Dada Tux

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DadaTux Blog

unsere Reiseberichte
März
11

Seit 24 Std sind wir kein Motorboot mehr, wir segeln...
Am Anfang noch langsam, mit der Zeit legte der Wind zu. Damit die Genua (Vorsegel) besser mit dem Wind von knapp hinten steht, setzten wir den Spinnakerbaum. Vor 3/4 Std (kurz nach Mitternacht) müsste ich Helen wecken. Der Wind legte nochmals zu und der Spinnakerbaum müsste wieder weg. Leider steht jetzt das Segel unruhig und dies hört man recht gut unter Deck.
In der Nacht hat sich ein 4 Std Rhythmus eingestellt. Eine Person schläft, die andere schaut zum Schiff. Unter Tags ist es flexibel. Unsere Regel, wenn jemand schläft und etwas auf Deck gemacht werden muss, wird die andere Person geweckt. Auch wenn es alleine gemacht werden kann.
Jetzt sehe ich auf dem Navigationsmonitor dass 5 sm (ca 9km) vor uns ein brasilianisches Segelboot ist. Über 2 Tage sahen wir kein Schiff in unserer Nähe.
Ausser einer kleinen Möwe sahen wir heute, eigentlich gestern, keine Tiere.
Als Bild der Sonnenaufgang von gestern.


März
10

Der Sonnenaufgang deutete nach meinem Gefühl auf ein Wolken verhangenen Tag hin. Die Sonne geht hier kurz nach halb acht auf. Um 11 hatten wir strahlend blauer Himmel. So kann man sich täuschen.
Nach der gestrigen Wettervorhersage sollte heute gar kein Wind sein, oder viel zu wenig zum Segeln. Am Morgen war der Wind stärker als angekündigt. Also Segel setzen. Den Code Zero packten wir gestern weg. Die Windrichtung hätte für den auch nicht gepasst. Die Freude, dass es mit der Genua und dem Grosssegel passt, war relativ kurz. Statt den Motor anwerfen, packten wir den Parasailor aus. Gibt schon mal 3/4 Std zu tun, bis er steht. Der Wind wurde nochmals schwacher, so packten wir ihn wieder ein. Jetzt läuft halt der Motor wieder.
Denn Parasailor zu setzen hatte schon was gutes. Beim vorbereiten entdeckte Helen eine vorbei treibende Schildkröte. Keine 2 m vom Boot weg. Die erste die wir im Meer sahen. Im Cockpit sitzend hätten wir sie nicht gesehen.
Zum ersten Mal unterwegs ist die Brotbackmaschine in Betrieb. Bevor die arbeitet heisst es Fitness. Je 250 g Roggen und Weizen mit der Handmühle mahlen. Rund eine halbe Std die Kurbel drehen.
Trotz Flaute sitzen wir nicht gelangweilt rum.


März
08

Mit dem Titel meine ich nicht die Wellen sondern die Segel. Die Wellen sind harmlos, eine langgezogene Atlantikdünung. Wir schaukeln hin und her, weil wir das Schwert ganz einzogen. So haben wir weniger Widerstand im Wasser unter Motor. Der Unterschied zwischen Schwert unten und oben ist pro Tag eine Stunde Fahrt.
Richtiges Motorboot Wetter haben wir. Wenig Wind und Wellen. So kommen die Segel mal rauf, mal wieder runter. Stehen lassen und einfach den Motor einschalten können wir nicht. Die Segel schlagen dann hin und her. Neben dem Lärm mach dies auch die Segel kaputt.
Wir fahren nicht mehr direkt auf die Kapverden zu. 20 Grad westlicher ist unser Kurs. In etwa 1.5 Tagen ändert die Windrichtung nach Norden. Wind zum Segeln.... Damit der Wind leicht seitlicher statt direkt von hinten kommt, lohnt sich diesen Schlanker. Und wir hoffen die Windprognose stimmt. Nach der Windprognose sind wir für die nächsten 24 Std wieder ein Motorboot.
2 mal hatten wir heute Besuch von sehr vielen Delfinen. So viele zusammen sahen wir noch nie. Für Delfine ist es scheinbar ein besonderes Vergnügen direkt vor den Bug zu schwimmen.
Der Mond ist noch nicht aufgegangen, der Himmel nahezu wolkenfrei, so sind viele Sterne sichtbar.
Im Umkreis von 50 km sind wir vermutlich das einzige Schiff. Weder mit den Radar noch mit dem AIS sehe ich eines. Beim direkten Umherschauen sehe ich nur Sterne, keine Bootlichter.
Zum Schluss die Morgenstimmung von heute.


März
08

Nur ein schmales wolkenfreies Band sehe ich am Morgen am östlichen Horizont. Kurz zeigt sich die aufgehende Sonne um danach hinter dicken Wolken zu verschwinden. Am späteren Nachmittag zeigt sie sich wieder.
Am frühen Nachmittag legte der Leichtwind zu. Entgegen der Prognose nicht von hinten sondern von vorne. Nicht direkt auf die Nase, aber zu stark von vorne für den Parasailor der in der Vorschiffskoje bereit lag. Für diesen Wind brauchten wir den Code Zero. Der lag noch im Staufach unter dem Bett im Vorschiff. Zuerst umpacken.
Ein Genuss ohne Motorlärm mit dem wenigen Wind schneller als unter Motor unterwegs zu sein.
So gegen 5 bekamen wir Besuch von einem grossen Wal. (Keine Ahnung was für einer) 2 mal tauchte er 50 m von Boot auf. Leider sind Wale nicht so 'fotogen' wie Delfine, sie tauchen schnell wieder ab. Delfine begleiteten uns wärend unseren Abendessen.
Es sieht so aus, dass wir leider bald wieder den Motor starten müssen...

März
06

Vorerst ist noch nichts mit Segeln. Auch für unsere Leichtwindsegel ist der Wind zu leicht. Zwischen 3 und 5kn ist der leichte Hauch stark. Das Wasser nahezu platt. So läuft der Motor.
Mitte letzter Woche sah es hier anders aus. Es stürmte und regnete, so warteten wir gerne bis es ruhiger wurde.
Wir hatten schon Besuch einiger kleinen Delfine, die mit Leichtigkeit eine viertel Stunde vor unserm Bug schwammen.
Über uns leuchtet der Sternenhimmel, links sehen wir noch die Lichter von Teneriffa. Der Mond wird kurz vor 12 aufgehen.


März
06

Heute morgen verabschiedeten wir uns von unseren Freunden Anja und Christoph. Die sind mit ihrer GIOIA in den Süden von Teneriffa.
Jetzt heisst es Abschied nehmen von Monika und Walter. Sie bleiben mit ihrer Alunga noch eine Zeit auf den Kanaren.
Die Wettervorhersage ist schwach windig. So um die 6 Tage wird wir bis denn Kapverden benötigen.

März
12

Zum Aufbrechen um auf die Reise zu gehen gehört auch das Abschied nehmen. Ich kann vom mir nicht behaupten, dass dies mir immer leicht fällt.

Heute war meine letzte Sitzung mit dem E-Learning Team. Mit einigen Teammitgliedern arbeitete ich über 10 Jahre zusammen. Manchmal kam es mir im Team vor, wie wenn wir innerhalb der Schule eine Insel sind, auf der eine gute gegenseitig unrestützende Zusammenarbeit ohne Profilierung von Einzelen noch gelebt wird.

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Feb.
23

In unserer vermeindlichen supersicheren Gesellschaft wird schon mal vergessen, dass es Sicherheit und Hilfe nicht überall gilt. Als Yachtie ist man selbstverantwortlich unterwegs. Wer für sein Lebensgefühl die Gewissheit braucht, dass Notfall innerhalb weniger Minuten Unterstützung da ist, darf nur von Langfahrt träumen, sie nicht realisieren.

Letztes Wochehnde besuchten wir bei SeaDoc Hamburg das Seminar 'Medizin an Bord'. Nach diesen 2 Tagen bekam ich doch eine Ahnung, für was ich alle die Dinge benötige, welche sich in der roten SeaDoc Ocean Tasche verbergen. (Wobei innerhalb vom Kurs die Tasche nie Thema war)

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Feb.
05

Frieren ist schlecht an Bord. Eine Heizung haben wir, nur wärmt diese kalte Luft von draussen auf und blässt diese ins Schiff. Um das Schiff am Morgen oder Abend kurz zu wärmen, ist dies OK. Den ganzen Tag laufen lassen ist irrsinn. Ein grosser Energieverschleiss zudem.

Eine Heizung wie auf der Indaba einzubauen ist auf einem bestehenden Schiff aufwändig. Dort hatten wir einen Warmwasser - Luftheizung. Die Lüfter waren zudem sehr laut.

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