Angekommen

Angekommen
Nach dem Mittag sind wir in Südamerika angekommen. Bremsen hätten wir nicht müssen. Nach Mitternacht kam ein starker Gegenstrom auf. Zeitweise über 2.5 kn. Da bleibt mit der gezogenen Bremse nicht mehr viel fahrt. Das erste was wir am Horizont von Brasilien sahen, waren weder Berge oder Hügel. Hochhäuser und nicht wenige sahen wir als erstes am Horizont. Nach 369 Std oder 1707 sm Zweisamkeit auf dem wechselhaften Meer legten wir in Recife an. Von der Stadt sahen wir noch nichts, dies kommt in den nächsten Tagen. Morgen ist der Gang zu den Behörden. Ohne lange Hosen, Hemd und geschlossene Schuhe kommt man als Mann nicht weit. Auch bei über 30 Grad.Nach den Behörden sollte die Dada Tux vom Salz befreit werden. Ein Teil wusch heute abend ein Platzregen ab. Es sei zur Zeit schon ein wenig warm hier zur Winterzeit , sagte uns die Frau auf dem Marine Büro. Heizung brauchen wir nicht.
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Hansueli
Salü Ursula, salü Hansueli vielen herzlichen Dank und einen lieben Gruss (auch an Martha) aus Recife
Freitag, 25. Mai 2018 05:00
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Bremsen

Bremsen

Mit 14 kn haben wir einen schönen Segelwind, die Wellen bremsen unsere Dada Tux kaum. (Käme der Wind ein wenig mehr von der Seite, wäre es perfekt). Manchmal passt es doch nicht ganz, nicht weil wir zu heikel, verwöhnt oder sonst was sind. Es ist ganz banal. Wir segeln zu schnell. Das kanns geben. Mit unserer Geschwindigkeit würden wir noch bei Dunkelheit ankommen. Das wollen wir nicht. Also langsamer segeln. Letzte Nacht frische der Wind auf. Das Grosssegel müssten wir verkleinern, reffen. Der Wetterbericht meldete weniger Wind, die Realität ist vor Ort. Am Nachmittag verkleinerten wir nochmals das Grosssegel ins 2. Reff. Die Genua machten wir auch kleiner. Eigentlich Unsinn, bei 4 Bf 2 Reff im Gross gereffte Genua. Aber wir sind langsamer. Wenn ich in meinen letzten Berufsjahren mehr mit Windows statt Linux gearbeitet hätte, wäre (ach diese Möglichkeiten) der letzte Blog früher auf der Webseite gelandet. Nach dem Schreiben letzte Nacht, wollte unser Iridium SatPhone keine Daten versenden. Was auch bedeutet, kein Wetterbericht. Telefonieren, SMS ging noch. Vor knapp 2 Wochen hatte ich das gleiche Problem. 12 Std später ging es damals wieder. Heute nicht. Als Versuch startete ich die Iridium Station neu, und es ging wieder. Es sieht ganz so aus, dass wir Morgen nach 2 Wochen segeln in Recife eintreffen. Bin gespannt, war noch nie in Südamerika...

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am Wind

am Wind
Letzte Nacht regnete es ausgiebig. Etwa 30 sm östlich segelten wir an unserem ursprünglichen Ziel, die Insel Fernando de Noronha, vorbei. Der Wind und die Wellen kommen jetzt von seitlich vorne. Wir segeln am Wind. Mit Genua und Grosssegel läuft die Dada Tux gut durchs Wasser. Am Wind segeln ist rauer. Das Boot hat Schräglage, wie müssen uns besser festhalten, auch unter Deck, vorsichtiger sein beim Kochen. Ein Gegensatz zum Segeln vor paar Tagen mit dem Parasailor. Dies war nördlich vom Äquator ;-)Mit den Wellen von seitlich vorne kann schon mal ein Spritzer Salzwasser aufs Vordeck kommen. Auch wenn es nicht regnet, wagen wir die vorderen Deckslucken nicht zu öffnen. Das Salzwasser hat draussen zu bleiben. Die Luftumwälzung durch die Doradenlüfter ist nicht so effizient wie eine offene Luke. Irgend wann sehnen wir uns sicher an die jetzige Temperatur. Spätestens beim am Wind segeln in einer kälteren Region. Dann, wenn man sich zuerst aus mehreren Kleiderschichten herausschälen muss, um aufs WC zu sitzen. Heute Nacht soll es trocken bleiben. Nach dem Sonnenuntergang blieben die Regenwolken aus. Dafür sehe ich Sterne und den Mond.
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Segeln

Segeln
Bei schönem blauen Wetter montieren wir vorsorglich unser anderes Leichtwindsegel, den Code Zero. Der ist für leichten Wind von vorne. Nach dem Queren des Äquators sollte der vorherrschende Wind aus Ostsüdost kommen. Vorher kam er aus Ostnordost. (Vieles ein wenig anders im Süden) Gegen Abend kam genügend Wind auf. Waren am Nachtessen vorbereiten, trotzdem Herd abstellen, alles kurz wegräumen und das Grosssegel setzten. Nach dem ausrollen vom Code Zero die grosse Freude, endlich den Motor abstellen. 3 Tage motoren drückt auf die Stimmung und über 30 Grad Wärme sind wir uns nicht so gewohnt. Wie in den letzten Tagen kamen nach Sonnenuntergang Regenwolken. Heute recht heftige und kurz nach einander. Die einen bringen mehr Wind, bei ändern fällt der Wind zusammen. Voraussehbar ist es nicht. Die ersten waren zu viel mit den Code Zero. Schnell zurollen und Motor an.Inzwischen sind die ersten nächtlichen Regenschauer durch. Der Wind genügend um mit Grosssegel und Genua ruhig durchs Wasser zu segeln. (Ganz ruhig ist es in meinen Ohren nicht, höre Philip Glas 'itaipu')Durch die Wolken scheint, ein wenig grösser als vor paar Tagen, die Mondsichel. Nach dem Wetterbericht haben wir eine gute Chance als Segelboot, statt Motorboot, in Brasilien an zu kommen.
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Kurswechsel

Kurswechsel
Es ist definitiv nicht der kleine Schluck Whisky zur Äquatortaufe. Auch nicht weil auf der südlichen Erdhälfte einiges umgekehrt ist, Neues Jahr mitten im Sommer als Beispiel.Unser Ziel war Fernando de Noronha. Eine Naturschutzinsel von denen es nur wenig vergleichbare auf unserer Erde gibt. Laut Reiseführer sind dort die schönsten Strände von Brasilien. Sicher mal die saubersten. Der Aufenthalt ist sehr teuer, auch das Ankern. Eine Marina zum Anlegen hat es nicht. Das Risiko, dass es zu viel regnet, bewog uns die Insel nicht an zu laufen. Wir haben weniger Regen als angekündigt was schon ist. Trotzdem. Alle schönen Orte können wir nicht besuchen. Bei gutem Wetter ist der 2. schönste Strand schöner wie der schönste bei Regenwetter. Unsere Segel- und Lebenszeit ist endlich.So sind wir ein paar wenig Tage länger unterwegs wie geplant. Uns geht es gut, genügend Vorräte haben wir auch.Um die Mittagszeit hatten wir fast wolkenlosen blauen Himmel mit einem sehr ruhigen Meer. Nach dem Sonnenuntergang zogen wieder Regenwolken auf. Auf dem Radar sehen wir, ob Regen auf uns zu kommt. So schliesen wir rechtzeitig alle Luken. Brauchen wir den Radar bei Regen zur Navigation, schalten wir den Regenfilter ein. Die Echos der Schiffe gehen sonst im Regen unter...Als Foto unser Wetter am Äquator
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Hansueli
Salü Wolfgang, salü Inge vielen Dank und einen Gruss auch an Melanie Lieber Gruss aus Recife
Freitag, 25. Mai 2018 04:54
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Äquator

Äquator
Kurz hörte der Regen auf, als wir Neptun beim Überqueren des Äquators einen Schluck guten schottischen Jura Whisky opferten. Einen viel kleineren genehmigten wir uns auch. Den ursprünglichen vorgesehenen Champagner zu öffnenen hatten wir keine Lust. Seit 8:38 UTC (CH Zeit 10:38) sind wir auf dem südlichen Teil unserer Welt. Es regnet wieder...
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statt Regen 36 Grad

statt Regen 36 Grad
Letzte Nacht regnete es ein paar mal. Das Deck würde recht sauber. Auch unter Tags hätte es, laut Wetterbericht, regnen sollten. Wir hatten blauer Himmel, Sonne und 36 Grad unter unserem Sonnendach (Bimini). Im Schiff war es gleich warm.Zum Segeln hat es zu wenig Wind. Auch für unser Leichtwindsegel, wir motoren. Um den Äquator gibt es immer eine windarme Zone.Jetzt hat es wenig Wolken. Der Mond ist im Westen als kleine Schale mir einer zarten Kugel darin, am untergehen. Mit unserem Bimini sieht man in der Nacht den Sternenhimmel aus dem Cockpit nicht gut. Unter Tags benötigen wir es als Sonnenschutz oder Regenschutz. Ohne das Binimi müssten wir uns dauernd mit Sonnencreme einreiben.Auf der Überfahrt zu den Kapverden hatten wir es schon mal, dass die Batterien vom Motor nicht mehr voll geladen werden. Auf den Kapverden fand ich das Problem nicht. Als wir gestern den Motor starteten, hatten wir noch 40% Kapazität. Bis etwa 65% ging es recht gut, danach nur noch extrem langsam.Um es abzukürzen, am Laderegler war ein falscher Batterie Typ eingestellt. Jetzt sind die Batterien wieder voll. Hoffe das dies der Grund war. So geht der Tag auch rum... Bei dem warmen Wetter gab es, ausser dem Frühstückstee, nur kalte Küche.Mal wieder eine Foto mit blauem Himmel und (sehr) ruhigem Meer
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Regen

Regen
Angekündigt war er, der Regen. Der eine Wetterbericht schrieb heute morgen, der andere heute abend. Schön ist, dass die Prognose 'heute abend' stimmte. So genossen wir den schönen Segeltag. Im Verlauf vom Nachmittag schlief der Wind immer mehr ein. Ein Schwarm Delfine besuchte uns, schwammen elegant vor dem Bug der Dada Tux. Etwa nach einer viertel Stunde zogen sie weiter. Eventuell enttäuscht von der Dada Tux. So elegant wie die Delfine kann unser Schiffli nicht schwimmen. Am Abend kam eine Regenwand auf uns zu. Zum Segeln war der Wind knapp, so holten wir noch trocken den Parasailor ins Boot. Jetzt motoren wir. Der Windhauch von 6 kn genügt nicht um unser Schiffli ernsthaft durchs Wasser bewegen. Es regnet zur Zeit nicht. Auf dem Radar sehe ich keine weitere Regenfront innerhalb der nächsten Stunde. In den nächsten Tagen wird es immer wieder regnen. Tut unserem Schiffli gut. PS unterwegs an Bord haben wir keinen richtigen Internet Zugang. Ob jemand einen Kommentar auf der Webseite schreibt, können wir erst lesen, wenn wir wieder an einem Ort mit vollwertigem interner Zugang sind. Auf unsere crew Adresse können wir kurze E-Mails empfangen.
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Wieder ruhiger

Wieder ruhiger
Die letzte Nacht war unruhig. Alle paar Minuten rollte unsere Dada Tux seitwärts bin und her. Bei weitem nicht so sanft wie eine Kinderwiege. Das Geschirr in den Schränken müsste mit zusätzlichen Tüchern zum Schweigen gebracht werden. Unterdessen machte sich der Parasailor auf dem Vorschiff Bett bequem.Nach dem Mittag ging der Wind genügend zurück, dass wir unser Leichtwindsegel wieder setzten. Damit segelt Dada Tux angenehmer. Natürlich, es hat jetzt auch wieder weniger Wellen. Wir segeln nicht zur besten Jahreszeit nach Nordost Brasilien. Die Zeit mit dem meisten Regen ist noch nicht vorbei. Bald kommen wir in den Regen, meint die Wettervorhersage. Unsere Leichtwindsegel stauen wir im Boot. Das nasse Segel unter unserem Bett finden wir nicht so toll. Im Boot zum trocknen aufhängen geht auch nicht. 154 qm freie Fläche haben wir nicht. Wir sind zuversichtlich, dass es so wie wir denken klappt. (falls es so wird gibt's eine Foto davon) Die auf den Kapverden gekauften Gemüse und Früchte halten sich erstaunlich gut. Wir essen zu Mittag immer noch Salat. Zwar keinen Kopfsalat, dafür Gurken, Tomaten, Rüebli, Kohl, Zwiebeln, Knoblauch und unsere Linsensprossen.Am Morgen sahen wir auf dem Navi ein chinesisches Fischerboote. Am Nachmittag eines aus Taiwan. Ganz schön weit weg von Asien fischen die.Wir kommen dem Äquator näher. An Deck ist es jetzt (22:30) 27 Grad warm mit 79% Luftfeuchtigkeit, im Boot haben wir 29 Grad und 69%. Warm anziehen müssen wir uns nicht ;-)Als Bild unser schlafender Parasailor in der Vorschiffskoje
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Stärkerer Wind, trotzdem langsamer

Stärkerer Wind, trotzdem langsamer
Nach 4 1/2 Tage entspanntes Segeln mit dem Parasailor wurde heute morgen der Wind stärker. Die Windprognose meldete schon, dass es leicht mehr Wind geben wird. Am frühen Morgen sah es nicht danach aus.Vor einer Woche stand ich das letzte mal unter einer Dusche und wusch meine Haare (ja, ein paar gibt's noch auf meinem Kopf). Statt täglich duschen waschen wir uns Wasser sparend mit dem Waschlappen. So gönnte ich mir eine Dusche.Wärend dem Frühstück legte der Wind zu. Unsere obere Grenze von 20 kn Wind in den Böen wurde immer wieder überschritten. Bei viel Wind ist vor allem das Bergen vom Parasailor der kritisch Punkt, vor allem zu 2. an Bord. Zum Bergen wird ein textilier Schlauch von oben über das Segel gezogen. Dazu muss niemand auf den Mast ;-), über eine Umlenkrolle zieht man den Schlauch vom Deck aus nach unten. Mit diesem gut 16 m langer Schlauch spielt der Wind gerne und der Wind darf nicht gewinnen. Der Schlauch muss durch die Deckslucke ins Schiff. Danach hätte ich gleich eine 2. Dusche gebraucht. Jetzt segeln wir mit der Genua langsamer unserem Ziel zu. Mit mehr Wind kommen auch mehr Wellen, diese rollen die Dada Tux immer wieder hin und her.Vermutlich kommt Morgen der Parasailor wieder zum Zug. Neben den fliegenden Fischen (wusste nicht dass es so viele gibt) sahen wir 2 verschiedene Möwen. Die haben sicher irgend welche genauer Bezeichnungen die ich mich kenne. Wenn ich von 'heute' schreibe und den Text zwischen 23 und Mitternacht auf die Webseite schicke, wird er mit dem Datum von morgen publiziert. Der Zeitunterschied von Zürich und der Dada Tux ist 3 Std.Die Abendstimmung von heute:
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Energie

Energie
Trotz Solarzellen und Windgenerator sind wir bei diesem Kurs und Wetter elektrisch nicht 'grün'. Für die Solarzellen ist es meist zu bedeckt. Natürlich bringen sie einige Stunden im Tag etwas mehr als wir brauchen und laden leicht die Batterien. Trotz dem theoretischen Wert von 280 Watt ;-). Der Windgenerator arbeitet mit dem schwachen Wind von hinten nicht. Manchmal steht er still, ab und zu ein müdes Drehen der Propeller. Auf dem Boot merken wir nur die Differenz zwischen der Windgeschwindigkeit und der Bootsgeschwindigkeit. Mit ein Grund wieso beim Langstreckensegeln der Wind von hinten beliebt ist. Kommt der Wind von vorne, werden die Geschwindigkeiten zusammengezählt. Beim Ankern, ausser es ist windstill und regnet, liefert der Windgenerator und die Solarzellen genügend Energie. Dann laufen auch nicht alle Navigationssysteme. So waren wir heute Nachmittag eine Zeit lang ein 'Motorsegler'. Neben fliegenden Fischen die vermutlich vor uns fliehen, sahen wir zum ersten Mal Delfine. Leider hatten sie keine Lust mit uns zusammen zu schwimmen.Zum Schluss der Sonnenaufgang von heute morgen
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Hansueli
Salü René freut uns sehr dass du unseren Blog liest. Wir haben keinen Dieselgenerator an Bord. Wir gingen das Risiko ein, dass wir... Weiterlesen
Freitag, 25. Mai 2018 04:49
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Literatur

Literatur
Viel Arbeit gibt uns das Segeln in den letzten 2 Tagen nicht. Das Meer ist recht ruhig, mit dem nicht so starkem Wind von schräg hinten (raumen Wind) segeln wir ohne nennenswerte Krängung (Schräglage). Das Leben auf dem Boot, eigentlich im Boot, ist angenehm. Manchmal habe ich das Gefühl, in der Marina Mindelo, angebunden am Steg, war die Dada Tux mehr in Bewegung.Ab und zu müssen wir zum Segel schauen. Der Wind dreht ab und zu von Nordnordost auf Nordost und wieder zurück. So dreht man ein wenig an den Winschen oder lässt eine Leine ein wenig los. Wie heute Nachmittag kann man so merken, dass der Parasailor (Leichtwindsegel) mit einem anderen Trimm auf einmal besser zieht (auch ohne Spinnakerbaum). Wir sind froh um den Parasailor mit seinen 154 qm. Unser 'normales' Vorsegel, die Genua, ist um die 50 qm gross. Bei diesem ruhigen Meer fahren wir bei 10 kn Wind 4.8 kn schnell. Natürlich sind auf der Strasse diese knapp 9 km/h nicht viel.In dieser ruhigen Zeit bekam ich Lust mal wieder 'richtige' Literatur zu lesen, statt zwischen durch schnell ein Krimi. Bis Helen mich um 2 Uhr (wir haben an Bord noch die kapverdische Zeit) ablöst lese ich in Paul Auster 'die Musik des Zufalls'. Dazwischen mal ein Blick nach draussen und auf die Navigation. Die letzten 2 Tage war kein Schiff in unserer Nähe. Das Risiko, dass wir ausweichen müssen, ist sehr gering. Die Abendstimmung von heute:
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Lernplatz

Lernplatz
Innerhalb meines letzten Jobs, vor dem angenehmen Rentner sein (für mich, ich gebe es zu), ging es viel um lebenslanges Lernen. Die Erwachsenenbildung lebt schliesslich davon. Heute morgen wurde ich wieder einmal ein Stück 'gescheiter'. Bis heute morgen wunderte ich mich - fragte leider nie nach, für was es auf Spinnakerleinen einen festen Kunststoffball hat. Die Spinnakerleinen werden mit einer Art Karabiner am Segel eingehängt. Bei einer Genua werden die Leinen mit einem Knoten befestigt. Der Spinnakerbaum hat zum Segel hin eine Öffnung für die Leine einzuhängen, mit einem Schnappverschluss. Unser Karabiner verklemmte sich in der Öffnung und verbog den Verschluss.Am Morgen waren wir genügend westlich und können jetzt, nach der jetzigen Windprognose, Kurs auf Fernando de Noronha nehmen. Durch den Kurswechsel stört der Spinnakerbaum um das Segel 'optimal zu trimmen'. Währe keine Sache, wenn nichts verklemmt wäre. Heute morgen ging es einfach ein wenig länger bis das Segel ohne Spinnakerbaum wider unsere Dada Tux antrieb. Hatte nicht viel Wind, kleine Wellen, somit fast angenehmes Arbeitern auf dem Vorschiff. Mit einem Ball zwischen Karabiner und Spinnakerbaum hätte sich nichts verklemmt. Was zum reparieren... Heute Nacht sind einige Sterne zu sehen. Am Morgen war es sehr bedeckt, am Nachmittag wurde es sonnig.Uns geht es gut, die letzten 2 Tage sind entspanntes Segeln. Mehr als ein Tag kein anderes Schiff gesehen, auch nicht auf den AIS.Damit nicht nur schönfärberei Bilder von uns kommen, so sah der heutige graue morgen aus.
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entspanntes Segeln

entspanntes Segeln
Vor etwa 1Std lass ich in unserem Brasilienführer im Kapitel über die Bevölkerung. Anscheinend fragte 2002 der damalige US Präsident George W Busch seinen Amtskollegen Fernando Henrique Carlos «Do you have blacks, too?». Ausserhalb Afrika leben die meisten dunkelhäutigen Menschen in Brasilien (2014 53% der Bevölkerung). Da klopfte es auf Deck. Es war schon dunkel, Helen schläft in der Koje. Mindelo liegt 280 sm hinter uns. Unser Ziel, die brasilianische Insel Fernando de Noronha, 1075 sm vor uns (sm x 1.852 gibt km). Draussen schaltete ich das Licht ein und sah nicht George W sondern einen zappelnd fliegenden Fisch. Mit seiner zappelei kam er selber wieder in sein Element. Zurück blieb sein penetranter Geruch.Heute war ein ruhiger Tag. Am Morgen mit unserem Leichtwindsegel, dem Parasailor, herumgespielt. In der Segelsprache heisst dies 'optimal trimmen'. Mit 9 kn Wind ist damit die Dada Tux 4.5 kn schnell, mit 12 kn Wind über 6.Am Mittag sahen wir viele fliegende Fische. Sie scheinen vor der Dada Tux zu fliehen. Sie fliegen ohne weiteres 100 m weit.Kein Stern ist jetzt zu sehen. Der Himmel ist bedeckt. Unter Tags war es auch so, gegen abend verschwanden die Wolken. Weil es schöner aussieht natürlich eine Foto mit blauem Himmel und ebensolchen Meer ;-)
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Ausprobieren

Ausprobieren
Der Wind wurde schwacher, trotzdem warteten wir bis es hell war um das Grosssegel aus zu reffen. Das 1. Reff liessen wir stehen. Nachdem Helen paar kurze Stunden schlief, nahmen wir nach dem Frühstück die Segel runter um den Leichtwindsegel (Parasailor) zu setzten. Beim Aufrollen der Genua (Vorsegel) kam kurz der Wind von der anderen Seite. Mit dem Wind von hinten kann dies passieren und wenn man, ich, beim einrollen das Segel mich beobachtet bekommt man eine hübsche Verwicklung. Das Grosssegel sorgte, dass die Dada Tux immer noch mit paar Knoten fährt machte. Von der Genua war ein Teil durch die Leinen kompakt, ein anderer Teil flatterte im Wind. Der flatternde Teil hätte min 1 mal um den Vorstag entwickelt werden müssen. So lange das Boot noch fahrt hatte, ein Ding der Unmöglichkeit. Erst das Grosssegel runter, mit dem Motor langsam einen Kreis fahren, geduldig den Segel nachhelfen damit es wieder eine schöne Genua wird.Mit dem Wind von hinten (seglerisch: achterlicher Wind) hat ein Vorteil, leider auch Nachteile. Schön ist es, dass Boot segelt aufrecht. Wir leben nicht auf der schiefen Ebene. Je nach Wellengang rollt das Boot seitwärts bin und her. Wie in einer Wiege oder auch mehr. Durch die seitliche Bewegung können die Segel zusammenfallen und mit einem Ruck wieder zurück. Damit dies weniger geschieht wird das Segel mit dem Spinnakerbaum ausgebaumt. Im Gegensatz zu einem richtigen Baum ist ein Baum auf einem Segelboot horizontal. Bei unserem Leichtwindsegel gibt es dafür 2 Möglichkeiten. Zuerst probierten wir mal die Version wie bei einem richtigen Spinnaker. Wechselte schnell zu der unserer Variante, den Spinnakerbaum seitwärts mit der Genua. Bei uns steht das Segel so ruhiger. So geht der Tag auch rum. Wir segeln ein wenig westlich, auf dem direkten Weg kämen wir zu früh in eine windarme Zone. Auf dem Foto siehst du den Spinnakerbaum
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Wieder unterwegs

Wieder unterwegs
Nach den letzten Einkaufen verabschiedeten wir uns zum ersten Mal von Darja. Zum ablegen benoetigen wir die Hilfe der Marineros mit ihrem Boot. Der Bug war an Bojen fixiert. Diese Leinen koennten wir von der Dada Tux aus nicht loesen. Im Gegensatz zum befestigen ging dies flott. Für Mindelo hatten wir nicht so viel Wind. Die Ueberfahrt nach Brasilien wollten wir nur mit vollen Dieseltanks machen. An der Tankstelle mussten wir uns gedulden. Der Tank der Tankstelle musste erst gefüllt werden. 360 l kauften wir. Zum zweiten Mal verabschiedeten wir uns von Darja. Vorsorglich legten wir das 2. Reff ins Grosssegel. Zwischen den Inseln herrscht ein starker Wind. Auf der Faehre werden immer Kotzttueten verteilt die auch benutzt werden. Bald musste das 3. Reff ins Grosssegel. Die ersten 3 Stunden hatten wir 30 kn Wind, in den Boeen ueber 40.Jetzt schaukeln wir bei 13 - 17 kn Wind mit ausgebaumter Genua und dem 3. Reff gemuetlich Richtung Suedwest dahin. Wir warten bis es wieder hello ist, um 1 Reff aus dem Grosssegel zu nehmen. Der Leitspruch der Kapverden: No StressUnser erster Sonnenuntergang
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Allerlei Bewegungen (Ende März 2018 bis Überfahrt Brasilien)

Allerlei Bewegungen (Ende März 2018 bis Überfahrt Brasilien)
Marina Mindelo
Mindelo
Ammersee Bayern
Bahnhof Schwyz
Vierwaldstättersee Richtung Schwyz
Vierwaldstättersee Richtung Gotthard
Seelisbergsee
Zugerberg mit Pilatus
Fritz Helen Susanne
Zugerberg mit Rigi
schmutzige Dada Tux
Hotelzimmer Paultal
Paultal
Paultal
Jacarandabaum Paultal
Blume Paultal
Baum Paultal
Papayablüten
alter Bauernhof
Santo Antao Wolken
Santo Antao Wolken
Covakrater Santo Antao
blühende Akazienbäume
Akazienblüten
Schlucht bei Cavouco Silva
Esel bei Alto Mira
Baum bei Alto Mira
Felsen bei Alto Mira
Wandkunst Ribeira Grande
Baia das Gatas
Strand Mindelo

Von unserem Ankerplatz in Palmeira auf der kargen Insel Sal segeln wir direkt nach Mindelo, Sao Vicente. Dort befindet sich der einzige Hafen der Kapverden. Wie es sich schon eingespielt hat bei Distanzen welche knapp an einem Tag zu segeln sind, beschliessen wir gegen Abend los zu segeln um am anderen Tag sicher bei Tageslicht anzukommen. Auf einen Ankerstopp in Sao Nicolau und einen Besuch auf der Insel verzichten wir aus taktischen Überlegungen. Wir beschliessen nördlich der Inseln zu segeln. Die Fahrt erweist sich als ruppig, windig, wellig und zwischen den Inseln Santo Antao und Sao Vicente spüren wir den bekannten Düseneffekt und legen nochmals einen Zahn zu.

Die Marina Mindelo, ebenso wie das dazu gehörende Ankerfeld ist um diese Jahreszeit wenig besucht und wir finden einen (vermeintlich) sehr guten Liegeplatz und machen die Dada Tux fest. Der Wind bläst heftig mit ebensolchen Böen und wir schaukeln fast noch mehr als beim Segeln. Andern Tags verlegen wir. Geplant ist, dass ein Hafenmitarbeiter mit seinem Beiboot unsere vorbereiteten Bugleinen durch zwei Bojen zieht. Aus nicht geklärten Gründen schafft er das nicht und wir driften gegen das Nachbarboot. Dies beschert uns einige Kratzer am Rumpf, was sehr schmerzt. Das Nachbarboot, eine Ovni von Franzosen bleibt jedoch unbeschädigt und letztendlich liegen wir weniger „rupfend“ am Steg. Unser erster Landgang ist der korrekten Anmeldung gewidmet, zuerst in der Marina selbst, dann geht es zu den Behörden. Diese behalten wiederum unsere Schiffspapiere. Es verläuft jedoch alles problemlos. Zu unserer grossen Freude treffen wir auf Valentin von der Felba und ein befreundetes Paar. Wir lernten Valentin vor 2 Jahren auf Tazacorte, La Palma kennen. Bei „Kaffee und Kuchen“ sitzen wir plaudernd austauschend im schwimmenden Bar/Restaurant.

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Sal Kapverden

Sal Kapverden
Teneriffa zum Abschied
Morgenstimmung am 2. Tag
Abendstimmung 4. Abend
Abendstimmung 4. Abend
Getreidemühle
Sal im Dunst
Ankerplatz in Palmeria
Ankerplatz in Palmeria
Ausflug auf dem Pick-up
Buracona
Fata Morgana
Monte Grande
Espargos
Espargos
Slum Espargos
Kinderhort Esparagos
Salina
Porto de Pedra Lume

Gegen Abend, nach 6 Tagen auf hoher See, kommen wir in Palmeira auf der Insel Sal, an. Die kapverdische Flagge, sowie die Q-Flagge (unter Quarantäne – neues Land ausserhalb EU und Schengenraum betretend) ist gesetzt. Das erste Mal sind wir mit der Dada Tux auf einem anderen Kontinent. Wir sind neugierig was uns alles erwartet und hoffen, dass die Begegnungen ein Nehmen und Geben sein werden.

Video Delfine die uns begleiten

Das Ankerfeld ist schon (sehr) gut belegt, gespickt mit etlichen Bojen. Eine nicht zu unterschätzende Aufgabe einen guten Platz zu finden um genügend Schwojraum zu finden. Jedes Boot hat seinen eigenen Schwojkreis, abhängig von verschiedenen Faktoren. So zirkeln wir also um Fischer-, Segel-, Motorboote, Dingis und Bojen umher bei 5-6 Bft. Schwojt ein Boot nicht in der berechneten Richtung aus, kann es schon mal ganz schön brenzlig werden (finde ich zumindest). Wir werfen den Anker auf etwa 6 Meter Tiefe und werfen gleichzeitig die Ankerboje aus. Leider hält der Anker ungenügend, das heisst Anker auf und das Ganze nochmals von vorne. Beim zweiten Versuch klappt es. Trotz des recht starken Windes liegen wir erstaunlich ruhig und geniessen unsere Ankunft. Schon am anderen Morgen haben wir das Gefühl unsere Dada Tux habe sich etwas näher an die nicht weit entfernte grüne Tonne hin gewagt. Nach nochmaliger Ankerkontrolle und „eingraben“ scheint er nun zu halten und wir gehen beruhigt an Land.

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Angekommen

Kurz nach 17:00 (lokale Zeit, UTC-1) sind wir in Palmeria auf der kapverdischen Insel Sal angekommen. Zum ersten Mal setzten wir die gelbe Flagge. Schiffe die behördlich im neuen Land noch nicht gemeldet sind, müssen sie setzten. Für den Schengen Raum ist es nicht notwendig. Morgen werden wir den Behördengang machen. Hier in Palmeria muss man ankern. Das Ankerfeld ist gut belegt. Teilweise liegen die Boote nahe beieinander. So lange wir hier sind spielt es keine Rolle, nach dem Wetterbericht bleibt die Windrichtung so wie die ist. Ändert die Windrichtung könnte es zu 'Schifftütschis' kommen. Ein Einheimischer verdient sich ein karges Einkommen, indem er für die Boote Wassertaxi und andere Dienstleistungen macht. Die Kapverden gehören zu den sehr armen Ländern unserer Welt. Er wird uns am Morgen abholen. Dann werden wir auch schauen, wo und wie wir hier Internet erhalten. Über 200l Wasser machte der Wassermacher am Morgen in 4 Std. Im Ankerfeld ist uns das Meerwasser zu schmutzig, auch wenn es erstaunlich sauber aussieht. Der Wassermacher erspart uns das schleppen von PET Flaschen die imponiert werden. Sal ist eine sehr trockene Insel.Diese Nacht können wir zusammen durchschlafen. Kein schlafen in Etappen. Der Anker sollte halten und der Wind bläst nicht stark. Erstaunlich ruhig liegt das Boot im Wasser. (Ich schreibe die Texte auf den Tablett mir der automatischen Wortkorrektur. So kann es sein, dass in den vorgängigen Berichten ein ab und zu mal ein unpassendes Wort steht) Das heutige Bild habe ich kurz vor Palmeria aufgenommen.
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fliegender Fisch

Fliegende Fische gibt es wirklich. Sie fliegen nicht so umher wie Möwen, einige Meter durch die Luft können sie schon. Bei meinem Kontrollgang und Ausblick im Cockpit da ich etwas längliches auf dem Boden schimmern. Es ist eine dunkle Nacht, paar Sterne sind sichtbar, viele Wolken Verdenken den Sternenhimmel. Der Mond wird erst gegen 4 Uhr aufgehen. Der ca 15 cm lange Fisch lebte noch. Als ich ihn packen wollte rutschte er mir zappelnd aus der Hand. Beim 2. Versuch packte ich stärker zu um warf ihn zurück ins Meer. Musste danach die Hände gut waschen, die stinken streng nach Fisch. Um Mittagszeit legte der Wind zu. Wir setzen das 2. Reff im Grosssegel.Noch 100 sm (185 km) sind es bis zur Insel Sal unserem Ziel. Wir hoffen am Abend noch vor dem Eindunkeln anzukommen.
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