DadaTux Blog

unsere Reiseberichte
Nov
17

Von Störchen und anderen Geschichten

Guadiana
Kastanienbäume
Sevilla
Sevilla
Sevilla
Sevilla
auf dem Mast
Rep. Wassermacher
4.11. bis 12.11.2015

Unser Standort ist seit drei Wochen Lagos. Gestern sind die Ersatzteile für den Wassermacher angekommen und heute werden sie installiert. Das heisst, wenn alles gut verläuft, Rigg, Segel etc. kontrolliert, eingekauft für die „lange Reise“ von 5-7 Tagen bis nach Lanzarote und der richtige Wind kommt, ziehen wir weiter.

Störche

Das Märchen, dass Störche die Kinder bringen habe ich als junges Mädchen geglaubt und mir das jeweils lebhaft vorgestellt. In Balsthal, wo ich aufwuchs gab es jedoch keine Störche und in Altreu, ca. 30 km entfernt, zogen sie im jeweils im Herbst in den Süden. Wie das wohl trotzdem geht?In der Gegend von Lagos hätten, wen dem so wäre, die Störche ein ruhiges „Arbeitsleben“, auch wenn die Geburtenrate in Portugal höher ist als in der Schweiz.Wir sehen viele Störchen und selbstverständlich auch Storchennester. Manchmal scheinen sie sich die Nester streitig zu machen, dann wieder sitzen sie friedlich darin und oft sind auch Junge zu sehen, welche die Schnäbel für Futter aufsperren. Eindrücklich ist ihre „Kommunikation“, ein Klappern mit dem Schnabel in verschiedenen Geschwindigkeiten und so glaube ich zu hören, auch ein wenig unterschiedlich in der Tonlage. Die Beweglichkeit des Halses beeindruckt mich.

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Nov
03

Oh Lago(s) mio

Morgen vor Lagos
Felsen vor Lagos
Grotten Lagos
Grotten Lagos
Bauruine
leerer Strand
truebes Lagos
Wegrand

Wir legen in Oeiras Marina (Lissabon) am Mittwoch 21.10. kurz nach Mittag ab. Wir wollen die Strecke Oeiras bis Lagos, ca. 120 sm, ohne Zwischenstopp in Sines zurück legen. Die Strecken sind so, dass wir wohl Sines bei Tag erreichen würden Lagos jedoch kaum, vor allem da es auch in Portugal Herbst ist und deutlich rascher dunkler wird. Einen unbekannten Hafen anzusteuern ist für uns bei Tageslicht viel angenehmer und sicherer.Mit gesamt gesehen wiederum wenig Wind fahren wir in die Nacht hinein, im schon fast gewohnten 3 stündlichen Nachtwachmodus. Unser grünes Steuerbordlicht gibt den Geist auf (inzwischen hat Hansueli es wieder in Gang gesetzt) und so sind wir „einäugig“. Dafür leuchtet der Mond direkt vor unserem Bug, das Meer scheint silbern und die Sterne, inkl. Sternschnuppen, begleiten uns. Sternbilder besser erkennen ist fortan auf meiner „to do“, oder besser gesagt auf der Wunschliste. Eine gute halbe Stunde leisten uns, besonders auf Hansueli`s Wache, Delphine Gesellschaft.

Donnerstag Morgen erreichen wir Lagos bei wunderbarem sonnigen Wetter. Eindrücklich die Felsformationen, die nach Pinien riechende Luft. Wir sind in der Algarve angekommen.

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Hansueli
Salü Ursula, salü Hansueli oh, das ist so lieb und schön von euch Martha unsere Webseite zu bringen. Vielen herzlichen Dank (auch ... Weiterlesen
Donnerstag, 05. November 2015 14:43
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Okt
20

Spiel- und Bastelstunde auf der DADA-TUX

Fischerboot
Nazare
Nazare
Nazare
Nazare
Peniche
Oeiras Marina
Stürmisch
Park der Poeten
Park der Poeten
Park der Poeten
Park der Poeten
Park der Poeten
Park der Poeten
Park der Poeten
Blockade
nichts geht mehr
warten
besser zu Fuss

Wir lassen die Leinen los in Douro Marina (Porto) und weiter geht`s Richtung Süden. Dieses Jahr, so hören wir von vielen anderen SeglerInnen, welche mehr oder weniger mit uns unterwegs sind, hat es entweder zu viel oder zu wenig Wind. Auch für die Dada Tux gibt es kein „Spezialwetter“ und so fahren wir mehrheitlich unter Motor, ziehen zwischen durch die Leinen für den Parasailor, setzen Gross und Genua um nach kurzer Zeit wieder zu motoren.

Unser neues Spiel:

Wer entdeckt die FischerfähnchenEntlang der spanisch portugiesischen Atlantikküste wird sehr viel gefischt. Es sind kleinere und mittlere Schiffe, einige gehen tagsüber, andere in der Nacht auf Fang. Für uns heisst das den Booten und auch den unzähligen Fischerbojen auszuweichen. Diese haben ganz verschiedene Formen: leere Kanister, schwarz, weiss, rot, grüne Fähnchen, einfache weisse Kugeln... Manchmal gibt es Doppelfahnen. Ab und zu fliegt eine davon – das sind mir die liebsten, es ist eine Möwe. Ein System ist für uns jedoch nicht erkennbar. Im Gegenlicht sind sie oft überhaupt nicht zu sehen. Verfängt man sich in einer Leine, so kann das für Fischer und Boot sehr unangenehm werden heisst das doch oft, die Leine zu zerschneiden und den Propeller davon zu säubern. Während meiner Nachtwache verfängt sich eine. Es heisst das Schiff so rasch wie möglich zu stoppen. Hansueli fährt dann eine Zeit lang in die Gegenrichtung um uns zu befreien und siehe da wir kommen ohne Schaden (auch für den Fischer) davon. Unsere Kielform verhindert meist, dass eine Leine in unserern Propeller gelangt.

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Okt
11

Spanisch – portugiesisch – englisch – französisch – deutsch – schweizerdeutsch - italienisch – flämisch - polnisch wie es euch gefällt

porto-platz
buchhandlung
porto-keller
porto-brueke
Brigitte und wir
brigitte-brueke
porto-gasse
porto-gegensatz
douro-muendung
Nachtrag zu A Coruña bis Porto

An der spanisch-portugiesischen Atlantikküste befinden sich eine Reihe wunderschöner Rua`s, fjordähnliche sehr pittoreske Meeresarme, mit Ankerbuchten, Marinas eingebettet in eine wunderschöne Landschaft.Wir fahren also gegen Abend in die Rua de Muros. Es ist gerade Zeit da laufen alle sich in der Rua befindlichen Fischerboote aus. Wir werden umzingelt von ihnen und natürlich weichen wir aus und nicht sie. Gezählt habe ich über dreissig mit ungefähr 6-8 Personen an Bord. Mitten in der Nacht tönen Sirenen, immer wieder. Ich schaue hinaus und entdecke auf einem benachbarten Platz eine Ansammlung von Leuten. „Es wird wohl so eine Art Nachtfeuerwehrübung sein“, berichte ich Hansueli. Anderntags frage ich nach. Es ist so, kommt ein Fischerboot herein und sein Fang ist bereit zum Verkauf, ertönt ein Alarm. So wissen alle (ausser uns), dass jetzt Fisch gekauft werden kann. Dies sei vor allem für die regionalen Grosshändler von Interesse. Am nächsten Morgen beim Auslaufen fahren uns die meisten Fischerboote wieder entgegen.Den ganzen Tag halten wir Ausschau nach Fischerbojen, welche von einer nicht endenden wollenden Menge zu bestehen scheinen. Zum Glück für uns und die Fischer verfängt sich keine im Propeller.Die nächste Rua heisst Rua de Arouso. Obwohl mich dies sehr an Arosa erinnert fahren wir vorbei.

Seit einer Woche sind wir in Douro Marina in Afurada ganz in der Nähe von Porto. Wieder einmal sind Starkwinde angesagt. Ein enges Zeitfenster um weiter südwärts zu segeln wäre Dienstag/Mittwoch gewesen (6.7.10.) gewesen.Am Donnerstag, 8.10. kommt jedoch Brigitte, die jüngste Schwester von Hansueli nach Porto. Sie ist unser erster „Familienbesuch“ auf der DADA TUX. Gemeinsam erkunden wir die Stadt, schlendern mit etwas mulmigem Gefühl (für jede(r) von uns etwas verschieden) über die hohe Fussgänger- und Metrobrücke über den Douro– erbaut von einem Schüler von Eiffel, kosten verschiedene Spezialitäten, besuchen die Buchhandlung welche die Schriftstellerin der Bücher von Harry Potter sehr inspiriert haben soll. Obwohl wir schon einen Portwein gekauft haben, besuchen wir eine Portweinkellerei – Churchill – degustieren drei rote und einen weissen Portwein und informieren uns in einer Führung über die Entstehung, die Jahrgänge, die Kontrollen etc. über diesen „süffigen“ Tropfen.

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Okt
04

„Ferien“ in A Coruña - weiter südwärts bis Porto

Haeuserfront Coruna
Pilger
Monument
Monument
Sonnenaufgang Coruna
Sonnenaufgang
Finesterre
Ankern1
Ankern2
Ankern3
Morgenstimmung
Porto
Porto
Porto
Tram Porto
Porto
Porto

Wir liegen in der Marina A Coruña in der Zeit vom 20. September 2015 bis zu unserer Weiterfahrt am 30.09.2015.

Der Grund ist: wir warten auf unsere neuen Segel, Genua und Grosssegel, welche am Montag 28.09.2015 nach diversen Schwierigkeiten, ankommen. Wir telefonieren ein paar Mal nach den Niederlanden um endlich die Trecking Nummer zu erhalten, erhalten gleichzeitig die Auskunft, dass das Paket schon abgegeben wurde (Mittwoch 09.30 unterschrieben mit Namen xy). Im nach hinein stellt sich heraus, dass das eine andere Sendung war. Immer wieder werden wir an eine andere Nummer verwiesen, einmal sagen sie, das Paket sei in Madrid, dann wieder es sei zurück gesandt worden, weil die Adresse nicht stimmt und sie uns nicht gefunden haben. Doch endlich finden wir eine Person, die etwas mit der Trecking Nummer anfangen kann und nach etlichen Versuchen, auch über das Sekretariat der Marina, eine Wegbeschreibung ab zu geben, kommen die Segel am Montag gegen 13.00 an.

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Sep
23

Probezeit - Überfahrt durch die Biskaya

Englisches Wetter 2
Englisches Wetter 3
eng wetter4
Regenbogen
Windpilot Peterli
Biskaya Wolken
Biskaya 3
Containerfrachter
Abendstimmung
Morgenstimmung
wechselhaft
spanische Küste
spanische Küste 2
vor A Coruna
Herkulesturm
Herkulespark A Coruna
Herkulespark A Coruna
Muschel
Coruna Marina
Kleiderberg

In der Schweiz kommt es in der Regel bei einer Neueinstellung zu einer Probezeit von drei Monaten, bevor eine Festeinstellung erfolgt. Ziehe ich die Zeit unserer Reise in die Schweiz und Deutschland ab, so ergibt das ziemlich genau drei Monate seit unserem „Leinen los“ in Makkum am 8. Juni 2015.

 

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Sep
13

Warten

falmouth-marina2
falmouth-marina3
falmouth-kueste1
falmouth-kueste2
falmouth-kueste3
falmouth-kueste4

Mit dem Segelschiff reisen, heisst auch Geduld haben. Manchmal braucht es viel Geduld. Vor allem wenn die nächste Strecke zwischen 3 und 4 Tage dauert. Warten auf ein günstiges Wetterfenster heisst es dann. Wetterfenster wurde an anderen (Warte-)Orten auch schon zum Unwort erklährt. Wers erwähnte oder schrieb, bezahlte eine Runde. So weit sind wir hier in Falmouth noch nicht. Von 3 anderen Segelbooten wiessen wir, dass sie auch auf das Wetterfenster über die (berüchtigte) Biskaya nach La Corunia warten. Vor knapp einer Woche sah es mal so aus, dass es dieses Wochehende möglich währe. jetzt sieht es nach nächstem Donnerstag oder Freitag aus.Cornwall, die Südwestspitze von England, ist schön. Herzzerreissende Schnulzen sind hier angesiedelt, Stichwort Rosamunde Pilcher.Bis heute Nachmittag war es recht angenehm hier. Es regnete bis jetzt nur 1 Mal richtig. Jetzt beginnt es wieder zu regnen, aber unter unserer Kuchenbude (Cockpitzelt) ist es mit 18°, leicht prasselndem Regen und um die 4 - 5 Bf Wind noch angenehm. Wir sind von der Wärme nicht so verwöhnt. Der Barometer fällt kontinuierlich.Vorgestern war ich nochmals auf dem Mast und wechselte die Elektronik der WLAN Antenne aus. (Bis jetzt läuft es noch ...) Wir liegen in einem Bereich der kleinen Marina, wo der WLAN Empfang schlecht ist. Drinnen in unserem Aluboot ging fast gar nichts. Da fehlte mir richtig die Geduld mit diesem Netzwerk. Genügend Motivation für die Masttour, die sich sehr lohnte.Im Moment habe ich keine grosse Baustelle mehr auf unseren Schiffli. Beim Ablegen in Portmouth bemerkten wir, dass das rote Positionslicht im Bugkorb nicht mehr leuchtet. Eine LED Lampe, die nicht so einfach kaputt geht. Wieder einmal hätte ich gedanklich jemanden umbringen können ... Ws gibt eine Art von elektrischen Kabel oder Drähte, die in einer Wohnung ihren Zweck erfüllen, auf einen Boot wegen der Feuchtigkeit und Salzwasser nichts zu suchen haben. Kurzum, jetzt hat es eine neune LED Lampe und die leuchtet wieder.Bei der Ankunft hier in Falmouth sahen wir, dass unsere Genua (Vorsegel) am Achterliek Risse hat. Nicht nur einen, mehrerer. Ein Segelmacher, der mal für Alinghi arbeitete, holte sie zur Reperatur ab. Unsere bestellten neuen Segel wurden noch nicht geliefert. Die Firma vergass uns die Rechnung zu schicken und ohne Bezahlung keine Lieferung. Unsere jetzigen Segel wollen wir als Reserve behalten. (Ich hoffe der Platz zum Stauen, den ich meine, genügt.) Seit Freitag ist auch die Genua wieder gesetzt, von dem her, könnten wir starten. Das Wetterfenster fehlt einfach noch.So verbringen wir die Wartezeit mit geduldig warten, und, und, ....

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Sep
10

Dada Tux erwacht

Needles
knapp-10kn
Südküste
Abendstimmung Portland
portland-bill
vor Dartmouth
River Dart Mündung
Morgen Dartmouth
Windpilot
Spinnakerbaum
Eddystone
Besuch

Nach einem Aufenthalt in der Schweiz und Deutschland (25.08. - 3.09.2015) sind wir zurück in Gosport Marina, wo Dada Tux zwischenzeitlich einen anderen Liegeplatz erhielt. Voll gekotet von Vögel, welche sich täglich pünktlich zwischen 18.30 und 19.00 auf den Schiffsmasten niederlassen, Beeren verspeisen, zwitschern, lassen es sich gut gehen und ...eben. Jedoch erstaunlich was für eine innere Uhr sie besitzen und sie auch verstehend.Einen Tag benötigten wir um Dada Tux wieder auf Vordermann/Frau zu bringen um anderntags weiter Richtung Westen ziehen zu können.Die Gezeiten und dadurch die Strömungsrichtung bestimmen unseren Tagesablauf. Zwei bis drei Knoten Strömung mit oder gegen uns sind schon mit ein zu beziehen. Und dann die „Freude“ wenn Dada Tux 3 Knoten mehr fährt als der Wind hergibt. Natürlich haben wir bei langen Fahrten auch die andere Seite, nämlich Gegenströmung. Für den Moment heisst das für uns um fünf Uhr aufstehen, drei Tage hinter einander. Dabei kommt mir eines meiner Lieblingschansons von Jacques Dutronc „Paris s`éveille, il est cinqu heures“ (veröffentlicht1966!) immer wieder in den Sinn.

Portsmouth – Portland am 5.09.2015Die südenglische Küste gefällt mir sehr gut. Sattes grün, bepflanzte, teils geerntete Felder, Felsen in den verschiedensten Gesteinsformationen ziehen an uns vorbei. Portland Harbor ist ein grosser ehemaliger Militärhafen, was an den Eingangsfords noch deutlich zu sehen ist. Im grossen Vorhafen (über 1,5 sm lang) finden bei unserem Einlaufen gerade Regattas von zwei verschiedenen Jollentypen statt. Wir finden trotzdem einen Weg in die Marina und machen fest, geniessen das Abendessen, eine wunderbar warme Dusche und dann ab ins Bett. (Das letzte Mal waren Bea und Tom dabei. Wir haben ganz fest an euch gedacht und an das stürmische, nasse Wetter).

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Aug
24

Im (wilden) Westen

Blankenberge Helen
Hansueli
Felsen von Dover
Morgenstimmung Dover
Sonnenaufgang Dover
Parasailor
Helen im Sommer
Hansueli
Portsmouth
Schwyz
Schwyz

Am 20.08. überquerten wir den englischen Kanal von Blankenberge bis Dover. Unsere Strömungsberechnung erwies sich als zuverlässig. Wind und Wetter waren uns gut gesinnt, wenn gleich schon ein bisschen „englisch“ (von räumlich bis hart am Wind, etwas Nebel, etwas Regen, etwas Sonnenschein). Die weissen Felsen von Dover sind eindrücklich, auch auf der Fahrt von Dover nach Brighton sind wunderschöne Felsformationen zu sehen; auch weiter westlich, vor allem in der Gegend von Poole, sind sie zu bewundern.Die Marina von Dover empfinde ich als hässlich und unwirtlich (es gibt Pläne für eine Neugestaltung in den nächsten Jahren). Trotzdem blieben wir einen Tag. Bei sommerlichen Temperaturen flanierten wir in der Stadt und genossen Scones und Tee. Die Stadt selbst hat einen Anstrich von „schmudelig“, ungepflegt, viele Menschen erscheinen ärmlich, die Hotelbauten am Strand entlang scheinen schon bessere Zeiten gesehen zu haben. Das erste Mal auf unserer Reise in kurzen Hosen und T-Shirt legten wir die Etappe Dover – Brighton zurück. Der Wind war, selbst für unseren Parasailor, oft zu schwach. Diesen setzten wir wiederholt hinauf und hinunter, das gab etwas Praxis und Abwechslung, nebst ein paar „Turnübungen“, welche wir ab und zu bei ruhiger See ausführen.Seit gestern sind wir nun im Westen. Von Brighton nach Portsmouth überquerten wir den Nullmeridian und werden in nächster Zeit südwestlich reisen. Diese Fahrt hatte es in sich. Es waren zunehmende Winde angesagt, für uns aus achterlicher Richtung. Für uns die besten Strömungsverhältnisse aussuchend legten wir in Brighton kurz nach 08.00 ab, in der Hoffnung die Distanz von ca. 42 sm in rauschender Fahrt zurück zu legen und einen langen gemütlichen Abend vor uns zu haben. Der Wind drehte und wir kreuzten und kreuzten, so dass aus den 42 sm 64 sm wurden und wir dafür 11 1/2 h brauchten. Alle, welche schon ähnliche Situationen erlebt haben, können sicher nachvollziehen wie „lang“ dann eine solche Fahrt werden kann. Der Ort ist in greifbarer Nähe, bei der nächsten Wende jedoch wieder weit entfernt.In Portsmouth herrscht ein reger Schiffsverkehr. So haben wir beim Einlaufen drei grosse Kreuzfahrtschiffe passiert, eines davon die neue Queen Elisabeth (mit Ziel Stavanger, wo wir vor ein paar Wochen waren). Die grösseren Kreuzfahrtschiffe haben eine Länge von über 1000 ft und haben Platz für ein ganzes Dorf (je nach dem 5000 – 7000 Personen). Unsere Dada Tux ist gerade mal 39 ft lang. Da ist man/frau wie ein Zwerg daneben.Das Wahrzeichen von Portsmouth ist der Spinnakertower. Ein schlanker, ästhetisch gebauter Turm. Er ist öffentlich zugänglich, natürlich mit einem Restaurant und einem aus Panzerglas ausgestatteten Boden. Für mich brauchte es etwas Mut darüber zu gehen und bis hinunter auf den Boden zu sehen.Für die kommenden Tage sind Starkwinde aus Westen angesagt, so dass wir es uns in Portsmouth „gemütlich“ machen. Heute (24.08.2015) regnet es nur ein Mal und wir „verkriechen“ uns in unser vorübergehendes Zuhause, haben die Kuchenbude aufgespannt. So haben wir einen „Wintergarten“, welcher unseren „Wohnraum“ in solchen Situationen deutlich vergrössert.Das nächste günstige Wetterfenster werden wir benutzen um weiter Richtung Westen und dann südwärts zu segeln.

 

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Aug
18

Makkum ade

Mechaniker
IJmuiden
Stellendam
Blankenberge Yachthafen
Blankenberge Strand
Blankenberge Strand
Blankenberge

Zum zweiten Mal verabschiedeten wir uns von unseren Makkumer Freunden, Gudrun und Bernd (Villa Mar) sowie von der Crew der Blu C, Andreas, Natalie, Emilia und Vincent.

Nach 10 Tagen "Boxenstop" in der Werft bei Kooi in Makkum, legten wir am Samstag 15.08.2015 ab, fuhren ein letztes Mal durchs IJssel- und Markermeer über Amsterdam nach IJmuiden. In Amsterdam startet am Mittwoch die Sail, ein Grossevent alle 5 Jahre. Es werden 44 3 Master aus der ganzen Welt erwartet. Sie fahren alle am Mittwoch von IJmuiden nach Amsterdam. Einige davon haben wir unterwegs gesehen. Das wird für wahrlich eine Augenweide werden.

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Hansueli
Salü Barbara, salü Jochen ja, wir kommen ... Über Südengland sind wir auf dem Weg zu euch. Hier in Dover machten wir einen Tag Pau... Weiterlesen
Freitag, 21. August 2015 17:23
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Aug
07

Aufgehängt im Schiffskran

kein Platz
Verbrannt
am Kran
Verkehr

Der Sommer ist gekommen und so geniessen wir die wärmende Sonne während wir unsere Sachen von einem Ort zum anderen räumen, alles austrocknen, den div. Handwerkern Platz machen und uns über jede Kleinigkeit freuen die wieder geht.Von gestern auf heute verbrachten wir das erste Mal die Nacht aufgehängt im Kran. Für mich ein etwas eigenartiges Gefühl.Nun sind wir wieder im Wasser, immer noch aufgehängt, der Bug in der Luft, das Heck im Wasser. Einerseits zum schauen ob die Ruder nun dicht sind, andererseits muss auch noch das Ventil des Schmutztankes ausgewechselt werden. Zudem leckt die Fusspumpe und wird ebenfalls ersetzt. Die Fachperson des Wassermachers muss nochmals kommen. Beim Testen brannte der Print. Die Heizung ist auswärts in Testung, ebenso das Funkgerät. Wir haben nun das Wochenende vor uns, ohne Handwerker, hoffen, dass das Ventil des Fäkalientank bis dann eingebaut ist und wir auf`s Wasser gehen können und diverse Sachen testen.Bald kommt sicher auch die weitere Reiseplanung so dass wir hoffentlich vor der Kälte in der Wärme sind.Doch immer wieder optimistisch denkend geht es uns prima.

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Hansueli
Salü Miriam ich hoffe dass Erdbeben nicht dein Begleiter in Berkeley wird. Lieber Gruss aus Dover (morgen um 6 geht es weiter) Han... Weiterlesen
Freitag, 21. August 2015 17:28
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Aug
04

Hoch`s und Tief`s

Helgoland2
Helgoland3
Kein Wind
Mondaufgang
Sonnenaufgang

Nicht nur in der Meterologie kennen wir Hoch und Tief`s, auch im „gewöhnlichen“ Leben gibt es diese. Von Thyborøn, unserer letzten Station in Dänemark, segelten wir nach Helgoland auch diesmal hart am Wind, mit Regen, hohen Wellen und gute 6 Bft Helgoland scheint uns nicht allzu gut gesinnt zu sein. Schon das letzte Mal mit Karsten und Jernimo ging es ähnlich zu und her. Die berühmten roten und weissen Felsen wurden trotzdem mit kurzen Blicken gewürdigt. Der Hafen von Helgoland war sehr voll, da alle Schutz vor den angesagten Starkwinden in den nächsten zwei Tagen Schutz suchten. Helgoland ist ein Schutzhafen und „muss“ alle Boote ausnehmen. So lagen wir dann dicht gedrängt zu dritt im Päckchen.Helgoland – Borkum dagegen war schönes Segeln, gute Winde, (fast) sommerliches Wetter. Für die Strecke Borkum – Terschelling waren gute achterliche Winde für unseren Parasailor angesagt und wir bereiteten alles vor. Die Sonne schien, der Wind war weg und so motorten wir fast die gesamte Strecke und ankerten im Wattenmeer. Der fast volle Mond ging auf, die Sterne schienen und die div. Leuchtboyen und Leuchtfeuer schienen und blinkten friedlich nebeneinander her. Eine schöne geruhsame Stimmung. Am Sonntag ging es bei schönstem Sommerwetter nach Makkum. Unzählige Boote aller Art, darunter wie es sich für die Wattensee und das IJsselmeer gehört, sehr viele Plattbodenschiffe. Seit Montag früh sind wir nun, hoffentlich zum letzten Mal, in der Werft. Alle, welche eine Segelyacht haben, kennen das Aus- und Umräumen. Persönlich fällt es mir immer wieder schwer mich dieser Herausforderung zu stellen. So sind z.B. gerade jetzt, wo ich dies schreibe, zwei Fachpersonen an Bord, eine ist der „Wassermacher“, so dass wir künftig aus Salzwasser Süsswasser herstellen können, die andere Person kümmert sich um den Motor.

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Aug
03

Thyborøn – zurück an Dänemarks Westküste

hans-helen-ryfylke
Wartehaus
Wartehaus innen
unbeliebte Brücke
Stausee
im Schnee
Schneewand
Schneefeld
Bergsiedlung
kleiner Rheinfall
seltenes Wetter
Briefkaesten
Abscheid Hans

Freitag Abend, 24. Juli, kamen wir nach gut 100 sm bei guten Windverhältnissen, etwas Sonnenschein, trocken in Thyborøn an. Wir haben uns auf Grund der Wettervorhersage entschlossen in Etappen nach Makkum zu segeln und nicht wie angedacht in einem Schlag. Für Samstag/Sonntag 25./26. waren Starkwinde angesagt mit Regen und so sitze ich heute, Sonntag 26.7. unter der Kuchenbude mit pfeifendem Starkwind rundum.Erzähle ich mehr der Reihe nach sieht das in etwa folgendermassen aus. Mit dem am 14. Juli angekommenen Hans erkundeten wir mit der Dada Tux, mit Bus, Fähre und Mietauto die Ryfylke Gegend. Stavanger, Hjemeland, Nedstrand, Sand, Reilstad zurück nach Stavanger waren unsere Etappen. Eine sehr ansprechende Gegend mit, für mich gefühlten tausenden, Inseln in jeder Grösse und wunderschönen sattgrünen Fjorden. Da die einzelnen Tagesreisen kurz waren, eher schwachwindig, gab uns dies die Möglichkeiten mehr von der Gegend, auch mit dem Feldstecher, zu sehen. Wir entdeckten teilweise sehr grosse Fischzuchten, Steinbrüche, sehr viele Motorboote, jedoch auch einige Male ein paar sich im Wasser tummelnde Kinder. (Wassertemperatur 14 – 15 Grad, Aussentemperatur ca 18 Grad) Wahrlich Nachfolger der Wikinger, diese Norweger!In Sand trafen wir einen deutschen Hafenmeister an. Er lebt seit über 20 Jahren dort, fühlt sich als Norweger und bewirbt sich für den Gemeindepräsidentenposten. Aus dieser Gegend stammen gemäss seinen Aussagen ca. 8 % der gesamten Energie aus Norwegen aus riesigen Wasserkraftwerken. Plötzlich tauchte auf dem Steg ein Hobbyfotograf mit einer Leikakamera auf und fragte ob er die Dada Tux samt Crew fotografieren dürfe. Bei Tee und Kuchen verbrachten wir eine anregende, informationsreiche Zeit.Samstags wollten wir die Gegend mit dem Bus erkunden, etwas ins Landesinnere fahren. Uns war nicht bewusst, dass in dieser Gegend am Samstag kaum ein Bus fährt und so nahmen wir bei regnerischen Wetter den einzigen Bus in die nächste „Stadt“. Die Einwohnerdichte in Norwegen beträgt 13 Einwohner pro km2, so dass ein Ort von gut 1000 Einwohnern schon eine beachtliche Grösse hat. In Suldal, einer Kommune zu welcher die Ortschaft Sand gehört (dort war die Dada Tux 3 Nächte in der Marina lag) beträgt die Dichte 2 Personen pro km2. Tags darauf mieteten wir ein Auto und durchforschten die Gegend. Schmale Passstrassen führten uns auf gut 1000 Meter Höhe durch Schneefelder, norwegische Skigebiete, z.T noch zugefrorenen Bergseen. In der Schweiz entspräche diese Höhe in etwa 2500 Meter in Bezug auf Vegetation.Seit dem 22.7. sind wir wieder zu zweit. Von Stavanger ging es nach Borshavn, etwas 80 sm südostwärts und tags darauf gute 100 sm nach Thyborøn, von wo ich dies schreibe.

Eine Besonderheit sei noch kurz erwähnt. Wir scheinen ungeplant immer wieder an Festivals zu gelangen. Zuerst war es die skandinavisch grösste Beachparty in Kristiansand, dann in Stavanger die Tatoo-Messe und das Food-Festival und nun in Thyborøn (Dänemark) treffen wir auf einen internationalen Marktanlass. Laut den Länderfahnen sind ca. 12 Länder daran beteiligt. Leider war es gestern, Samstag 25. Juli, so windig und regnerisch, dass nur abends in den Hafenkneipen die Livemusik ertönte. Die Zeit der Festivals ist ja sicherlich in Norwegen auf dem Sommerausgerichtet und dieser ist ja nicht all zu lang, selbst die Norweger finden es dieses Jahr wenig sommerlich.Ob wir diese Fähigkeit des Aufspürens von Festivals weiter entwickeln wollen ist eher fraglich.Geschlafen haben wir, nach dem wir die Dada Tux mit einer Zusatzleine „gesichert“ haben, gut.

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Jul
17

Ryfylke

segelmacher1Segelmacher
Preikestolen
Preikestolen
Preikestolen
Preikestolen
Preikestolen
Preikestolen
Hjelmeland
Sommer
Engadinersee?

RTFM, diese Abkürzung kennt vermutlich jede Person die im Bereich Informatik arbeitet. Für alle anderen, read the fucking manual. Nun ja, wenn das Manual auch wirklich ein Manual oder Handbuch ist, einigermassen den aktuellen Auslieferungsstand wiedergibt und eine nachvollziehbare Struktur hat, halte ich mich daran. Ich schreibe überigens nicht von einem fernost Produkt, sondern von einem Original deutschsprachigen 'Handbuch'. Was man nicht machen soll, steht unter Troubleshooting. Das die interne Hilfe nicht betrachtet werden soll, steht gar nirgens und vermutlich vertippte ich mich auch noch, was das Ganze noch verschlechterte. Definitiv musste der Resetknopf oben auf 18m im Mast betätigt werden. Wo der ist, steht nirgns. Kurzum, ich brachte es hin dass sie wieder läuft, aber leider nur für einen Tag. Jetzt startet sie im Minutentakt neu. Frustriert bestellte ich die Antennenelektronik neu.Dass die WLAN Antenne nicht läuft ist verschmerzbar. Ein weiteres Sorgenkind läuft auch nicht mehr. Die Werftarbeiter reparierten schon oft daran. (Ich noch nie ...) Unserer Warmluftheizung läuft nicht mehr, da meine ich nicht unser neuer Dieselofen. Der läuft, er ist einfach zu stark für den kühlen, eher kalten diesjährigen norwegischen Sommer. Nach unserem Testlauf mit den Dieselofen streickt er. Zum Aufstehen am Morgen und Frühstück wären ein paar Grad wärmen in unserem Schiffli sehr angenehm. Vielleicht wird es hier noch Sommer ...In der Region von Stavanger (Ryfylke) gibt es den berümtesten norwegischen Felsen. Den Preikestolen, eine Felskanzel in 604 m Höhe über dem Lysefjord. Direkt mit dem Schiff kann man nicht hin. Der Bergweg geht von der anderen Seite hoch. Wahrlich, es ist ein Bergweg. Wir waren um die Wanderschuhe froh. Der Weg auf den Preikestolen gefiel uns besser, als die Felskanzel selbst.Von Tananger segelten wir, zeitweise mit Dieselunterstützung, nach Tau. War nicht weit, gut 20sm. Beim Zusammenlegen vom Grossegel, gab es eine Riss entlang vom Achterliek. Statt selber flicken suchten wie einen Segelmacher in der Region. (In Norwegen ist Ferienzeit). Nach einigem telefonischen Weiterreichen landeten wir bei Paul, einem Amerikaner, der schon einige Jahre auf seinem Boot hier liebt. In einer Hütte richtete er sich ein Atelier ein. Mir scheint, er machte es gut. Sehr viel besser, als wir es mit unseren reduzierten Kenntnisse und Material hätten machen können.So fuhren wir an nächsten Morgen nach unserem Ausflug auf den Preikestolen nach Stavanger zurück. Mit der Segelreparatur und all dem Anderen was wir sonst noch erledigten, erreichten wir knapp den Bus unm Hans vom Flughafen ab zu holen. Seit 3 Tagen erkundet er mit uns das Ryfylke Gebiet.

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Jul
12

Abwechslungsreich unterwegs

Egersund
Egersund
Durchfahrt
Klettern
Stavanger
Stavanger
Oelofen

Der Sommer ist wieder weg und wir sitzen mit zwei Schichten in der Kuchenbude bei , 14 Grad, Tee und einer leckeren Zwischenverpflegung.Zwischenzeitlich sind wir von Kristiansand am Cap Lindesnes (südlichster Punkt Norwegens) nach Vestre / Austre Seli, einer kleinen hübschen Bucht, umgeben von den typisch norwegischen Ferienhäusern, gesegelt. Der Weg dorthin führte, weitgehend motorend, an kleineren und grösseren Inseln, herausragenden Felsblöcken (mit und ohne Kennzeichnung) an unzähligen idyllischen Orten vorbei. Ein abendlicher Spaziergang rund um die Bucht, sowie eine kleinere Klettertour um eine gute Rundumsicht zu haben rundeten den Abend ab.Am nächsten Tag gings weiter nach Egersund, der Westküste entlang mit kaum einer Insel. Vielleicht zum Glück, denn schon bald umhüllte uns dichter Nebel. Die Sicht betrug kaum 100 Meter. Radar und Nebelhorn wurden eingeschaltet und so „tasteten“ wir uns vor den Eingang von Egersund, vorbei an der vorgelagerten Insel Eigerøya vorbei. Interessant war, dass der Himmel zeitweise blau war, die Sicht vor den Augen jedoch kaum einige Meter. Ein Scheibenwischer für Hansueli`s Brille wäre kein Luxus gewesen. Kaum in der Einfahrt verschwand der Nebel und wir konnten bei blauem Himmel und Sonnenschein in Egersund einlaufen. Am nächsten Tag durchkämmten wir den Ort und die nähere Umgebung. Egersund ist bekannt für seine Schokoladenfabriken.Durch den Nordresundet gings weiter nordwestlich nach Tananger. Der wenige Wand kam direkt von vorne bis einige Seemeilen vor Tananger. Mit raumen Wind und nur mit der Genua segelten wir gemütlich bis kurz vor die Hafenmole. Für die nächsten Tage war schweres Wetter vorausgesagt, 7-8 Bft, in Böen bis 10, so dass wir uns entschlossen in Tananger zu bleiben. Der Hafen füllte sich dann auch zusehends mit schutzsuchendenen Boten. Natürlich kommt auch unsere „Werkstatt“ nicht zu kurz. Unsere WiFi Antenne, zuoberst auf dem Mast, macht keinen richtigen Kontakt und musste auf „Reset“ gestellt werden. Also wurden unsere neuen Maststufen getestet. Hansueli hinauf, hinunter, hinauf, hinunter, 5 Mal ohne Erfolg. So wurde die Antenne am nächsten Tag kurzerhand abmontiert (dies hiess wieder in den Mast klettern) unten mit einem Kabel testen, und dann wieder hinauf zum montieren. Dort oben ist sie nun und funktioniert einwandfrei. Ein Tagesausflug nach Stavanger mit dem Bus, abholen des reservierten Raymarine-Autopilotenkompasses (als Ersatz für den „Besoffenen“), der Besuch des örtlichen sehr interessanten Ölmuseums inklusive gelungene Architektur des Gebäudes, schlendern in der Stadt und ein feines Nachtessen taten uns gut. Heute wurde der Kompass installiert, eingekauft für die nächsten Tage, etwas gefaulenzt und die Vorbereitungen für Morgen getroffen.Der Höhepunkt des Tages, resp. des Abends war die Inbetriebnahme unseres Dickinson Ölofens. So hatten wir im Nu 24 Grad im Schiff. Das gab doch ein sommerliches Gefühl.

Es geht weiter – vorausgesagt sind südliche Winde und wir möchten das Ryfylkegebiet mit all seinen Buchten und Fjorden ca. 2 Wochen lang erkunden.

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Jul
05

Wind, Sommer, Nebel, besoffener Kopass

Kristiansand
Kristiansand
windpilot
kristiansand-feuerwerk
Kistiansand
Bucht
Bucht
Egersund

Und tatsächlich, mit unserer Ankunft in Norwegen beginnt der Sommer. Statt mehrere Kleiderschichten für den Landgang genügen T-Shirt und kurze Hosen (Wenigstens bis gestern).Mit der Vorhersage, dass die westlichen Winde im Verlauf des Tages Richtung Süden drehen, starteten wir in Hanstholm mit dem sportlichen Ziel Farsund. Auch ganz hart am Wind bis fast stehenbleiben im Wind nutzte nichts, um den Kurs nach Farsund zu segeln. Als der kleine Winddreher Richtung Süden kam, hatten wir die halbe Strecke hinter uns. Statt nach Farsund aufkreuzen und gegen Mitternacht ankommen, legten wir der Kurs mit knapp halben Wind auf Kristiansand an.

Kristiansand ist die Hauptstadt von Südnorwegen und fünfgrösste Stadt in Norwegen. Die Gästeliegeplätze sind ausserhalb der Mole und vom Schwell leider nicht geschützt. Trotzdem wollten wir ein paar Tage hier bleiben.Wir haben immer noch Unerledigtes, wir die Windsteueranlage, zu erledigen.Der Ort ist angenehm. Ein paar schöne Ecken mussten noch nicht Neubauten weichen. Die Leute sind draussen und geniessen die Sonne. Unterdessen füllt sich die Marina mit Motorbooten. Freitag Samstag findet die grösste Scandinavische Beachparty statt. Der Soundcheck auf der Livebühne war zum Glück lauter als die Musik am Freitag Abend. Um Mitternacht ein kurzes Feuerwerk, kein Vergleich zu dem, welches alle 3 Jahre in Oensingen geschossen wird. Störrend waren die Partys um 2 Uhr in der Früh auf den Motorbooten.

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Jun
29

von Cuxhaven nach Hanstholm

Jeronimo
Karsten
Nachtessen
Ruderschaft

Die Anreise aus der Schweiz nach Cuxhaven mit unseren ersten zwei Gästen, Karsten und Jeronimo, verlief ruhig. Hansueli erwartete uns am Bahnhof und mit dem Taxi gings zur Dada Tux. Wir liefen die Inseln Helgoland, Sylt, Rømø (Dänemark) an. Weiter gings nordwärts an der dänischen Westküste entlang, Esbjerg, Hivide Sande, Thornsminde, Thyborøn und Hanstholm. Wir trotzten Windspitzen von Stärken bis 7 Bft, teilweise sehr hart am Wind, bei gefühlten beinahe winterlichen Temperaturen und einem ordentlichen Wellengang. Ein nicht gerade einfacher Einstieg für Karsten und Jeronimo. Wir segelten jedoch auch bei achterlichen und weniger starken Winden, sodass unser Parasailor zwei Mal kurz zum Zuge kam; einmal nahm der Wind zu, einmal ab. Zwei Landtage in Helgoland und Esbjerg waren inbegriffen. Unser Bordleben zu viert gestaltete sich äusserst angenehm, wir haben gelacht, gegessen, erzählt... Den letzten gemeinsamen Tag verbrachten wir an Land in Aalborg am Lymfjord. Ein schöner Ort mit,für mich, einigen gut gelungenen, kreativen, innovativen Aussengestaltungen.Die Suche nach Internet gestaltete sich unerwarteter Weise schwierig auf der bisherigen Strecke. Nicht "rund um die Uhr" erreichbar zu sein hat jedoch auch Vorteile, ist ggf. noch etwas gewöhnungsbedürftig. Unsere angelaufenen "Marinas" an der Westküste Dänemarks waren vorwiegend Fischer- und Fährhäfen. Wenige Segelyachten teilten diese Häfen mit uns. Sie haben ihren eigenen Charme.Wir haben seit unserer Reise immer wieder etwas Wasser in den Bilgen und Hansueli nähert sich Schritt für Schritt dem Problem an - soeben scheint die Lösung gefunden worden zu sein - die Rudermanschette wurde nicht dicht angeschlossen. Das heisst für uns die provisorischen Reisepläne zu revidieren, wir machen, auch wegen dem Wassermacher, einen "Boxenstopp" in Makkum bei der Werft und segeln voraussichtlich von den Niederlanden über die Bretagne nach Nordspanien.Morgen, 30. Juni, geht es jedoch zuerst nach Südnorwegen in der Hoffnung den Sommer dort zu finden.Wir sind nun seit 3 Wochen segelnd unterwegs, das Gefühl in den Ferien zu sein schwindet langsam. Wir fühlen uns allmählich als privilegierte Weltenbummler.

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Jun
13

Leinen los

Konwerderzand
tzwischen Trschelling und Borkum
Borkum
nach Langeoode
fitness1
fitness2

Vorerst ein verspätetes grosses Dankeschön an euch alle, welche uns am Abschiedsfest vom 30. Mai in Zürich mit eurer Anwesenheit, herzlichen Worten, liebevollen Mitbringel, grosse Beiträge für die Klappvelos, mit drei wunderbaren Darbietungen (Team DKiZ, Pink Floyd Lieder vorgetragen von Vic und der poetischen, sinnlich-besinnlichen aristischen Darbietung von Fabio und Lisa) begleitet haben. Dazu erhielten wir viele Mails, in Makkum selbst einen friesischen "Notvorrat" von der Werft, einer Flasche Blue C Prosecco (Andreas, Natalie, Emilia und Vincent), warmen Mützen (Bernd und Gudrun).

Am Montag, 8. Juni, nach einer nochmaligen Riggkontrolle durch Jan, liessen wir die Leinen in Makkum für unbestimmte Zeit los. Durch die Schleusen von Kornwerderzand ging Richtung der hollöndischen WattenmeerinselTerschelling. Der Wind blies ordentlich - direkt von vorne. Schon am Dienstag ging es weiter nach die Nordsee Borkum, der westlichsten und grössten er deutschen Ostfriesischen Inseln. Immer hart am Wind und bei kühlen Temperaturen und das so gegen 80 sm. Die "Marina" befindet sich in einem ehemaligen Militärareal, es gibt noch einen kleineren Hafen "Port Henry". Dieser hat jedoch eine enge Einfahrt, wenig Tiefgang und weil wir eine ordentliche Strömung hatten zogen wir trotz allem den kasernenartigen Hafen, ca. 7 km vom Ort Borkum an. Wir radelten das erste Mal bei Sonnenschein mit den neuen Klappfahrrädern in die Stadt zum einkaufen, ein wenig flanieren, mit einem Nachtessen direkt an der See und anschliessendem Eis. Für uns ganz neu ist, dass wir nun "pensioniert" sind und nun ebenfalls zu den Senioren/Seniorinnen gehören. Das macht uns einserseits schmunzeln, wer fühlt sich denn schon so alt wie er ist? Und troztdem ist es eine Realität. Mal sehen wir wir damit umgehen können.Leider wurde aus dem "Freitag" in Borkum nicht viel ausser nach dem Ursprung des Wassers zu suchen, das sich immer wieder in der Bilge und unter dem Motorraum sammelt. Ca. 3 Liter aus einem Gemisch von Salzwasser und etwas Dieselgeschmack. Hansueli hat alles auf den Kopf gestellt, sich verrenkt, jegliches Werkzeug hervorgeholt. Zumindest können wir, resp. Hansueli, einiges ausschliessen und schleichen uns so an das Problem heran.Am Donnerstag ging es weiter ostwärts nach Langeoog, einer weiteren ostfreisischen Watteninsel. Hübsches Oertchen mit vielen wilden weissen und roten Wildröschen, Ginster und....Freitags gings bei strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen nach Cuxhaven. Leider hatten wir an diesem Tag ein Motorboot (der wenige Wind direkt auf die Nase.Heute, resp. gestern (es ist 01:02) hiess es zuerst etwas länger schlafen, dann Schiff putzen, aufräumen, einkaufen, Wasserschaden suchen. Dazu haben wir unsere neue Küchenbude eingeweiht. Wunderbar, denn schon bald fing es an zu regnen.Heute Sonntag fahre ich mit dem Zug in die Schweiz und komme am Dienstag wieder zurück. Für den Sozialpreis des Kantons Solothurn 2015 bin ich in der engeren Auswahl mit dem Projekt inKITA und zu einem Hearing eingeladen. Dazu profitiere ich um einige Sachen zu erledigen.Hansueli hält derweil die Stellung und hat viel Arbeit mit installieren von...

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Jun
06

In der Werft

Rigger

Unser Terminplan kam mit einer E-Mail vom Wassermachertechniker schon mal durcheinander. Er machte Unfall und kann am Freitag den Wassermacher nicht in Betrieb nehmen. Soll aber nicht das einzige bleiben, dass unseren Plan durcheinander bringt.In einem Mast laufen viele Kabel. Diese müssen beim Maststellen richtig angeschlossen werden. Das Richtige kann wie Lotterie sein und bei uns gabs keinen Sechser. So kamen viele Kleinigkeiten dazu, die viel Zeit brauchten. Dafür war das Wetter gut, ausser das heftige Gewitter am Freitag Abend.

Irgend wie zum Glück wurden das Gross- und Genuafall noch nicht gewechselt. Am Samstag Morgen kam der Rigger und er sah, dass beim Maststellen kleine, jedoch wichtige Teile nicht ersetzt wurden. So lossegeln wäre eine schlechte Idee. Er hofft, dass er die Teile in der Werkstatt hat und am Montag nochmals in den Mast steigt.

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Hansueli
Salü Ursula, salü Hansueli vielen herzlichen Dank für eure Wünsche. Wir sind immer noch zuversichtlich, dass in paar Stunden wir l... Weiterlesen
Montag, 08. Juni 2015 00:38
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Jun
05

Dankesbier

Werftmitarbeiter
WerftmitarbeiterInnen
werftmitarbeiter4

Als Dank für die Arbeiten an der Dada Tux offerierten wir das Freitag Abend Bier mit Snacks für die Angestellten der Werft.

 

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