Dada Tux

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unsere Reiseberichte
Okt.
30

Anchorage Whitehorse Vancouver

Nach 3 Stunden warten war die Umwälzpumpe der Standheizung eingebaut. In der Hoffnung, nicht mehr wegen der Heizung nach Anchorage zurückkehren müssen, ging ich für die nächsten Tage Einkaufen. Die Glenn Hwy nach Glennellen kenne ich bald gut. Mit dem Wetter war ich zufrieden, die Sicht in die verschneiten Berge war eindrücklich.


In Glennellen parkte ich auf dem gleichen Platz wie vor 10 Tagen. Kaum den Motor abgestellt begann es zu regnen. Nach dem Eindunkeln fielen grosse Schneeflocken. Ohne Nachhelfen startete die Heizung. Nichts brauchte ich mehr zu prügeln, für mein Gefühl ist dies sehr gut. Am Morgen stand ich im Schnee, diesmal ohne Sonnenschein. Der Strassenzustandsbericht nach Tok meldete auf dem ersten Drittel der Strecke schwierige Verhältnisse. Zeitweise schneebedeckte Strasse, ab und zu könne es Eisflecken haben. Ich lies mir mit dem Frühstück Zeit. Gegen Mittag wird es schon besser sein, dachte ich. Es lag weniger Schnee auf der Strasse, als ich es nach dem Bericht vermutete. Dafür lag ein Kieslastwagen seitwärts quer über der Strasse. Für mich ein Rätsel, wie der umkippen konnte. Neben der Strasse war der Boden genügend eben, so dass man mit einem Slalom um Sträucher und kleine Bäume die Unfallstelle umfahren konnte. Im Verlauf der Strecke wurde es wärmer und schneefrei.

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Okt.
13

Anchorage – McCarthy – Valdez

Glücklich, dass die Heizung wieder läuft fuhr ich zum Einkaufen und Diesel füllen. Die Strecke über Glennallen nach McCarthy/Kennicott fuhren wir vor 3 Jahren in der Gegenrichtung. Die Strasse nach Glennallen, die Glenn Hwy, führt am Matanuska Glacier vorbei. Der Gletscher ist Teil eines grossen Gletschergebietes welches ein Teil der Chugach Mountains südlich der Glenn Hwy bedeckt. Es regnete und je mehr die Strasse auf 900m anstieg begann es zu schneien. Zum ersten Mal in diesem Hebst stand ich im Schnee. Glennallen, an der Kreuzung AnchorageValdezTok, liegt tiefer, dort regnete es «nur» noch.



Während dem ich fahre ist die Standheizung ausgeschaltet. Der Van heizt genügend. Gespannt war ich, läuft die Standheizung wieder an und ist es wirklich nur ab und zu dass die Pumpe klemmt. Ohne mein weiteres dazutun bekam ich einen warmen Van. In der Nacht begann es zu schneien. Am Morgen stand ich in einer Schneelandschaft mit strahlender Sonne.

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Okt.
06

Geduld, Kenai Peninsula und nochmals Geduld

Die Wartezeit bis die Ersatzteile für die Standheizung eintreffen benutzte ich für Spaziergänge und den Besuch im Anchorage Museum. Der Stararchitekt David Chipperfield, er gestaltete den Neubau vom Kunsthaus in Zürich, baute die Erweiterung vom Anchorage Museum. In der Wechselausstellung wurden neue Werke von regionalen KünstelerInnen ausgestellt. Die Bandbreite ist gross. Ich sah neben banalem Kunsthandwerk auch ein paar interessante Objekte die mir gut gefielen. In der ständigen Ausstellung wollte ich noch einmal ein Werk von Rebecca Lyon von den Aleutian Islands sehen. Vor 3 Jahren machte mir ihr Werk grossen Eindruck. Es thematisiert die USA Atomversuche auf den Inseln. Leider hängt es nicht mehr dort, nur noch ein anderes Werk der gleichen Künstlerin.



Die Reparatur der Heizung dauerte doch ein wenig länger. Beim Einbau wurde der Anschluss von der Dieselpumpe vermurkst. Bis Montag sollte er da sein. Es wurde dann Dienstag. Danach lief die Heizung und ich konnte wieder frei Übernachten ohne auf einen externen Stromanschluss angewiesen zu sein.

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Sep.
13

Nördlich von Fairbanks und schnell nach Anchorage

Der Wetterbericht schreibt 3 Tage trockenes Wetter voraus. Nichts wie los. Nördlich von Fairbanks gibt es 3 Strassen deren Beschreibung schönes verspricht. Genügend Lebensmittel kaufte ich für eine Woche am Vortag ein.


Die Elliott Hwy führt nach Westen zu Manley Hot Springs. Erst heisst es die mir schon bekannte Strecke 138km nördlich auf der Asphaltstrasse bis zur Abzweigung nach Deadhorse (Dalton Hwy) fahren. Die weiteren 124km nach Westen ist eine gut zu fahrende Schotterstrasse. Schön, das Wetter hielt sich mit einer guten Fernsicht. Über den nördlichen Bergen sah ich eine Wolkenwalze, die nicht näher kam. Gegen Süden ist die Ebene vom Tolovana River der in den Tanana River mündet.

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Aug.
28

Nach Alaska

Von Dawson City aus drehte ich eine Runde durch das Goldgräbergebiet (Bonanza Creek Road, Hunker Road). Auch heute wird im Tagbau noch nach Gold gegraben. Nicht mehr im grossen Stil wie früher. 13km südlich von Dawson City steht als Museum Dredge Nr. 4. Der grösste in Nordamerika gebaute Schwimmbagger mit Holzhülle. Zwischen 1913 und 1959 war er in Betrieb. Der Bagger ersetzte die Handarbeit von 2000 Personen. Für eine Führung hätte ich 1.5 Std. warten müssen. Die Frau am Eingang sprach mich direkt auf Deutsch an. Erstaunt fragte ich, wieso sie weiss, dass ich deutsch spreche. Intuition war ihre knappe Antwort. Fotos von innen sah ich im Internet. Statt zu warten besuchte ich ein paar km weiter eine Stelle, wo vor 140 Jahren mehrheitlich durch Handarbeit Gold gesucht wurde.



2 Grenzübergänge gibt es zwischen Kanada und Alaska. Ganzjährig offen ist der an der Alaska Hwy. Im Sommer kann der Little Gold Creek Übergang an der Top of the World Hwy benutzt werden. Frische Lebensmittel dürfen nicht in die USA mitgenommen werden. Mein Kühlschrank und die Gemüse/Frucht-Kiste war leer. Das Risiko an der Grenze alles abzugeben wollte ich nicht eingehen. Dachte – leider falsch – dass ich in Chicken, der erste Ort in Alaska, sicher etwas kaufen kann. Ausser Ramsch und Souvenirs gibt es dort nichts. Und, die beiden Cafés waren geschlossen. Meine Befürchtung war falsch. Wie bei der Einreise nach Kanada interessierte sich der US Zöllner nur für die Besitzverhältnisse vom Van und meinem Wohnort.

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Okt.
13

Kanadas Inside Passage bis Bellingham Washington State

Etwas über 650 NM und 16 mal ankern, so lange dauert unsere Reise gemäss Planung von Ketchikan (Alaska) durch das kanadische Gebiet (British Colombia) bis Bellingham (Washington), wo wir die Dada Tux überwintern. Aus den 16 geplanten Tagen werden es 23 bis nach Bellingham. Einerseits wegen Schlechtwetter anderseits ob der unerwarteten nicht so angenehmen Überraschung welche uns beim Eintreten in den Staat Washington erwartet.



Die Strömungen zu berechnen, den idealen Zeitpunkt für die Tagesetappe zu finden ist eine Herausforderung. Nicht nur dass bei längeren Abschnitten die Tide kehrt, aus jedem Seitenarm fliessen für mich nicht immer logische Gegenströmungen. Meistens heisst das für uns sobald es ein wenig «hellet» Anker auf und weiter.

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Sep.
23

Golf von Alaska – Inside Passage USA

Von Cordova starten wir über den Golf von Alaska, rund 400 NM Wir rechnen mit 3-4 Tagen. Kaum Wind ist angesagt für die nächsten Tage und trotzdem wollen wir weiter. In nächster Zeit (10 Tage) zieht ein Tief nach dem anderen mit viel Ostwind und hohem Wellengang heran. So ziehen wir es vor, wie auch die SY Aloha und SY Korvessa diese Strecke mehrheitlich mit Motorunterstützung zu «segeln». Der Alaskastrom beschert uns zu dem mit Gegenströmung von 0,5 bis 2,5 kn. Um in den Golf einzutreten müssen wir vorerst die Insel Hinchinbrook umrunden, was einem «Umweg» von ca. 50 NM entspricht. Möglichst genaue Gezeitenberechnung ist gefragt. Unterwegs erhalten wir Besuch von Schweinswalen, welche uns begleiten.



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Aug.
09

Südalaska, Prince William Sound

Während unserer Landreise gibt es einen Tsunamialarm in Seward Harbour. Die Menschen begeben sich in Sicherheit in höhere Regionen. Auch an die unbewohnte Dada Tux wird geklopft. Zum Glück ist nichts passiert und es kommen weder Menschen noch Schiffe zu schaden. Wir sind froh finden wir unser Segelboot vertäut wie vor der Reise.



Unser nächstes Ziel ist der Prince William Sound, zum Golf von Alaska gehörend. Dicht bewaldet mit tiefen Fjordeinschnitten, unzähligen kleinen geschützten malerischen Buchten, von starker Strömung geprägten Engstellen und von unzähligen Gletschern oft bis ans Meer ragend, präsentiert er sich. Wunderschöne Ankerplätze oft mit Wandermöglichkeiten finden wir in unserem Segelführer. Das Land angrenzend an einige Buchten gehört Ureinwohner und darf nur mit einer Bewilligung betreten werden. Uns ist es ein Rätsel wo man sich dann jeweils eine Bewilligung einholen kann. Nie sehen wir ein menschliches Wesen. Die teilweise engen Passagen müssen gut mit den Gezeiten koordiniert werden. Vorbei am Pugetgletscher und -Bay und dem Port Banbridge treten wir in den Sound. Eine pittoreske Fahrt liegt hinter uns und wir steuern die Fox Farm Cove, unseren ersten Ankerplatz an. Die Strömung ist uns günstig gesinnt und so lassen wir uns durch die Prinz of Wale Passage einige Seemeilen weiter ziehen, entscheiden uns für die Iktua Cove. Das erste Mal sehen wir die Lachse springen. Sie drehen ihre Pirouetten, Schrauben, «Bäuchler» teilweise in Gruppen, springen einmal, zweimal, dreimal, schwimmen wieder ein Stück Fluss aufwärts. Nicht weit entfernt auf dem AIS sichtbar ankert die SY Korvessa. Seit Honolulu begegnen wir uns immer wieder. Über Funk tauschen wir Informationen aus und wünschen «fair winds»

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Juli
28

Eine Reise ins Innere Alaskas, zum Denali und Wrangell - St. Elias Nationalpark



Kurzfristig ändern wir unsern Plan vom Prinz William Sound aus einen Landausflug zu unternehmen und beginnen unsere Landreise in Seward. Bei Regen und verhangenem Exitgletscher, dem Wahrzeichen von Seward, verlassen wir den Ort in Richtung Anchorage. Unsere Fahrt führt vorbei am Turnagain Meerarm wo je nach Flut oder Ebbenstand riesige Sandbänke zwischen Wasserrinnsalen und Felsen zu sehen sind. Am «Belugapoint», einem trichterartigen Durchgang, wo der Gezeitenhub bis 8 Meter betragen, es brodelt und hohe Wellen werfen kann, freuen wir uns die bei einlaufender Tide angekündigten Orcas, Belugas und Lachse zu sehen. Leider sind wir zur falschen Zeit am falschen Ort. Anchorage ist die Einwohner mässig mit gut 300000 grösste Stadt Alaskas. In den 1970 Jahren galt sie als wichtiger «Knotenpunkt der Welt», da die Flugzeuge zwischen landeten um auf zu tanken. Anchorage entstand um die Jahrhundertwende auf Grund dem von der US Regierung beschlossenen Bau der Eisenbahnlinie von Seward nach Fairbanks. Das dort entdeckte Gold war ausschlaggebend.



Im Anchorage Museum bewundern wir Können und Tradition der indigenen Völker Alaskas. Sie gehören sehr verschiedenen Kulturen an und es gibt grosse Unterschiede in ihren religiösen und kulturellen Eigenheiten. Seit 1995 sind die Gebiete in 13 Alaska Native Regional Corporations (Gebietskörperschaften) eingeteilt. Sie haben teilweise andere Rechte wie die übrigen USA Indianer, so z.B ist es ihnen erlaubt Wale für den Eigenbedarf zu töten. Eine zeitgenössische Bild-Ausstellung vorwiegend indigener KünstlerInnen zeigt die Verarbeitung ihrer Geschichte in eindrücklicher Art und Weise.

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Juli
27

Kodiak Harbour, Kodiak Insel, Katmai, Kenai Fjords – Süd und Südost-Alaska

Alaska ist seit 1959 der 49. Bundesstaat der USA. 1867 erwarb USA das Land vom Russischen Kaiserreich. Eine vielseitige interessante Gegend nicht nur von Fauna und Flora, bewohnt seit vermuteten 36000 Jahren von den Ureinwohnern. Russen und Europäer sind ab dem 17. Jahrhundert auf der Suche nach Pelzen, Kupfer- Gold- und Ölvorkommen. Die Suche um einen Durchgang durch die Nordwestpassage begann schon bald nach 1500 im Auftrag des französischen Königs. Vielen bekannt ist das tragische Schicksal von John Franklin 1845. Der Durchbruch gelang dem Norweger Roald Amundsen 1903-1906.

Kodiak eine der vielen Inseln Alaskas.

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Juli
27

Unterwegs nach Kodiak, Alaska

Am 2. Juni, nach 83 Tagen Honolulu, verlassen wir den Hawaii Yacht Club. Der Abschied verläuft etwas anders als Covid-19 konform, sehr herzlich und spontan. Besonders berührt mich Brian`s Riesenmuschel Abschiedsmusik.


Unsere übliche Kontrollliste ist abgehakt. Zwei Tage später werden wir eines Besseren belehrt. Beim Ausreffen mit Motorunterstützung ertönt der zusätzlich eingebaute Überhitzungsalarm des Auspuffs. Der Seewasserfilter ist verstopft. Was ist passiert? Kurz vor unserer Abreise lassen wir das Unterwasser von Eric reinigen, kontrollieren jedoch vor der Reinigung alle Filter. Und so haben sich Teile von der Unterwasserreinigung im Filter verhangen und lassen das Seewasser nicht mehr durch. Für Hansueli fängt das «Mechen» an. Der Impeller ist in der Zwischenzeit seine Flügel los, Teile davon haben sich im Wasseraustauschbehälter verfangen. Nach wiederholtem aus- und einbauen der diversen Schläuche und sonstigen Teilen saugt der Motor Meerwasser an. Durch das diverse Abschrauben und wieder anschrauben des Schlauches zwischen dem Seewasserfilter und dem Getriebe erhält dieser jedoch eine leicht lecke Stelle. In Kodiak wird der Schlauch ersetzt.

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