Dada Tux

Wir sind Mitglied von

Greenpeace

DadaTux Blog

unsere Reiseberichte
Nov.
02

Von den Rocky Mountains bis Küste von Oregon

Um alles für den Grenzübertritt in die USA vorzubereiten, blieb ich kurz vor der Grenze auf dem kommunalen Campingplatz in Milk River. Die US-Behörden sind sehr restriktiv, was die Mitnahme von Lebensmitteln angeht. Bei einem vollen Abfalleimer sehen sie rot. Wenn man es gewohnt ist, in Europa im Schengen-Raum zu reisen, fühlt man sich an der US-Grenze um 50 Jahre zurückversetzt. Erst einmal warten in der Autoschlange. Sogar das Auto vor mir stellte ab und zu den Motor ab. Das bedeutet etwas in Nordamerika. Immer wieder komme ich auf Parkplätzen an leeren Autos mit laufendem Motor vorbei. Ich habe ein B1/B2 US-Visum, das mich zur wiederholten Einreise berechtigt. Vorausgesetzt, ich kann den Grenzbeamten oder die Grenzbeamtin (CBP) davon überzeugen, dass es mir ein grosses Anliegen ist, in die USA einzureisen. Ob ich einreisen darf oder nicht, hängt von dieser Person beim CBP ab. Normalerweise bekomme ich das OK für einen Aufenthalt von sechs Monaten. Mein letztes OK (offiziell I-94) für sechs Monate war abgelaufen, ich brauchte ein neues. Jedes Mal fühle ich mich wie ein kleiner Bittsteller, der der Macht des CBP-Beamten oder der CBP-Beamtin ausgeliefert ist. Dieses Mal wurde der Van nicht durchsucht. Man glaubte mir, dass ich nur Zwiebeln, Knoblauch, Bananen und ein Stück Parmesankäse dabei habe. Nach 1 ½ Stunden konnte ich weiterfahren und darf die nächsten 6 Monate in den USA bleiben.



Die Landschaft im Nordosten von Montana ähnelt der von Alberta. Sie ist hügeliger, nicht mehr ganz so flach. Auf Nebenstrassen fuhr ich nach Cut Bank, dem «Coldest Spot in the Nation» mit einem grossen Pinguin am Ortseingang. Ich übernachtete auf einem relativ ruhigen Platz neben einem Spielplatz. Im nahe gelegenen Supermarkt füllte ich meinen Kühlschrank auf.

Weiterlesen
  4302 Aufrufe
Okt.
09

Edmonton – Calgary

Den regnerischen Tag in Prince George benutzte ich um in der öffentlichen Bibliothek den letzten Blog online zu stellen. Einen Saunabesuch konnte ich mir bei diesem Wetter nicht gönnen. Den ganzen September ist das Hallenbad wegen Revisionsarbeiten geschlossen. Beim Anstehen an der billigsten Tankstelle fragte mich ein Mitarbeiter, ob ich eine Visa Karte habe. Ja, ich habe eine Visa-Karte. Ob ich eine Visa-Karte von ihrer Firma habe. Erst da erinnerte ich mich, dass ich vor einem Jahr dort auch nicht tanken konnte, weil ich die falsche Kreditkarte habe.



Vor einem Jahr fuhr ich auf dem John Hart Hwy (BC97) von Dawson Creek aus nach Prince George, in der Gegenrichtung. Bei den kleinen Bjoux Falls machte ich einen Fotostopp. Der Name klingt schöner als es ist. In Chetwynd findet jeden Sommer das Kettensägen-Holzschnitz-Festival statt. Ich konnte kaum glauben, dass die neueren Arbeiten mit einer Kettensäge geschnitzt wurden. Einige sind sehr fein gearbeitet. Das Holz ist mit Klarlack und Farbe geschützt. Auf dem Parkplatz neben der Hauptstrasse, umringt von mystischen Figuren, übernachtete ich. Nachts fahren kaum Autos oder LKWs.

Weiterlesen
  3997 Aufrufe
Sep.
18

Richtung Süden bis Prince George

Beim Einkaufen in Dawson City wurde mir der Unterschied zwischen Ferienreisenden und Langzeitreisenden wieder einmal bewusst. Vor mir an der Kasse packte ein Paar seinen Einkauf in einen Papiersack mit der Aufschrift "Züri Duty Free" ein. Ich sprach sie auf Schweizerdeutsch an. Sie antworteten knapp auf Schweizerdeutsch. Das war schon die ganze Kommunikation. Ich sah, wie sie in einen Miet-Camper einstiegen. Mit Langzeitreisenden (3 Monate und länger) beginnt schnell ein längeres Gespräch, woher, wohin, wie lange und und. Mit Leuten, die nur in den Ferien reisen, ist so ein Gespräch sehr selten. Das erlebten wir auch beim Segeln.



Die Strecke zwischen Dawson City und Whitehorse kenne ich inzwischen. In den letzten Tagen wurde es herbstlicher. Die Blätter der Laubbäume und Sträucher leuchten in den verschiedenen Herbstfarben. Ich wartete 15 Minuten an einer Baustelle. Im Rückspiegel sah ich den 4x4 LKW-Camper, der sehr unfreundlich auf der South Canol Road an mir vorbeifuhr. Nach der Baustelle überholte er mich, ich fuhr ihm zu langsam. Das Auto war sehr schmutzig. Man konnte weder die Rücklichter noch das Nummernschild sehen. Nach 10 km waren wir an der nächsten Baustelle wieder gleich weit. Ich übernachtete noch einmal auf dem Pelly Crossing Camping.

Weiterlesen
  2540 Aufrufe
Aug.
28

Fort Nelson - Dawson City

Aus Angst vor einem japanischen Angriff auf Alaska im 2. Weltkrieg baute die US-Armee mit grossem Aufwand den ursprünglichen Alaska Highway durch Kanada. Die heutige Asphaltstrasse ist 100 km kürzer. Sie ist immer wieder von langen, langweiligen Geraden unterbrochen. Aber die Landschaft ist wunderschön. Der Alaska Highway hat immer noch den Ruf, etwas ganz Besonderes zu sein.


Im Fort Nelson Visitor Center traf ich Herbert. Der Österreicher ist mit seinem VW-Bus auf dem Weg nach Alaska. Ich versuchte ihm die Dempster Hwy von Dawston City bis Tuktoyaktuk am Nordmeer schmackhaft zu machen. Ich hatte den Eindruck, dass ihm die 1900 km Schotterstrasse hin und zurück zu weit waren. Am nächsten Tag traf ich beim Autowaschen ein junges Paar aus Schwyz. Sie nutzen einen neunmonatigen Sabbatical, um mit ihrem kleinen Van durch Nordamerika zu reisen. Beim Einkaufen begegnete ich einem österreichischen Paar. Wir fahren in die entgegengesetzte Richtung. Mit ihrem Van waren sie schon mehrmals in Nordamerika unterwegs.

Weiterlesen
  2512 Aufrufe
Aug.
11

Region Yellowknife

Auf der Fahrt von Hay River zur kanadischen Sonnenstube Yellowknife sah ich 110 km nur abgebrannten Wald. Auf den restlichen 380 km gab es abwechselnd verbrannten und grünen Wald. In einem Reiseführer las ich, dass man westlich vom Great Slave Lake mehr Bisons sieht als im Wood Buffalo Nationalpark. Bei mir war es umgekehrt, ich sah auf dieser Stecke keinen Bison. Entlang der Strasse sah ich in regelmässigen Abständen rechteckige Teiche. Vielleicht sind das Wasserbecken, um Waldbrände zu löschen. Der Wald ist durchsetzt mit viele kleine Seen, die nicht direkt an der Strasse liegen. Trotz des Wassers kann der Wald so trocken werden, dass er grossflächig brennt. An einer Kreuzung steht die Tafel «Remembering the Children» (Erinnerung an die Kinder). Auf einem Herz mit Amorpfeil steht 215 und rundherum viele Teddybären. Diese Tafel erinnert an den Fund eines Massengrabs von 251 indigenen Kinder bei der Kamloops Indian Residential School in Kamloops BC. Die Schule war zwischen 1890 und 1969 unter Führung der katholischen Kirche aktiv um indigene Kinder umerziehen.


Bei einem kleinen Tümpel, umgeben von jungen grünen Bäumen, übernachtete ich. Ich sah wieder mal blauen Himmel ohne verdeckenden Rauch. Auf dem sandigen Boden sah ich neuere Bison- und Bärenspuren. Die Tiere zeigten sich nicht.

Weiterlesen
  4304 Aufrufe
Juli
27

Geräuchert

Nach meiner Pause im Wald brauchte ich frische Lebensmittel und eine Dusche. In Hinton, dem nächstgrösseren Ort an der Yellowhead-Highway, duschte ich ausgiebig mit für mich sehr heissem Wasser. Der Reiseführer empfiehlt einen Spaziergang auf dem Beaver Boardwalk am Maxwell Lake im Süden der Stadt. Vor vielen Jahren hat ein grosses lokales Sägewerk der Gemeinde zu seinem Firmenjubiläum einen Steg durch ein sumpfiges Gebiet geschenkt. Anscheinend fehlt das Geld, um den Steg zu reparieren. Einige Stege sind gesperrt. Man kann sie nicht mehr betreten. An diesem warmen Nachmittag sah ich keine Biber (Beaver).


Nach dem Einkaufen fuhr ich ein paar Kilometer zurück, um auf die Bighorn-Highway ab zu zweigen. Ausserhalb von Grande Cache wollte ich auf einem Platz übernachten. Der Platz, der in iOverlander beschrieben war, war eine grosse Baustelle. Auf dem grossen Parkplatz in der Stadtmitte darf man übernachten. Grande Cache wurde 1966 gegründet, als man Steinkohle fand. Nur wenige Kilometer ausserhalb von Grande Cache geht eine Schotterstrasse zu den Sulphur Gates im Smoky River ab. Von Aussichtspunkten aus kann man in die Schlucht schauen. Die Bighorn-Highway führt durch den Wald. Manchmal sieht man Gas- und Öl-Anlagen und Kohleabbau. Im Norden wurde die Landschaft gelb. Es gibt grosse Rapsfelder, kurz vor der Blüte und andere, die schon blühen. Manchmal sieht man auch Getreidefelder, Weiden mit grossen Heuballen oder kleine Wälder.

Weiterlesen
  2594 Aufrufe
Juli
16

Hin und her und Nationalparks

In Fairmont Hot Springs, British Columbia (BC) in Kanada, nahe der USA Grenze ist Anne mit ihrer Familie in den Ferien. Vor paar Monate machte ich mit ihnen ab, dass ich sie besuche. Die Strecke von Kalispell in Montana zu ihnen wäre in einem Tag machbar. Ich hatte es nicht eilig und übernachtete jeweils vor und nach der Grenze zwischen den USA und Kanada an einem kleinen See. Der Grenzübertritt nach Kanada verlief reibungslos. Die üblichen Fragen nach dem Wohin, wie lange, Wohnort, Waffen, Alkohol, Cannabis, Tabak, Krankenversicherung, Haustiere, Geld und ob der Van mir gehört. Zwischen 1970 und 1985 wurde in Kanada auf das metrische System umgestellt. Ich kann den Tacho des Vans von Meilen auf Kilometer umstellen. So muss ich die Geschwindigkeit nicht umrechnen. Schade, dass der Van die Temperatur weiterhin in Fahrenheit anzeigt. Die Umrechnung von Fahrenheit in Celsius ist ziemlich kompliziert. Zum Beispiel: 68 °F in °C. (68 °F - 32) × 5/9 = 20 °C. Für mein altes Hirn ist das ziemlich schwierig. Ich machte mir einen Merkzettel.


Zusammen mit Anne und ihrer Familie verbrachte ich einen schönen Tag. Am nächsten Morgen ging es für mich weiter in Richtung Kootenay-Nationalpark. Anschliessend stehen der Yoho-, der Banff- und der Jasper-Nationalpark auf dem Programm. In den Nationalparks darf man nur auf den offiziellen Campingplätzen übernachten. Manche Plätze muss man zwei Tage im Voraus reservieren, bei anderen hat man einen Platz, wenn man zuerst kommt (sofern es noch freie Plätze gibt). Jetzt zur Ferienzeit und zudem am Wochenende ist es aussichtslos. Für den Besuch des Kootenay-Nationalparks übernachtete ich bei Radium Hot Springs auf einer Waldlichtung mit Blick ins Tal.

Weiterlesen
  2670 Aufrufe
Juli
01

Im Zickzack nordwärts

Ich fand in der Umgebung von Salt Lake City keine Stelle, von der aus ich über den Great Salt Lake blicken konnte. Vermutlich hätte ich den Berg hinauffahren müssen. Ich dachte, ich finde eine Aussicht auf der Strasse zur grossen Salzwüste. Eine Stelle, an der ich anhalten könnte, fand ich nicht. Auf Wikimedia gibt es Fotos vom See.



Nach dem Einkaufen fuhr ich westwärts bis zur Südwestecke der grossen Salzwüste. In der Mitte der Salzwüste, an der Hwy 80, steht der 27 Meter hohe ‹Metaphor: The Tree of Utah› des schwedischen Künstlers Karl Momen aus dem Jahr 1986. Der Betonbaum mit den sechs Kugeln ist der ‹Ode an die Freude› von Friedrich Schiller gewidmet. Bekannt ist es auch aus dem vierten Satz von Ludwig van Beethovens 9. Sinfonie. Ein Zaun umgibt grosszügig das Kunstwerk. Die Behörden befürchten, dass sich Teile lösen und Leute zu Schaden kommen. In diesem Teil der Salzwüste, Bonneville Salt Flats, wird jedes Jahr eine flache Piste für die Geschwindigkeitsrekorde präpariert.
Auf einer leichten Anhöhe auf BLM Land, fand ich einen fast ebenen Platz zum Übernachten.

Weiterlesen
  2834 Aufrufe
Juni
19

Utah

In den letzten Wochen lief nicht nur ich immer wieder heiss. Auch ohne direkte Sonneneinstrahlung im klimatisierten Van meldete mein Handy immer wieder zu viel Hitze und begann mehr und mehr Fehler zu produzieren. Ich wollte die guten Einkaufsmöglichkeiten in St. George nutzen und kaufte ein neues Handy. Nach dem Publizieren vom letzten Blog wollte ich das neue Handy in Betrieb nehmen. Bei der Auswahl entging mir, dass nur eine physische SIM-Karte möglich ist. Ich habe eine CH- und eine US-SIM-Karte. Die zweite SIM-Karte für das neue Handy muss eine eSIM sein. Ich habe ein Prepaid-AT&T mit unlimitierten Daten und Hotspot in Nordamerika. Ein Wechsel von einer physischen SIM zu einer eSIM ist am besten in einem der vielen AT&T-Shops möglich, lese ich auf der Webseite. Der Mitarbeiter im Shop benötigte telefonischen Support von der Zentrale. Nach gefühlten ¾ Stunden Support-Telefonat war das Resultat, dass mein neues Handy nicht AT&T eSIM-kompatibel ist. Zurück zur bestehenden physischen SIM war nicht möglich und eine neue konnte der Mitarbeiter am Abend nicht konfigurieren. Sein telefonischer Support hatte Feierabend, ich soll morgen nochmals kommen. Ich fluchte innerlich über meinen Kauf, über mich und überhaupt. Zurück auf dem Campingplatz überlegte ich mir, den Provider zu wechseln. Als ich das neue Handy ohne eingelegte SIM-Karte nochmals einschaltete, fragte mich ein Pop-up, ob ich meine AT&T-Nummer zu einer eSIM konvertieren will. Na klar, kann höchstens schiefgehen. Über das WLAN vom Camping installierte das neue Handy die eSIM und funktioniert seither bestens. Soweit zur Kompatibilität.


Zu Bürozeiten war auf dem Camping die klimatisierte Lobby mit dem schnelleren WLAN offen. 40 °C nachmittags war keine Seltenheit in St. George. Schatten hatte es keinen auf dem Camping. Unerbittlich brannte die Sonne auf den Van.

Weiterlesen
  1860 Aufrufe
Juni
04

Santa Fe – Grand Canyon

Ich las diesen Frühling mehrmals über den Namen der US-Künstlerin Georgia O’Keeffe. Die letzten Jahre lebte sie hauptsächlich in der Gegend von Santa Fe. Das Georgia O’Keeffe Museum ist ganz ihrer Kunst gewidmet. Die Stadt ist eine wichtige Kunstmetropole der USA. Zu Beginn ihrer Karriere malte Georgia O’Keeffe abstrakte Bilder. Im Laufe der Zeit wurden ihre Bilder immer konkreter und zeigten mehr Natur und Blumen.



Ich buchte auf einem Campingplatz drei Nächte. Bevor ich mich der Kunst widmen konnte, musste ich noch ein paar Arbeiten erledigen. Die Reifen mussten gewechselt werden. Ich stand auf dem Campingplatz auf Kies. Für diese Arbeit ist das kein geeigneter Untergrund. Ich fuhr auf den Parkplatz eines nahen Supermarktes. Mit jedem Reifenwechsel geht es besser, auch wie ich das Reserverad wieder in den knappen Platz unter den Van befestige. Der Van musste geduscht werden und der Motor brauchte einen Ölwechsel. In den USA gibt es viele Werkstätten, die Ölwechsel und kleinere Servicearbeiten erledigen. Man fragt einfach, ob sie Zeit haben und einen Wechsel bei einem Dieselmotor machen. Der Ölfilter war nicht vorrätig, aber das sollte kein Problem sein. In einer Viertelstunde sei einer da. Die Wartezeit betrug letztlich 90 Minuten. Manchmal bin ich blöd und frage nicht direkt nach. Ich hatte das Gefühl, dass der Arbeiter zu viel Öl hineinschüttet. 12,5 l müssen rein, nach meiner Einschätzung hat er sich um einen Kanister verzählt. Am nächsten Morgen war ich wieder dort und sie mussten einiges Öl ablassen. Leider spritzte das Öl seitwärts auf Reifen, Bremse und Radaufhängung. Nochmal zum Carwash und das Öl abspritzen. Danach dauerte es ein paar Tage, bis der kalte Motor bei niedrigen Drehzahlen genug Kraft entwickelte. Trotz des ‹verdorbenen› Morgens hatte ich genug Zeit, um mit dem Bus ins Stadtzentrum zu fahren. Eine Bushaltestelle ist direkt vor dem Campingplatz. Für Senioren kostete die Tageskarte einen Dollar. Einen richtigen Fahrplan hat der Bus nicht, man wartet einfach, bis einer kommt.

Weiterlesen
  3598 Aufrufe
Mai
25

Richtung Nordwesten?

Den regnerischen Morgen auf dem Ocean Pond Camping konnte ich gut nutzen. Den letzten Blog Beitrag stellte ich fertig. Am Nachmittag lies der Regen nach und es hellte auf. Die Nordlichter sollten bis nach Florida zu sehen sein. Ich sah keine. Einen grösseren Horizontbereich vom Campingplatz aus zu sehen wäre auch schwierig gewesen,. Der Campingplatz liegt schön gelegen im Wald. Der grösste sichtbare Horizontblick ist über den See. Der liegt in der falschen Richtung nach Süden.


Mein Kühlschrank und die Obst- und Gemüsekiste waren leer. In Lake City füllte ich sie auf, ebenso den Dieseltank. In den letzten Tagen leuchtete immer wieder die allgemeine Motorwarnung auf. Diese Warnung bedeutet, dass ich demnächst eine Werkstatt aufsuchen muss, um den Motor überprüfen zu lassen. Im Gegensatz zu Supermärkten haben Werkstätten sonntags geschlossen. Weiterfahren und mal schauen. Auf dem Hinweg nach Florida fuhr ich an der Küste entlang. Auf dem Rückweg wählte ich den Hwy I-10, um ein paar Meilen weiter nach Nordwesten zu kommen, mit dem Ziel kurz vor Mobile zu übernachten. Tempomat auf 62 mph (100km/h) und Sirius MX Radio auf einen der wenigen Jazz-Sender eingestellt. 70 mph (113km/h) wären erlaubt, aber dann verbraucht mein Van zu viel Diesel. Die meisten, auch die grossen Trucks, fahren 75 mph (120km/h).

Weiterlesen
  2430 Aufrufe
Mai
11

New Orleans und Florida

Durch das wasserreiche Gebiet sind durchgehende kleine Strassen nach Osten selten. Von New Iberia aus fuhr ich zunächst auf dem stark befahrenen Hwy 90. Nach einem kleinen Umweg über eine kleine Strasse kreuzte ich den Hwy 90 nach Houma in Richtung Lac des Allemands. An der öffentlichen Bootsrampe des Dorfes Bayou Boeuf übernachtete ich. Ich fand gerade noch einen Platz, alles war voll von Pickups mit Bootsanhängern. Gegen Abend kamen die Boote zurück, viele mit sehr grossen Motoren und entsprechendem Lärm. Irgendeine Angelveranstaltung. Viele hatten die gleichen leuchtenden T-Shirts an. Nach Einbruch der Dunkelheit hatte ich den Platz für mich allein. Auch am Sonntagmorgen war es ruhig. Am Rande des Parkplatzes liegt viel Müll herum, trotz des Schildes, auf dem eine Strafe für Müllablagerung angedroht wird.


Wie viel Müll herumliegt, ist von Bundesstaat zu Bundesstaat sehr unterschiedlich. In Louisiana liegt ziemlich viel herum. Dafür gibt es vor jeder Kirche, und davon gibt es viele, ein Verkehrszeichen am Strassenrand. Statt ‹Bump› für Bodenschwelle steht auf dem gelben Schild ‹Church›. Zum Verhältnis von Natur und Christentum kam mir dieses Bibelwort in den Sinn: «Seid fruchtbar und mehrt euch, füllt die Erde und unterwerft sie und waltet über Fische des Meeres, über Vögel des Himmels und über alle Tiere, die auf der Erde kriechen!» (1. Genesis 1,28). Im Süden der USA habe ich mehrmals gesehen, wie während der Fahrt ein Becher oder leer Petflaschen aus einem Auto geworfen wurde. Ich glaube nicht, dass mit ‹füllt die Erde› gemeint war, sie mit Müll zu füllen.

Weiterlesen
  4121 Aufrufe
Apr.
16

Ruhig

Beim letzten Blog vergass ich die Fotos der Ausstellung des kolumbianischen Künstlers Fernando Botero zu publizieren. Ein paar Beispiele vom Künstler mit den sehr dicken Figuren.


(Um die Fotos auf diesem Blog grösser an zu schauen genügt ein Klick auf das Vorschaubild. Mit einem Klick auf das grössere Foto wird es Formatfüllend ohne Rand und Bildname angezeigt. Ein Klick auf den rechten Bildrand öffnet das nächste Bild, ein Klick auf den linken Bildrand das vorherige.)

Weiterlesen
  4264 Aufrufe
März
28

Zurück in Phoenix

Nach 3 ½ Monaten in der Schweiz bin ich zurück in Phoenix.

Der Winter in der Schweiz war mild. Ich besuchte Familie und FreundInnen, ging ins Kino, besuchte Ausstellungen und Konzerte. Meine Emotionen pendelten rauf und runter und einige Abschiede für die nächsten Monate waren nicht leicht. Grundlegend zog es mich zurück zum Van.

Weiterlesen
  2732 Aufrufe
Apr.
26

3 Monate Süd- und Nordinsel Neuseeland / Aotearoa

unterwegs im Wohnmobil (WoMo)
Anfang Januar bis Ende März 2023

Eine alternative Möglichkeit weiterhin unterwegs zu sein, für Hansueli, für uns?

Im Sommer 2022 verkaufen wir unser Segelboot, die Dada Tux in San Diego, und kehren in die Schweiz zurück. 7 Jahren waren wir auf hoher See. Eine Anfrage von einem befreundeten Segelpaar über einige Wochen mit zu segeln liess sich Hansueli nicht entgehen und genoss letzten Oktober/November die 6 Wochen in Gibraltar, Marokko und auf den Kanarischen Inseln.

Weiterlesen
  3509 Aufrufe
Dez.
25

Las Vegas – Phoenix

Auch in Las Vegas interessierte ich mich weder für die grossen Casinos und Shows, noch wollte ich heiraten. Mein Interesse galt im Westen von Las Vegas der Red Rock Park und im Osten das Valley of Fire. 2 Mal übernachtete ich auf dem gleichen Supermarkt Parkplatz am Stadtrand von Las Vegas. Am ersten Abend standen 12 Vans und PW’s über Nacht in der gleichen Ecke wie ich. Am 2. Abend hatte es einige mehr, ich zählte nicht mehr. Es kam mir vor wie auf einem dicht gedrängtem Campground.


Eine halbe Stunde fahrt und ich stand am Red Rock Parkeingang. Auch ohne Reservation wurde ich eingelassen und meine im Death Valley erworbene US National Park Jahreskarte war gültig. Auf einem 20 km langem Einbahn Rundkurs kommt man an verschiedene Parkplätze vorbei. Diese sind Startpunkt für unterschiedlich schwierige Spaziergänge oder Wanderungen. Wie im Death Valley warnen viele Tafeln, dass man die Hitze und Trockenheit betrachten muss. Zum Lovell Canyon führt eine Strasse für die 4x4 und genügend Bodenfreiheit empfohlen wird. Ich fuhr den Anfang des Wegs, Strasse konnte man diesen Weg nicht nennen, und kehrte wieder um. Der Weg erfordert zum Fahren die volle Konzentration. Zudem hätte ich auf dem zum Teil felsigen Weg den Reifendruck um Minimum 20% reduzieren müssen. Die Natur gehend zu geniessen war mir lieber.

Weiterlesen
  3102 Aufrufe
Dez.
15

Snowbirds

Im Nordwesten werden Leute Snowbirds genannt, die im Winter vom Nordwesten in den Süden ziehen. In der Schweiz nennt man das Zugvogel. Mein Van ist leider nicht genügend Winterfest, so muss ich es ähnlich machen.


In Vancouver blieb ich auf dem gleichen stadtnahen Camping. Dort steht der Van auf einem ebenen Betonplatz, gut um den Reifen mit der Schraube im Profil gegen den Ersatzreifen zu wechseln. Diesmal wollte ich in die Stadt um wieder einmal modernere Kunst anschauen. Meist schaute ich im Internet nach, ob die im gedruckten Reiseführer angegebenen Öffnungszeiten noch stimmen. Diesmal nicht und so stand ich an einem Dienstag vor der geschlossenen Art Gallery. Pech gehabt, so spazierte ich ziellos in der Stadt umher und fuhr am späteren Nachmittag mit dem Bus zum Camping zurück.

Weiterlesen
  4991 Aufrufe
Nov.
21

Vancouver Island

Ich blieb ein wenig länger in Vancouver und benutzte das relativ trockene Wetter um die längst überfällige Rochade mit den Reifen zu machen. Beim eisigem Wetter der letzten Wochen hatte ich keine Lust dazu. Jedes mal geht es ein wenig schneller. Auch für den Blog zu schreiben brauche ich Zeit. Die Wörter fliessen langsam zu meinen Fingern auf der Tastatur.


Nördlich von Vancouver legt eine grosse Fähre mehrmals täglich zur Vancouver Island ab. Vancouver Island ist die grösste nordamerikanische Insel im Pazifik. Wie auf vielen anderen gebirgigen Inseln hat Vancouver Island unterschiedliche Klimazonen. Der Nordwesten ist eines der regenreichsten Gebiete von Kanada. Victoria, im Südosten, hat eher mildes trockenes Wetter. Das meist besiedelte Gebiet ist der Südostteil von Victoria bis Campbell River. Der ganze Westen ist durchzogen mit Fjords die weit in die Insel hinein reichen.

Weiterlesen
  3138 Aufrufe
Okt.
30

Anchorage Whitehorse Vancouver

Nach 3 Stunden warten war die Umwälzpumpe der Standheizung eingebaut. In der Hoffnung, nicht mehr wegen der Heizung nach Anchorage zurückkehren müssen, ging ich für die nächsten Tage Einkaufen. Die Glenn Hwy nach Glennellen kenne ich bald gut. Mit dem Wetter war ich zufrieden, die Sicht in die verschneiten Berge war eindrücklich.


In Glennellen parkte ich auf dem gleichen Platz wie vor 10 Tagen. Kaum den Motor abgestellt begann es zu regnen. Nach dem Eindunkeln fielen grosse Schneeflocken. Ohne Nachhelfen startete die Heizung. Nichts brauchte ich mehr zu prügeln, für mein Gefühl ist dies sehr gut. Am Morgen stand ich im Schnee, diesmal ohne Sonnenschein. Der Strassenzustandsbericht nach Tok meldete auf dem ersten Drittel der Strecke schwierige Verhältnisse. Zeitweise schneebedeckte Strasse, ab und zu könne es Eisflecken haben. Ich lies mir mit dem Frühstück Zeit. Gegen Mittag wird es schon besser sein, dachte ich. Es lag weniger Schnee auf der Strasse, als ich es nach dem Bericht vermutete. Dafür lag ein Kieslastwagen seitwärts quer über der Strasse. Für mich ein Rätsel, wie der umkippen konnte. Neben der Strasse war der Boden genügend eben, so dass man mit einem Slalom um Sträucher und kleine Bäume die Unfallstelle umfahren konnte. Im Verlauf der Strecke wurde es wärmer und schneefrei.

Weiterlesen
  5277 Aufrufe
Okt.
13

Anchorage – McCarthy – Valdez

Glücklich, dass die Heizung wieder läuft fuhr ich zum Einkaufen und Diesel füllen. Die Strecke über Glennallen nach McCarthy/Kennicott fuhren wir vor 3 Jahren in der Gegenrichtung. Die Strasse nach Glennallen, die Glenn Hwy, führt am Matanuska Glacier vorbei. Der Gletscher ist Teil eines grossen Gletschergebietes welches ein Teil der Chugach Mountains südlich der Glenn Hwy bedeckt. Es regnete und je mehr die Strasse auf 900m anstieg begann es zu schneien. Zum ersten Mal in diesem Hebst stand ich im Schnee. Glennallen, an der Kreuzung AnchorageValdezTok, liegt tiefer, dort regnete es «nur» noch.



Während dem ich fahre ist die Standheizung ausgeschaltet. Der Van heizt genügend. Gespannt war ich, läuft die Standheizung wieder an und ist es wirklich nur ab und zu dass die Pumpe klemmt. Ohne mein weiteres dazutun bekam ich einen warmen Van. In der Nacht begann es zu schneien. Am Morgen stand ich in einer Schneelandschaft mit strahlender Sonne.

Weiterlesen
  3160 Aufrufe
Okt.
06

Geduld, Kenai Peninsula und nochmals Geduld

Die Wartezeit bis die Ersatzteile für die Standheizung eintreffen benutzte ich für Spaziergänge und den Besuch im Anchorage Museum. Der Stararchitekt David Chipperfield, er gestaltete den Neubau vom Kunsthaus in Zürich, baute die Erweiterung vom Anchorage Museum. In der Wechselausstellung wurden neue Werke von regionalen KünstelerInnen ausgestellt. Die Bandbreite ist gross. Ich sah neben banalem Kunsthandwerk auch ein paar interessante Objekte die mir gut gefielen. In der ständigen Ausstellung wollte ich noch einmal ein Werk von Rebecca Lyon von den Aleutian Islands sehen. Vor 3 Jahren machte mir ihr Werk grossen Eindruck. Es thematisiert die USA Atomversuche auf den Inseln. Leider hängt es nicht mehr dort, nur noch ein anderes Werk der gleichen Künstlerin.



Die Reparatur der Heizung dauerte doch ein wenig länger. Beim Einbau wurde der Anschluss von der Dieselpumpe vermurkst. Bis Montag sollte er da sein. Es wurde dann Dienstag. Danach lief die Heizung und ich konnte wieder frei Übernachten ohne auf einen externen Stromanschluss angewiesen zu sein.

Weiterlesen
  2870 Aufrufe
Sep.
13

Nördlich von Fairbanks und schnell nach Anchorage

Der Wetterbericht schreibt 3 Tage trockenes Wetter voraus. Nichts wie los. Nördlich von Fairbanks gibt es 3 Strassen deren Beschreibung schönes verspricht. Genügend Lebensmittel kaufte ich für eine Woche am Vortag ein.


Die Elliott Hwy führt nach Westen zu Manley Hot Springs. Erst heisst es die mir schon bekannte Strecke 138km nördlich auf der Asphaltstrasse bis zur Abzweigung nach Deadhorse (Dalton Hwy) fahren. Die weiteren 124km nach Westen ist eine gut zu fahrende Schotterstrasse. Schön, das Wetter hielt sich mit einer guten Fernsicht. Über den nördlichen Bergen sah ich eine Wolkenwalze, die nicht näher kam. Gegen Süden ist die Ebene vom Tolovana River der in den Tanana River mündet.

Weiterlesen
  2546 Aufrufe
Aug.
28

Nach Alaska

Von Dawson City aus drehte ich eine Runde durch das Goldgräbergebiet (Bonanza Creek Road, Hunker Road). Auch heute wird im Tagbau noch nach Gold gegraben. Nicht mehr im grossen Stil wie früher. 13km südlich von Dawson City steht als Museum Dredge Nr. 4. Der grösste in Nordamerika gebaute Schwimmbagger mit Holzhülle. Zwischen 1913 und 1959 war er in Betrieb. Der Bagger ersetzte die Handarbeit von 2000 Personen. Für eine Führung hätte ich 1.5 Std. warten müssen. Die Frau am Eingang sprach mich direkt auf Deutsch an. Erstaunt fragte ich, wieso sie weiss, dass ich deutsch spreche. Intuition war ihre knappe Antwort. Fotos von innen sah ich im Internet. Statt zu warten besuchte ich ein paar km weiter eine Stelle, wo vor 140 Jahren mehrheitlich durch Handarbeit Gold gesucht wurde.



2 Grenzübergänge gibt es zwischen Kanada und Alaska. Ganzjährig offen ist der an der Alaska Hwy. Im Sommer kann der Little Gold Creek Übergang an der Top of the World Hwy benutzt werden. Frische Lebensmittel dürfen nicht in die USA mitgenommen werden. Mein Kühlschrank und die Gemüse/Frucht-Kiste war leer. Das Risiko an der Grenze alles abzugeben wollte ich nicht eingehen. Dachte – leider falsch – dass ich in Chicken, der erste Ort in Alaska, sicher etwas kaufen kann. Ausser Ramsch und Souvenirs gibt es dort nichts. Und, die beiden Cafés waren geschlossen. Meine Befürchtung war falsch. Wie bei der Einreise nach Kanada interessierte sich der US Zöllner nur für die Besitzverhältnisse vom Van und meinem Wohnort.

Weiterlesen
  4403 Aufrufe
Aug.
18

Arctic Ocean

Ab Watson Lake fuhr ich auf der berühmten Alaska Hwy. Dies ist die direkte Verbindung von den USA nach Alaska durch Kanada. Sie ist breit, für diese Region mit einigem Verkehr. Auf halbem Weg nach der grössten Stadt in Yukon, Whitehorse, übernachtete ich in Johnsons Crossing.


Vor dem Strassenbau war der Yukon River die Verkehrsader zwischen Dawson City und Whitehorse. Die Stadt bekam wegen gefährlichen Stromschnellen in Yukon River den Namen. Mit dem Bau von einem Flusskraftwerk sind die Stromschnellen nicht mehr sichtbar. Der restaurierte Flussdampfer SS Klondike steht an Land als Museum. Wegen Renovationsarbeiten konnte nur das 1. Deck besucht werden. Bis zum Bau der Klondike Hwy Anfang 1950 war der Raddampfer in Betrieb.

Weiterlesen
  2660 Aufrufe
Aug.
04

Von Oregon nach Yukon

Im letzten Bericht vergass ich den Sänger und Komponisten Willie Nelson mit Wikipedia zu verlinken. Da merkt ihr, dass ich mich in der Country Music gar nicht auskenne, dabei ist Willie Nelson einer der grossen und vor allem eigenständigsten Musiker dieser Szene.


Ist gut liess ich in Bend den Schutz unter dem Motor, Getriebe und Hinterachse montieren. Davon weiter unten. Auch die verstellbaren Stossdämpfer machen sich gut. Auf Asphaltstrassen fährt der Van nicht mehr so ‹schwammig›, auf Naturstrassen (wenn ich umstelle) viel weicher und mit ca 10% weniger Luft in den Reifen sehr angenehm. Es rumpelt nicht mehr so arg in meinen Schränken. Zwischen den Tellern, Tassen, Gläser habe ich Dämmaterial, trotzdem. Um für Asphalt auf den normalen Druck zu pumpen, hat der Van einen eingebauten Luftkompressor. Zwar klein, es geht eine Weile, aber es geht. Und, mit dem grösseren Dieseltank muss ich seltener an die Tankstelle.

Weiterlesen
  4261 Aufrufe
Juli
13

Kauf und Übernahme vom Van

Als wir von Alaska bis Mexiko segelten, gefiel mir die Landschaft von Nordamerika sehr gut.

So reifte in mir – mit dem Verkauf vom Segelboot und gedanklichem hin und her – weiterhin in dieser Landschaft zu reisen und in Nordamerika dazu ein Wohnmobil zu kaufen.

Weiterlesen
  3306 Aufrufe
Dez.
29

Neues Jahr 2023

 

  3084 Aufrufe
Juli
02

Aus – Verkauf in San Diego

Wir fühlen uns wohl in der für hiesige Verhältnisse kleinen Point Loma Marina und freuen uns sehr, dass ein «Plätzchen» für unsere Dada Tux gefunden werden konnte. Dies ist nicht selbstverständlich um diese Jahreszeit, sind doch die meisten Dauermieter zurück aus dem Süden. Ebenso treffen wir auf einige bekannte Gesichter von unserem Aufenthalt im November Dezember letzten Jahres, so Daniel, der eine Hunter im Hafen liegen hat, John und Susan die ebenfalls wieder zurück aus Mexiko sind.



Es wird ein Gesamtgutachten für die Dada Tux in Auftrag gegeben, der Termin ist für den 6. Juni geplant. Seit 220 Tagen sind wir im Besitze eines Kaufvertrages, abgeschlossen in San Francisco. Alles wird sortiert, die persönlichen Gegenstände aus dem Schiff genommen, geputzt …., eine vielschichtige zermürbende Angelegenheit. Ab dem 1. Juni «wohnen» wir für 14 Tage in einem Airbnb in Marina Nähe, dann ziehen wir um ins Quartier Little Italy näher beim Zentrum. Eine anmächelige Gegend, von wo wir mit dem ÖV, den Fahrrädern und zu Fuss (fast) überall hinkommen. Der einzige Nachteil: die Flugzeuge fliegen hier rund um die Uhr kaum 50 m über unsere Köpfe hinweg.

Weiterlesen
  5988 Aufrufe
Juni
18

Von Mexiko – La Cruz de Huanacaxtle -zurück in die USA – San Diego


Einige Wochen verbringen wir im tropischen La Cruz de Huanacaxtle in der Bahia las Banderas. In der Nacht kühlt es (zum Glück für mich) ab, tagsüber ist das feuchtheisse Klima nicht jedermanns Sache.


Am 3. Mai ist das Dorffest von La Cruz de Huanacaxtle. 10 Tage wird gefeiert, der letzte Tag ist die Krönung des Festes mit eindrücklichen indigenen Tänzen, Reiter die einem Umzug dem Strand entlang reiten und sich auf dem Hauptplatz versammeln. Jung und alt nimmt an den Festivitäten teil, verköstigt sich an den traditionellen Ständen.

Weiterlesen
  5515 Aufrufe
Apr.
13

Überqueren des Golf's von Kalifornien ans Festland bis La Crux de Huanacaxtle

Wir freuen uns auf die immer noch recht starken Nordwinde, denn von nun an geht es südwärts. Die erste wieder südwärts gehende Etappe geht von Santa Rosalìa bis Topolabampo, eine Strecke von gut 210 NM. Diese Distanzen lieben wir nicht sonderlich. Wenn immer möglich wollen wir bei Tageslicht ankommen. Da der Wind nie ganz genau berechnet werden kann und so ebenfalls nicht die Segelgeschwindigkeit berechnen wir in der Regel grosszügig. Wir lassen die Leinen um 03:00 los. Es wird eine schnelle Fahrt mit einem Etmal von170 NM trotz Reff 2 und gereffter Genua. Die Kreuzsee und die kurzen Wellenperioden sind unangenehm. Die Einfahrt nach Topolobampo ist eine etwa 8 NM ausgebaggerte Seestrasse und wir machen die Dada Tux im Hafen fest. Die Marina Palmira ist vorwiegend von einheimischen Motoryachten belegt. Mit uns liegen 3 «fremde» Segelschiffe im Hafen; die beiden anderen Paare segeln im Winter in dieser Gegend umher und im Sommer sind sie mit einem WoMo (Wohnmobil) in den USA und Kanada unterwegs.




Von Los Mochis, dem nächsten Ort, fährt der fast Welt bekannte Zug «Chepe» nach Chihuahua (Ferrocarril Chihuahua Pacifico). Oft sind Reservationen im voraus nötig. Auch wir erhalten nicht am gewünschten Tag ein Billett sind jedoch mit der Anfahrt am Montag und Rückreise am folgenden Sonntag zufrieden. Unsere Reise soll bis Creel gehen etwa 350 km von Los Mochis entfernt, einer der grössten Orte in der Hochlandregion der Kupferschlucht. Von dort sind geführte oder auf eigene Faust, Ausflüge, zu Fuss, zu Pferd, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto möglich, Flüsse, Schluchten, Wasserfälle können bewundert werden. Das Gebiet ist 4x grösser als der Gran Canyon in Arizona. Gerne wollen wir über die Raràmuris, welche in der Sierra de Tarahumara angesiedelt sind mehr erfahren.

Weiterlesen
  5490 Aufrufe
März
09

Von Puerto Escondido bis Santa Rosalìa (Halbinsel Golf von Kalifornien)

Einkaufen ist angesagt nach Wochen karger Möglichkeiten. In Loreto, der nächstgelegenen Stadt von Puerto Escondido, gut 20 km entfernt, gibt es gute Möglichkeiten. Wir mieten für 2 Tage ein Auto und los geht’s, dem Meer entlang nordwärts. Loreto ist, obwohl sie Teil ihres Charmes bei behalten hat, ein Ort, wo US Amerikaner und Kanadier sich ihren Lebensabend oder mindestens den Winter verbringen. (Das Überwintern von US Amerikanern und Kanadier ist übrigens charakteristisch für die gesamte Halbinsel, sei es per Boot, mit dem WoMo oder in einem eigenen Ferienhaus). Jesuiten gründeten im 17. Jahrhundert einige Missionen, so auch eine der ersten in Loreto. Loreto besitzt heute einen internationalen Flughafen und lebt hauptsächlich vom Tourismus.




Beim flanieren durch die Stadt entdecken wir einen Bioladen wo wir einiges zu Schweizerpreisen einkaufen, d.h. für «normale» Mexikaner nicht erschwinglich. Die Altstadt überrascht uns mit einigen hübschen Ecken. Wir finden ein einfaches Restaurant mit Innenhof und trinken einen aussergewöhnlich leckeren Dattelmilchdrink. Die Datteln sind regional. Auf dem Rückweg zweigen wir ab und besuchen in San Javier eine weitere Missionskirche. Der Weg führt Berg auf über kurvige Strassen mit herrlichen Blicken übers Meer und verschiedene (leider ausgetrocknete) Bachbeete. Der Ort ist klein, einige Familien leben vorwiegend vom Tourismus, es gedeiht etwas Obst, Bohnen, Karotten, die sie zur Selbstversorgung pflanzen. Juan zeigt uns die über 300 Jahre alten Olivenbäume mit ihren knorrigen Stämmen. Es sei sehr schwer, sagt er, seit Corona kommen kaum Touristen. Er verdiene seinen Lebensunterhalt mit Führungen durch die Olivenplantagen. Im Ort kaufen wir im kleinen «Tante Emma» Laden ein Süssgebäck. Dieses erweist sich so alt und trocken, dass wir es entsorgen. Dies würde die Aussage des Führers bestätigen. Wir hoffen für sie, dass sich die Situation bald ändert, der Ort ist wunderschön und auch, dass es diesen Sommer nach 3-4 Jahren Regen losen Jahren wieder regnet.

Weiterlesen
  5442 Aufrufe
Feb.
04

Baja California / Baja California sur / Mar de Cortès bis Puerto Escondido

Am 15. Dezember passieren wir die US/Mexikanische Grenze und klarieren, wie die meisten vom Norden kommenden Boote, in Ensenada ein. Die Marinas sind für die Einklarierungsmassnahmen spezialisiert und leisten Hilfe. Natürlich ist dies im Hafenpreis inbegriffen der für unser Boot pro Nacht gut 100 US$ beträgt. Bevor wir von Bord gehen dürfen werden wir von der «Gesundheitsbehörde» empfangen. Die Temperatur wird gemessen, die Covidimpfausweise kontrolliert, der Gesundheitszustand abgefragt. Wir erhalten ein «Dokument» mit dem wir uns frei bewegen können um am anderen Morgen alle übrigen notwendigen Schritte zu unternehmen, d.h. bei der Marina mit unseren Schiffsdokumenten, Pässen anmelden und bezahlen. Dann werden wir in ein Büro geschleust wo es von der Marina angestellte Helfer gibt die alle notwendigen Papiere für die Einwanderungsbehörde zusammenstellen, kopieren etc. und uns anschliessend zu den Behörden (es befinden sich alle 4 im selben Gebäude) chauffieren.



Glück haben wir mit dem Nachweis des Versicherungsschutzes. Obwohl dieser nebst anderen Sprachen auf spanisch geschrieben ist muss für die Mexikaner ausdrücklich ersichtlich sein, dass die Versicherung in Mexiko gültig ist. Mit Hansueli`s guten Internetrecherchen Kenntnissen findet er eine Dokument zu unserer Versicherung wo garantiert wird, dass unsere Versicherung Welt weit gilt. So kommen wir darum herum eine zusätzliche «Mexiko» Versicherung abzuschliessen wie dies einem uns bekannten Schweizerboot passiert.

Weiterlesen
  5337 Aufrufe
Dez.
06

Emerycove, San Francisco Bay, San Francisco bis San Diego

Gute drei Wochen liegt die Dada Tux gut vertäut in der Emerycove Marina. Wir sind sehr wohl hier, eingebettet zwischen live a bord Motoryachten mit Eric und Lisa auf der einen Seite, Geli (Angelika) und Rich auf der anderen Seite. Vor unserer Ankunft in San Fransisco versuchen wir in diversen Marinas Downtown einen Liegeplatz zu reservieren, da ist jedoch auf Grund der Fleet weeks entweder alles voll oder dann zu teuer (teilweise über 200 US$ pro Nacht). Wie das so ist im Leben und Seglerleben lernen wir in Port Townsend kurz ein Paar kennen, das im Richmond Yacht Club aktiv ist und werden ermuntert uns dort zu erkundigen. Die Möglichkeiten von dort mit dem ÖV irgend wohin zu gelangen sind sehr gering und anscheinend muss zudem zuerst eine recht gefährliche (Überfälle) Strecke bewältigt werden. Danny, der Hafenmeister, empfiehlt uns deshalb Emerycove in Emeryville, mit der Hafenmeisterin Diane. Wir sind sogar an einem Oktoberfest auf Steg G mit Weisswurst, Kartoffelsalat und Bier bei Eva (deutsch jedoch seit 50 Jahren in den USA lebend) eingeladen.



Die Suche nach einem Mechaniker für unser «Kühlwasserproblem» trägt nach einigen erfolglosen Versuchen jemanden zu finden, Früchte. Eric «erbarmt» sich unser (er arbeitet gerade an einer 64 Fuss Motoryacht uns gegenüber) und nimmt vorerst mit seinem Mitarbeiter Patrick einen Augenschein an unserem Volvo Penta Motor. Die «Diagnose» wird dann einige Tage später nach genauer Testung gestellt: ausgeleierte Seewasserpumpe. Das Gletscherwasser mit den darin vorhandenen Sedimenten sowohl in Patagonien wie auch in Alaska hat der Pumpe geschadet und sie ist ausgewaschen. Eine neue wird bestellt und nach Erhalt eingebaut, die Ventile kontrolliert und alles auf Herz und Nieren geprüft. Wir sind mehr als froh und um eine Erfahrung reicher.

Weiterlesen
  6103 Aufrufe
Okt.
17

Strasse Juan de Fuca, Westküste USA südwärts bis San Francisco

«Tuuth», «tuuth»…. tönt es alle zwei Minuten an unsere Ohren, ja – die Nebelhörner der Gross- und Kleinschifffahrt sind fleissig. Die Strait of Juan de Fuca ist nicht zu unterschätzen und nicht grundlos gefürchtet, vor allem für westwärts fahrende Schiffe. Der Westwind baut vom Pazifik die Wellen auf und den Segler erwarten Meter hohe Wellen auch ohne Wind. Je nach Strömung verstärkt sich der Spuk.
Von Port Angeles möchte ich kurz etwas für mich nettes berichten: uns gegenüber liegen viele kleine Fischerboote. Ein Name fällt mir auf, spanisch: Si-està («Ja – es ist» oder «Siesta»), was so eine sinnige Doppeldeutigkeit hat und mir sehr gefällt. Das «Bötli» ist zum Fotoshooting leider nicht mehr am Steg.



Die meisten Segler, so auch wir, suchen ein Wetterfenster, welches keinen Wind bis Neah Bay – 53 NM (Eintritt in den offenen Pazifik) anzeigt. Auch so schaukeln wir ganz schön in der Gegend umher, mal mit viel Nebel, dann hellt es wieder auf so dass wir bis nach Kanada sehen, verläuft doch die Landesgrenze Kanada/USA nicht ganz mittig des Wassers. Tieffliegende Flugzeuge scheinen die Boote zu kontrollieren. Neah Bay ist ein sicherer Ankerplatz um danach das Cape Flattery bei guten Bedingungen zu umrunden und endgültig auf den offenen Pazifik hinaus zu segeln. Trotz dichtem Nebel entschliessen wir uns unter Radar weiter zu segeln und uns an unsere ersten Nachtfahrt nach fast einem Jahr zu wagen.



Der meist achterliche Wind ist angenehm. Wir setzen unser Leichtwindsegel, den Parasailor, mit Spibaum. Zusammen mit der ungefähr 0,5 bis 1 kn Strömung segeln wir bei leichten Winden und ruhiger See südwärts. Mal scheinen die Sterne und die Milchstrasse über uns, kurze Zeit später sind wir im dichten Nebel und sehen, manchmal hören wir, knapp an uns vorbeifahrende Schiffe nur im Radar oder/und dem AIS. Der Nebel wird unser ständiger Begleiter sein, mal hinter, mal vor, mal über uns, mal rundherum, mal dichter, manchmal ebenfalls abwesend. Wir werden immer wieder begleitet von Walen und/oder Porpoises, ebenso fliegen die ersten Pelikane seit langem wieder um uns herum; immer ein Geschenk.

Weiterlesen
  6369 Aufrufe
Dez.
21

Der Andine Nordwesten und der Nordosten Argentiniens

Um die „Wartezeit“ bis zur Weiterreise mit der Dada Tux „aus zu nützen“ beschliessen wir einige Tage im Landesinneren Argentiniens zu verbringen. „Acrux“ Stellar Destination, eine auf individuelle Reisen spezialisiertes Reisebüro in BA, stellt uns einen gut durchdachten und bestens organisierten Trip zusammen. Die Reise führt uns in die Provinzen Salta, Jujuy und Misiones. Salta und Jujuy werden vom südlichen Wendekreis durchzogen, grenzen an Bolivien und Chile. Die Mehrheit der Bevölkerung ist auch heute noch der indigenen Tradition verpflichtet.


Von BA fliegen wir nach Salta (der Abflug verzögert sich auf Grund eines weiteren Streiks der Argentinischen Fluggesellschaft um einen halben Tag). Wir beschliessen deshalb den „Memorial Park“, eine den Diktaturopfern gewidmete eindrückliche Anlage zu besuchen.

Weiterlesen
  6446 Aufrufe
Dez.
18

Buenos Aires

Früh morgens geht es in Piriapolis zu Busstation, von dort bis Montevideo und mit „Francisco“, nach dem aus BA stammenden Papst benannte Buquebusfähre nach Buenos Aires wo wir gegen 13.30 eintreffen, unserem ersten Aufenthalt für 4 Tage in Argentinien.


Omar, ein argentinischer Segler, den wir in Brasilien kennen gelernt haben, holt uns ab. Er gehört einem Segelverein an, der ausländischen Langfahrtseglern hilft, sich zurecht zu finden, auch bei den recht komplizierten Behördengängen (wenn man mit dem eigenen Boot hinkommt). Anscheinend gehört dazu ebenfalls eine sachkundige Stadtführung was wir sehr geniessen.

Eine Grossstadt erwartet uns mit einer gewaltigen „Geschichte“, stark, jedoch nicht nur, geprägt von Europäern.

Weiterlesen
  6472 Aufrufe
Dez.
06

Uruguay

Seit Ende August sind wir im Puerto Piriapolis und bleiben bis wir weiter nach Mar del Plata segeln.

Weiterlesen
  6369 Aufrufe
Sep.
29

Rückblick 90 Tage Brasilien

Reisezeit vom 24. Mai (Recife) bis 21. August 2018 (Rio Grande do Sul)
Zurückgelegte Distanz:  2756 NM (5104 km)

Besuchte Bundesstaaten

Pernambuco, Bahia, Amazonas (mit Flugzeug), Espirito Santo, Rio de Janeiro, Sâo Paulo, Santa Catarina, Rio Grande do Sul

Weiterlesen
  6669 Aufrufe
Sep.
10

Unser letztes „Stück“ Brasilien

Paraty ist eine sehr malerisch am Meer gelegene Kolonialstadt und steht unter Denkmalschutz. Als Eigenheit zu erwähnen ist, dass erstmals die Strassen von Sklaven mit Kopfsteinpflaster auf Meereshöhe gebaut wurden um die Abwässer weg zu spülen. Bei Flut stehen deshalb einige Strassen unter Wasser. Während unseres Aufenthaltes finden die viel besuchten Literaturtage statt. Einzelne Lesungen sind auf französisch oder englisch, meistens jedoch auf portugiesisch. Wir nehmen den geschäftigen Betrieb in uns auf und schlendern durch den wirklich pittoresken Ort. Paraty ist ebenfalls bekannt durch sein Heilklima und die brasilianische (finanzielle) Oberschicht tummelt sich hier.

Die Marina de Engenho, wo die Dada Tux liegt, ist ein wunderschöner ruhiger Ort etwa 5 km ausserhalb der Stadt. Diese Marina gehört Amyr Klink, einem Brasilianer welcher mit seiner Aluminiumyacht von Pol zu Pol gesegelt ist und in Brasilien einer der grossen bekannten Segler ist. Manch einer besitzt hier eine (Segel)Yacht obwohl diese Gegend Wind arm ist. Oft wird ein Schiff als Zweit- oder Drittwohnung benutzt. Alex, ein Franzose, lebt z.B. seit 10 Jahren hier und verdient sich seinen Lebensunterhalt in dem er drei Segelboote hegt und pflegt. Er ist sehr hilfsbereit und gibt uns auf unsere diversen Fragen viele gute Tipps.


Unsere Fahrräder leisten gute Dienste, fast täglich radeln wir von der Marina in die Stadt und zurück. Das erste Mal auf unserer Reise haben wir Probleme mit den Geldautomaten, d.h. sie „spucken“ auf unseren Befehl kein Bargeld mit der Postcard aus. Auf Nachfrage in der Schweiz bekommen wir die Antwort, dass von ihrer Seite alles in Ordnung ist, dass es aber bekannt sei, dass es in Brasilien Probleme gibt. Dies hilft uns jedoch wenig haben jedoch momentan keine andere Möglichkeit als dies zur Kenntnis zu nehmen. So sind wir, auch wenn nicht mit Geld, so doch um eine Erfahrung reicher. Trotzdem sind wir nun Besitzer eines kleinen Zweitdinghis mit festem Boden um für die vorgesehene Reise Richtung Patagonien ausgerüstet zu sein.

Weiterlesen
  7039 Aufrufe
Aug.
01

Entlang unterschiedlicher Küsten wie die der Entdecker, der Wale, der Grünen Küste, des Kaffee`s

Entlang unterschiedlicher Küsten wie die der Entdecker, der Wale, der Grünen Küste, des Kaffee`s

Ilhéus bis Paraty

Allgemein:

Ich möchte allen, welche Lust haben mit der Geschichte all dieser Orte vertrauter zu werden das Buch von Stefan Zweig „ein Land der Zukunft“, ein Reisebuch und eine Liebeserklärung an Brasilien (1940/41) empfehlen. Es ist ein Buch von hohem sprachlich-literarischem Wert und gibt einen wunderbaren auch geschichtlichen Abriss der meisten Gegenden, welche Hansueli und ich besuchen. Auch Jorge Amado (geboren in Ilhéus) beschreibt vor allem seine Heimatregion Bahia in realistischen Bildern vorwiegend des sozialen Lebens. Es gibt neuere sicher auch gute Literatur, ich habe einfach „Zweig“ und „Amado“ gelesen und bin begeistert. Es sprengt unseren Rahmen und ist ja nicht für alle gleich interessant, jeweils noch allzu viel Geschichte im Blog zu schreiben. Unser Blog soll vorwiegend unsere punktuellen Erlebnisse und Eindrücke wieder geben.


Es regnet seit gut 2 Tagen, die Sicht ist schlecht, es hat wenig Wind und so verschieben wir die geplante Abfahrt um einen Tag.
Von Ilhéus nach Coroa Vermelha geht unsere Reise. Die Strecke beträgt ca 120 sm. Wir gehen Anker auf gegen 14.00 und kommen am nächsten Tag an. Die Strecke entpuppt sich als eine Art „Katz und Mausspiel“; es regnet, keine 5 Minuten später scheint die Sonne, es hat Wind zum segeln, wir setzen entsprechend Segel, kaum erledigt ändert der Wind seine Richtung und/ oder er schläft wieder ein. So heisst es für uns „fieren“, „dicht“ nehmen“, Genua einrollen, Genua ausrollen, Motor ein, Motor aus. Wir sind beschäftigt. Nicht zu unterschätzen sind die zahlreichen Fischerboote besonders nachts. Sie haben kein AIS oft auch keinen Radarreflektor. Mit ihren Lichtern erscheinen sie auf dem Meer wie Sterne am Himmel, am Horizont kaum zu unterscheiden und so sehe ich tatsächlich plötzlich 3 Fischerboote, wo vorher nur eines war (zwei davon sind Sterne). Es gilt in regelmässigen Abständen mit Fernglas und von Auge eine sorgfältige Rundumsicht zu machen. Der Vollmond scheint, dann verschwindet er hinter dunkeln Wolken. Auch er spielt „Katz und Maus“ mit uns.

Weiterlesen
  6949 Aufrufe
Juli
02

Recife – Salvador – Manaus – Tariri Amazon Lodge – Salvador - Ilhéus

Recife - Salvador

3 ½ Tage brauchen wir für die 424 sm von Recife nach Salvador. Der Wind ist uns, wenn auch eher am Wind segeln, günstig gesinnt, bis kurz vor Salvador. Dort frischt er stark auf, es regnet, die Sicht ist schlecht (fast wie oft im englischen Kanal). Was uns erstaunt und wir in keinem von uns konsultierten Führer gefunden haben ist, dass wir während eines Grossteils der Strecke teilweise starke Strömung (gut 2 kn) gegen uns haben. Wir lesen, dass Pier Salvador, eine etwas nördlich des Zentrums gelegene Marina, ruhig und preiswert ist und Busse regelmässig ins Zentrum fahren. Es gilt vor der Einfahrt eine nur ein Meter tiefe Sandbank zu beachten. Wir legen mit viel Seitenwind an, touchieren ein kleineres Segelboot und verbiegen eine seiner Relingstangen. Das scheint jedoch überhaupt nichts zu machen trotz unserer Nachfrage wie wir den Schaden regeln können. Ein Mitarbeiter wird es reparieren und damit ist die Sache erledigt. Knapp hinter uns kommt ganz per Zufall ein weiteres Schweizersegelboot (September) an und so liegen wir dicht neben einander. Die Leute heissen uns willkommen, der Ort ist ruhig und idyllisch gelegen, das Internet schnell, das Wasser gut, die sanitären Einrichtungen und der Zustand der Stege jedoch etwas dürftig.


Da „Romlea“, eine holländische Segelyacht, welche ebenfalls nach Patagonien möchte, in der stadtnahen Marina liegt, beschliessen wir zu verlegen. Es ist „schwelliger“, jedoch alles ist viel zentraler gelegen. Die Dada Tux liegt vis à vis vom Elevador Lacerda. Das erlaubt uns von der Cidade Baixa in die Cidade Alta innerhalb sehr kurzer Distanz zu gehen.

Weiterlesen
  6171 Aufrufe
Mai
31

Paradiese (Überfahrt nach Brasilien, Recife)

Es scheint unzählige beschriebene und unbeschriebene irdische Paradiese zu geben, es gilt nur sie zu sehen. An einem mit vielen Lorbeeren beschriebenen, Fernando de Noronha, fahren wir bewusst vorbei, da „nur“ Regen angesagt ist.


Kurz zurück zu unserer 14tägigen Überfahrt (als Ergänzung zu Hansueli`s täglichen Berichten). Wir starten fulminant in Mindelo, mit über 30 kn Wind und rechtem Wellengang. Dies dauert etwa einen Tag, danach (sehr) ruhiges Parasailorsegeln über Tage, in den „Rossbreiten“ motoren wir. Hansueli überlegt sich ein Meerbad zu nehmen, ich bin da weniger überzeugt. Schon bald setzen wir den Code 0, später die Genua und das Gross und segeln Richtung Recife.

Alles in allem eine ruhige Überfahrt mit zwischen durch intensiven seglerischen Tätigkeiten. Als Einstimmung auf den neuen Kontinent lese ich „Magellan“ von Stefan Zweig, eine in jeder Hinsicht sehr empfehlenswerte Lektüre (danke Christoph). Von Stefan Zweig existiert ebenfalls eine Liebeserklärung an sein für kurze Zeit gewähltes Exil „Brasilien“ ein Land der Zukunft.

Weiterlesen
  6087 Aufrufe
Mai
06

Allerlei Bewegungen (Ende März 2018 bis Überfahrt Brasilien)

Von unserem Ankerplatz in Palmeira auf der kargen Insel Sal segeln wir direkt nach Mindelo, Sao Vicente. Dort befindet sich der einzige Hafen der Kapverden. Wie es sich schon eingespielt hat bei Distanzen welche knapp an einem Tag zu segeln sind, beschliessen wir gegen Abend los zu segeln um am anderen Tag sicher bei Tageslicht anzukommen. Auf einen Ankerstopp in Sao Nicolau und einen Besuch auf der Insel verzichten wir aus taktischen Überlegungen. Wir beschliessen nördlich der Inseln zu segeln. Die Fahrt erweist sich als ruppig, windig, wellig und zwischen den Inseln Santo Antao und Sao Vicente spüren wir den bekannten Düseneffekt und legen nochmals einen Zahn zu.


Die Marina Mindelo, ebenso wie das dazu gehörende Ankerfeld ist um diese Jahreszeit wenig besucht und wir finden einen (vermeintlich) sehr guten Liegeplatz und machen die Dada Tux fest. Der Wind bläst heftig mit ebensolchen Böen und wir schaukeln fast noch mehr als beim Segeln. Andern Tags verlegen wir. Geplant ist, dass ein Hafenmitarbeiter mit seinem Beiboot unsere vorbereiteten Bugleinen durch zwei Bojen zieht. Aus nicht geklärten Gründen schafft er das nicht und wir driften gegen das Nachbarboot. Dies beschert uns einige Kratzer am Rumpf, was sehr schmerzt. Das Nachbarboot, eine Ovni von Franzosen bleibt jedoch unbeschädigt und letztendlich liegen wir weniger „rupfend“ am Steg. Unser erster Landgang ist der korrekten Anmeldung gewidmet, zuerst in der Marina selbst, dann geht es zu den Behörden. Diese behalten wiederum unsere Schiffspapiere. Es verläuft jedoch alles problemlos. Zu unserer grossen Freude treffen wir auf Valentin von der Felba und ein befreundetes Paar. Wir lernten Valentin vor 2 Jahren auf Tazacorte, La Palma kennen. Bei „Kaffee und Kuchen“ sitzen wir plaudernd austauschend im schwimmenden Bar/Restaurant.

Weiterlesen
  6112 Aufrufe
März
17

Sal Kapverden


Gegen Abend, nach 6 Tagen auf hoher See, kommen wir in Palmeira auf der Insel Sal, an. Die kapverdische Flagge, sowie die Q-Flagge (unter Quarantäne – neues Land ausserhalb EU und Schengenraum betretend) ist gesetzt. Das erste Mal sind wir mit der Dada Tux auf einem anderen Kontinent. Wir sind neugierig was uns alles erwartet und hoffen, dass die Begegnungen ein Nehmen und Geben sein werden.

Video Delfine die uns begleiten


Das Ankerfeld ist schon (sehr) gut belegt, gespickt mit etlichen Bojen. Eine nicht zu unterschätzende Aufgabe einen guten Platz zu finden um genügend Schwojraum zu finden. Jedes Boot hat seinen eigenen Schwojkreis, abhängig von verschiedenen Faktoren. So zirkeln wir also um Fischer-, Segel-, Motorboote, Dingis und Bojen umher bei 5-6 Bft. Schwojt ein Boot nicht in der berechneten Richtung aus, kann es schon mal ganz schön brenzlig werden (finde ich zumindest).

Wir werfen den Anker auf etwa 6 Meter Tiefe und werfen gleichzeitig die Ankerboje aus. Leider hält der Anker ungenügend, das heisst Anker auf und das Ganze nochmals von vorne. Beim zweiten Versuch klappt es. Trotz des recht starken Windes liegen wir erstaunlich ruhig und geniessen unsere Ankunft. Schon am anderen Morgen haben wir das Gefühl unsere Dada Tux habe sich etwas näher an die nicht weit entfernte grüne Tonne hin gewagt. Nach nochmaliger Ankerkontrolle und „eingraben“ scheint er nun zu halten und wir gehen beruhigt an Land.

Weiterlesen
  5817 Aufrufe
Feb.
17

Zeit (haben)


Seit Mitte Januar liegen wir in der Marina Santa Cruz de Tenerife. Das Gefühl Zeit zu haben für die Vorbereitungen der Weiterreise zu den Kap Verden, für Besuche und vieles mehr ist ein Geschenk. Den Begriff „Zeit“ und welche Verknüpfungen wir damit verbinden ist ein „unendliches“ Thema. Auch „unendlich“ wäre zu klären, gehört jedoch, meiner Meinung nach, nicht in unseren Blog.

In den ersten Tagen feiern wir den Geburtstag von Melanie am Strand in El Poris an der Ostküste von Teneriffa, zwischen Santa Cruz und dem Flughafen Süd. Bei leckeren kanarischen Häppchen, einem Glas Wein und angenehmen Temperaturen stossen wir auf das Geburtstagskind an.
Wir besuchen Ludwig und Lotti, die jeweils auf den Kanaren überwintern, in Las Americas. Ludwig ist ein begnadeter Amateurfunker, Hansueli hat bei ihm „funken“ gelernt. Sie segelten mit ihrer Segelyacht SY Eldorado von 1996 bis 2003 in sieben Jahren um die Welt.

Weiterlesen
  5528 Aufrufe
Jan.
18

Der Kanarenkreis schliesst sich


Silvester / Neujahr verbringen wir mit einem feinen Nachtessen auf dem Schiff, um Mitternacht erfreuen wir uns am Feuerwerk und anschliessend finden wir uns auf der Plaza de las Americas beim tanzen (eher selten) zu lateinamerikanischer Klängen wieder. Die Bekleidungsunterschiede zwischen den „Gästen“ von La Gomera und den Einheimischen ist frappant. Die Gomeros/Gomeras glänzen mit äusserst interessanten Variationen von Abendbekleidung, vor allem gefragt scheinen bei den Damen „high heels“ zu sein, während die Gäste (Touristen), wohl auch in Ausgangstenue, jedoch bedeutend weniger dem Dresscode – festliche Abendbekleidung-, folgen.


Am 6. Januar kommen die heiligen drei Könige und bringen Geschenke. Hier in San Sebastian de la Gomera reisen sie in festlichen Kutschen von Pferden gezogen an, begleitet von traditioneller Musik, Phantasiegestalten vom Disneyland.

Weiterlesen
  6041 Aufrufe
Dez.
29

El Silbo – Unterhaltung mit Pfiff (16.12. - Januar 2018)

Der „Calima“ macht aus unserer Dada Tux beinahe eine Saline. Wo wir hin greifen sind unsere Hände mit Salz und Sand belegt. Wir waschen sorgfältig unser Boot auch um den sich sehr rasch immer wieder bildenden Flugrost unter Kontrolle zu halten. Mir kommt dieser Flugrost ähnlich vor wie das Unkraut im Garten.


Der Wind weht seit Tagen stark und konstant aus Osten und somit ist es ungünstig für uns für auf La Gomera zu segeln. Einen Tag lang scheint der Wind mehr nördlich zu blasen, bevor er wieder nach Osten dreht. Wir packen diese Gelegenheit und segeln morgens gegen 7 Uhr los um die etwa 60 sm von La Restinga/El Hierro bis nach San Sebastian de la Gomera zu segeln und wenn möglich noch vor Dunkelheit an zu kommen. Im Segelführer lesen wir, dass man mit Vorteil eine Reservation macht. Hat es keinen Platz gibt es einige Ankerbuchten in der Gegend. Telefonisch, und später per Mail, wird uns ein „atraque“ bestätigt.

Hansueli bereitet den Code 0 vor um auch bei leichten Winden nicht vom Motor abhängig zu sein und trotzdem Fahrt zu machen.
Die kurze Überfahrt hält uns auf Trab, viel Wind, kein Wind, etwas mehr, etwas weniger. Code 0 heraus, Code 0 herein, Genua, Kutter, ein Reff, zwei Reff, dann wieder ausreffen. Die Düsen, welche zwischen den Kanarischen Inseln bilden blasen recht unberechenbar und können innerhalb sehr kurzer Distanz von 5 kn Wind auf 30 kn auffrischen.

Weiterlesen
  5905 Aufrufe
Dez.
11

„Wie nach Hause kommen“

Funchal (Madeira) El Hierro (Kanarische Inseln) Ende November / Dezember 2017

Unerwarteter Besuch aus der Schweiz steht vor der Dada Tux. Annette und Max, die Schwester und der Schwager von unseren Freunden Tom und Bea aus Solothurn verbringen einige Tage auf Madeira. Die Begegnung freut uns sehr, wir geniessen gemeinsam ein Nachtessen und einige Tage später nochmals ein Bier mit Rundumblick aufs Meer und den Hafen. Danke für den Besuch und auf Wiedersehen.


Wir hören in Funchal ein Konzert mit dem klassischen Orchester von Madeira. Ein Cellostück von Luìs Tinoco (1969 geb. aus Lissabon) und drei von ihm vertonte „Phantastische Geschichten“. Ich finde es höchst interessant, anspruchsvoll, innovativ, originell. Hansueli findet das Cellostück etwas langweilig. Am nächsten Abend ein Essen bei Anja und Christoph auf der Gioia. Sie lassen die Leinen ebenfalls los um nach Graciosa zu segeln. Überhaupt ist im Hafen „Aufbruchstimmung“. Nach etlichen Tagen Südwind kommt ein kleines Fenster mit westlichen Winden und das wollen viele nutzen, auch wir.

Weiterlesen
  6591 Aufrufe
Nov.
20

Überall ein bisschen Optimierungsbedarf

Vigo bis Funchal, November 2017

Bevor wir nochmals die Wetterdaten „studieren“ planen wir am Sonntag Morgen los zu segeln. Nun jedoch entscheiden wir uns am Samstag Nachmittag bei Hochwasser die Leinen los zu lassen, da in einigen Tagen die östlichen Winde noch stärker blasen.


Kaum verlassen wir Vigo Marina bläst es uns schon kräftig um die Ohren und wir verkleinern die Segelfläche, zuerst ein bisschen, dann etwas mehr und kurze Zeit später nochmals. Eine Bullentalje wird gesetzt (Sicherungsleine damit eine Patenthalse vermieden wird). Nachts leuchtet dieses Mal der Vollmond und so wird es nie ganz dunkel. Wind und Wellen legen zu und so rauschen wir unserem Etappenziel „Porto Santo“ entgegen. Unsere maximale Geschwindigkeit wird mit 15,2 kn angegeben, vermutlich sausen wir da gerade eine Welle hinunter. Diese Geschwindigkeit ist zu schnell für unser Boot, wenn dem oft so wäre, müssten wir einen Schleppanker auslegen. Das Trimmen der Segel hält uns auf Trab. Wie heisst es doch bei FahrtenseglerInnen. Richtiger Segeltrimm macht eine Fahrtenyacht nicht nur schneller uns sicherer. Auch die Lebensdauer der Segel wird dadurch verlängert.

Weiterlesen
  5907 Aufrufe
Nov.
03

Seebeine (ab Ende Oktober 2017)

Von Cherbourg bis Vigo, vorbei an drei berühmt – berüchtigten Eckpunkten: das Cap de la Hague, die Biskaya und das Cap Finistere.

Wir lassen die Leinen in Port Chantereyne bei Flut um 01:40 los . Ungefähr 600 sm liegen vor uns. Dazu kommen, was wir in diesem Moment noch nicht wissen, zwei pechschwarze Nächte, ohne Mond, ohne Sterne. Wir fahren einfach in ein schwarzes „Etwas“. AIS und Radar helfen uns in dieser Situation, selbstverständlich nebst einem guten Ausguck der Wache, uns sicher fühlen. Es hat wenig Wind dafür zieht uns die Strömung in die richtige Richtung und wir setzen das erste Mal unser neues Leichtwindsegel, den Code 0 und machen gute Fahrt am Wind.
In den übrigen klaren Nächten scheint der Halbmond in der ersten Nachthälfte und das Sternenmeer ist mit uns. Für Moni betrachten wir etwas länger die „Ampelsterne“.

Bei Tagesbeginn begrüssen uns die ersten Delfine und zeigen uns ihre variationsreichen Sprünge, ihr geschmeidiges Ab- und Auftauchen. Darüber freuen wir uns sehr. Immer wieder von neuem ist es ein unbeschreiblich schönes Erlebnis diesen Tieren begegnen zu dürfen.
Doch dann sind wir innerhalb weniger Minuten von dichtem Nebel umgeben und wir schalten unser Nebelhorn ein. Diese Situation erfordert nochmals vermehrte Aufmerksamkeit. Zum Glück bleibt er nicht lange.

Weiterlesen
  6520 Aufrufe
Wir benutzen Cookies
Unsere Seite verwendet Cookies. Wie wir sie verwenden kannst du in unserer Datenschutzerklärung nachlesen. Mit dem Ablehnen der Cookies funktioniert unsere Webseite eventuell nicht vollumfänglich.