10. Mai 2018 09:46
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Mai
06

Allerlei Bewegungen (Ende März 2018 bis Überfahrt Brasilien)

Von unserem Ankerplatz in Palmeira auf der kargen Insel Sal segeln wir direkt nach Mindelo, Sao Vicente. Dort befindet sich der einzige Hafen der Kapverden. Wie es sich schon eingespielt hat bei Distanzen welche knapp an einem Tag zu segeln sind, beschliessen wir gegen Abend los zu segeln um am anderen Tag sicher bei Tageslicht anzukommen. Auf einen Ankerstopp in Sao Nicolau und einen Besuch auf der Insel verzichten wir aus taktischen Überlegungen. Wir beschliessen nördlich der Inseln zu segeln. Die Fahrt erweist sich als ruppig, windig, wellig und zwischen den Inseln Santo Antao und Sao Vicente spüren wir den bekannten Düseneffekt und legen nochmals einen Zahn zu.

Die Marina Mindelo, ebenso wie das dazu gehörende Ankerfeld ist um diese Jahreszeit wenig besucht und wir finden einen (vermeintlich) sehr guten Liegeplatz und machen die Dada Tux fest. Der Wind bläst heftig mit ebensolchen Böen und wir schaukeln fast noch mehr als beim Segeln. Andern Tags verlegen wir. Geplant ist, dass ein Hafenmitarbeiter mit seinem Beiboot unsere vorbereiteten Bugleinen durch zwei Bojen zieht. Aus nicht geklärten Gründen schafft er das nicht und wir driften gegen das Nachbarboot. Dies beschert uns einige Kratzer am Rumpf, was sehr schmerzt. Das Nachbarboot, eine Ovni von Franzosen bleibt jedoch unbeschädigt und letztendlich liegen wir weniger „rupfend“ am Steg. Unser erster Landgang ist der korrekten Anmeldung gewidmet, zuerst in der Marina selbst, dann geht es zu den Behörden. Diese behalten wiederum unsere Schiffspapiere. Es verläuft jedoch alles problemlos. Zu unserer grossen Freude treffen wir auf Valentin von der Felba und ein befreundetes Paar. Wir lernten Valentin vor 2 Jahren auf Tazacorte, La Palma kennen. Bei „Kaffee und Kuchen“ sitzen wir plaudernd austauschend im schwimmenden Bar/Restaurant.

Marina Mindelo
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Gäste — Ludwig Drapalik
Alles Gute für die Überfahrt. Meldet euch doch wenn ihr drüben Happy Sailing !! Vy73 de Ludwig und Lotti, ex SY Eldorado, jetzt i... Weiterlesen
Dienstag, 08. Mai 2018 14:18
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Mär
17

Sal Kapverden

Gegen Abend, nach 6 Tagen auf hoher See, kommen wir in Palmeira auf der Insel Sal, an. Die kapverdische Flagge, sowie die Q-Flagge (unter Quarantäne – neues Land ausserhalb EU und Schengenraum betretend) ist gesetzt. Das erste Mal sind wir mit der Dada Tux auf einem anderen Kontinent. Wir sind neugierig was uns alles erwartet und hoffen, dass die Begegnungen ein Nehmen und Geben sein werden.

Video Delfine die uns begleiten

Das Ankerfeld ist schon (sehr) gut belegt, gespickt mit etlichen Bojen. Eine nicht zu unterschätzende Aufgabe einen guten Platz zu finden um genügend Schwojraum zu finden. Jedes Boot hat seinen eigenen Schwojkreis, abhängig von verschiedenen Faktoren. So zirkeln wir also um Fischer-, Segel-, Motorboote, Dingis und Bojen umher bei 5-6 Bft. Schwojt ein Boot nicht in der berechneten Richtung aus, kann es schon mal ganz schön brenzlig werden (finde ich zumindest).
Wir werfen den Anker auf etwa 6 Meter Tiefe und werfen gleichzeitig die Ankerboje aus. Leider hält der Anker ungenügend, das heisst Anker auf und das Ganze nochmals von vorne. Beim zweiten Versuch klappt es. Trotz des recht starken Windes liegen wir erstaunlich ruhig und geniessen unsere Ankunft. Schon am anderen Morgen haben wir das Gefühl unsere Dada Tux habe sich etwas näher an die nicht weit entfernte grüne Tonne hin gewagt. Nach nochmaliger Ankerkontrolle und „eingraben“ scheint er nun zu halten und wir gehen beruhigt an Land.

Teneriffa zum Abschied
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Mär
12

Angekommen

Kurz nach 17:00 (lokale Zeit, UTC-1) sind wir in Palmeria auf der kapverdischen Insel Sal angekommen. Zum ersten Mal setzten wir die gelbe Flagge. Schiffe die behördlich im neuen Land noch nicht gemeldet sind, müssen sie setzten. Für den Schengen Raum ist es nicht notwendig. Morgen werden wir den Behördengang machen.
Hier in Palmeria muss man ankern. Das Ankerfeld ist gut belegt. Teilweise liegen die Boote nahe beieinander. So lange wir hier sind spielt es keine Rolle, nach dem Wetterbericht bleibt die Windrichtung so wie die ist. Ändert die Windrichtung könnte es zu 'Schifftütschis' kommen.
Ein Einheimischer verdient sich ein karges Einkommen, indem er für die Boote Wassertaxi und andere Dienstleistungen macht. Die Kapverden gehören zu den sehr armen Ländern unserer Welt. Er wird uns am Morgen abholen. Dann werden wir auch schauen, wo und wie wir hier Internet erhalten.
Über 200l Wasser machte der Wassermacher am Morgen in 4 Std. Im Ankerfeld ist uns das Meerwasser zu schmutzig, auch wenn es erstaunlich sauber aussieht. Der Wassermacher erspart uns das schleppen von PET Flaschen die imponiert werden. Sal ist eine sehr trockene Insel.
Diese Nacht können wir zusammen durchschlafen. Kein schlafen in Etappen. Der Anker sollte halten und der Wind bläst nicht stark. Erstaunlich ruhig liegt das Boot im Wasser.
(Ich schreibe die Texte auf den Tablett mir der automatischen Wortkorrektur. So kann es sein, dass in den vorgängigen Berichten ein ab und zu mal ein unpassendes Wort steht)
Das heutige Bild habe ich kurz vor Palmeria aufgenommen.

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Gäste — Ludwig
Herzliche congrats zur erfolgreichen Fährt auffror portugiesische Inselgruppe. Viel Erfolg beim Eonklarieren!
Dienstag, 13. März 2018 05:04
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Mär
12

fliegender Fisch

Fliegende Fische gibt es wirklich. Sie fliegen nicht so umher wie Möwen, einige Meter durch die Luft können sie schon. Bei meinem Kontrollgang und Ausblick im Cockpit da ich etwas längliches auf dem Boden schimmern. Es ist eine dunkle Nacht, paar Sterne sind sichtbar, viele Wolken Verdenken den Sternenhimmel. Der Mond wird erst gegen 4 Uhr aufgehen. Der ca 15 cm lange Fisch lebte noch. Als ich ihn packen wollte rutschte er mir zappelnd aus der Hand. Beim 2. Versuch packte ich stärker zu um warf ihn zurück ins Meer. Musste danach die Hände gut waschen, die stinken streng nach Fisch.
Um Mittagszeit legte der Wind zu. Wir setzen das 2. Reff im Grosssegel.
Noch 100 sm (185 km) sind es bis zur Insel Sal unserem Ziel. Wir hoffen am Abend noch vor dem Eindunkeln anzukommen.

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Gäste — Ludwig Drapalik
Hoi zäme Fliegende Fische soll man auch essen können. Wir hatten damals probiert. Es hat uns aber nicht geschmeckt. Vielleicht we... Weiterlesen
Montag, 12. März 2018 12:12
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Mär
11

Segeln

Seit 24 Std sind wir kein Motorboot mehr, wir segeln...
Am Anfang noch langsam, mit der Zeit legte der Wind zu. Damit die Genua (Vorsegel) besser mit dem Wind von knapp hinten steht, setzten wir den Spinnakerbaum. Vor 3/4 Std (kurz nach Mitternacht) müsste ich Helen wecken. Der Wind legte nochmals zu und der Spinnakerbaum müsste wieder weg. Leider steht jetzt das Segel unruhig und dies hört man recht gut unter Deck.
In der Nacht hat sich ein 4 Std Rhythmus eingestellt. Eine Person schläft, die andere schaut zum Schiff. Unter Tags ist es flexibel. Unsere Regel, wenn jemand schläft und etwas auf Deck gemacht werden muss, wird die andere Person geweckt. Auch wenn es alleine gemacht werden kann.
Jetzt sehe ich auf dem Navigationsmonitor dass 5 sm (ca 9km) vor uns ein brasilianisches Segelboot ist. Über 2 Tage sahen wir kein Schiff in unserer Nähe.
Ausser einer kleinen Möwe sahen wir heute, eigentlich gestern, keine Tiere.
Als Bild der Sonnenaufgang von gestern.

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Gäste — Ludwig
Segeln ist halt doch schöner als
Sonntag, 11. März 2018 18:22
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Mär
10

Schildkröte

Der Sonnenaufgang deutete nach meinem Gefühl auf ein Wolken verhangenen Tag hin. Die Sonne geht hier kurz nach halb acht auf. Um 11 hatten wir strahlend blauer Himmel. So kann man sich täuschen.
Nach der gestrigen Wettervorhersage sollte heute gar kein Wind sein, oder viel zu wenig zum Segeln. Am Morgen war der Wind stärker als angekündigt. Also Segel setzen. Den Code Zero packten wir gestern weg. Die Windrichtung hätte für den auch nicht gepasst. Die Freude, dass es mit der Genua und dem Grosssegel passt, war relativ kurz. Statt den Motor anwerfen, packten wir den Parasailor aus. Gibt schon mal 3/4 Std zu tun, bis er steht. Der Wind wurde nochmals schwacher, so packten wir ihn wieder ein. Jetzt läuft halt der Motor wieder.
Denn Parasailor zu setzen hatte schon was gutes. Beim vorbereiten entdeckte Helen eine vorbei treibende Schildkröte. Keine 2 m vom Boot weg. Die erste die wir im Meer sahen. Im Cockpit sitzend hätten wir sie nicht gesehen.
Zum ersten Mal unterwegs ist die Brotbackmaschine in Betrieb. Bevor die arbeitet heisst es Fitness. Je 250 g Roggen und Weizen mit der Handmühle mahlen. Rund eine halbe Std die Kurbel drehen.
Trotz Flaute sitzen wir nicht gelangweilt rum.

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Mär
08

auf und ab

Mit dem Titel meine ich nicht die Wellen sondern die Segel. Die Wellen sind harmlos, eine langgezogene Atlantikdünung. Wir schaukeln hin und her, weil wir das Schwert ganz einzogen. So haben wir weniger Widerstand im Wasser unter Motor. Der Unterschied zwischen Schwert unten und oben ist pro Tag eine Stunde Fahrt.
Richtiges Motorboot Wetter haben wir. Wenig Wind und Wellen. So kommen die Segel mal rauf, mal wieder runter. Stehen lassen und einfach den Motor einschalten können wir nicht. Die Segel schlagen dann hin und her. Neben dem Lärm mach dies auch die Segel kaputt.
Wir fahren nicht mehr direkt auf die Kapverden zu. 20 Grad westlicher ist unser Kurs. In etwa 1.5 Tagen ändert die Windrichtung nach Norden. Wind zum Segeln.... Damit der Wind leicht seitlicher statt direkt von hinten kommt, lohnt sich diesen Schlanker. Und wir hoffen die Windprognose stimmt. Nach der Windprognose sind wir für die nächsten 24 Std wieder ein Motorboot.
2 mal hatten wir heute Besuch von sehr vielen Delfinen. So viele zusammen sahen wir noch nie. Für Delfine ist es scheinbar ein besonderes Vergnügen direkt vor den Bug zu schwimmen.
Der Mond ist noch nicht aufgegangen, der Himmel nahezu wolkenfrei, so sind viele Sterne sichtbar.
Im Umkreis von 50 km sind wir vermutlich das einzige Schiff. Weder mit den Radar noch mit dem AIS sehe ich eines. Beim direkten Umherschauen sehe ich nur Sterne, keine Bootlichter.
Zum Schluss die Morgenstimmung von heute.

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Gäste — Brigitte
Lieber Hansueli Zum Zmorge ein Bericht von euch und so wunderbare Fotos, das ist ein grosses Geschenk und das alles von mitten des... Weiterlesen
Freitag, 09. März 2018 08:18
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Mär
08

Segeln und Wal

Nur ein schmales wolkenfreies Band sehe ich am Morgen am östlichen Horizont. Kurz zeigt sich die aufgehende Sonne um danach hinter dicken Wolken zu verschwinden. Am späteren Nachmittag zeigt sie sich wieder.
Am frühen Nachmittag legte der Leichtwind zu. Entgegen der Prognose nicht von hinten sondern von vorne. Nicht direkt auf die Nase, aber zu stark von vorne für den Parasailor der in der Vorschiffskoje bereit lag. Für diesen Wind brauchten wir den Code Zero. Der lag noch im Staufach unter dem Bett im Vorschiff. Zuerst umpacken.
Ein Genuss ohne Motorlärm mit dem wenigen Wind schneller als unter Motor unterwegs zu sein.
So gegen 5 bekamen wir Besuch von einem grossen Wal. (Keine Ahnung was für einer) 2 mal tauchte er 50 m von Boot auf. Leider sind Wale nicht so 'fotogen' wie Delfine, sie tauchen schnell wieder ab. Delfine begleiteten uns wärend unseren Abendessen.
Es sieht so aus, dass wir leider bald wieder den Motor starten müssen...
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Mär
06

Ruhe

Vorerst ist noch nichts mit Segeln. Auch für unsere Leichtwindsegel ist der Wind zu leicht. Zwischen 3 und 5kn ist der leichte Hauch stark. Das Wasser nahezu platt. So läuft der Motor.
Mitte letzter Woche sah es hier anders aus. Es stürmte und regnete, so warteten wir gerne bis es ruhiger wurde.
Wir hatten schon Besuch einiger kleinen Delfine, die mit Leichtigkeit eine viertel Stunde vor unserm Bug schwammen.
Über uns leuchtet der Sternenhimmel, links sehen wir noch die Lichter von Teneriffa. Der Mond wird kurz vor 12 aufgehen.

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Gäste — Brigitte
Meine Lieben Wünsche euch von Herzen eine gute Überfahrt. Herzlichst Brigitte
Dienstag, 06. März 2018 23:44
Gäste — Hans Bolliger
Hoi Helen, Hoi Hansueli Ha, ich hab' schon fast nicht mehr damit gerechnet, aber ihr seid tatsächlich losgefahren. Euer "track" s... Weiterlesen
Mittwoch, 07. März 2018 15:18
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Mär
06

zum Ablegen bereit

Heute morgen verabschiedeten wir uns von unseren Freunden Anja und Christoph. Die sind mit ihrer GIOIA in den Süden von Teneriffa.
Jetzt heisst es Abschied nehmen von Monika und Walter. Sie bleiben mit ihrer Alunga noch eine Zeit auf den Kanaren.
Die Wettervorhersage ist schwach windig. So um die 6 Tage wird wir bis denn Kapverden benötigen.
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Gäste — Drapalik
Hoi Ihr Zwei Happy sailing to to the Kap Verden éudwig und Lotti. ex ELDORADO
Dienstag, 06. März 2018 23:12
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Feb
17

Zeit (haben)

Seit Mitte Januar liegen wir in der Marina Santa Cruz de Tenerife. Das Gefühl Zeit zu haben für die Vorbereitungen der Weiterreise zu den Kap Verden, für Besuche und vieles mehr ist ein Geschenk. Den Begriff „Zeit“ und welche Verknüpfungen wir damit verbinden ist ein „unendliches“ Thema. Auch „unendlich“ wäre zu klären, gehört jedoch, meiner Meinung nach, nicht in unseren Blog.

In den ersten Tagen feiern wir den Geburtstag von Melanie am Strand in El Poris an der Ostküste von Teneriffa, zwischen Santa Cruz und dem Flughafen Süd. Bei leckeren kanarischen Häppchen, einem Glas Wein und angenehmen Temperaturen stossen wir auf das Geburtstagskind an.
Wir besuchen Ludwig und Lotti, die jeweils auf den Kanaren überwintern, in Las Americas. Ludwig ist ein begnadeter Amateurfunker, Hansueli hat bei ihm „funken“ gelernt. Sie segelten mit ihrer Segelyacht SY Eldorado von 1996 bis 2003 in sieben Jahren um die Welt.

La Caleta
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Jan
18

Der Kanarenkreis schliesst sich

Silvester / Neujahr verbringen wir mit einem feinen Nachtessen auf dem Schiff, um Mitternacht erfreuen wir uns am Feuerwerk und anschliessend finden wir uns auf der Plaza de las Americas beim tanzen (eher selten) zu lateinamerikanischer Klängen wieder. Die Bekleidungsunterschiede zwischen den „Gästen“ von La Gomera und den Einheimischen ist frappant. Die Gomeros/Gomeras glänzen mit äusserst interessanten Variationen von Abendbekleidung, vor allem gefragt scheinen bei den Damen „high heels“ zu sein, während die Gäste (Touristen), wohl auch in Ausgangstenue, jedoch bedeutend weniger dem Dresscode – festliche Abendbekleidung-, folgen.

Am 6. Januar kommen die heiligen drei Könige und bringen Geschenke. Hier in San Sebastian de la Gomera reisen sie in festlichen Kutschen von Pferden gezogen an, begleitet von traditioneller Musik, Phantasiegestalten vom Disneyland.

3 Könige
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Gäste — Ursula Meise und Hansueli Loosli
Liebe Helen und Hansueli Das ist wieder ein toller Bericht (man lebt fast mit!). Wir wünschen Euch erholsame Wochen und dann eine ... Weiterlesen
Mittwoch, 24. Januar 2018 15:38
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Dez
29

El Silbo – Unterhaltung mit Pfiff (16.12. - Januar 2018)

Der „Calima“ macht aus unserer Dada Tux beinahe eine Saline. Wo wir hin greifen sind unsere Hände mit Salz und Sand belegt. Wir waschen sorgfältig unser Boot auch um den sich sehr rasch immer wieder bildenden Flugrost unter Kontrolle zu halten. Mir kommt dieser Flugrost ähnlich vor wie das Unkraut im Garten.

Der Wind weht seit Tagen stark und konstant aus Osten und somit ist es ungünstig für uns für auf La Gomera zu segeln. Einen Tag lang scheint der Wind mehr nördlich zu blasen, bevor er wieder nach Osten dreht. Wir packen diese Gelegenheit und segeln morgens gegen 7 Uhr los um die etwa 60 sm von La Restinga/El Hierro bis nach San Sebastian de la Gomera zu segeln und wenn möglich noch vor Dunkelheit an zu kommen. Im Segelführer lesen wir, dass man mit Vorteil eine Reservation macht. Hat es keinen Platz gibt es einige Ankerbuchten in der Gegend. Telefonisch, und später per Mail, wird uns ein „atraque“ bestätigt.
Hansueli bereitet den Code 0 vor um auch bei leichten Winden nicht vom Motor abhängig zu sein und trotzdem Fahrt zu machen.
Die kurze Überfahrt hält uns auf Trab, viel Wind, kein Wind, etwas mehr, etwas weniger. Code 0 heraus, Code 0 herein, Genua, Kutter, ein Reff, zwei Reff, dann wieder ausreffen. Die Düsen, welche zwischen den Kanarischen Inseln bilden blasen recht unberechenbar und können innerhalb sehr kurzer Distanz von 5 kn Wind auf 30 kn auffrischen.

Regenwolke
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Gäste — Brigitte
Wir wünschen euch alles Liebe und Gute für den Jahreswechsel und freuen uns, bald bei euch zu sein. ❤️
Freitag, 29. Dezember 2017 19:07
Gäste — Ursula und Hansueli
Liebe Helen und Hansueli Von Herzen wünschen wir Euch frohe Festtage und einen guten "Rutsch" ins neue Jahr. Bleibt gesund, damit ... Weiterlesen
Samstag, 30. Dezember 2017 16:15
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Dez
11

„Wie nach Hause kommen“

Funchal (Madeira) El Hierro (Kanarische Inseln) Ende November / Dezember 2017

Unerwarteter Besuch aus der Schweiz steht vor der Dada Tux. Annette und Max, die Schwester und der Schwager von unseren Freunden Tom und Bea aus Solothurn verbringen einige Tage auf Madeira. Die Begegnung freut uns sehr, wir geniessen gemeinsam ein Nachtessen und einige Tage später nochmals ein Bier mit Rundumblick aufs Meer und den Hafen. Danke für den Besuch und auf Wiedersehen.

Wir hören in Funchal ein Konzert mit dem klassischen Orchester von Madeira. Ein Cellostück von Luìs Tinoco (1969 geb. aus Lissabon) und drei von ihm vertonte „Phantastische Geschichten“. Ich finde es höchst interessant, anspruchsvoll, innovativ, originell. Hansueli findet das Cellostück etwas langweilig. Am nächsten Abend ein Essen bei Anja und Christoph auf der Gioia. Sie lassen die Leinen ebenfalls los um nach Graciosa zu segeln. Überhaupt ist im Hafen „Aufbruchstimmung“. Nach etlichen Tagen Südwind kommt ein kleines Fenster mit westlichen Winden und das wollen viele nutzen, auch wir.

Regenbogen zum Abschied
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Nov
20

Überall ein bisschen Optimierungsbedarf

Vigo bis Funchal, November 2017

Bevor wir nochmals die Wetterdaten „studieren“ planen wir am Sonntag Morgen los zu segeln. Nun jedoch entscheiden wir uns am Samstag Nachmittag bei Hochwasser die Leinen los zu lassen, da in einigen Tagen die östlichen Winde noch stärker blasen.

Kaum verlassen wir Vigo Marina bläst es uns schon kräftig um die Ohren und wir verkleinern die Segelfläche, zuerst ein bisschen, dann etwas mehr und kurze Zeit später nochmals. Eine Bullentalje wird gesetzt (Sicherungsleine damit eine Patenthalse vermieden wird). Nachts leuchtet dieses Mal der Vollmond und so wird es nie ganz dunkel. Wind und Wellen legen zu und so rauschen wir unserem Etappenziel „Porto Santo“ entgegen. Unsere maximale Geschwindigkeit wird mit 15,2 kn angegeben, vermutlich sausen wir da gerade eine Welle hinunter. Diese Geschwindigkeit ist zu schnell für unser Boot, wenn dem oft so wäre, müssten wir einen Schleppanker auslegen. Das Trimmen der Segel hält uns auf Trab. Wie heisst es doch bei FahrtenseglerInnen. Richtiger Segeltrimm macht eine Fahrtenyacht nicht nur schneller uns sicherer. Auch die Lebensdauer der Segel wird dadurch verlängert.

Opti Regatta in Vigo
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Gäste — Ursula Meise + Hansueli Loosli
Unsere Lieben Beim Lesen dieses Berichtes kann man die Wellen und Winde fast selber miterleben! Wir freuen uns, dass alles gut gek... Weiterlesen
Dienstag, 21. November 2017 13:04
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Nov
03

Seebeine (ab Ende Oktober 2017)

Von Cherbourg bis Vigo, vorbei an drei berühmt – berüchtigten Eckpunkten: das Cap de la Hague, die Biskaya und das Cap Finistere.

Wir lassen die Leinen in Port Chantereyne bei Flut um 01:40 los . Ungefähr 600 sm liegen vor uns. Dazu kommen, was wir in diesem Moment noch nicht wissen, zwei pechschwarze Nächte, ohne Mond, ohne Sterne. Wir fahren einfach in ein schwarzes „Etwas“. AIS und Radar helfen uns in dieser Situation, selbstverständlich nebst einem guten Ausguck der Wache, uns sicher fühlen. Es hat wenig Wind dafür zieht uns die Strömung in die richtige Richtung und wir setzen das erste Mal unser neues Leichtwindsegel, den Code 0 und machen gute Fahrt am Wind.
In den übrigen klaren Nächten scheint der Halbmond in der ersten Nachthälfte und das Sternenmeer ist mit uns. Für Moni betrachten wir etwas länger die „Ampelsterne“.

Bei Tagesbeginn begrüssen uns die ersten Delfine und zeigen uns ihre variationsreichen Sprünge, ihr geschmeidiges Ab- und Auftauchen. Darüber freuen wir uns sehr. Immer wieder von neuem ist es ein unbeschreiblich schönes Erlebnis diesen Tieren begegnen zu dürfen.
Doch dann sind wir innerhalb weniger Minuten von dichtem Nebel umgeben und wir schalten unser Nebelhorn ein. Diese Situation erfordert nochmals vermehrte Aufmerksamkeit. Zum Glück bleibt er nicht lange.

Biskaya
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Gäste — Ludwig Drapalik
Passt auf und immer faire winds. Geniesst es ! Wir hören gerne wieder von euch! Vy73 de Ludwig und Lotti, ex SY Eldorado, Tenerif... Weiterlesen
Freitag, 03. November 2017 18:14
Gäste — Ludwig Drapalik
Hou zäme Was bedeuted Code 0 in euren Beschreibungen? Pse info Vy73 de Ludwig
Sonntag, 05. November 2017 00:33
Hansueli
Salü Ludwig der Code 0 gab es zu eurer Zeit, als du und Lotte mit eurere Elodrado - ich glaube 7 Jahre - auf der Welt unterwegs wa... Weiterlesen
Samstag, 11. November 2017 00:20
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