Dada Tux

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unsere Reiseberichte
Nov.
03

Von Cherbourg bis Vigo, vorbei an drei berühmt – berüchtigten Eckpunkten: das Cap de la Hague, die Biskaya und das Cap Finistere.

Wir lassen die Leinen in Port Chantereyne bei Flut um 01:40 los . Ungefähr 600 sm liegen vor uns. Dazu kommen, was wir in diesem Moment noch nicht wissen, zwei pechschwarze Nächte, ohne Mond, ohne Sterne. Wir fahren einfach in ein schwarzes „Etwas“. AIS und Radar helfen uns in dieser Situation, selbstverständlich nebst einem guten Ausguck der Wache, uns sicher fühlen. Es hat wenig Wind dafür zieht uns die Strömung in die richtige Richtung und wir setzen das erste Mal unser neues Leichtwindsegel, den Code 0 und machen gute Fahrt am Wind.
In den übrigen klaren Nächten scheint der Halbmond in der ersten Nachthälfte und das Sternenmeer ist mit uns. Für Moni betrachten wir etwas länger die „Ampelsterne“.

Bei Tagesbeginn begrüssen uns die ersten Delfine und zeigen uns ihre variationsreichen Sprünge, ihr geschmeidiges Ab- und Auftauchen. Darüber freuen wir uns sehr. Immer wieder von neuem ist es ein unbeschreiblich schönes Erlebnis diesen Tieren begegnen zu dürfen.
Doch dann sind wir innerhalb weniger Minuten von dichtem Nebel umgeben und wir schalten unser Nebelhorn ein. Diese Situation erfordert nochmals vermehrte Aufmerksamkeit. Zum Glück bleibt er nicht lange.

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Okt.
25

Verkauf der Dada Tux – German39c, Probe segeln, Kastanien sammeln, Orphelia und Brian lassen uns weiter warten, letzte Vorbereitungen zum definitiven Ablegen, Intermezzo

Verkauf

Wir sind wohl ab der Freude, den Bau der Exploration 45 hautnah verfolgen zu können, etwas „blauäugig“. Auch glauben wir nur zu gerne, noch nicht alte und sehr gut ausgerüstete und gepflegte Aluyachten, finden rasch einen Käufer.
Selbstverständlich treffen wir diese Entscheidungen und es liegt uns fern jemandem andern die Schuld zu geben. So werden wir erst diesen Sommer wirklich aktiv. Es war (und ist) eine interessante, jedoch auch „harte“ und zermürbende Erfahrung. Zu dem haben wir das Pech, dass wir das Boot mehr als 7 Wochen wegen einem Defekt des kommerziellen Travellifts nicht ins Wasser setzen können.

Ich erzähle einfach mal einige Anekdoten, eine davon als Warnung.
Wir bekommen über längere Zeit täglich Anrufe von einer Person, welche das Boot bar bezahlen will, ohne es zu sehen. Dafür hätten wir nach Belgien reisen müssen um den Handel ab zu schliessen. Betrug, Geldwäscherei, auf alle Fälle nicht koscher. Erstaunt hat uns, dass da jemand auf dem Gebrauchtbootmarkt und vermutlich noch auf einigen anderen Märkten, gezielt nach potentiellen Opfern sucht.
Ein anderer träumt sich ein Leben nach der Pensionierung als Solosegler auf den Weltmeeren und muss sich eingestehen, dass seine „Persönlichkeit“ dazu nicht geeignet ist.
Ein Dritter sieht sich das Boot an, obwohl er ein Serienschiff, wie z.B. eine Bavaria, sucht...
Wahrlich eine nicht immer einfache Situation.

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Sep.
21

Alarm

Keine Angst, es sind keine Wirbelstürme, weder eine „Irma“, einen „José“ oder eine „Maria“. Ebenso wenig sind wir von einem Tsunami betroffen. Das heisst nicht, dass wir besorgt und betroffen über die Zerstörungen und die unzähligen menschlichen Schicksale, welche sich dahinter verbergen.

Die Sache ist folgende:
Hansueli hat drei neue Alarme eingebaut. Ausschlaggebend für die ersten beiden ist ein uns bekanntes Seglerpaar, welches bei der Biskayaüberquerung einen Motorenausfall wegen Überhitzung hatte und abgeschleppt werden musste. So haben wir nun einen Alarm im Auspuffrohr, welcher uns frühzeitig vor eventueller Überhitzung warnt, einen zweiten im Innern des Schiffes zusätzlich zu dem im Cockpit bei allgemeinem Motoralarm. Den hören wir, wenn wir uns im Salon und/oder in der Pantry befinden und einen „Einbruchalarm“, welchen wir einschalten können wenn wir weggehen oder wenn wir schlafen und uns nicht sicher fühlen.
So sind wir alarmiert, gesichert, versichert und doch nicht sicher vor den Ereignissen, welches das Leben für uns bereit hält. Trotz aller Alarme soll das Leben ein Abenteuer bleiben können.

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Aug.
19

Die letzte Etappe unserer Testfahrt, Holyhaed – Cherbourg, wird je nach Wind und Route etwas über oder unter 400 nm. Wir planen einen Stop in Milford, Wales, danach in Falmouth oder in Plymouth und zum Schluss über den englischen Kanal nach Cherbourg. Dies rechnen wir in ungefähr 6 Tagen machen zu können. Wind- und Wetterprognose lassen uns jedoch entscheiden durch zu segeln und ohne Zwischenhalt Cherbourg an zu laufen.


Holyhead verlassend treffen wir auf gewaltigen Strom, Wellen und Wind und ich fühle mich auf dem offenen Meer, weit weg von aller Zivilisation, wären da nicht die markante Landschaft, Inselchen und Leuchttürme. Zuerst gegen den Wind, später jedoch mit Wind und Strom segeln wir mit unserer bisherigen Höchstgeschwindigkeit von 11,5 Knoten und einem Etmal von 165,6 sm.

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Aug.
03


Wir verlassen Oban und segeln Richtung Glasgow, den Mull of Kenteyer entlang bei möglichst optimaler Strömung. Diese gilt es zu berechnen, damit uns die Strömung schieben hilft. Ein paar Knoten kann dies schon ausmachen und bei überschaubaren, eher kleineren Distanzen, macht sich dies bezahlt. Die Gegend ist wunderschön, der Wind sehr wechselhaft, jedoch meistens zum segeln. Das Wasser an der Westseite der Insel Arran und weiter Richtung Glasgow ist ruhig, fast meinen wir auf einem Schweizer See zu sein.


Plötzlich werde ich unruhig, ein schwimmende Insel mit „Leuchtturm“ bewegt sich mit beträchtlicher Geschwindigkeit auf uns zu. Auf der Seekarte sehe ich weder eine Insel noch einen Leuchtturm. Des Rätsels Lösung: es ist ein Unterseeboot der US Navi, welches sich knapp über der Wasseroberfläche Richtung Süden bewegt und uns viele Wellen beschert. (Hatte keine Lust das UBoot zu fotografieren, Hansueli) Wir legen in der Kip Marina an und warten auf unsere Ersatzteile für die Winsch.

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Juli
15

Seit drei Tagen liegen wir in Skagen, der nördlichsten Stadt Dänemarks. Sie ist umgeben von Sandstränden und -Dünen. An der Nordspitze treffen Skagerrak und Kattegat aufeinander. Ein wahrer Zungenbrecher und dann noch zu wissen welcher Name wohin gehört. Für alle denen es ähnlich wie mir geht:

Das Kattegat ist das 22.000 km² grosse und durchschnittlich rund 80 Meter tiefe, äusserst schwierig zu befahrende Meeresgebiet zwischen Jütland und der schwedischen Westküste. Bei Skagen grenzt es an das Skagerrak. Nordsee und Ostsee treffen aufeinander. In einem eindrücklichen Schauspiel prallen die Wellen aufeinander, spritzen hoch und laufen wieder zurück. So ist es möglich nahe am Ufer einen Fuss im Kattegat und den anderen Fuss im Skagerrak zu baden. Sich weiter hinein zu wagen ist zu gefährlich. Ein „übermütiger“ Seehund lässt es sich jedoch nicht entgehen sich in diesen Gewässern zu tummeln.

Um nach Skagen zu gelangen geht unsere Route erstmals nordwärts von Kopenhagen nach Gilleleje, einem Fischerhafen, wo jedoch Segelboote zwischen den Fischerbooten fast immer einen Platz finden. Mitunter sieht dies recht chaotisch aus und um einen sicheren Liegeplatz zu finden braucht es ein geschultes Auge. Der Wind pfeift kräftig, wir legen vorerst an einem etwas ungünstigen Platz an, sehen uns nach einem sicheren um,werden fündig und verlegen unsere Dada Tux. Man stelle sich das etwa so vor: Zwischen all den kleinen und grösseren farbigen Fischkuttern gibt es Liegeplätze für Boote, welche teilweise fest vermietet sind. Diese Plätze sind jeweils mit einem roten Viereck gekennzeichnet, die freien Plätze sind grün. Ob rot oder grün ist jedoch oft von aussen nicht oder dann nur ganz schlecht ersichtlich.

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Juni
20

Wir fahren durch die Schleuse (für Thea und Denis – Fender bei beiden Schleusen ganz tief hängen) von Brünsbüttel und legen im kleinen Hafen an.

Wir fahren das erste Mal ein gelungenes Heckbojenmanöver und empfangen abends Anne, David, Lia und Thea. Wir freuen uns riesig die Familie auf der Kanalfahrt dabei zu haben. Für Lia und Thea ist es ein Abenteuer. Sie klettern begeistert auf und unter Deck herum und fühlen sich sofort zu Hause.

Wir fahren früh los und gewöhnen uns rasch an die vielen grossen und kleineren Frachter, welche an uns vorbei fahren und die Dada Tux klein erscheinen lassen. Wer sich interessiert dafür siehe einen interessanten Beitrag, von Hans zugesendet
https://www.youtube.com/watch?v=CBFjONcZP_U.

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Juni
07

Jährlich führt die Werft Garica / Allures Open Yard days durch. SegelerInnen, welche sich für eine Segelyacht interessieren, haben die Möglichkeit sich für einen Werftbesuch sowie ein Testsegeln an zu melden.


Unsere Dada Tux, eine weitere Garcia Exploration 45 sowie eine Allures 45 sind die Testboote. Eine interessante Zeit kurz vor unserer Abreise (und Rückkehr aus den „Ferien“ in Deutschland und der Schweiz) steht uns bevor. Vorträge, gutes Essen und Gespräche mit ganz unterschiedlichen Personen prägen diese Zeit. Es nehmen Leute aus folgenden Ländern teil: Australien, Südafrika, USA, Brasilien, Spanien, Niederlande, Schweden, Dänemark, Norwegen, Finnland.

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März
26

Letzten Freitag, ein Tag vor Helen's Geburtstag, wurde unsere neue Dada Tux (Garcia Exploration 45) eingewassert. Jetzt schwimmt sie ?.


Ein grosser Tag für uns.

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März
18


Diese drei Wörter sind für viele bekannt seit Kindestagen. Meistens dauert es einige Sekunden bis zum „los“. Da beim Langfahrtsegeln jedoch alles, oder zumindest vieles, mit einer Entschleunigung einhergeht, sind bei uns die Sekunden einiges länger.

Ja, die Zeit unseres Winterquartiers in Cherbourg neigt sich dem Ende entgegen. Der Frühling erscheint in jeder Beziehung vielschichtig.
Täglich geschieht neues. Unser Schiff steht nicht mehr in der Halle, sondern draussen. Der Mast ist gestellt, der Propeller wird montiert und am 23. März kommt unsere Exploration 45 ins Wasser.
Die nötigen Bewilligungsanträge um erneut die Leinen los zu lassen sind beim Seeschifffahrtsamt, der Versicherung und beim Bakom (Bundesamt für Kommunikation) und sollten bis Ende März erledigt sein.

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Feb.
26

In der ersten Woche vom April sollte unser neues Boot, die Garcia Exploration 45, uns übergeben werden. Dies sind 3-4 Wochen früher als ursprünglich geplant. Nein sagen wir dazu sicher nicht.


Wir werden nicht gleich los segeln. Zuerst bekommen wir eine Einführung in die Bootstechnik durch die Werft und Nils von Blue Yachting, dem deutschen Garcia-Händler. Dabei geht es von eher banalen Dingen, wie welcher Schalter ist für was, bis komplexere Dinge, wo sind die elektrischen und Handpumpen, falls sich das Boot wegen einem Leck mit Wasser füllt. Wenn das Boot soweit in Ordnung ist, werden wir selber unsere ersten Erfahrungen sammeln.

Wir hoffen, innerhalb von 2-3 Mt. alle 'Kinderkrankheiten' zu finden. Gedacht ist eine Tour nach Irland, vielleicht bis Schottland. Nach der Tour segeln wir zurück nach Cherbourg. Dort lassen wir das Boot durch die Werft kontrollieren und eventuelle Garantiereparaturen erledigen. Spätestens Mitte August möchten wir unsere unterbrochene Reise in Richtung Süden fortsetzen.

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Jan.
05

Kuckuck, kuckuck ruft`s aus dem Wald… so beginnt ein bekanntes Kinderlied auf den kommenden Frühling.


So ein Gefühl macht sich bei uns breit. Es „juckt“, es „zappelt“, es „plant“, es „wächst“ in und mit uns.

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Dez.
08

Ab und zu gibt einige für uns interessante im Sektor Kultur angesiedelte Angebote. Davon machen wir zur Zeit Gebrauch in unserem selbstgewählten Winterlager.


Das erst 2013 gegründete französische Ensemble Magnétis lud im Théâtre Italienne zu einem interessanten Querschnitt durch die (nord)amerikanische Musikgeschichte des 19. Jahrhunderts ein. Im gut besuchten Konzert fanden wir nur noch Plätze im „Paradies“, zuoberst im 4. Stock ganz nah beim Kronleuchter und mit leicht nach vorne geneigten Sitzplätzen. Die Akustik ist gut, ebenfalls die Sicht auf die Bühne, der Sitzkomfort lässt dafür zu wünschen übrig. Wir geniessen das Konzert gemeinsam mit Monika und kommen gerade vor dem nächsten kräftigen Regen nach Hause.

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Nov.
17

Seit ungefähr 2 Monaten liegen wir im Port Chantereyne in Cherbourg. Der Steg „P“ auf dem wir liegen und einer der Gästestege ist, wird leerer und leerer. Bis jetzt war an den Wochenenden noch „Betrieb“. Es kamen Segel- und Motorboote vorwiegend aus England, verliessen den Hafen jedoch meist nach 1-2 Tagen wieder.

Segel werden hochgezogen, getrocknet und, wann immer möglich, im Schiffsinnern verstaut. Etwa die Hälfte der noch verbleibenden Schiffe auf dem Steg werden mit dem Kran auf`s „Trockene“ gelegt, für Reparaturen …..

Unsere englischen Nachbarn, welche in zwei Jahren von Ipswich nach Cherbourg gesegelt sind (aus diversen Gründen) und als nächstes Ziel die Karibik haben, reisen nach England und anschliessend nach Griechenland um dann im März die Segelreise wieder auf zu nehmen.

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Okt.
18


Am Heck der meisten Schiffe hier in der Gegend ist ein grosses CH aufgemalt. Ah, schau mal, ein Boot aus der Schweiz, ist mein erster Gedanke. Dass das jedoch nicht stimmen kann kam sofort danach.

Alle Schweizer hochseetauglichen Schiffe sind am Heck (Spiegel) mit Basel, Bâle oder Basilea angeschrieben, im Gegensatz zu vielen anderen Ländern wo die Auswahl der „Heimathäfen“ deutlich grösser ist. So heisst CH einfach, dass der Heimathafen der Schiffe hier in Cherbourg liegt. - Lösung des Rätsels!!!!!

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Okt.
05

Ungeplant und doch selbst entschieden sind wir im Port Chantereyne in Cherbourg. Dada Tux liegt festgemacht am Steg P Nr. 42 mit Wasser und Landstrom. Wir richten uns für eine längere Zeit in der kühleren und feuchten Gegend ein. Bis jetzt ist das Wetter sehr angenehm. Dies hat vor allem am Wochenende noch einige EngländerInnen zu einer Kanalüberquerung animiert, ebenso findet eine Regatta mit über 30 Booten von der Isle of Wight bis nach Cherbourg statt. Nach und nach leeren sich die Gästestege, die ein- und auslaufenden Boote werden immer weniger – das Ende der Segelsaison ist in Sicht.


Die zwei Gründe dafür sind

Verkauf der Dada Tux und der Bau unseres neuen Schiffes. Der Verkauf schmerzt schon ein bisschen, haben wir die Dada Tux doch mit viel Liebe und Sorgfalt auf unsere Bedürfnisse in den letzten 5 Jahren aufgerüstet. Es gibt ein paar Interessenten. Wenn jemand „zuschlägt“ erhält er/sie ein sehr gut ausgerüstetes Schiff in einem tadellosen, gepflegten Zustand. Aus vorwiegend familiären Gründen haben wir uns für ein grösseres Boot entschieden, welches hier in Cherbourg gebaut wird. Der Rumpf ist fertig und da wir vor Ort sind können wir den Bau gut verfolgen und ggf. Wünsche, resp. Änderungen möglichst rechtzeitig angehen.

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Sep.
16

Es ist unsere bisher längste Fahrt. Nach 11 Tagen zwei Stunden und 1495 sm (2768,7 km) segeln wir von Ponta Delgada (Sao Miguel, Azoren) nach Cherbourg (Normandie, Frankreich).


Da die meisten unserer Freunde anderen Freizeitbeschäftigungen als segeln nach gehen versuche ich zu beschreiben, wie dann so eine Vorbereitung und Langfahrt aussehen kann.

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Aug.
23

Wir sind auf den Azoren angekommen. Diese sind bereits seit dem 14. Jahrhundert auf verschiedenen Seekarten verzeichnet. Entdecker waren die Portugiesen. Die Inseln sind vulkanischen Ursprungs. 1976 wurden die Azoren als autonome Region von Portugal anerkannt.


Sao Miguel ist die grösster der Azoreninseln und Ponta Delgada der Hauptort. Die Insel liegt im Südosten der Azoren. Sie ist ca. 65 km lang und 16 km breit. Die Gesamtbevölkerung beträgt gerade mal 137`856 Einwohner. Die Insel ist sehr fruchtbar, sehr grün, d.h. es gibt entsprechend viele Niederschläge.

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Aug.
14

Von einem nochmaligen Abstecher zu Tochter und Familie (nur Helen) zurück auf Las Palmas bereiten wir uns auf unsere Abreise auf die Azoren vor. Es ist die bisher längste Segelfahrt an einem Stück für uns, ca. 790 sm (direkter Weg). D.h. wir sind zwischen 5-7 Tagen unterwegs, je nach Windrichtung und -stärke.
Das Wetter wird täglich studiert, eingekauft, Segel, Mast, Wanten… kontrolliert. Am 5. August sieht es für einige Tage günstig aus und wir lassen die Leinen los.


An der Nordostspitze von Gran Canaria angelangt trimmen wir die Segel. Das Grosssegel wird mit einem Reff belegt, dazu setzen wir die Genua. Die Winde kommen, wie üblich südlich vom Azorenhoch aus nord-nordöstlicher Richtung, d.h wir segeln 60-80 ° am Wind. Dank unseren Ballasttanks können wir Wasser auf den luvseitigen Bug umpumpen. Das erlaubt uns ein Segeln mit weniger Krängung, was deutlich angenehmer ist. Schon bald legt der Wind zu (5-6 Bf). Wir setzen ein weiteres Reff und den Kutter. Trotzdem rauschen wir mit 7-8 Knoten durch das Wasser, mit unterschiedlicher Wellenhöhe und -richtung. Kurz vor Ponta Delgada auf der Insel São Miguel – verlässt uns der Wind und wir motoren die letzten 7 sm. Eine gute, rasche Segelfahrt neigt sich dem Ende zu. Wir sind auf den Azoren, zu Portugal gehörend, angekommen.

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Juli
25


Immer mal wieder eine Programmänderung. Ursprünglich wollten wir nach dem Antifouling erneuern und Motorservice über Madeira und Azoren nach Cherbourg segeln. Diesen Plan verschoben wir um paar Wochen. Helen ist zur Zeit in Lüneburg bei Anne und den Enkelmädchen. Die KITA hat Ferien und Anne bekam keine Ferien. So ist Helen eingesprungen, d.h., eingeflogen.
In Las Palmas der Gran Canaria ist eine gute Freundin von uns. So segelten wir vorher von Santa Cruz nach Las Palmas.


Am Sonntag 10. Juli um 8 legten wir in Santa Cruz ab. Ein wenig verschlafen half uns Thomas beim Ablegen. Bei Sonnenschein und wenig Süd-Wind setzten wir alle Segel. Vom Wetterbericht wussten wir, dass wir weiter draussen mit etwa 22kn (5-6 Bf) aus Norden rechnen mussten. Wie es auf den Kanarischen Inseln so ist, weiter draussen wurde der Wind immer schwächer, der Motor half uns beim weiter kommen. Auf dem Wasser sahen wir, dass der Wind weiter vorne zu nimmt. Diesmal wirklich aus Nord, aber mit bis zu 30kn (7 Bf). In das Grosssegel musste schnell das 2. Reff hinein. Zusammen mit der Fock und knapp halbem Wind rauschten wir über die Wellen. Auf halber Strecke wurde es ruhiger, nördlich von Gran Canaria wurde der Wind sehr schwach um dann an der Nordostecke wieder stärker zu werden.

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Juli
24


Unser Unterwasser benötigte einen neuen Anstrich. Boote werden am Rumpf - der Teil der im Wasser ist - mit einer speziellen Farbe angestrichen, mit Antifouling. Diese Farbe verhindert das schnelle Ansetzen vom Muscheln und Algen. Für Sportboote mit Kunststoffrumpf wird Farbe mit Kupferzusatz verwendet. Auf einem Aluschiff darf solche Farbe nicht verwendet werden. Im Salzwasser entsteht zwischen Kupfer und Alu eine Elektrolyse, welche das Aluminium abbaut. Der Bootsrumpf wird schwächer und mit den Jahren kann es Löcher geben. Auch wenn es zwischen dem blanken Alurumpf und dem Antifouling zuerst eine Grundierung aufgetragen wird, damit das Antifouling überhaupt hält, ist das Risiko mit Kupfer viel zu gross. Leider hält das kupferfreie Antifouling nicht so gut und ist auch nicht so effizient. Dafür hat ein Alurumpf viele andere Vorteile gegenüber einem aus Kunststoff.


Wenn das Schiffli schon aus dem Wasser war, wechselten wir das äussere Lager der Propellerwelle. Dazu brauchten wir einen Mechaniker für Bootsmotoren und Antriebe. Der machte auch einen Motorservice. Alle Filter, Motoren- und Getriebeöl und der Impeller (von der Kühlwasserpumpe) wurden gewechselt.

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Juli
03

Das Boot ist verkauft. Wir wünschen dem neuen Besitzer viele schöne Törns.

Seit einem Jahr leben wir auf dem Schiff und werden es weiterhin tun.

Leider hat die Dada Tux zu knapp Platz für 4 Erwachsene und 2 Kinder. Als wir vor 5 Jahren das Boot kauften, war die Familie noch nicht so gross. Da wir weiterhin Besuch möchten, lassen wir ein neues Schiff bauen und verkaufen deshalb unsere Dada Tux.

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Juli
03


Wir kehren Ende Juni aus unserem „Landurlaub“ in Deutschland und der Schweiz nach Santa Cruz de Tenerife zurück. Die Dada Tux erwartet uns etwas schmutzig, jedoch unversehrt in der Marina. Seit fünf Jahren gehört sie zu uns, seit einem Jahr ist sie unser Zuhause und es ist auch für mich so eine Art wie „heimkommen“, etwas das ich mir vor kurzem gar nicht vorstellen konnte. Die Temperaturen sind sommerlich warm (gut 30°). Die Flammenbäume (flamboyants) stehen in voller Blüte und tragen zu recht diesen Namen.

Und nun zum Leiterlispiel.

Den meisten ist dieses Spiel aus der Kindheit bekannt; eine Tafel mit einem hübschen Bild und vielen Nummern, dazu gibt es immer wieder Leitern zu sehen. Kommt man/frau auf eine Ziffer mit einer Leiter, kann entweder die Leiter hoch, zu einer höheren Nummer oder die Leiter hinunter zu einer tieferen Nummer gegangen werden. In einem Wort wir kommen vorwärts oder gehen zurück.

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Mai
26

La Palma ist unsere fünfte besuchte Insel auf den Kanaren. Sie ist die nordwestlichst gelegene Insel und wird auch die Hübsche oder die Grüne genannt.
Von Santa Cruz de Tenerife nach Tazacorte de la La Palma sind es über die Nordroute ca 140 sm. Die Windprognose verspricht im Norden der beiden Inseln etwas konstanteren Wind als zwischen dem Westen der Insel La Gomera und La Palma ostseitig hindurch um vom Süden her unserem Zielhafen an zu laufen. Also entscheiden wir uns für die leicht längere Variante.


Wir rechnen mit etwa 24 Stunden Fahrt und lassen gegen Mittag „Leinen los“ um bei Tageslicht an zu kommen. Zuerst in nördlicher Richtung geht es gegen Wind, Wellen und vermutlich auch Strom und wir kommen nur langsam und mit einem tüchtigen „Geschaukel“ voran. Nach acht Wochen in Santa Cruz de Tenerife müssen wir uns zuerst wieder an die anderen Bedingungen gewöhnen.

Gegen 80 sm können wir jedoch mit guten Winden gegen Westen segeln. Dass uns dabei Delphine begleiten ist umso schöner. Bei der Nordwestecke von La Palma nimmt der Wind stark zu, es zerreisst uns die erste Reffleine (die hintere Refföse ist etwas zu scharf. Hansueli hat schon einmal versucht dies mit einer Feile anzugehen) und wir setzen Reff zwei ins Grosssegel. Kaum gesetzt stellt der Wind im wahrsten Sinne des Wortes wie bei einem Schalter ab, das Meer ist glatt und wir können nicht mehr segeln.

Was wir bisher in den Büchern und von SeglerInnen in diesen Gebieten gelesen, resp. gesagt bekamen, erfahren wir nun direkt. Es gibt extrem starke und rasche Schwankungen der Windstärke und –richtung auf den kanarischen Inseln, was das Segeln zwar heraus fordernd macht, jedoch als Segelrevier nicht besonders angenehm und attraktiv ist. Im Yachthafen Tazacorte stellen wir fest, dass unsere Positionslampe links, d.h. das rote LED-Licht vorne am Bug, hat den Geist aufgegeben. Es liegt vermutlich am Kabel und nicht an der Lampe. So gibt es wieder etwas Arbeit im Beschaffen des nötigen Materials. Leider bleiben solche Aufgaben grösstenteils an Hansueli hängen.

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Mai
26

La Palma ist unsere fünfte besuchte Insel auf den Kanaren. Sie ist die nordwestlichst gelegene Insel und wird auch die Hübsche oder die Grüne genannt.
Von Santa Cruz de Tenerife nach Tazacorte de la La Palma sind es über die Nordroute ca 140 sm. Die Windprognose verspricht im Norden der beiden Inseln etwas konstanteren Wind als zwischen dem Westen der Insel La Gomera und La Palma ostseitig hindurch um vom Süden her unserem Zielhafen an zu laufen. Also entscheiden wir uns für die leicht längere Variante.


Wir rechnen mit etwa 24 Stunden Fahrt und lassen gegen Mittag „Leinen los“ um bei Tageslicht an zu kommen. Zuerst in nördlicher Richtung geht es gegen Wind, Wellen und vermutlich auch Strom und wir kommen nur langsam und mit einem tüchtigen „Geschaukel“ voran. Nach acht Wochen in Santa Cruz de Tenerife müssen wir uns zuerst wieder an die anderen Bedingungen gewöhnen.

Gegen 80 sm können wir jedoch mit guten Winden gegen Westen segeln. Dass uns dabei Delphine begleiten ist umso schöner. Bei der Nordwestecke von La Palma nimmt der Wind stark zu, es zerreisst uns die erste Reffleine (die hintere Refföse ist etwas zu scharf. Hansueli hat schon einmal versucht dies mit einer Feile anzugehen) und wir setzen Reff zwei ins Grosssegel. Kaum gesetzt stellt der Wind im wahrsten Sinne des Wortes wie bei einem Schalter ab, das Meer ist glatt und wir können nicht mehr segeln.

Was wir bisher in den Büchern und von SeglerInnen in diesen Gebieten gelesen, resp. gesagt bekamen, erfahren wir nun direkt. Es gibt extrem starke und rasche Schwankungen der Windstärke und –richtung auf den kanarischen Inseln, was das Segeln zwar heraus fordernd macht, jedoch als Segelrevier nicht besonders angenehm und attraktiv ist. Im Yachthafen Tazacorte stellen wir fest, dass unsere Positionslampe links, d.h. das rote LED-Licht vorne am Bug, hat den Geist aufgegeben. Es liegt vermutlich am Kabel und nicht an der Lampe. So gibt es wieder etwas Arbeit im Beschaffen des nötigen Materials. Leider bleiben solche Aufgaben grösstenteils an Hansueli hängen.

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Mai
24


Hermi, er schenkte mir die Dada Tuc zum Geburi, ist nicht mehr.

Sein gutes Herz hörte bei einem Kurzaufenthalt in München auf zu schlagen. Dies ist sehr sehr traurig.

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Apr.
23

Die Stadt lässt uns aus unterschiedlichen Gründen noch nicht los. Der Wind weht noch immer aus der falschen Richtung oder überhaupt nicht, dann ist das kulturelle Angebot und die Stadt selbst attraktiv, so dass wir gerne eine „Ausrede“ haben noch einige Tage hier zu verweilen.

#naturajazz 2016


#natura
jazz 2016 heisst eine Veranstaltungsreihe im Museo de la Naturaleza y el Hombre. Jeweils am Donnerstag Abend spielt eine andere Jazzband, dazu werden Naturfotos von einer oder einem Fotografen/in gezeigt. Der Eintritt ist frei. In einem Museumshof ist die Bar, im anderen findet das Konzert statt.
Letzten Donnerstag spielte die lokale Band Caira [Carlos Costa (Kontrabass); Yossi Itskovich (Posaune); Sergio García (Sax); Javier Rodríguez (Perkussion, Vibrafon); Sissi del Castillo (Perkussion)]. Im ersten Teil wurden sehr schöne Landschaftsbilder von Raico Rosenberg projiziert. Danach Tierbilder von Vicente Cubas Bethencour. Seine Bilder fand ich nicht so spannend. Beide Fotografen sind auf Teneriffa geboren.

Die meisten Musikstücke stammen vom Bandleader  Carlos Costa. Einen Zusammenhang zwischen  der Musik und den Bilder konnte ich nicht finden. Ist auch egal, es war ein schöner Abend.

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Apr.
20

Wir fahren Susanne auf den Flughafen, geben unser Mietauto zurück. Nach unserem aktuellen „Zuhause“ bringt uns der Guagua, so heissen hier die öffentlichen Busse.


Die von Susanne mit gebrachte Induktionskochplatte leistet uns in den Häfen gute Dienste. Wir sparen Gas. Es ist manchmal gar nicht so einfach Gasflaschen auffüllen zu lassen und/oder überhaupt zu finden; es gibt nicht immer das „richtige“ Gas, dann ebenfalls nicht immer die richtigen Anschlüsse (obwohl wir einige an Bord haben). Dazu sind die Bestimmungen von Land zu Land unterschiedlich und nicht immer „logisch“. Unsere Expressomaschine ist ebenfalls induktionskompatibel, das Ventil ist jedoch nicht mehr dicht. Auf der Suche nach einer Neuen finden wir eine ausgestattet mit allem von uns gewünschtem. Auf dem Schiff werden wir jedoch eines anderen belehrt und so sind wir innert Tagen stolze BesitzerInnen der dritten Expressomaschine. (Unsere Induktionsplatte will sie nicht, der Ausguss ist schlecht. Beim Einschenken läuft der meiste Kaffee dem Krug entlang. Die Verpackung liess ich im Laden. Ohne Verpackung gabs keine Rücknahme  [Hansueli])

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März
25

Knapp 60 sm sind es über die „Nordwestroute“ von Las Palmas de Gran Canaria nach Santa Cruz de Tenerife. Der Abschied von einigen lieb gewonnenen SeglerInnen ist gar nicht so einfach und ich verstehe, dass ab und zu einer/eine „hängen bleibt“.

In einer Rauschefahrt mit bis zu 9,7 kn und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 8 kn legen wir die Strecke, inklusive ab- und anlegen, in nicht ganz 9 Stunden zurück. Delphine begleiten uns lange und beim beobachten vergessen wir sogar etwas die rauhe See. Ausser einem anderen Segelboot, welches uns ca. die Hälfte der Strecke begleitet, begegnen wir erst kurz vor Santa Cruz zwei Frachtern, einer Fähre und einem in die Gegenrichtung fahrenden Segeler.


Der Empfang in der Marina ist freundlich, das Büro ist natürlich Sonntagnachmittag geschlossen und so gehen wir am nächsten Morgen mit all den erforderlichen Dokumenten ins Hafenbüro.

Im Gegensatz zur Marina in Las Palmas de Gran Canaria liegen hier erstaunlich wenig Boote. Es scheint der Platz der Franzosen zu sein, es gibt natürlich auch einige deutsche Boote und wir treffen auch Schiffe mit Flaggen aus Argentinien, Chile, der Karibik an. Wie schon beinahe gewohnt wechseln wir die Sprachen deutsch, spanisch, englisch, französisch manchmal fast bei jedem Satz. Manchmal habe ich Mühe auf der Suche nach einem deutschen Wort und oft fehlen in einer anderen Sprache die spezifischen Segelbegriffe. Also, nicht nur die Führung des Schiffes, sondern auch die Sprache ist eine Herausforderung.

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Feb.
29


Seit zwei Tagen regnet es immer wieder leicht und die Temperaturen sinken, so dass wir Socken anziehen und eine Windjacke. Der Winter ist auf den Kanaren angekommen.
Ein wunderschöner Botanischer Garten befindet sich ca. 7 km von Las Palmas entfernt. Der Guagua (Bus) bringt uns dorthin. Die Vielfalt der kanarischen Pflanzenwelt ist eindrücklich. Der Garten ist in einem Schluchtbett angelegt, so dass auf unterschiedlichen Klimazonen die typische Vegetation gezeigt werden kann. Wir wandern bergauf und bergab an Pinien, Zedern, Drachenbäumen, Margaritenbüschen, „Papageienblumen“, Kakteen, Lorbeerbäumen, Blütenkerzen, Wasserfällen und vielen mehr vorbei.


Anderntags fahren wir mit dem Auto rund um die Insel. Die Südostküste ist sehr karg und trocken. Der Süden ist sehr touristisch, Wanderdünen, Sandstrände und warmes Wetter empfangen uns. An der Westküste geht es Richtung Norden. Schmale „Passstrassen“ führen über Felsmassive.


Einen weiteren lohnenswerten Ausflug unternehmen wir ins Zentrum der Insel. Die Berge sind wie aus Hagel, Blitz und Donner geformt und zeigen eine Vielfalt von Farbnuancen, einerseits vom Fels  selbst; andererseits vom „Bewuchs“. Dieser schimmert unterschiedlich in weisslichen, gelblichen und liafarbenen Tönen.

Zwei Wochen früher wäre dieser Ausflug eine reine Mandelblütenfahrt mit dem Mandelblütenfest (das grösste ländliche Fest auf Gran Canaria mit einer Dauer von zwei Wochen) gewesen, jetzt treffen wir noch vereinzelt auf fast verblühte Mandelbäume. Tejeda ist das Zentrum der Mandelverarbeitung. Selbstverständlich kaufen auch wir ofenfrische Mandelkekse und einen Marzipankuchen. Vom Cruz de Tejeda sehen wir auf unsere nächste Insel Teneriffa hinüber. Wanderwege laden ein um die Gegend zu Fuss zu entdecken.

Artenara ist das höchstgelegene Dorf auf 1270 m und ist wie die meisten umliegenden Dörfer in den Fels gebaut. Hier sind Höhlenhäuser zu besichtigen und ein Höhlenmuseum gibt sehr anschaulich einen Einblick.

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Feb.
13

Es ist Zeit zum weiter reisen auch wenn es nicht der Nordwind (wie im Film Chocolat) sondern eher der Ostwind weht.


Mittlerweile finde ich es nicht mehr aussergewöhnlich gegen Abend die Leinen los zu lassen und in die Nacht hinein zu segeln, damit wir anderntags bei Tageslicht ankommen. Dies hätte ich vor einem Jahr noch kaum für möglich gehalten. Kurz vor 18.00 Uhr verabschieden wir uns von unseren Bekannten aus Gran Tarajal, rufen ein letztes Mail die Wetterdaten ab und los geht`s. Der Wind hat deutlich abgeschwächt und die erste Zeit sind wir froh um den Motor. Dann jedoch um die Ablösung der Nachtwache, welche wir ab 20.00 Uhr im drei Stunden Rhythmus machen, frischt es auf. Wir setzen Segel und zuerst mit 6 kn, später über 7 segeln wir dahin. Bei der nächsten Wachablösung reffen wir, da der Wind etwas zunimmt und wir laut Berechnungen „zu früh“, d.h. noch bei Dunkelheit in Las Palmas ankommen würden. Die Lichter dieser Insel sind von weit her zu sehen. Der rege Schiffsverkehr, Frachter, Fischer, Tanker, Kreuzfahrtschiffe macht mir etwas zu schaffen. Zwei Mal starte ich zusätzlich den Motor, funke einen Frachter an mit der Frage ob er uns sieht und welcher Kurs er denn zu nehmen gedenke – keine Antwort. Ein grosses Fischerboot steuert geradewegs auf uns zu ohne irgendwelche Anstalten für ein Ausweichen zu machen. Kurz vor 08.00 am 2.2.2016 fahren wir durch die Hafeneinfahrt. Wir werden von zwei Hafenmitarbeiter in einem Dinghi in Empfang genommen und zu unserem Platz dirigiert. Hier liegen wir sicher und gut vertäut die nächsten ca. 4 Wochen.

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Jan.
30

Nach etlichen Bedenken meinerseits auf dieser trockenen und erst unscheinbaren, uninteressanten Insel bis ca. Ende Januar zu bleiben habe ich die Schönheiten, die Ruhe und das aussergewöhnliche Licht kennen und geniessen lernen können.


Das gemietete Auto ist zurück gebracht und nach 7 Tagen ist vorerst wieder „Haushalt“ angesagt. Die Dada Tux wird innen und aussen gereinigt, Einkäufe getätigt. Unser aktueller Bootsnachbar ist Frank, ein Ire, schätzungsweise etwa in unserem Alter. Wir laden ihn ein zu einem kleinen Mittagessen. Er ist seit ca. 5 Jahren alleine auf einem 9 Meter und 40 Jahre alten Segelboot auf den kanarischen Inseln während den Wintermonaten unterwegs. Im Sommer geht er nach Irland. Als Therapie, wie er es nennt, fährt er täglich 2-3 h mit einem Rennvelo auf der Insel umher und macht am Nachmittag eine ausgiebige Siesta.

Er segle nur noch tagsüber und bleibe lange an einem Ort. Wir melden uns beim Hafenmeister, welcher bei unserer Ankunft in den Ferien war, nochmals an. Da wir bei der Ankunft von ca 2 Wochen Aufenthalt in Gran Tarajal sprechen, wird ein neues „Gesuch“ gestellt, nach Las Palmas gesandt und wir müssen zuerst die 14 Tage bezahlen und bei unserer Abreise den Rest und können nicht alles am Schluss bezahlen. Auch hier scheint die Bürokratie ihre eigenen Wege zu gehen. Wegen einer PC Panne des Hafens können wir nun doch alles bei der Abreise bezahlen.

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Jan.
19

Richtung Norden


Am Montag 11.1.2016, ist es so weit. Wir fahren mit dem Bus nach Las Playitas und holen unser über das Internet bestellte Auto ab. Von hier fahren wir an der Ostküste vorerst einmal nordwärts. Der „Faro de la Entallada“ ist unser erstes Ziel. Ein bis vor kurzem bewohnter, einfacher, gut erhaltener und optimal in die Landschaft eingebetteter Leuchtturm erwartet uns. Das Panorama über ein grosses Gebiet der östlichen Fuerteventuraseite ist grandios.

Weiter geht es der Küste entlang nordwärts zum „Centro de Interpretation Poblado de la Atalayita“, ein archäologischer Ort einer ehemals bewohnten Siedlung. Das Museum ist bis auf weiteres geschlossen und wir machen einen Rundgang durch den Rest der erhaltenen Siedlung und stellen uns das harte Leben vor, welches dieses „Mal pais“ von den Einwohnern abverlangte.

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Jan.
19

Eindrücke, Erlebnisse, Gedanken zu Fuerteventura

Allgemeine Bemerkung


Wir gehen unser zweites Halbjahr Langfahrtsegeln ganz gemütlich an und „überwintern“, vermutlich bis fast bis in den Herbst hinein, auf den sieben kanarischen Inseln. Das heisst, wir segeln von einer Insel zu nächsten mit einer relativ kurzen Distanz und sind dann für einige Wochen wieder auf dem Land unterwegs. Ein rechter Unterschied zu unserem Start wo wir im Sommer bei kühlen und nassem und windigem Wetter ein anderes Tempo vorlegten.


Was nach dem Überwintern kommt sind vorerst Pläne in unseren Köpfen ob es sich realisieren lässt wird sich weisen.
Wir treffen hier eine englische Familie. Sie sind seit 10 Jahren unterwegs und wollten um die Welt und sind bis jetzt bis auf Fuerteventura gekommen. Andere wollten ebenfalls um die Welt segeln, entschieden sich jedoch „nur“ tagsüber unterwegs zu sein und kehren immer wieder an die selben Orte zurück. So auf dem Schiff zu leben ist ein dauernd sich verändernder Prozess, abhängig von vielen bekannten und unbekannten Faktoren.

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Jan.
06

Erlebnisse mit „warten auf“...

Nicht immer wartet man/frau auf Schiffszubehör, wie dies bis jetzt der Fall war. Am 10.12. erhielt ich die Mitteilung von meiner Schwester, dass sie einen Brief mit der Kündigung meiner Kreditkarte erhalten habe und tags darauf, dass jetzt eine neue Kreditkarte angekommen sei, gültig ab 1.1.2016. Erklären kann ich mir dies nicht, da meine Karte bis 2018 gültig ist und ich mir überhaupt nicht bewusst bin, irgendetwas gekündigt, noch neu bestellt zu haben. Meine Schwester sendet die Karte auf meinen Wunsch eingeschrieben am 13.12. (laut Auskunft Post Schweiz dauert die Reise ca. 2-3 Arbeitstage), am 24.12., unserem eigentlich geplanten weiter segeln Termin, ist noch weit und breit nichts von diesem eingeschriebenen Brief zu sehen. Tägliche Nachfrage bei der Marina, bei der Kanarischen Post, im Internet via Nummernsuche ergeben ausser, dass der Brief am 14.12. die Schweiz verlassen hat keine brauchbaren Informationen. Die Tage verbringen wir mit ausgedehnteren Fahrradtouren, einer Busreise nach Haria, wo wir das von Haus von César Manrique und sein Atelier besuchen und ich etwas ungeduldig wartend.

Telefonate mit der Viseca und „meiner“ Bank helfen nicht weiter. Ich annulliere vorsorglich die Karte. Hansueli und ich entschliessen uns so oder so am 31.12.2015 auf Fuerteventura zu segeln. Endlich, am 30.12. kommt die Nachricht der Bank, dass es sich um meine Geschäftskarte vom Das Kind im Zentrum handelt, und, aus was für Gründen auch immer, wurde diese Kreditkarte nicht „richtig“ gelöscht. Am 30.12.2015 erreicht uns gegen Mittag tatsächlich auch noch der eingeschriebene Brief.
Nicht nur wir, auch meine Schwester Susanne, sind erleichtert. Ende gut alles gut und unser Konto ist nicht leer geplündert.

Strassenmusikant und (fast) Segelnachbar in der Marina

Beim durch die Stadt schlendern, dem weihnachtlichen Trubel zuschauen, treffen wir auf sehr unterschiedlich spielende Strassenmusikanten. Ein Klassik spielender Geiger hat neben sich ein „Ebenbild“ als Marionette. Wir realisieren erst zwei Tage später, dass dies ein auf einem Segelboot „Libertad“ lebender Holländer ist, welcher am gleichen Steg wie wir liegen. Leider gibt es weder eine Foto noch kommen wir mit ihm in Kontakt, weil unsere Zeit in Arrecife abgelaufen ist.

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Dez.
29



Ohne den Einfluss von César Manrique wäre Lanzarote nicht das heutige Lanzarote. In der kargen Lavalandschaft bleibt der Blick auf die vielen Vulkankegel ohne strörrende irgendwas Werbung frei. (Nur Wahlplakate standen kürzlich umher.) Auf vielen Verkehrskreisel stehen Plastiken oder Windspiele. Nur das Arrecife Grand Hotel ist höher als 10 Stockwerke und das höchste Gebäude auf Lanzarote. Es gibt sie schon, die grossen Hotelkomplexe in Playa Blanca, Puerto del Carmen oder Costa Teguise. Ausserhalb diesen 3 Zentren halten sich Bausünden in Grenzen. Lanzarote lebt hauptsächlich vom Tourismus. Es gibt für die rund 400000 ständigen EinwohnerInnen nicht viele Alternativen zum Arbeiten.


1919 wurde César Manrique in Arrecife geboren. Wollte erst Architekt werden, wechselte nach 2 Jahren an die Kunstakademie Madrid. Er blieb dort, bis er 1964 für 1 Jahr nach New York zieht. In New York lernte er die nassgeblichen Leute der Avangarde kennen.

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Dez.
22

Wir bleiben noch ungefähr eine Woche auf Lanzarote, dann segeln wir weiter. In unserem „sightseeing“ Rucksack fehlt noch die Playa Blanca sowie ein Restaurantbesuch in Femes im Restaurant Casa Emiliano.


Das Erledigen der alltäglichen Aufgaben sowie diverses Material ersetzen oder verbessern auf der Dada Tux und natürlich unser „gemütliches“ Alltagstempo lassen die Tage im Flug vergehen. Zwischen durch plaudern wir mit verschiedenen Schiffsnachbarn, tauschen Erfahrungen aus, trinken einen Apéro, nehmen Abschied von solchen welche weiter segeln. Einige verlassen das Schiff um über die Festtage in ihre Heimatländer zu reisen.

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Dez.
13

Nach der Überfahrt von Lagos wird die Dada Tux wieder aufgeräumt. Das dauert einige Tage bis wir und das Schiff in den (Land-Schiff)Alltag finden.
Wir machen uns in Arrecife (jetzt Hauptstadt von Lanzarote, vorher war es Teguise) kundig über Einkaufsmöglichkeiten, Schiffausrüstung; wir finden einen guten deutschsprachigen Reiseführer von dieser vulkanischen Insel und einen spanischsprachigen von allen kanarischen Inseln.


Seit ein paar Tagen hat sich unser Schiffsinventar um einen Mixer, eine kleine Küchenwaage, ein leichteres nordisches Duvet, eine Joghurtmaschine erweitert (diese schon aus Lagos). Um eine nochmals verbesserte Wasserqualität zu erhalten sind wir auf der Suche nach einen Karbonfilter und der neue Wasserschlauch spritzt nicht mehr auf alle Seiten. Wir kaufen eine neue Reffleine für die Genua (die alte ist etwas „angeknabbert“ und wir trauen ihr nicht mehr so viel zu).

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Dez.
03

Zum ersten Mal ...


... wurde auf unserem Schiffli ein Kuchen gebacken. Helen machte diese leckere Premiere wegen mir.


... sitze ich an diesem Tag mit kurzen Hosen und T-Shirt draussen. Das T-Shirt brauche ich nur, damit ich keinen Sonnenbrand bekomme.

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Nov.
30

17.11 bis 29.11.2015

Wassermacher


Seit Dienstag 17.11. funktioniert unser Wassermacher. Wir freuen uns, dass dieses Thema nach all den „Ungereimtheiten“, auch vielen begangenen Fehlern in den Niederlanden, endlich erledigt ist. Unserer Abreise auf die Kanaren steht somit nichts mehr im Wege.

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Nov.
17

4.11. bis 12.11.2015

Unser Standort ist seit drei Wochen Lagos. Gestern sind die Ersatzteile für den Wassermacher angekommen und heute werden sie installiert. Das heisst, wenn alles gut verläuft, Rigg, Segel etc. kontrolliert, eingekauft für die „lange Reise“ von 5-7 Tagen bis nach Lanzarote und der richtige Wind kommt, ziehen wir weiter.

Störche

Das Märchen, dass Störche die Kinder bringen habe ich als junges Mädchen geglaubt und mir das jeweils lebhaft vorgestellt. In Balsthal, wo ich aufwuchs gab es jedoch keine Störche und in Altreu, ca. 30 km entfernt, zogen sie im jeweils im Herbst in den Süden. Wie das wohl trotzdem geht?
In der Gegend von Lagos hätten, wen dem so wäre, die Störche ein ruhiges „Arbeitsleben“, auch wenn die Geburtenrate in Portugal höher ist als in der Schweiz.
Wir sehen viele Störchen und selbstverständlich auch Storchennester. Manchmal scheinen sie sich die Nester streitig zu machen, dann wieder sitzen sie friedlich darin und oft sind auch Junge zu sehen, welche die Schnäbel für Futter aufsperren. Eindrücklich ist ihre „Kommunikation“, ein Klappern mit dem Schnabel in verschiedenen Geschwindigkeiten und so glaube ich zu hören, auch ein wenig unterschiedlich in der Tonlage. Die Beweglichkeit des Halses beeindruckt mich.

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Nov.
03

Wir legen in Oeiras Marina (Lissabon) am Mittwoch 21.10. kurz nach Mittag ab. Wir wollen die Strecke Oeiras bis Lagos, ca. 120 sm, ohne Zwischenstopp in Sines zurück legen. Die Strecken sind so, dass wir wohl Sines bei Tag erreichen würden Lagos jedoch kaum, vor allem da es auch in Portugal Herbst ist und deutlich rascher dunkler wird. Einen unbekannten Hafen anzusteuern ist für uns bei Tageslicht viel angenehmer und sicherer.
Mit gesamt gesehen wiederum wenig Wind fahren wir in die Nacht hinein, im schon fast gewohnten 3 stündlichen Nachtwachmodus. Unser grünes Steuerbordlicht gibt den Geist auf (inzwischen hat Hansueli es wieder in Gang gesetzt) und so sind wir „einäugig“. Dafür leuchtet der Mond direkt vor unserem Bug, das Meer scheint silbern und die Sterne, inkl. Sternschnuppen, begleiten uns. Sternbilder besser erkennen ist fortan auf meiner „to do“, oder besser gesagt auf der Wunschliste.
Eine gute halbe Stunde leisten uns, besonders auf Hansueli`s Wache, Delphine Gesellschaft.

Donnerstag Morgen erreichen wir Lagos bei wunderbarem sonnigen Wetter. Eindrücklich die Felsformationen, die nach Pinien riechende Luft. Wir sind in der Algarve angekommen.

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Okt.
20


Wir lassen die Leinen los in Douro Marina (Porto) und weiter geht`s Richtung Süden. Dieses Jahr, so hören wir von vielen anderen SeglerInnen, welche mehr oder weniger mit uns unterwegs sind, hat es entweder zu viel oder zu wenig Wind. Auch für die Dada Tux gibt es kein „Spezialwetter“ und so fahren wir mehrheitlich unter Motor, ziehen zwischen durch die Leinen für den Parasailor, setzen Gross und Genua um nach kurzer Zeit wieder zu motoren.

Unser neues Spiel:


Wer entdeckt die Fischerfähnchen
Entlang der spanisch portugiesischen Atlantikküste wird sehr viel gefischt. Es sind kleinere und mittlere Schiffe, einige gehen tagsüber, andere in der Nacht auf Fang. Für uns heisst das den Booten und auch den unzähligen Fischerbojen auszuweichen. Diese haben ganz verschiedene Formen: leere Kanister, schwarz, weiss, rot, grüne Fähnchen, einfache weisse Kugeln... Manchmal gibt es Doppelfahnen. Ab und zu fliegt eine davon – das sind mir die liebsten, es ist eine Möwe. Ein System ist für uns jedoch nicht erkennbar. Im Gegenlicht sind sie oft überhaupt nicht zu sehen. Verfängt man sich in einer Leine, so kann das für Fischer und Boot sehr unangenehm werden heisst das doch oft, die Leine zu zerschneiden und den Propeller davon zu säubern. Während meiner Nachtwache verfängt sich eine. Es heisst das Schiff so rasch wie möglich zu stoppen. Hansueli fährt dann eine Zeit lang in die Gegenrichtung um uns zu befreien und siehe da wir kommen ohne Schaden (auch für den Fischer) davon. Unsere Kielform verhindert meist, dass eine Leine in unserern Propeller gelangt.

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Okt.
11

Nachtrag zu A Coruña bis Porto

An der spanisch-portugiesischen Atlantikküste befinden sich eine Reihe wunderschöner Rua`s, fjordähnliche sehr pittoreske Meeresarme, mit Ankerbuchten, Marinas eingebettet in eine wunderschöne Landschaft.
Wir fahren also gegen Abend in die Rua de Muros. Es ist gerade Zeit da laufen alle sich in der Rua befindlichen Fischerboote aus. Wir werden umzingelt von ihnen und natürlich weichen wir aus und nicht sie. Gezählt habe ich über dreissig mit ungefähr 6-8 Personen an Bord. Mitten in der Nacht tönen Sirenen, immer wieder. Ich schaue hinaus und entdecke auf einem benachbarten Platz eine Ansammlung von Leuten. „Es wird wohl so eine Art Nachtfeuerwehrübung sein“, berichte ich Hansueli. Anderntags frage ich nach. Es ist so, kommt ein Fischerboot herein und sein Fang ist bereit zum Verkauf, ertönt ein Alarm. So wissen alle (ausser uns), dass jetzt Fisch gekauft werden kann. Dies sei vor allem für die regionalen Grosshändler von Interesse. Am nächsten Morgen beim Auslaufen fahren uns die meisten Fischerboote wieder entgegen.
Den ganzen Tag halten wir Ausschau nach Fischerbojen, welche von einer nicht endenden wollenden Menge zu bestehen scheinen. Zum Glück für uns und die Fischer verfängt sich keine im Propeller.
Die nächste Rua heisst Rua de Arouso. Obwohl mich dies sehr an Arosa erinnert fahren wir vorbei.

Seit einer Woche sind wir in Douro Marina in Afurada ganz in der Nähe von Porto. Wieder einmal sind Starkwinde angesagt. Ein enges Zeitfenster um weiter südwärts zu segeln wäre Dienstag/Mittwoch gewesen (6.7.10.) gewesen.
Am Donnerstag, 8.10. kommt jedoch Brigitte, die jüngste Schwester von Hansueli nach Porto. Sie ist unser erster „Familienbesuch“ auf der DADA TUX. Gemeinsam erkunden wir die Stadt, schlendern mit etwas mulmigem Gefühl (für jede(r) von uns etwas verschieden) über die hohe Fussgänger- und Metrobrücke über den Douro– erbaut von einem Schüler von Eiffel, kosten verschiedene Spezialitäten, besuchen die Buchhandlung welche die Schriftstellerin der Bücher von Harry Potter sehr inspiriert haben soll.
Obwohl wir schon einen Portwein gekauft haben, besuchen wir eine Portweinkellerei – Churchill – degustieren drei rote und einen weissen Portwein und informieren uns in einer Führung über die Entstehung, die Jahrgänge, die Kontrollen etc. über diesen „süffigen“ Tropfen.

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Okt.
04

Wir liegen in der Marina A Coruña in der Zeit vom 20. September 2015 bis zu unserer Weiterfahrt am 30.09.2015.


Der Grund ist: wir warten auf unsere neuen Segel, Genua und Grosssegel, welche am Montag 28.09.2015 nach diversen Schwierigkeiten, ankommen. Wir telefonieren ein paar Mal nach den Niederlanden um endlich die Trecking Nummer zu erhalten, erhalten gleichzeitig die Auskunft, dass das Paket schon abgegeben wurde (Mittwoch 09.30 unterschrieben mit Namen xy). Im nach hinein stellt sich heraus, dass das eine andere Sendung war. Immer wieder werden wir an eine andere Nummer verwiesen, einmal sagen sie, das Paket sei in Madrid, dann wieder es sei zurück gesandt worden, weil die Adresse nicht stimmt und sie uns nicht gefunden haben. Doch endlich finden wir eine Person, die etwas mit der Trecking Nummer anfangen kann und nach etlichen Versuchen, auch über das Sekretariat der Marina, eine Wegbeschreibung ab zu geben, kommen die Segel am Montag gegen 13.00 an.

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Sep.
23


In der Schweiz kommt es in der Regel bei einer Neueinstellung zu einer Probezeit von drei Monaten, bevor eine Festeinstellung erfolgt. Ziehe ich die Zeit unserer Reise in die Schweiz und Deutschland ab, so ergibt das ziemlich genau drei Monate seit unserem „Leinen los“ in Makkum am 8. Juni 2015.

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Sep.
13

Mit dem Segelschiff reisen, heisst auch Geduld haben. Manchmal braucht es viel Geduld. Vor allem wenn die nächste Strecke zwischen 3 und 4 Tage dauert. Warten auf ein günstiges Wetterfenster heisst es dann. Wetterfenster wurde an anderen (Warte-)Orten auch schon zum Unwort erklährt. Wers erwähnte oder schrieb, bezahlte eine Runde. So weit sind wir hier in Falmouth noch nicht. Von 3 anderen Segelbooten wiessen wir, dass sie auch auf das Wetterfenster über die (berüchtigte) Biskaya nach La Corunia warten. Vor knapp einer Woche sah es mal so aus, dass es dieses Wochehende möglich währe. jetzt sieht es nach nächstem Donnerstag oder Freitag aus.
Cornwall, die Südwestspitze von England, ist schön. Herzzerreissende Schnulzen sind hier angesiedelt, Stichwort Rosamunde Pilcher.

Bis heute Nachmittag war es recht angenehm hier. Es regnete bis jetzt nur 1 Mal richtig. Jetzt beginnt es wieder zu regnen, aber unter unserer Kuchenbude (Cockpitzelt) ist es mit 18°, leicht prasselndem Regen und um die 4 - 5 Bf Wind noch angenehm. Wir sind von der Wärme nicht so verwöhnt. Der Barometer fällt kontinuierlich.
Vorgestern war ich nochmals auf dem Mast und wechselte die Elektronik der WLAN Antenne aus. (Bis jetzt läuft es noch ...) Wir liegen in einem Bereich der kleinen Marina, wo der WLAN Empfang schlecht ist. Drinnen in unserem Aluboot ging fast gar nichts. Da fehlte mir richtig die Geduld mit diesem Netzwerk. Genügend Motivation für die Masttour, die sich sehr lohnte.

Im Moment habe ich keine grosse Baustelle mehr auf unseren Schiffli. Beim Ablegen in Portmouth bemerkten wir, dass das rote Positionslicht im Bugkorb nicht mehr leuchtet. Eine LED Lampe, die nicht so einfach kaputt geht. Wieder einmal hätte ich gedanklich jemanden umbringen können ... Ws gibt eine Art von elektrischen Kabel oder Drähte, die in einer Wohnung ihren Zweck erfüllen, auf einen Boot wegen der Feuchtigkeit und Salzwasser nichts zu suchen haben. Kurzum, jetzt hat es eine neune LED Lampe und die leuchtet wieder.

Bei der Ankunft hier in Falmouth sahen wir, dass unsere Genua (Vorsegel) am Achterliek Risse hat. Nicht nur einen, mehrerer. Ein Segelmacher, der mal für Alinghi arbeitete, holte sie zur Reperatur ab. Unsere bestellten neuen Segel wurden noch nicht geliefert. Die Firma vergass uns die Rechnung zu schicken und ohne Bezahlung keine Lieferung. Unsere jetzigen Segel wollen wir als Reserve behalten. (Ich hoffe der Platz zum Stauen, den ich meine, genügt.) Seit Freitag ist auch die Genua wieder gesetzt, von dem her, könnten wir starten. Das Wetterfenster fehlt einfach noch.
So verbringen wir die Wartezeit mit geduldig warten, und, und, ....


Sep.
10


Nach einem Aufenthalt in der Schweiz und Deutschland (25.08. - 3.09.2015) sind wir zurück in Gosport Marina, wo Dada Tux zwischenzeitlich einen anderen Liegeplatz erhielt. Voll gekotet von Vögel, welche sich täglich pünktlich zwischen 18.30 und 19.00 auf den Schiffsmasten niederlassen, Beeren verspeisen, zwitschern, lassen es sich gut gehen und ...eben. Jedoch erstaunlich was für eine innere Uhr sie besitzen und sie auch verstehend.
Einen Tag benötigten wir um Dada Tux wieder auf Vordermann/Frau zu bringen um anderntags weiter Richtung Westen ziehen zu können.

Die Gezeiten und dadurch die Strömungsrichtung bestimmen unseren Tagesablauf. Zwei bis drei Knoten Strömung mit oder gegen uns sind schon mit ein zu beziehen. Und dann die „Freude“ wenn Dada Tux 3 Knoten mehr fährt als der Wind hergibt. Natürlich haben wir bei langen Fahrten auch die andere Seite, nämlich Gegenströmung.
Für den Moment heisst das für uns um fünf Uhr aufstehen, drei Tage hinter einander. Dabei kommt mir eines meiner Lieblingschansons von Jacques Dutronc „Paris s`éveille, il est cinqu heures“ (veröffentlicht1966!) immer wieder in den Sinn.


Portsmouth – Portland am 5.09.2015
Die südenglische Küste gefällt mir sehr gut. Sattes grün, bepflanzte, teils geerntete Felder, Felsen in den verschiedensten Gesteinsformationen ziehen an uns vorbei. Portland Harbor ist ein grosser ehemaliger Militärhafen, was an den Eingangsfords noch deutlich zu sehen ist. Im grossen Vorhafen (über 1,5 sm lang) finden bei unserem Einlaufen gerade Regattas von zwei verschiedenen Jollentypen statt. Wir finden trotzdem einen Weg in die Marina und machen fest, geniessen das Abendessen, eine wunderbar warme Dusche und dann ab ins Bett.
(Das letzte Mal waren Bea und Tom dabei. Wir haben ganz fest an euch gedacht und an das stürmische, nasse Wetter).

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Aug.
24


Am 20.08. überquerten wir den englischen Kanal von Blankenberge bis Dover. Unsere Strömungsberechnung erwies sich als zuverlässig. Wind und Wetter waren uns gut gesinnt, wenn gleich schon ein bisschen „englisch“ (von räumlich bis hart am Wind, etwas Nebel, etwas Regen, etwas Sonnenschein).
Die weissen Felsen von Dover sind eindrücklich, auch auf der Fahrt von Dover nach Brighton sind wunderschöne Felsformationen zu sehen; auch weiter westlich, vor allem in der Gegend von Poole, sind sie zu bewundern.

Die Marina von Dover empfinde ich als hässlich und unwirtlich (es gibt Pläne für eine Neugestaltung in den nächsten Jahren). Trotzdem blieben wir einen Tag. Bei sommerlichen Temperaturen flanierten wir in der Stadt und genossen Scones und Tee. Die Stadt selbst hat einen Anstrich von „schmudelig“, ungepflegt, viele Menschen erscheinen ärmlich, die Hotelbauten am Strand entlang scheinen schon bessere Zeiten gesehen zu haben.

Das erste Mal auf unserer Reise in kurzen Hosen und T-Shirt legten wir die Etappe Dover – Brighton zurück. Der Wind war, selbst für unseren Parasailor, oft zu schwach. Diesen setzten wir wiederholt hinauf und hinunter, das gab etwas Praxis und Abwechslung, nebst ein paar „Turnübungen“, welche wir ab und zu bei ruhiger See ausführen.
Seit gestern sind wir nun im Westen. Von Brighton nach Portsmouth überquerten wir den Nullmeridian und werden in nächster Zeit südwestlich reisen. Diese Fahrt hatte es in sich. Es waren zunehmende Winde angesagt, für uns aus achterlicher Richtung. Für uns die besten Strömungsverhältnisse aussuchend legten wir in Brighton kurz nach 08.00 ab, in der Hoffnung die Distanz von ca. 42 sm in rauschender Fahrt
zurück zu legen und einen langen gemütlichen Abend vor uns zu haben. Der Wind drehte und wir kreuzten und kreuzten, so dass aus den 42 sm 64 sm wurden und wir dafür 11 1/2 h brauchten. Alle, welche schon ähnliche Situationen erlebt haben, können sicher nachvollziehen wie „lang“ dann eine solche Fahrt werden kann. Der Ort ist in greifbarer Nähe, bei der nächsten Wende jedoch wieder weit entfernt.
In Portsmouth herrscht ein reger Schiffsverkehr. So haben wir beim Einlaufen drei grosse Kreuzfahrtschiffe passiert, eines davon die neue Queen Elisabeth (mit Ziel Stavanger, wo wir vor ein paar Wochen waren). Die grösseren Kreuzfahrtschiffe haben eine Länge von über 1000 ft und haben Platz für ein ganzes Dorf (je nach dem 5000 – 7000 Personen). Unsere Dada Tux ist gerade mal 39 ft lang. Da ist man/frau wie ein Zwerg daneben.
Das Wahrzeichen von Portsmouth ist der Spinnakertower. Ein schlanker, ästhetisch gebauter Turm. Er ist öffentlich zugänglich, natürlich mit einem Restaurant und einem aus Panzerglas ausgestatteten Boden. Für mich brauchte es etwas Mut darüber zu gehen und bis hinunter auf den Boden zu sehen.

Für die kommenden Tage sind Starkwinde aus Westen angesagt, so dass wir es uns in Portsmouth „gemütlich“ machen. Heute (24.08.2015) regnet es nur ein Mal und wir „verkriechen“ uns in unser vorübergehendes Zuhause, haben die Kuchenbude aufgespannt. So haben wir einen „Wintergarten“, welcher unseren „Wohnraum“ in solchen Situationen deutlich vergrössert.
Das nächste günstige Wetterfenster werden wir benutzen um weiter Richtung Westen und dann südwärts zu segeln.


Soeben (Montagabend 24.08.2015) haben sich unsere Pläne geändert. Wir reisen kurzfristig in die Schweiz und nach Deutschland. Die Stiefmutter von Hansueli ist gestorben.

Aug.
18


Zum zweiten Mal verabschiedeten wir uns von unseren Makkumer Freunden, Gudrun und Bernd (Villa Mar) sowie von der Crew der Blu C, Andreas, Natalie, Emilia und Vincent.

Nach 10 Tagen "Boxenstop" in der Werft bei Kooi in Makkum, legten wir am Samstag 15.08.2015 ab, fuhren ein letztes Mal durchs IJssel- und Markermeer über Amsterdam nach IJmuiden. In Amsterdam startet am Mittwoch die Sail, ein Grossevent alle 5 Jahre. Es werden 44 3 Master aus der ganzen Welt erwartet. Sie fahren alle am Mittwoch von IJmuiden nach Amsterdam. Einige davon haben wir unterwegs gesehen. Das wird für wahrlich eine Augenweide werden.

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