Dada Tux

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DadaTux Blog

unsere Reiseberichte
Nov.
02

Um alles für den Grenzübertritt in die USA vorzubereiten, blieb ich kurz vor der Grenze auf dem kommunalen Campingplatz in Milk River. Die US-Behörden sind sehr restriktiv, was die Mitnahme von Lebensmitteln angeht. Bei einem vollen Abfalleimer sehen sie rot. Wenn man es gewohnt ist, in Europa im Schengen-Raum zu reisen, fühlt man sich an der US-Grenze um 50 Jahre zurückversetzt. Erst einmal warten in der Autoschlange. Sogar das Auto vor mir stellte ab und zu den Motor ab. Das bedeutet etwas in Nordamerika. Immer wieder komme ich auf Parkplätzen an leeren Autos mit laufendem Motor vorbei. Ich habe ein B1/B2 US-Visum, das mich zur wiederholten Einreise berechtigt. Vorausgesetzt, ich kann den Grenzbeamten oder die Grenzbeamtin (CBP) davon überzeugen, dass es mir ein grosses Anliegen ist, in die USA einzureisen. Ob ich einreisen darf oder nicht, hängt von dieser Person beim CBP ab. Normalerweise bekomme ich das OK für einen Aufenthalt von sechs Monaten. Mein letztes OK (offiziell I-94) für sechs Monate war abgelaufen, ich brauchte ein neues. Jedes Mal fühle ich mich wie ein kleiner Bittsteller, der der Macht des CBP-Beamten oder der CBP-Beamtin ausgeliefert ist. Dieses Mal wurde der Van nicht durchsucht. Man glaubte mir, dass ich nur Zwiebeln, Knoblauch, Bananen und ein Stück Parmesankäse dabei habe. Nach 1 ½ Stunden konnte ich weiterfahren und darf die nächsten 6 Monate in den USA bleiben.



Die Landschaft im Nordosten von Montana ähnelt der von Alberta. Sie ist hügeliger, nicht mehr ganz so flach. Auf Nebenstrassen fuhr ich nach Cut Bank, dem «Coldest Spot in the Nation» mit einem grossen Pinguin am Ortseingang. Ich übernachtete auf einem relativ ruhigen Platz neben einem Spielplatz. Im nahe gelegenen Supermarkt füllte ich meinen Kühlschrank auf.

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Okt.
09

Den regnerischen Tag in Prince George benutzte ich um in der öffentlichen Bibliothek den letzten Blog online zu stellen. Einen Saunabesuch konnte ich mir bei diesem Wetter nicht gönnen. Den ganzen September ist das Hallenbad wegen Revisionsarbeiten geschlossen. Beim Anstehen an der billigsten Tankstelle fragte mich ein Mitarbeiter, ob ich eine Visa Karte habe. Ja, ich habe eine Visa-Karte. Ob ich eine Visa-Karte von ihrer Firma habe. Erst da erinnerte ich mich, dass ich vor einem Jahr dort auch nicht tanken konnte, weil ich die falsche Kreditkarte habe.



Vor einem Jahr fuhr ich auf dem John Hart Hwy (BC97) von Dawson Creek aus nach Prince George, in der Gegenrichtung. Bei den kleinen Bjoux Falls machte ich einen Fotostopp. Der Name klingt schöner als es ist. In Chetwynd findet jeden Sommer das Kettensägen-Holzschnitz-Festival statt. Ich konnte kaum glauben, dass die neueren Arbeiten mit einer Kettensäge geschnitzt wurden. Einige sind sehr fein gearbeitet. Das Holz ist mit Klarlack und Farbe geschützt. Auf dem Parkplatz neben der Hauptstrasse, umringt von mystischen Figuren, übernachtete ich. Nachts fahren kaum Autos oder LKWs.

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Sep.
18

Beim Einkaufen in Dawson City wurde mir der Unterschied zwischen Ferienreisenden und Langzeitreisenden wieder einmal bewusst. Vor mir an der Kasse packte ein Paar seinen Einkauf in einen Papiersack mit der Aufschrift "Züri Duty Free" ein. Ich sprach sie auf Schweizerdeutsch an. Sie antworteten knapp auf Schweizerdeutsch. Das war schon die ganze Kommunikation. Ich sah, wie sie in einen Miet-Camper einstiegen. Mit Langzeitreisenden (3 Monate und länger) beginnt schnell ein längeres Gespräch, woher, wohin, wie lange und und. Mit Leuten, die nur in den Ferien reisen, ist so ein Gespräch sehr selten. Das erlebten wir auch beim Segeln.



Die Strecke zwischen Dawson City und Whitehorse kenne ich inzwischen. In den letzten Tagen wurde es herbstlicher. Die Blätter der Laubbäume und Sträucher leuchten in den verschiedenen Herbstfarben. Ich wartete 15 Minuten an einer Baustelle. Im Rückspiegel sah ich den 4x4 LKW-Camper, der sehr unfreundlich auf der South Canol Road an mir vorbeifuhr. Nach der Baustelle überholte er mich, ich fuhr ihm zu langsam. Das Auto war sehr schmutzig. Man konnte weder die Rücklichter noch das Nummernschild sehen. Nach 10 km waren wir an der nächsten Baustelle wieder gleich weit. Ich übernachtete noch einmal auf dem Pelly Crossing Camping.

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Aug.
28

Aus Angst vor einem japanischen Angriff auf Alaska im 2. Weltkrieg baute die US-Armee mit grossem Aufwand den ursprünglichen Alaska Highway durch Kanada. Die heutige Asphaltstrasse ist 100 km kürzer. Sie ist immer wieder von langen, langweiligen Geraden unterbrochen. Aber die Landschaft ist wunderschön. Der Alaska Highway hat immer noch den Ruf, etwas ganz Besonderes zu sein.


Im Fort Nelson Visitor Center traf ich Herbert. Der Österreicher ist mit seinem VW-Bus auf dem Weg nach Alaska. Ich versuchte ihm die Dempster Hwy von Dawston City bis Tuktoyaktuk am Nordmeer schmackhaft zu machen. Ich hatte den Eindruck, dass ihm die 1900 km Schotterstrasse hin und zurück zu weit waren. Am nächsten Tag traf ich beim Autowaschen ein junges Paar aus Schwyz. Sie nutzen einen neunmonatigen Sabbatical, um mit ihrem kleinen Van durch Nordamerika zu reisen. Beim Einkaufen begegnete ich einem österreichischen Paar. Wir fahren in die entgegengesetzte Richtung. Mit ihrem Van waren sie schon mehrmals in Nordamerika unterwegs.

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Aug.
11

Auf der Fahrt von Hay River zur kanadischen Sonnenstube Yellowknife sah ich 110 km nur abgebrannten Wald. Auf den restlichen 380 km gab es abwechselnd verbrannten und grünen Wald. In einem Reiseführer las ich, dass man westlich vom Great Slave Lake mehr Bisons sieht als im Wood Buffalo Nationalpark. Bei mir war es umgekehrt, ich sah auf dieser Stecke keinen Bison. Entlang der Strasse sah ich in regelmässigen Abständen rechteckige Teiche. Vielleicht sind das Wasserbecken, um Waldbrände zu löschen. Der Wald ist durchsetzt mit viele kleine Seen, die nicht direkt an der Strasse liegen. Trotz des Wassers kann der Wald so trocken werden, dass er grossflächig brennt. An einer Kreuzung steht die Tafel «Remembering the Children» (Erinnerung an die Kinder). Auf einem Herz mit Amorpfeil steht 215 und rundherum viele Teddybären. Diese Tafel erinnert an den Fund eines Massengrabs von 251 indigenen Kinder bei der Kamloops Indian Residential School in Kamloops BC. Die Schule war zwischen 1890 und 1969 unter Führung der katholischen Kirche aktiv um indigene Kinder umerziehen.


Bei einem kleinen Tümpel, umgeben von jungen grünen Bäumen, übernachtete ich. Ich sah wieder mal blauen Himmel ohne verdeckenden Rauch. Auf dem sandigen Boden sah ich neuere Bison- und Bärenspuren. Die Tiere zeigten sich nicht.

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Juli
27

Nach meiner Pause im Wald brauchte ich frische Lebensmittel und eine Dusche. In Hinton, dem nächstgrösseren Ort an der Yellowhead-Highway, duschte ich ausgiebig mit für mich sehr heissem Wasser. Der Reiseführer empfiehlt einen Spaziergang auf dem Beaver Boardwalk am Maxwell Lake im Süden der Stadt. Vor vielen Jahren hat ein grosses lokales Sägewerk der Gemeinde zu seinem Firmenjubiläum einen Steg durch ein sumpfiges Gebiet geschenkt. Anscheinend fehlt das Geld, um den Steg zu reparieren. Einige Stege sind gesperrt. Man kann sie nicht mehr betreten. An diesem warmen Nachmittag sah ich keine Biber (Beaver).


Nach dem Einkaufen fuhr ich ein paar Kilometer zurück, um auf die Bighorn-Highway ab zu zweigen. Ausserhalb von Grande Cache wollte ich auf einem Platz übernachten. Der Platz, der in iOverlander beschrieben war, war eine grosse Baustelle. Auf dem grossen Parkplatz in der Stadtmitte darf man übernachten. Grande Cache wurde 1966 gegründet, als man Steinkohle fand. Nur wenige Kilometer ausserhalb von Grande Cache geht eine Schotterstrasse zu den Sulphur Gates im Smoky River ab. Von Aussichtspunkten aus kann man in die Schlucht schauen. Die Bighorn-Highway führt durch den Wald. Manchmal sieht man Gas- und Öl-Anlagen und Kohleabbau. Im Norden wurde die Landschaft gelb. Es gibt grosse Rapsfelder, kurz vor der Blüte und andere, die schon blühen. Manchmal sieht man auch Getreidefelder, Weiden mit grossen Heuballen oder kleine Wälder.

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Juli
16

In Fairmont Hot Springs, British Columbia (BC) in Kanada, nahe der USA Grenze ist Anne mit ihrer Familie in den Ferien. Vor paar Monate machte ich mit ihnen ab, dass ich sie besuche. Die Strecke von Kalispell in Montana zu ihnen wäre in einem Tag machbar. Ich hatte es nicht eilig und übernachtete jeweils vor und nach der Grenze zwischen den USA und Kanada an einem kleinen See. Der Grenzübertritt nach Kanada verlief reibungslos. Die üblichen Fragen nach dem Wohin, wie lange, Wohnort, Waffen, Alkohol, Cannabis, Tabak, Krankenversicherung, Haustiere, Geld und ob der Van mir gehört. Zwischen 1970 und 1985 wurde in Kanada auf das metrische System umgestellt. Ich kann den Tacho des Vans von Meilen auf Kilometer umstellen. So muss ich die Geschwindigkeit nicht umrechnen. Schade, dass der Van die Temperatur weiterhin in Fahrenheit anzeigt. Die Umrechnung von Fahrenheit in Celsius ist ziemlich kompliziert. Zum Beispiel: 68 °F in °C. (68 °F - 32) × 5/9 = 20 °C. Für mein altes Hirn ist das ziemlich schwierig. Ich machte mir einen Merkzettel.


Zusammen mit Anne und ihrer Familie verbrachte ich einen schönen Tag. Am nächsten Morgen ging es für mich weiter in Richtung Kootenay-Nationalpark. Anschliessend stehen der Yoho-, der Banff- und der Jasper-Nationalpark auf dem Programm. In den Nationalparks darf man nur auf den offiziellen Campingplätzen übernachten. Manche Plätze muss man zwei Tage im Voraus reservieren, bei anderen hat man einen Platz, wenn man zuerst kommt (sofern es noch freie Plätze gibt). Jetzt zur Ferienzeit und zudem am Wochenende ist es aussichtslos. Für den Besuch des Kootenay-Nationalparks übernachtete ich bei Radium Hot Springs auf einer Waldlichtung mit Blick ins Tal.

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Juli
01

Ich fand in der Umgebung von Salt Lake City keine Stelle, von der aus ich über den Great Salt Lake blicken konnte. Vermutlich hätte ich den Berg hinauffahren müssen. Ich dachte, ich finde eine Aussicht auf der Strasse zur grossen Salzwüste. Eine Stelle, an der ich anhalten könnte, fand ich nicht. Auf Wikimedia gibt es Fotos vom See.



Nach dem Einkaufen fuhr ich westwärts bis zur Südwestecke der grossen Salzwüste. In der Mitte der Salzwüste, an der Hwy 80, steht der 27 Meter hohe ‹Metaphor: The Tree of Utah› des schwedischen Künstlers Karl Momen aus dem Jahr 1986. Der Betonbaum mit den sechs Kugeln ist der ‹Ode an die Freude› von Friedrich Schiller gewidmet. Bekannt ist es auch aus dem vierten Satz von Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie. Ein Zaun umgibt grosszügig das Kunstwerk. Die Behörden befürchten, dass sich Teile lösen und Leute zu Schaden kommen. In diesem Teil der Salzwüste, Bonneville Salt Flats, wird jedes Jahr eine flache Piste für die Geschwindigkeitsrekorde präpariert.
Auf einer leichten Anhöhe auf BLM Land, fand ich einen fast ebenen Platz zum Übernachten.

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Juni
19

In den letzten Wochen lief nicht nur ich immer wieder heiss. Auch ohne direkte Sonneneinstrahlung im klimatisierten Van meldete mein Handy immer wieder zu viel Hitze und begann mehr und mehr Fehler zu produzieren. Ich wollte die guten Einkaufsmöglichkeiten in St. George nutzen und kaufte ein neues Handy. Nach dem Publizieren vom letzten Blog wollte ich das neue Handy in Betrieb nehmen. Bei der Auswahl entging mir, dass nur eine physische SIM-Karte möglich ist. Ich habe eine CH- und eine US-SIM-Karte. Die zweite SIM-Karte für das neue Handy muss eine eSIM sein. Ich habe ein Prepaid-AT&T mit unlimitierten Daten und Hotspot in Nordamerika. Ein Wechsel von einer physischen SIM zu einer eSIM ist am besten in einem der vielen AT&T-Shops möglich, lese ich auf der Webseite. Der Mitarbeiter im Shop benötigte telefonischen Support von der Zentrale. Nach gefühlten ¾ Stunden Support-Telefonat war das Resultat, dass mein neues Handy nicht AT&T eSIM-kompatibel ist. Zurück zur bestehenden physischen SIM war nicht möglich und eine neue konnte der Mitarbeiter am Abend nicht konfigurieren. Sein telefonischer Support hatte Feierabend, ich soll morgen nochmals kommen. Ich fluchte innerlich über meinen Kauf, über mich und überhaupt. Zurück auf dem Campingplatz überlegte ich mir, den Provider zu wechseln. Als ich das neue Handy ohne eingelegte SIM-Karte nochmals einschaltete, fragte mich ein Pop-up, ob ich meine AT&T-Nummer zu einer eSIM konvertieren will. Na klar, kann höchstens schiefgehen. Über das WLAN vom Camping installierte das neue Handy die eSIM und funktioniert seither bestens. Soweit zur Kompatibilität.


Zu Bürozeiten war auf dem Camping die klimatisierte Lobby mit dem schnelleren WLAN offen. 40 °C nachmittags war keine Seltenheit in St. George. Schatten hatte es keinen auf dem Camping. Unerbittlich brannte die Sonne auf den Van.

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Juni
04

Ich las diesen Frühling mehrmals über den Namen der US-Künstlerin Georgia O’Keeffe. Die letzten Jahre lebte sie hauptsächlich in der Gegend von Santa Fe. Das Georgia O’Keeffe Museum ist ganz ihrer Kunst gewidmet. Die Stadt ist eine wichtige Kunstmetropole der USA. Zu Beginn ihrer Karriere malte Georgia O’Keeffe abstrakte Bilder. Im Laufe der Zeit wurden ihre Bilder immer konkreter und zeigten mehr Natur und Blumen.



Ich buchte auf einem Campingplatz drei Nächte. Bevor ich mich der Kunst widmen konnte, musste ich noch ein paar Arbeiten erledigen. Die Reifen mussten gewechselt werden. Ich stand auf dem Campingplatz auf Kies. Für diese Arbeit ist das kein geeigneter Untergrund. Ich fuhr auf den Parkplatz eines nahen Supermarktes. Mit jedem Reifenwechsel geht es besser, auch wie ich das Reserverad wieder in den knappen Platz unter den Van befestige. Der Van musste geduscht werden und der Motor brauchte einen Ölwechsel. In den USA gibt es viele Werkstätten, die Ölwechsel und kleinere Servicearbeiten erledigen. Man fragt einfach, ob sie Zeit haben und einen Wechsel bei einem Dieselmotor machen. Der Ölfilter war nicht vorrätig, aber das sollte kein Problem sein. In einer Viertelstunde sei einer da. Die Wartezeit betrug letztlich 90 Minuten. Manchmal bin ich blöd und frage nicht direkt nach. Ich hatte das Gefühl, dass der Arbeiter zu viel Öl hineinschüttet. 12,5 l müssen rein, nach meiner Einschätzung hat er sich um einen Kanister verzählt. Am nächsten Morgen war ich wieder dort und sie mussten einiges Öl ablassen. Leider spritzte das Öl seitwärts auf Reifen, Bremse und Radaufhängung. Nochmal zum Carwash und das Öl abspritzen. Danach dauerte es ein paar Tage, bis der kalte Motor bei niedrigen Drehzahlen genug Kraft entwickelte. Trotz des ‹verdorbenen› Morgens hatte ich genug Zeit, um mit dem Bus ins Stadtzentrum zu fahren. Eine Bushaltestelle ist direkt vor dem Campingplatz. Für Senioren kostete die Tageskarte einen Dollar. Einen richtigen Fahrplan hat der Bus nicht, man wartet einfach, bis einer kommt.

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Mai
25

Den regnerischen Morgen auf dem Ocean Pond Camping konnte ich gut nutzen. Den letzten Blog Beitrag stellte ich fertig. Am Nachmittag lies der Regen nach und es hellte auf. Die Nordlichter sollten bis nach Florida zu sehen sein. Ich sah keine. Einen grösseren Horizontbereich vom Campingplatz aus zu sehen wäre auch schwierig gewesen,. Der Campingplatz liegt schön gelegen im Wald. Der grösste sichtbare Horizontblick ist über den See. Der liegt in der falschen Richtung nach Süden.


Mein Kühlschrank und die Obst- und Gemüsekiste waren leer. In Lake City füllte ich sie auf, ebenso den Dieseltank. In den letzten Tagen leuchtete immer wieder die allgemeine Motorwarnung auf. Diese Warnung bedeutet, dass ich demnächst eine Werkstatt aufsuchen muss, um den Motor überprüfen zu lassen. Im Gegensatz zu Supermärkten haben Werkstätten sonntags geschlossen. Weiterfahren und mal schauen. Auf dem Hinweg nach Florida fuhr ich an der Küste entlang. Auf dem Rückweg wählte ich den Hwy I-10, um ein paar Meilen weiter nach Nordwesten zu kommen, mit dem Ziel kurz vor Mobile zu übernachten. Tempomat auf 62 mph (100km/h) und Sirius MX Radio auf einen der wenigen Jazz-Sender eingestellt. 70 mph (113km/h) wären erlaubt, aber dann verbraucht mein Van zu viel Diesel. Die meisten, auch die grossen Trucks, fahren 75 mph (120km/h).

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Mai
11

Durch das wasserreiche Gebiet sind durchgehende kleine Strassen nach Osten selten. Von New Iberia aus fuhr ich zunächst auf dem stark befahrenen Hwy 90. Nach einem kleinen Umweg über eine kleine Strasse kreuzte ich den Hwy 90 nach Houma in Richtung Lac des Allemands. An der öffentlichen Bootsrampe des Dorfes Bayou Boeuf übernachtete ich. Ich fand gerade noch einen Platz, alles war voll von Pickups mit Bootsanhängern. Gegen Abend kamen die Boote zurück, viele mit sehr grossen Motoren und entsprechendem Lärm. Irgendeine Angelveranstaltung. Viele hatten die gleichen leuchtenden T-Shirts an. Nach Einbruch der Dunkelheit hatte ich den Platz für mich allein. Auch am Sonntagmorgen war es ruhig. Am Rande des Parkplatzes liegt viel Müll herum, trotz des Schildes, auf dem eine Strafe für Müllablagerung angedroht wird.


Wie viel Müll herumliegt, ist von Bundesstaat zu Bundesstaat sehr unterschiedlich. In Louisiana liegt ziemlich viel herum. Dafür gibt es vor jeder Kirche, und davon gibt es viele, ein Verkehrszeichen am Strassenrand. Statt ‹Bump› für Bodenschwelle steht auf dem gelben Schild ‹Church›. Zum Verhältnis von Natur und Christentum kam mir dieses Bibelwort in den Sinn: «Seid fruchtbar und mehrt euch, füllt die Erde und unterwerft sie und waltet über Fische des Meeres, über Vögel des Himmels und über alle Tiere, die auf der Erde kriechen!» (1. Genesis 1,28). Im Süden der USA habe ich mehrmals gesehen, wie während der Fahrt ein Becher oder leer Petflaschen aus einem Auto geworfen wurde. Ich glaube nicht, dass mit ‹füllt die Erde› gemeint war, sie mit Müll zu füllen.

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Apr.
16

Beim letzten Blog vergass ich die Fotos der Ausstellung des kolumbianischen Künstlers Fernando Botero zu publizieren. Ein paar Beispiele vom Künstler mit den sehr dicken Figuren.


(Um die Fotos auf diesem Blog grösser an zu schauen genügt ein Klick auf das Vorschaubild. Mit einem Klick auf das grössere Foto wird es Formatfüllend ohne Rand und Bildname angezeigt. Ein Klick auf den rechten Bildrand öffnet das nächste Bild, ein Klick auf den linken Bildrand das vorherige.)

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März
28

Nach 3 ½ Monaten in der Schweiz bin ich zurück in Phoenix.

Der Winter in der Schweiz war mild. Ich besuchte Familie und FreundInnen, ging ins Kino, besuchte Ausstellungen und Konzerte. Meine Emotionen pendelten rauf und runter und einige Abschiede für die nächsten Monate waren nicht leicht. Grundlegend zog es mich zurück zum Van.

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Dez.
25

Auch in Las Vegas interessierte ich mich weder für die grossen Casinos und Shows, noch wollte ich heiraten. Mein Interesse galt im Westen von Las Vegas der Red Rock Park und im Osten das Valley of Fire. 2 Mal übernachtete ich auf dem gleichen Supermarkt Parkplatz am Stadtrand von Las Vegas. Am ersten Abend standen 12 Vans und PW’s über Nacht in der gleichen Ecke wie ich. Am 2. Abend hatte es einige mehr, ich zählte nicht mehr. Es kam mir vor wie auf einem dicht gedrängtem Campground.


Eine halbe Stunde fahrt und ich stand am Red Rock Parkeingang. Auch ohne Reservation wurde ich eingelassen und meine im Death Valley erworbene US National Park Jahreskarte war gültig. Auf einem 20 km langem Einbahn Rundkurs kommt man an verschiedene Parkplätze vorbei. Diese sind Startpunkt für unterschiedlich schwierige Spaziergänge oder Wanderungen. Wie im Death Valley warnen viele Tafeln, dass man die Hitze und Trockenheit betrachten muss. Zum Lovell Canyon führt eine Strasse für die 4x4 und genügend Bodenfreiheit empfohlen wird. Ich fuhr den Anfang des Wegs, Strasse konnte man diesen Weg nicht nennen, und kehrte wieder um. Der Weg erfordert zum Fahren die volle Konzentration. Zudem hätte ich auf dem zum Teil felsigen Weg den Reifendruck um Minimum 20% reduzieren müssen. Die Natur gehend zu geniessen war mir lieber.

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Dez.
15

Im Nordwesten werden Leute Snowbirds genannt, die im Winter vom Nordwesten in den Süden ziehen. In der Schweiz nennt man das Zugvogel. Mein Van ist leider nicht genügend Winterfest, so muss ich es ähnlich machen.


In Vancouver blieb ich auf dem gleichen stadtnahen Camping. Dort steht der Van auf einem ebenen Betonplatz, gut um den Reifen mit der Schraube im Profil gegen den Ersatzreifen zu wechseln. Diesmal wollte ich in die Stadt um wieder einmal modernere Kunst anschauen. Meist schaute ich im Internet nach, ob die im gedruckten Reiseführer angegebenen Öffnungszeiten noch stimmen. Diesmal nicht und so stand ich an einem Dienstag vor der geschlossenen Art Gallery. Pech gehabt, so spazierte ich ziellos in der Stadt umher und fuhr am späteren Nachmittag mit dem Bus zum Camping zurück.

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Nov.
21

Ich blieb ein wenig länger in Vancouver und benutzte das relativ trockene Wetter um die längst überfällige Rochade mit den Reifen zu machen. Beim eisigem Wetter der letzten Wochen hatte ich keine Lust dazu. Jedes mal geht es ein wenig schneller. Auch für den Blog zu schreiben brauche ich Zeit. Die Wörter fliessen langsam zu meinen Fingern auf der Tastatur.


Nördlich von Vancouver legt eine grosse Fähre mehrmals täglich zur Vancouver Island ab. Vancouver Island ist die grösste nordamerikanische Insel im Pazifik. Wie auf vielen anderen gebirgigen Inseln hat Vancouver Island unterschiedliche Klimazonen. Der Nordwesten ist eines der regenreichsten Gebiete von Kanada. Victoria, im Südosten, hat eher mildes trockenes Wetter. Das meist besiedelte Gebiet ist der Südostteil von Victoria bis Campbell River. Der ganze Westen ist durchzogen mit Fjords die weit in die Insel hinein reichen.

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Okt.
30

Nach 3 Stunden warten war die Umwälzpumpe der Standheizung eingebaut. In der Hoffnung, nicht mehr wegen der Heizung nach Anchorage zurückkehren müssen, ging ich für die nächsten Tage Einkaufen. Die Glenn Hwy nach Glennellen kenne ich bald gut. Mit dem Wetter war ich zufrieden, die Sicht in die verschneiten Berge war eindrücklich.


In Glennellen parkte ich auf dem gleichen Platz wie vor 10 Tagen. Kaum den Motor abgestellt begann es zu regnen. Nach dem Eindunkeln fielen grosse Schneeflocken. Ohne Nachhelfen startete die Heizung. Nichts brauchte ich mehr zu prügeln, für mein Gefühl ist dies sehr gut. Am Morgen stand ich im Schnee, diesmal ohne Sonnenschein. Der Strassenzustandsbericht nach Tok meldete auf dem ersten Drittel der Strecke schwierige Verhältnisse. Zeitweise schneebedeckte Strasse, ab und zu könne es Eisflecken haben. Ich lies mir mit dem Frühstück Zeit. Gegen Mittag wird es schon besser sein, dachte ich. Es lag weniger Schnee auf der Strasse, als ich es nach dem Bericht vermutete. Dafür lag ein Kieslastwagen seitwärts quer über der Strasse. Für mich ein Rätsel, wie der umkippen konnte. Neben der Strasse war der Boden genügend eben, so dass man mit einem Slalom um Sträucher und kleine Bäume die Unfallstelle umfahren konnte. Im Verlauf der Strecke wurde es wärmer und schneefrei.

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Okt.
13

Glücklich, dass die Heizung wieder läuft fuhr ich zum Einkaufen und Diesel füllen. Die Strecke über Glennallen nach McCarthy/Kennicott fuhren wir vor 3 Jahren in der Gegenrichtung. Die Strasse nach Glennallen, die Glenn Hwy, führt am Matanuska Glacier vorbei. Der Gletscher ist Teil eines grossen Gletschergebietes welches ein Teil der Chugach Mountains südlich der Glenn Hwy bedeckt. Es regnete und je mehr die Strasse auf 900m anstieg begann es zu schneien. Zum ersten Mal in diesem Hebst stand ich im Schnee. Glennallen, an der Kreuzung AnchorageValdezTok, liegt tiefer, dort regnete es «nur» noch.



Während dem ich fahre ist die Standheizung ausgeschaltet. Der Van heizt genügend. Gespannt war ich, läuft die Standheizung wieder an und ist es wirklich nur ab und zu dass die Pumpe klemmt. Ohne mein weiteres dazutun bekam ich einen warmen Van. In der Nacht begann es zu schneien. Am Morgen stand ich in einer Schneelandschaft mit strahlender Sonne.

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Okt.
06

Die Wartezeit bis die Ersatzteile für die Standheizung eintreffen benutzte ich für Spaziergänge und den Besuch im Anchorage Museum. Der Stararchitekt David Chipperfield, er gestaltete den Neubau vom Kunsthaus in Zürich, baute die Erweiterung vom Anchorage Museum. In der Wechselausstellung wurden neue Werke von regionalen KünstelerInnen ausgestellt. Die Bandbreite ist gross. Ich sah neben banalem Kunsthandwerk auch ein paar interessante Objekte die mir gut gefielen. In der ständigen Ausstellung wollte ich noch einmal ein Werk von Rebecca Lyon von den Aleutian Islands sehen. Vor 3 Jahren machte mir ihr Werk grossen Eindruck. Es thematisiert die USA Atomversuche auf den Inseln. Leider hängt es nicht mehr dort, nur noch ein anderes Werk der gleichen Künstlerin.



Die Reparatur der Heizung dauerte doch ein wenig länger. Beim Einbau wurde der Anschluss von der Dieselpumpe vermurkst. Bis Montag sollte er da sein. Es wurde dann Dienstag. Danach lief die Heizung und ich konnte wieder frei Übernachten ohne auf einen externen Stromanschluss angewiesen zu sein.

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Sep.
13

Der Wetterbericht schreibt 3 Tage trockenes Wetter voraus. Nichts wie los. Nördlich von Fairbanks gibt es 3 Strassen deren Beschreibung schönes verspricht. Genügend Lebensmittel kaufte ich für eine Woche am Vortag ein.


Die Elliott Hwy führt nach Westen zu Manley Hot Springs. Erst heisst es die mir schon bekannte Strecke 138km nördlich auf der Asphaltstrasse bis zur Abzweigung nach Deadhorse (Dalton Hwy) fahren. Die weiteren 124km nach Westen ist eine gut zu fahrende Schotterstrasse. Schön, das Wetter hielt sich mit einer guten Fernsicht. Über den nördlichen Bergen sah ich eine Wolkenwalze, die nicht näher kam. Gegen Süden ist die Ebene vom Tolovana River der in den Tanana River mündet.

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Aug.
28

Von Dawson City aus drehte ich eine Runde durch das Goldgräbergebiet (Bonanza Creek Road, Hunker Road). Auch heute wird im Tagbau noch nach Gold gegraben. Nicht mehr im grossen Stil wie früher. 13km südlich von Dawson City steht als Museum Dredge Nr. 4. Der grösste in Nordamerika gebaute Schwimmbagger mit Holzhülle. Zwischen 1913 und 1959 war er in Betrieb. Der Bagger ersetzte die Handarbeit von 2000 Personen. Für eine Führung hätte ich 1.5 Std. warten müssen. Die Frau am Eingang sprach mich direkt auf Deutsch an. Erstaunt fragte ich, wieso sie weiss, dass ich deutsch spreche. Intuition war ihre knappe Antwort. Fotos von innen sah ich im Internet. Statt zu warten besuchte ich ein paar km weiter eine Stelle, wo vor 140 Jahren mehrheitlich durch Handarbeit Gold gesucht wurde.



2 Grenzübergänge gibt es zwischen Kanada und Alaska. Ganzjährig offen ist der an der Alaska Hwy. Im Sommer kann der Little Gold Creek Übergang an der Top of the World Hwy benutzt werden. Frische Lebensmittel dürfen nicht in die USA mitgenommen werden. Mein Kühlschrank und die Gemüse/Frucht-Kiste war leer. Das Risiko an der Grenze alles abzugeben wollte ich nicht eingehen. Dachte – leider falsch – dass ich in Chicken, der erste Ort in Alaska, sicher etwas kaufen kann. Ausser Ramsch und Souvenirs gibt es dort nichts. Und, die beiden Cafés waren geschlossen. Meine Befürchtung war falsch. Wie bei der Einreise nach Kanada interessierte sich der US Zöllner nur für die Besitzverhältnisse vom Van und meinem Wohnort.

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Aug.
18

Ab Watson Lake fuhr ich auf der berühmten Alaska Hwy. Dies ist die direkte Verbindung von den USA nach Alaska durch Kanada. Sie ist breit, für diese Region mit einigem Verkehr. Auf halbem Weg nach der grössten Stadt in Yukon, Whitehorse, übernachtete ich in Johnsons Crossing.


Vor dem Strassenbau war der Yukon River die Verkehrsader zwischen Dawson City und Whitehorse. Die Stadt bekam wegen gefährlichen Stromschnellen in Yukon River den Namen. Mit dem Bau von einem Flusskraftwerk sind die Stromschnellen nicht mehr sichtbar. Der restaurierte Flussdampfer SS Klondike steht an Land als Museum. Wegen Renovationsarbeiten konnte nur das 1. Deck besucht werden. Bis zum Bau der Klondike Hwy Anfang 1950 war der Raddampfer in Betrieb.

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Aug.
04

Im letzten Bericht vergass ich den Sänger und Komponisten Willie Nelson mit Wikipedia zu verlinken. Da merkt ihr, dass ich mich in der Country Music gar nicht auskenne, dabei ist Willie Nelson einer der grossen und vor allem eigenständigsten Musiker dieser Szene.


Ist gut liess ich in Bend den Schutz unter dem Motor, Getriebe und Hinterachse montieren. Davon weiter unten. Auch die verstellbaren Stossdämpfer machen sich gut. Auf Asphaltstrassen fährt der Van nicht mehr so ‹schwammig›, auf Naturstrassen (wenn ich umstelle) viel weicher und mit ca 10% weniger Luft in den Reifen sehr angenehm. Es rumpelt nicht mehr so arg in meinen Schränken. Zwischen den Tellern, Tassen, Gläser habe ich Dämmaterial, trotzdem. Um für Asphalt auf den normalen Druck zu pumpen, hat der Van einen eingebauten Luftkompressor. Zwar klein, es geht eine Weile, aber es geht. Und, mit dem grösseren Dieseltank muss ich seltener an die Tankstelle.

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Juli
13

Als wir von Alaska bis Mexiko segelten, gefiel mir die Landschaft von Nordamerika sehr gut.

So reifte in mir – mit dem Verkauf vom Segelboot und gedanklichem hin und her – weiterhin in dieser Landschaft zu reisen und in Nordamerika dazu ein Wohnmobil zu kaufen.

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Juli
10

Einige Leute finden, ich sei einfach abgehauen. Kann auch irgend wie die Reaktion verstehen. In der Schweiz herrscht eine sesshafte Kultur. Zum Reisen sind die Ferien da, oder in der Jugend zwischen Ausbildungsstufen.

Trotz 7 Jahre unterwegs mit dem Segelboot und mit 70 Jahren nicht genug vom Reisen zu haben, fällt einigen schwer zu verstehen. Vor allem, dass der Wunsch weiterhin unterwegs zu sein so gross ist. Für mich, ich reise weiter, nicht mehr auf dem Meer im Boot. Jetzt auf vier Rädern in einem kleinen 6m langen und 2.1m breiten Van. Weiterhin möchte ich sehen, erleben, mich überraschen lassen was hinter dem (oder meinem) Horizont ist. So lange ich mich genügend gesund fühle und ich mit Widrigkeiten umgehen kann gefällt mir das Reisen. Auch wenn es für mich heisst, mehrheitlich alleine unterwegs zu sein. Irgend wann kommt die Altersguillotine früh genug.

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Feb.
26

Die beiden südamerikanischen Wasserstrassen Beagle Kanal und Magellan Strasse liegen seit heute morgen südlich von uns. Die letzte Nacht lagen wir am westlichen Ende der Magellan Strasse in einer schönen offenen Bucht. Trotzdem gut geschützt vor den vorherrschenden Westwinden. Mit Regenwetter, ist die Normalität hier, und schlechter Sicht segeln wir heute nordwärts durch den Canal Smyth.
Auch wenn es jetzt regnet, hatten wir doch Glück mit dem Wetter. Wegen zu starkem Wind mussten wir erst in 2 Ankerbuchten auf weniger Wind warten. Ankern in dieser Region heisst den Anker nahe am Ufer setzten, das Bootsheck in Richtung Ufer und danach mit 2 oder 3 Landleinen zu Bäumen, Sträuchern oder grossen Steinen das Boot fixieren. Dazu haben wir 2 110m lange 18mm Schwimmleinen und eine 140m lange 16mm Schwimmleine. 'Normale' Leinen sinken im Wasser und solche zu legen wäre sehr schwierig. Das Kelp erschwert das Ankern zusätzlich. Es ist sehr zäh, die 'Äste' können bis 20m lang werden. Immer wieder hängt Kelp am Anker der sich nur mit einer an einem Stiel befestigten Säge entfernen lässt. Kelp hat auch was gutes, ist es auf dem Wasser sichtbar, ist es dort nicht mehr tief.
Auf die Seekarte ist kein verlass. Mal stimmt sie und dann öfters wieder nicht. Nach der Seekarte ankerten wir einmal 1km neben der Bucht auf dem Land. Deshalb machen wir keine Nachtfahrten und suchen uns jeden Abend eine Ankerbucht.
Vor 15 Tagen verliessen wir Puerto Williams. Inzwischen ist der frische Salat aufgebraucht. Gemüse und Früchte haben wir noch. Bei den Temperaturen hier hält es sich länger frisch.
Immer wieder treffen wir befreundet Boote, wie die KAMA* mit Ernst, Margrit und Katja und die Lucipara2 mit Ivar und Floris.
Kap Hoorn umrundeten wir doch noch. Zusammen mit Rita und Dani auf ihrem Segelboot Maramalda. Bei gutem Wetter, d.h bei wenig Wind, kann man beim Kap Hoorn 'ankern'. Sicher ankern geht nicht. Das Wasser ist 20m tief und der Anker hält nicht wirklich. Deshalb muss jemand auf dem Boot bleiben. Zu zweit macht der Ausflug kein Spass. So waren wir 4 Tage bei traumhaft gutem Wetter, eine grosse Seltenheit, Gast auf der Maramalda.
Ausführliche Berichte und Bilder können wir nur mit einem guten Internet Zugang publizieren.
In dieser einsamen Gegend, wo es Gletscher bis ans Meer gibt, im Sommer öfters schneit, Wale, Robben, Delfine und Pinguine neben dem Boot schwimmen, Albatrose, Sturmvögel, Condore in der Luft segeln, gibt es kein Handy Netz, kein WhatsApp und kein Google.

Dez.
13

Heute Abend, am 12. Dezember 23:20 argentinische Zeit, erreichten wir den vermutlich suedlichsten Punkt unserer Reise. Wir wissen nicht wohin es uns in den naechsten Jahren treibt.
Der Punkt liegt noerdlich der kleinen Isla Nueva (Chile) auf 55*05' Sued und 66*37' West. Oder 59 Nautische Meilen (NM) (110km) noerdlich vom Kap Hoorn und kurz vor dem Beagle Kanal.
Morgen, am fruehen Nachmittag, werden wir die suedlichste Stadt erreichen. Ushuaia hat um die 60000 Einwohner, gehoert zu Argentinien.
Nach Ushuaia werden wir Puerto Williams (Chile) anlaufen. Am Morgen fahren wir neben Puerto Williams vorbei, duerfen noch nicht anlegen. Erst muessen wir uns in Argentinien abmelden. Danach 25NM zurueck segeln um uns in Chile an zu melden. Puerto Williams liegt suedlicher als Ushuaia, ist mit ihren 3000 Einwohner ein Dorf. Wie lange wir wo bleiben ist offen.
Mit dem Wetter hatten wir es nicht schlecht. Der Wind haette ausgeglichener sein koennen. Um zum guten Zeitpunkt durch die Estrecho de la Maire (Ostecke von Feuerland) wegen der starken Stroemung zu kommen und den vorhergesagten Starkwind mit Boeen bis 55kn ab Freitag, stellten wir unser Motor früher ein als sonst.
Soeben wurden über Funk (vermutlich von Chile) nachgefragt, woher wir kommen, wer an Bord ist und wann wir wo anlegen.
Unser suedlichster Punkt:

Nov.
27

Unser letzter Blogeintrag liegt einige Zeit zurück.
Wir erlebten vieles in der Zwischenzeit, fast nur gutes. Unsere Dada Tux lag über 2 Monate in Piriapolis / Uruguay. Mit einem Mietwagen schauten wir in 4 Tagen die Landschaft von Uruguay an. In Buenos Aires hörten uns sahen wir verschiedene Arten vom Tengo. Trafen dort auch Segler, die wir unterwegs kennen lernten. Omar zeigte uns die Stadt. Pietro stellte uns ein Reiseprogramm in den Nordwesten von Argentinien und zu den Iguazu Wasserfällen zusammen.
Als wir vom Buenos Aires aus in den Nordwesten fliegen wollten, streikten die Piloten der argentinischen Fluggesellschaft. Mit einer anderen Gesellschaft könnten wir am gleichen Abend doch noch fliegen. 5 Tage fuhren wir mit einem Mietauto durch die vielseitige Landschaft am Rand der Anden. 2 Tage besuchten wir die Iguazu Wasserfälle. Der Rheinfall ist dagegen ein sehr kleines Bächlein.
Nach unserer Rückkehr nahmen wir die Dada Tux aus dem Wasser. Die Unterwasserfarbe (Antifouling) musste erneuert werden.
Auch wenn wir in Rente sind und 'frei' umhersegeln können, haben wir doch ab und zu Termine, die wir einhalten wollen. (Zum frei Segeln schreibe ich weiter unten was). Am 7. Nov. erwarteten wir unsere Freundin Moni in Mar del Plata / Argentinien. Sie begleitet uns weiter südwärts.
Die letzten 3 Tage verbrachten wir in dem Golfo Nuevo bei Puerto Madryn. Am Eingang zum Golfo Nuevo konnten wir uns kaum an den vielen Walen satt sehen. Morgen werden wir unsern Anker in Puerto Santa Elena fallen lassen. Auch wenn 'Puerto' nach Hafen tönt, es ist eine geschützte Bucht. Vielleicht sehen wir dort die ersten Pinguine. Tux freut sich seine Kumpane zu treffen.
Zur Freiheit des Segeln. In Uruguay mussten wir uns bei der Prefektura (Teil des Militärs), wie in Brasilien auch, anmelden. Zusätzlich benötigten wir deren Bewilligung um die Dada Tux aus dem Wasser zu nehmen. Mussten denen auch sagen, wer welche Arbeiten am Boot macht. In Mar del Plata / Argentinien standen 7 Offizielle mit einem Hund an Bord, bevor wir die Dada Tux richtig angebunden hatten. Täglich müssen wir dem Militär über Funk oder E-Mail unsere Position durchgeben.
Dafür sind die Leute nett und hilfsbereit, die Landschaft und Tierwelt interessant.
Vor paar Tages, auf dem offenen Meer, änderte ein Schlepper seinen Kurs auf uns zu. Sie kreuzten uns relativ nahe, hupten und die Besatzung winkte uns zu. Sie wollten nur sehen, was für ein ausländisches Segelboot Richtung Süden segelt. Sind nicht so zahlreich.
Die ausführlichen Berichte mit Fotos kommen, irgend wann sicher ;-)
Unser Sonnenuntergang um 20:30:

Juni
06

Heute im späterem Nachmittag sind wir in Salvador da Bahia eingetroffen. Gestern sah es so aus, dass wir vor dem Eindunkeln nicht ankommen. Mal hatten wir wenig, kurz darauf mehr Wind.
Kurz vor Salvador frischte der Wind bis zu 32 kn (7 Bf oder 60 km/h) stark auf. Dazu immer wieder Regen und entsprechende Wellen. Es scheint mir, nicht nur die Kriminalität sonder auch das Wetter soll Turisten von Salvador abhalten ;-)

Wir sind in der kleinen Marina Pier Salvador am Stadtrand. Sie liegt ruhig, die in der Stadt sollen einiges mehr Schwell in der Marina haben.

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Juni
04

Ob mein gestriger Blog auf dem Server ankam, weiss ich nicht. Nachschauen vom Schiff aus, kann ich nicht. ' Vom Schiff aus' stimmt diesmal wirklich.
Nun ja, was schrieb ich. Seit gestern Samstag morgen (sehr früh, 6 Uhr) sind wir wieder unterwegs. Sonst noch ein paar Beigemüse. (Was ich als Vegetarier nicht so kenne. Bei uns gibt es keine Beilagen, zu Fleisch.)
Ungewissheit auch, wie stark der Gegenstrom im Meer ist. Wir haben 2 verschiedene Geschwindigkeit Angaben. Die Geschwindigkeit durch das Wasser wird durch ein kleines Schaufelrad im Bootsrumpf gemessen. Dies ist meist ungenau, kann auch verschmutzt sein. An einem Ort ohne Strömung im Meer kann es eingestellt werden. Die andere Messmethode ist das GPS. Die errechnet unsere Geschwindigkeit recht genau.
Seit gestern segelten wir um die 50 sm mehr durch das Wasser als über Grund. Der Gegenstrom beträgt immer noch über einen Knoten. Dies bedeutet, dass wir deswegen in einer Stunde 2 km weniger weit segeln. Statt mit 6 kn segeln wir effektiv nur mir 4.5 kn.
Trotzdem werden wir in Salvador ankommen.
Unter Tags hatten wir halben Wind (Wind von der Seite). Damit segelt die Dada Tux relativ aufrecht. Gegen Abend drehte der Wind 20 Grad mehr südwärts. So segeln wir wieder härter am Wind (Wind von vorne). Damit legt sich unser Schiffli mehr zur Seite.
Im Schluss ein Wolkenbild von heute abend (Zeitunterschied zur Schweiz - 5 Std)

Juni
03

Früh standen wir heute Morgen auf. Um 4 weckte uns der Handy Wecker. 2 Std später legten wir ab. Unser Ziel ist Salvador. Wir werden um die 3 1/2 Tage benötigen.
Gestern buck ich noch ein Brot. Beim Getreide mahlen kommt mir immer Walter, der gut Mechaniker von der Alunga (www.alunga.ch) in den Sinn. Ohne seine Hilfe wäre die Mühle immer mich kaputt. Brot aus frisch gemahlenem Getreide könnten wir vergessen.
Auf dem Markt war am Freitag das Angebot wieder grösser. Wir wissen nicht genau, aber es schien uns, dass der Streik der Chauffeure wieder beendet ist.
Bis gegen abend mussten wir den Motor laufen lassen. Dies wussten wir aus dem Wetterbericht. Zusätzlich haben wir einen Gegenstrom um die 1.5 kn. Jetzt scheint am fast wolkenfreiem Himmel der Mond sehr hell. Hatten heute auch anderes Wetter, starke Regenschauer lösten sich mit Sonnenschein ab.

Mai
24

Nach dem Mittag sind wir in Südamerika angekommen. Bremsen hätten wir nicht müssen. Nach Mitternacht kam ein starker Gegenstrom auf. Zeitweise über 2.5 kn. Da bleibt mit der gezogenen Bremse nicht mehr viel fahrt.
Das erste was wir am Horizont von Brasilien sahen, waren weder Berge oder Hügel. Hochhäuser und nicht wenige sahen wir als erstes am Horizont.
Nach 369 Std oder 1707 sm Zweisamkeit auf dem wechselhaften Meer legten wir in Recife an. Von der Stadt sahen wir noch nichts, dies kommt in den nächsten Tagen. Morgen ist der Gang zu den Behörden. Ohne lange Hosen, Hemd und geschlossene Schuhe kommt man als Mann nicht weit. Auch bei über 30 Grad.
Nach den Behörden sollte die Dada Tux vom Salz befreit werden. Ein Teil wusch heute abend ein Platzregen ab.
Es sei zur Zeit schon ein wenig warm hier zur Winterzeit , sagte uns die Frau auf dem Marine Büro. Heizung brauchen wir nicht.


Mai
23

Mit 14 kn haben wir einen schönen Segelwind, die Wellen bremsen unsere Dada Tux kaum. (Käme der Wind ein wenig mehr von der Seite, wäre es perfekt). Manchmal passt es doch nicht ganz, nicht weil wir zu heikel, verwöhnt oder sonst was sind. Es ist ganz banal. Wir segeln zu schnell. Das kanns geben. Mit unserer Geschwindigkeit würden wir noch bei Dunkelheit ankommen. Das wollen wir nicht. Also langsamer segeln.
Letzte Nacht frische der Wind auf. Das Grosssegel müssten wir verkleinern, reffen. Der Wetterbericht meldete weniger Wind, die Realität ist vor Ort. Am Nachmittag verkleinerten wir nochmals das Grosssegel ins 2. Reff. Die Genua machten wir auch kleiner. Eigentlich Unsinn, bei 4 Bf 2 Reff im Gross gereffte Genua. Aber wir sind langsamer.
Wenn ich in meinen letzten Berufsjahren mehr mit Windows statt Linux gearbeitet hätte, wäre (ach diese Möglichkeiten) der letzte Blog früher auf der Webseite gelandet. Nach dem Schreiben letzte Nacht, wollte unser Iridium SatPhone keine Daten versenden. Was auch bedeutet, kein Wetterbericht. Telefonieren, SMS ging noch. Vor knapp 2 Wochen hatte ich das gleiche Problem. 12 Std später ging es damals wieder. Heute nicht. Als Versuch startete ich die Iridium Station neu, und es ging wieder.
Es sieht ganz so aus, dass wir Morgen nach 2 Wochen segeln in Recife eintreffen. Bin gespannt, war noch nie in Südamerika...

Mai
22

Letzte Nacht regnete es ausgiebig. Etwa 30 sm östlich segelten wir an unserem ursprünglichen Ziel, die Insel Fernando de Noronha, vorbei.
Der Wind und die Wellen kommen jetzt von seitlich vorne. Wir segeln am Wind. Mit Genua und Grosssegel läuft die Dada Tux gut durchs Wasser.
Am Wind segeln ist rauer. Das Boot hat Schräglage, wie müssen uns besser festhalten, auch unter Deck, vorsichtiger sein beim Kochen. Ein Gegensatz zum Segeln vor paar Tagen mit dem Parasailor. Dies war nördlich vom Äquator ;-)
Mit den Wellen von seitlich vorne kann schon mal ein Spritzer Salzwasser aufs Vordeck kommen. Auch wenn es nicht regnet, wagen wir die vorderen Deckslucken nicht zu öffnen. Das Salzwasser hat draussen zu bleiben. Die Luftumwälzung durch die Doradenlüfter ist nicht so effizient wie eine offene Luke. Irgend wann sehnen wir uns sicher an die jetzige Temperatur. Spätestens beim am Wind segeln in einer kälteren Region. Dann, wenn man sich zuerst aus mehreren Kleiderschichten herausschälen muss, um aufs WC zu sitzen.
Heute Nacht soll es trocken bleiben. Nach dem Sonnenuntergang blieben die Regenwolken aus. Dafür sehe ich Sterne und den Mond.

Mai
21

Bei schönem blauen Wetter montieren wir vorsorglich unser anderes Leichtwindsegel, den Code Zero. Der ist für leichten Wind von vorne. Nach dem Queren des Äquators sollte der vorherrschende Wind aus Ostsüdost kommen. Vorher kam er aus Ostnordost. (Vieles ein wenig anders im Süden) Gegen Abend kam genügend Wind auf. Waren am Nachtessen vorbereiten, trotzdem Herd abstellen, alles kurz wegräumen und das Grosssegel setzten. Nach dem ausrollen vom Code Zero die grosse Freude, endlich den Motor abstellen. 3 Tage motoren drückt auf die Stimmung und über 30 Grad Wärme sind wir uns nicht so gewohnt.
Wie in den letzten Tagen kamen nach Sonnenuntergang Regenwolken. Heute recht heftige und kurz nach einander. Die einen bringen mehr Wind, bei ändern fällt der Wind zusammen. Voraussehbar ist es nicht. Die ersten waren zu viel mit den Code Zero. Schnell zurollen und Motor an.
Inzwischen sind die ersten nächtlichen Regenschauer durch. Der Wind genügend um mit Grosssegel und Genua ruhig durchs Wasser zu segeln. (Ganz ruhig ist es in meinen Ohren nicht, höre Philip Glas 'itaipu')
Durch die Wolken scheint, ein wenig grösser als vor paar Tagen, die Mondsichel.
Nach dem Wetterbericht haben wir eine gute Chance als Segelboot, statt Motorboot, in Brasilien an zu kommen.

Mai
20

Es ist definitiv nicht der kleine Schluck Whisky zur Äquatortaufe. Auch nicht weil auf der südlichen Erdhälfte einiges umgekehrt ist, Neues Jahr mitten im Sommer als Beispiel.
Unser Ziel war Fernando de Noronha. Eine Naturschutzinsel von denen es nur wenig vergleichbare auf unserer Erde gibt. Laut Reiseführer sind dort die schönsten Strände von Brasilien. Sicher mal die saubersten. Der Aufenthalt ist sehr teuer, auch das Ankern. Eine Marina zum Anlegen hat es nicht. Das Risiko, dass es zu viel regnet, bewog uns die Insel nicht an zu laufen. Wir haben weniger Regen als angekündigt was schon ist. Trotzdem.
Alle schönen Orte können wir nicht besuchen. Bei gutem Wetter ist der 2. schönste Strand schöner wie der schönste bei Regenwetter. Unsere Segel- und Lebenszeit ist endlich.
So sind wir ein paar wenig Tage länger unterwegs wie geplant. Uns geht es gut, genügend Vorräte haben wir auch.
Um die Mittagszeit hatten wir fast wolkenlosen blauen Himmel mit einem sehr ruhigen Meer. Nach dem Sonnenuntergang zogen wieder Regenwolken auf. Auf dem Radar sehen wir, ob Regen auf uns zu kommt. So schliesen wir rechtzeitig alle Luken. Brauchen wir den Radar bei Regen zur Navigation, schalten wir den Regenfilter ein. Die Echos der Schiffe gehen sonst im Regen unter...
Als Foto unser Wetter am Äquator

Mai
19

Kurz hörte der Regen auf, als wir Neptun beim Überqueren des Äquators einen Schluck guten schottischen Jura Whisky opferten. Einen viel kleineren genehmigten wir uns auch. Den ursprünglichen vorgesehenen Champagner zu öffnenen hatten wir keine Lust.
Seit 8:38 UTC (CH Zeit 10:38) sind wir auf dem südlichen Teil unserer Welt. Es regnet wieder...

Mai
19

Letzte Nacht regnete es ein paar mal. Das Deck würde recht sauber. Auch unter Tags hätte es, laut Wetterbericht, regnen sollten. Wir hatten blauer Himmel, Sonne und 36 Grad unter unserem Sonnendach (Bimini). Im Schiff war es gleich warm.
Zum Segeln hat es zu wenig Wind. Auch für unser Leichtwindsegel, wir motoren. Um den Äquator gibt es immer eine windarme Zone.
Jetzt hat es wenig Wolken. Der Mond ist im Westen als kleine Schale mir einer zarten Kugel darin, am untergehen. Mit unserem Bimini sieht man in der Nacht den Sternenhimmel aus dem Cockpit nicht gut. Unter Tags benötigen wir es als Sonnenschutz oder Regenschutz. Ohne das Binimi müssten wir uns dauernd mit Sonnencreme einreiben.
Auf der Überfahrt zu den Kapverden hatten wir es schon mal, dass die Batterien vom Motor nicht mehr voll geladen werden. Auf den Kapverden fand ich das Problem nicht. Als wir gestern den Motor starteten, hatten wir noch 40% Kapazität. Bis etwa 65% ging es recht gut, danach nur noch extrem langsam.
Um es abzukürzen, am Laderegler war ein falscher Batterie Typ eingestellt. Jetzt sind die Batterien wieder voll. Hoffe das dies der Grund war. So geht der Tag auch rum...
Bei dem warmen Wetter gab es, ausser dem Frühstückstee, nur kalte Küche.
Mal wieder eine Foto mit blauem Himmel und (sehr) ruhigem Meer

Mai
18

Angekündigt war er, der Regen. Der eine Wetterbericht schrieb heute morgen, der andere heute abend. Schön ist, dass die Prognose 'heute abend' stimmte. So genossen wir den schönen Segeltag.
Im Verlauf vom Nachmittag schlief der Wind immer mehr ein. Ein Schwarm Delfine besuchte uns, schwammen elegant vor dem Bug der Dada Tux. Etwa nach einer viertel Stunde zogen sie weiter. Eventuell enttäuscht von der Dada Tux. So elegant wie die Delfine kann unser Schiffli nicht schwimmen.
Am Abend kam eine Regenwand auf uns zu. Zum Segeln war der Wind knapp, so holten wir noch trocken den Parasailor ins Boot.
Jetzt motoren wir. Der Windhauch von 6 kn genügt nicht um unser Schiffli ernsthaft durchs Wasser bewegen. Es regnet zur Zeit nicht. Auf dem Radar sehe ich keine weitere Regenfront innerhalb der nächsten Stunde. In den nächsten Tagen wird es immer wieder regnen. Tut unserem Schiffli gut.

PS unterwegs an Bord haben wir keinen richtigen Internet Zugang. Ob jemand einen Kommentar auf der Webseite schreibt, können wir erst lesen, wenn wir wieder an einem Ort mit vollwertigem interner Zugang sind. Auf unsere crew Adresse können wir kurze E-Mails empfangen.

Mai
17

Die letzte Nacht war unruhig. Alle paar Minuten rollte unsere Dada Tux seitwärts bin und her. Bei weitem nicht so sanft wie eine Kinderwiege. Das Geschirr in den Schränken müsste mit zusätzlichen Tüchern zum Schweigen gebracht werden. Unterdessen machte sich der Parasailor auf dem Vorschiff Bett bequem.
Nach dem Mittag ging der Wind genügend zurück, dass wir unser Leichtwindsegel wieder setzten. Damit segelt Dada Tux angenehmer. Natürlich, es hat jetzt auch wieder weniger Wellen.
Wir segeln nicht zur besten Jahreszeit nach Nordost Brasilien. Die Zeit mit dem meisten Regen ist noch nicht vorbei. Bald kommen wir in den Regen, meint die Wettervorhersage. Unsere Leichtwindsegel stauen wir im Boot. Das nasse Segel unter unserem Bett finden wir nicht so toll. Im Boot zum trocknen aufhängen geht auch nicht. 154 qm freie Fläche haben wir nicht. Wir sind zuversichtlich, dass es so wie wir denken klappt. (falls es so wird gibt's eine Foto davon)
Die auf den Kapverden gekauften Gemüse und Früchte halten sich erstaunlich gut. Wir essen zu Mittag immer noch Salat. Zwar keinen Kopfsalat, dafür Gurken, Tomaten, Rüebli, Kohl, Zwiebeln, Knoblauch und unsere Linsensprossen.
Am Morgen sahen wir auf dem Navi ein chinesisches Fischerboote. Am Nachmittag eines aus Taiwan. Ganz schön weit weg von Asien fischen die.
Wir kommen dem Äquator näher. An Deck ist es jetzt (22:30) 27 Grad warm mit 79% Luftfeuchtigkeit, im Boot haben wir 29 Grad und 69%. Warm anziehen müssen wir uns nicht ;-)
Als Bild unser schlafender Parasailor in der Vorschiffskoje

Mai
16

Nach 4 1/2 Tage entspanntes Segeln mit dem Parasailor wurde heute morgen der Wind stärker. Die Windprognose meldete schon, dass es leicht mehr Wind geben wird. Am frühen Morgen sah es nicht danach aus.
Vor einer Woche stand ich das letzte mal unter einer Dusche und wusch meine Haare (ja, ein paar gibt's noch auf meinem Kopf). Statt täglich duschen waschen wir uns Wasser sparend mit dem Waschlappen. So gönnte ich mir eine Dusche.
Wärend dem Frühstück legte der Wind zu. Unsere obere Grenze von 20 kn Wind in den Böen wurde immer wieder überschritten. Bei viel Wind ist vor allem das Bergen vom Parasailor der kritisch Punkt, vor allem zu 2. an Bord. Zum Bergen wird ein textilier Schlauch von oben über das Segel gezogen. Dazu muss niemand auf den Mast ;-), über eine Umlenkrolle zieht man den Schlauch vom Deck aus nach unten. Mit diesem gut 16 m langer Schlauch spielt der Wind gerne und der Wind darf nicht gewinnen. Der Schlauch muss durch die Deckslucke ins Schiff.
Danach hätte ich gleich eine 2. Dusche gebraucht.
Jetzt segeln wir mit der Genua langsamer unserem Ziel zu. Mit mehr Wind kommen auch mehr Wellen, diese rollen die Dada Tux immer wieder hin und her.
Vermutlich kommt Morgen der Parasailor wieder zum Zug.
Neben den fliegenden Fischen (wusste nicht dass es so viele gibt) sahen wir 2 verschiedene Möwen. Die haben sicher irgend welche genauer Bezeichnungen die ich mich kenne.
Wenn ich von 'heute' schreibe und den Text zwischen 23 und Mitternacht auf die Webseite schicke, wird er mit dem Datum von morgen publiziert. Der Zeitunterschied von Zürich und der Dada Tux ist 3 Std.
Die Abendstimmung von heute:

Mai
15

Trotz Solarzellen und Windgenerator sind wir bei diesem Kurs und Wetter elektrisch nicht 'grün'. Für die Solarzellen ist es meist zu bedeckt. Natürlich bringen sie einige Stunden im Tag etwas mehr als wir brauchen und laden leicht die Batterien. Trotz dem theoretischen Wert von 280 Watt ;-). Der Windgenerator arbeitet mit dem schwachen Wind von hinten nicht. Manchmal steht er still, ab und zu ein müdes Drehen der Propeller. Auf dem Boot merken wir nur die Differenz zwischen der Windgeschwindigkeit und der Bootsgeschwindigkeit. Mit ein Grund wieso beim Langstreckensegeln der Wind von hinten beliebt ist. Kommt der Wind von vorne, werden die Geschwindigkeiten zusammengezählt. Beim Ankern, ausser es ist windstill und regnet, liefert der Windgenerator und die Solarzellen genügend Energie. Dann laufen auch nicht alle Navigationssysteme.
So waren wir heute Nachmittag eine Zeit lang ein 'Motorsegler'.
Neben fliegenden Fischen die vermutlich vor uns fliehen, sahen wir zum ersten Mal Delfine. Leider hatten sie keine Lust mit uns zusammen zu schwimmen.
Zum Schluss der Sonnenaufgang von heute morgen

Mai
14

Viel Arbeit gibt uns das Segeln in den letzten 2 Tagen nicht. Das Meer ist recht ruhig, mit dem nicht so starkem Wind von schräg hinten (raumen Wind) segeln wir ohne nennenswerte Krängung (Schräglage). Das Leben auf dem Boot, eigentlich im Boot, ist angenehm. Manchmal habe ich das Gefühl, in der Marina Mindelo, angebunden am Steg, war die Dada Tux mehr in Bewegung.
Ab und zu müssen wir zum Segel schauen. Der Wind dreht ab und zu von Nordnordost auf Nordost und wieder zurück. So dreht man ein wenig an den Winschen oder lässt eine Leine ein wenig los. Wie heute Nachmittag kann man so merken, dass der Parasailor (Leichtwindsegel) mit einem anderen Trimm auf einmal besser zieht (auch ohne Spinnakerbaum). Wir sind froh um den Parasailor mit seinen 154 qm. Unser 'normales' Vorsegel, die Genua, ist um die 50 qm gross. Bei diesem ruhigen Meer fahren wir bei 10 kn Wind 4.8 kn schnell. Natürlich sind auf der Strasse diese knapp 9 km/h nicht viel.
In dieser ruhigen Zeit bekam ich Lust mal wieder 'richtige' Literatur zu lesen, statt zwischen durch schnell ein Krimi. Bis Helen mich um 2 Uhr (wir haben an Bord noch die kapverdische Zeit) ablöst lese ich in Paul Auster 'die Musik des Zufalls'. Dazwischen mal ein Blick nach draussen und auf die Navigation. Die letzten 2 Tage war kein Schiff in unserer Nähe. Das Risiko, dass wir ausweichen müssen, ist sehr gering.
Die Abendstimmung von heute:

Mai
13

Innerhalb meines letzten Jobs, vor dem angenehmen Rentner sein (für mich, ich gebe es zu), ging es viel um lebenslanges Lernen. Die Erwachsenenbildung lebt schliesslich davon. Heute morgen wurde ich wieder einmal ein Stück 'gescheiter'. Bis heute morgen wunderte ich mich - fragte leider nie nach, für was es auf Spinnakerleinen einen festen Kunststoffball hat. Die Spinnakerleinen werden mit einer Art Karabiner am Segel eingehängt. Bei einer Genua werden die Leinen mit einem Knoten befestigt. Der Spinnakerbaum hat zum Segel hin eine Öffnung für die Leine einzuhängen, mit einem Schnappverschluss. Unser Karabiner verklemmte sich in der Öffnung und verbog den Verschluss.
Am Morgen waren wir genügend westlich und können jetzt, nach der jetzigen Windprognose, Kurs auf Fernando de Noronha nehmen. Durch den Kurswechsel stört der Spinnakerbaum um das Segel 'optimal zu trimmen'. Währe keine Sache, wenn nichts verklemmt wäre. Heute morgen ging es einfach ein wenig länger bis das Segel ohne Spinnakerbaum wider unsere Dada Tux antrieb. Hatte nicht viel Wind, kleine Wellen, somit fast angenehmes Arbeitern auf dem Vorschiff. Mit einem Ball zwischen Karabiner und Spinnakerbaum hätte sich nichts verklemmt. Was zum reparieren...
Heute Nacht sind einige Sterne zu sehen. Am Morgen war es sehr bedeckt, am Nachmittag wurde es sonnig.
Uns geht es gut, die letzten 2 Tage sind entspanntes Segeln. Mehr als ein Tag kein anderes Schiff gesehen, auch nicht auf den AIS.
Damit nicht nur schönfärberei Bilder von uns kommen, so sah der heutige graue morgen aus.

Mai
12

Vor etwa 1Std lass ich in unserem Brasilienführer im Kapitel über die Bevölkerung. Anscheinend fragte 2002 der damalige US Präsident George W Busch seinen Amtskollegen Fernando Henrique Carlos «Do you have blacks, too?». Ausserhalb Afrika leben die meisten dunkelhäutigen Menschen in Brasilien (2014 53% der Bevölkerung). Da klopfte es auf Deck. Es war schon dunkel, Helen schläft in der Koje. Mindelo liegt 280 sm hinter uns. Unser Ziel, die brasilianische Insel Fernando de Noronha, 1075 sm vor uns (sm x 1.852 gibt km). Draussen schaltete ich das Licht ein und sah nicht George W sondern einen zappelnd fliegenden Fisch. Mit seiner zappelei kam er selber wieder in sein Element. Zurück blieb sein penetranter Geruch.
Heute war ein ruhiger Tag. Am Morgen mit unserem Leichtwindsegel, dem Parasailor, herumgespielt. In der Segelsprache heisst dies 'optimal trimmen'. Mit 9 kn Wind ist damit die Dada Tux 4.5 kn schnell, mit 12 kn Wind über 6.
Am Mittag sahen wir viele fliegende Fische. Sie scheinen vor der Dada Tux zu fliehen. Sie fliegen ohne weiteres 100 m weit.
Kein Stern ist jetzt zu sehen. Der Himmel ist bedeckt. Unter Tags war es auch so, gegen abend verschwanden die Wolken. Weil es schöner aussieht natürlich eine Foto mit blauem Himmel und ebensolchen Meer ;-)

Mai
11

Der Wind wurde schwacher, trotzdem warteten wir bis es hell war um das Grosssegel aus zu reffen. Das 1. Reff liessen wir stehen. Nachdem Helen paar kurze Stunden schlief, nahmen wir nach dem Frühstück die Segel runter um den Leichtwindsegel (Parasailor) zu setzten.
Beim Aufrollen der Genua (Vorsegel) kam kurz der Wind von der anderen Seite. Mit dem Wind von hinten kann dies passieren und wenn man, ich, beim einrollen das Segel mich beobachtet bekommt man eine hübsche Verwicklung. Das Grosssegel sorgte, dass die Dada Tux immer noch mit paar Knoten fährt machte. Von der Genua war ein Teil durch die Leinen kompakt, ein anderer Teil flatterte im Wind. Der flatternde Teil hätte min 1 mal um den Vorstag entwickelt werden müssen. So lange das Boot noch fahrt hatte, ein Ding der Unmöglichkeit. Erst das Grosssegel runter, mit dem Motor langsam einen Kreis fahren, geduldig den Segel nachhelfen damit es wieder eine schöne Genua wird.
Mit dem Wind von hinten (seglerisch: achterlicher Wind) hat ein Vorteil, leider auch Nachteile. Schön ist es, dass Boot segelt aufrecht. Wir leben nicht auf der schiefen Ebene. Je nach Wellengang rollt das Boot seitwärts bin und her. Wie in einer Wiege oder auch mehr. Durch die seitliche Bewegung können die Segel zusammenfallen und mit einem Ruck wieder zurück. Damit dies weniger geschieht wird das Segel mit dem Spinnakerbaum ausgebaumt. Im Gegensatz zu einem richtigen Baum ist ein Baum auf einem Segelboot horizontal. Bei unserem Leichtwindsegel gibt es dafür 2 Möglichkeiten. Zuerst probierten wir mal die Version wie bei einem richtigen Spinnaker. Wechselte schnell zu der unserer Variante, den Spinnakerbaum seitwärts mit der Genua. Bei uns steht das Segel so ruhiger.
So geht der Tag auch rum.
Wir segeln ein wenig westlich, auf dem direkten Weg kämen wir zu früh in eine windarme Zone.
Auf dem Foto siehst du den Spinnakerbaum

Mai
10

Nach den letzten Einkaufen verabschiedeten wir uns zum ersten Mal von Darja. Zum ablegen benoetigen wir die Hilfe der Marineros mit ihrem Boot. Der Bug war an Bojen fixiert. Diese Leinen koennten wir von der Dada Tux aus nicht loesen. Im Gegensatz zum befestigen ging dies flott. Für Mindelo hatten wir nicht so viel Wind. Die Ueberfahrt nach Brasilien wollten wir nur mit vollen Dieseltanks machen. An der Tankstelle mussten wir uns gedulden. Der Tank der Tankstelle musste erst gefüllt werden. 360 l kauften wir. Zum zweiten Mal verabschiedeten wir uns von Darja.
Vorsorglich legten wir das 2. Reff ins Grosssegel. Zwischen den Inseln herrscht ein starker Wind. Auf der Faehre werden immer Kotzttueten verteilt die auch benutzt werden. Bald musste das 3. Reff ins Grosssegel. Die ersten 3 Stunden hatten wir 30 kn Wind, in den Boeen ueber 40.
Jetzt schaukeln wir bei 13 - 17 kn Wind mit ausgebaumter Genua und dem 3. Reff gemuetlich Richtung Suedwest dahin. Wir warten bis es wieder hello ist, um 1 Reff aus dem Grosssegel zu nehmen. Der Leitspruch der Kapverden: No Stress
Unser erster Sonnenuntergang

März
12

Kurz nach 17:00 (lokale Zeit, UTC-1) sind wir in Palmeria auf der kapverdischen Insel Sal angekommen. Zum ersten Mal setzten wir die gelbe Flagge. Schiffe die behördlich im neuen Land noch nicht gemeldet sind, müssen sie setzten. Für den Schengen Raum ist es nicht notwendig. Morgen werden wir den Behördengang machen.
Hier in Palmeria muss man ankern. Das Ankerfeld ist gut belegt. Teilweise liegen die Boote nahe beieinander. So lange wir hier sind spielt es keine Rolle, nach dem Wetterbericht bleibt die Windrichtung so wie die ist. Ändert die Windrichtung könnte es zu 'Schifftütschis' kommen.
Ein Einheimischer verdient sich ein karges Einkommen, indem er für die Boote Wassertaxi und andere Dienstleistungen macht. Die Kapverden gehören zu den sehr armen Ländern unserer Welt. Er wird uns am Morgen abholen. Dann werden wir auch schauen, wo und wie wir hier Internet erhalten.
Über 200l Wasser machte der Wassermacher am Morgen in 4 Std. Im Ankerfeld ist uns das Meerwasser zu schmutzig, auch wenn es erstaunlich sauber aussieht. Der Wassermacher erspart uns das schleppen von PET Flaschen die imponiert werden. Sal ist eine sehr trockene Insel.
Diese Nacht können wir zusammen durchschlafen. Kein schlafen in Etappen. Der Anker sollte halten und der Wind bläst nicht stark. Erstaunlich ruhig liegt das Boot im Wasser.
(Ich schreibe die Texte auf den Tablett mir der automatischen Wortkorrektur. So kann es sein, dass in den vorgängigen Berichten ein ab und zu mal ein unpassendes Wort steht)
Das heutige Bild habe ich kurz vor Palmeria aufgenommen.

März
12

Fliegende Fische gibt es wirklich. Sie fliegen nicht so umher wie Möwen, einige Meter durch die Luft können sie schon. Bei meinem Kontrollgang und Ausblick im Cockpit da ich etwas längliches auf dem Boden schimmern. Es ist eine dunkle Nacht, paar Sterne sind sichtbar, viele Wolken Verdenken den Sternenhimmel. Der Mond wird erst gegen 4 Uhr aufgehen. Der ca 15 cm lange Fisch lebte noch. Als ich ihn packen wollte rutschte er mir zappelnd aus der Hand. Beim 2. Versuch packte ich stärker zu um warf ihn zurück ins Meer. Musste danach die Hände gut waschen, die stinken streng nach Fisch.
Um Mittagszeit legte der Wind zu. Wir setzen das 2. Reff im Grosssegel.
Noch 100 sm (185 km) sind es bis zur Insel Sal unserem Ziel. Wir hoffen am Abend noch vor dem Eindunkeln anzukommen.