DadaTux Blog

unsere Reiseberichte
Apr
30

Letzte Etappe Patagonien

Chacabuco über Chiloé nach Puerto Montt

Mit den erneuerten Visa wiederum für 90 Tage setzen wir unsere Reise ohne Zeitdruck fort und verlassen gemeinsam mit der deutschen SY Black Forest Chacabuco. Unseren Ankerplatz können wir nur mit berechneter Tide verlassen. Einige Untiefen sind sogar für die Dada Tux mit einem schwenkbaren Schwert zu gewissen Zeiten nicht passierbar.

Der Weg bis zur nächsten und letzten kleineren offenen Überfahrt nach der zweitgrössten Insel Südamerikas Chiloé, der „Boca del Guafo“, bringt uns zuerst nach Puerto Aguirre auf der kleinen Insel Las Huichoas. Beim Vorbereiten zum anlegen sehen wir im letzten Moment, dass wir auf einen kleinen Felsen zusteuern und nur die Geistesgegenwart von Hansueli mit einem Vollstopp rettet uns davor auf zu laufen. Mit Kuchen, Kaffee und Wein feiern wir zusammen mit Black Forest meinen Geburtstag.

Drei weitere Etappen stehen uns vor der „Boca de Guafo“ bevor und führen uns durch die nicht mehr so raue, leider mit vielen Fisch- und Muschelfarmen gespickte Gegend. Die Gezeitenströme sind sowohl bei der Fahrt sowie auch beim ankern nicht zu unterschätzen. Strom mit oder gegen uns bis zu 4 oder mehr Knoten sind schon ein Unterschied und vor Anker wird das Land, resp. das Wasser rund um das Boot bei Unterschieden zwischen Ebbe und Flut von 4-6 Metern mehr oder weniger. Die Landschaften sehen dann teilweise sehr unterschiedlich aus.


Chiloé und die kleinen Inseln zwischen dem Golfo de Corcovado, Golfo de Ancud und dem Festland, werden in der „Bibel“ (so wird der Nautical Guide für Patagonien und Tierra del Fuego von Mariolina Rolfo und Giogio Ardrizzi unter den meisten SeglerInnen genannt) als das schönste Segelrevier der Welt gepriesen. Landschaftlich lieblich mit grünen Weiden, sieht man Schafe, Kühe, einige Pferde und Ziegen.

Die hübsch geschwungen Hügelzüge erreichen kaum mehr als 800 Meter. Unzählige typische Holzkirchen von Chiloé lassen auf einen missionarischen Eifer schliessen.
Ein reger Fährverkehr besteht zwischen den einzelnen Inseln, oft werden diese jedoch nicht mehr als zwei Mal wöchentlich angelaufen und z.B. für 12 km direkte Linie benötigt das Kursschiff zwei Stunden.

Canal Ferronave
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Apr
12

Von „Eden“ nach Puerto Chacabuco

Vier Segelboote in Puerto Edén, eine Seltenheit. Zwei Deutsche Yachten, Black Forest und St. Michel sowie zwei mit Schweizer Flagge, Kama* und Dada Tux. Puerto Edén ist nach einigen Wochen „Einsamkeit“ in den verwinkelten Kanälen, Inseln und Buchten von Patagonien die erste Siedlung welche wir anlaufen. 180 Einwohner, ein viel zu grosses Schulhaus, einige kleine Läden, eine Kirche, ein Fussgänger Holzsteg der um das ganze Dorf führt ein paar Fischerboote und nicht zuletzt gibt es hier ab und zu Internetempfang. Ein Mal pro Woche (am Sonntag) kommt ein Frachter von Puerto Montt, ankert vor der Bucht, bringt etwas frisches Obst und Gemüse, auf Bestellung andere Sachen. Der Ort ist idyllisch von vielen kleinen lieblichen Inseln umgeben. Fischer bringen verhältnismässig teuren Diesel in Kanistern an Bord.



Von Puerto Edén gilt es die Tide für die Angostura Inglesa richtig zu berechnen. Diese strömt mit einigen Knoten durch die enge Stelle. Für kurze Zeit, da die drei anderen Schiffe vor uns weiter reisen, sind wir alleine. Doch schon bald legt Threshold aus den USA neben uns an. Gemeinsam legen wir andern tags ab, ankern in der selben Bucht, besuchen gemeinsam den Seno Iceberg und ankern abends wiederum am selben Ort.



Der Seno Iceberg ist unsere erste Begegnung mit einem bis ans Wasser reichenden kalbenden Gletscher (Glaciar Tempanos). Auf Grund ungünstiger Wetter Verhälntissen können wir die vorgängig geplanten Gletscher nicht besuchen. Umso grösser ist unsere Freude, dass es diesmal klappt. Das Wetter zeigt sich von der guten Seite und mit fast Windstille tanzen uns die Eisstücke nicht allzu sehr um die Nase, resp. um den Bug. Farben und Formen des Gletschers sowie von dem schwimmenden Eis sind einzig artig und ein jedes ein Kunstwerk für sich.

Der Golfo de Peñas, ein offenes etwa 120 nm langes Stück im Pazifik, berüchtigt und gefürchtet wegen seiner Wellen, dem oftmals starken westlichen Winden, welche die Schiffe auf Legerwall treiben, rückt näher. Neben dem täglichen Abrufen der Wetterverhältnisse über das Satellitentelefon informieren wir uns beim Leuchtturmwärter vom Faro San Pedro. Mit raumem Wind und nicht zu hohen Wellen segeln wir die gesamte Strecke, tauchen bei der „Anna Pink“ wieder in die Inselwelt ein.



Bei blauem Himmel und angenehmen Temperaturen verbringen wir einen Ruhetag in Puerto Millabu am Strand und klettern dem Wasserfall entlang hoch um über die eindrückliche Bucht zu schauen. Ein Entscheid liegt an: wollen wir den „Umweg“ über den Arm von Estéro Elefantes, Golfo Elefantes in die Laguna San Rafael wagen. Ventisquero San Rafael ist der weltweit einzige grosse Tidengewässer Gletscher der südlichen Halbkugel der sich so weit nördlich (46°S) befindet. Auf der Nordhalbkugel würde das ungefähr entsprechen wie wenn man am Lago Maggiore kalbende Gletscher bewundern könnte. Die Einzigartigkeit des Gletschers und die günstigen Wetterbedingungen erleichtern uns den Entscheid. Es gilt einige enge Stellen bezüglich der Tide gut zu berechnen, d.h. für uns wir nehmen den Anker bei Dunkelheit hoch und fahren die ersten Meilen mit Radar und unserem Track vom Vortag in die Finsternis. Bald beginnt die Dämmerung und wir gelangen als einziges Schiff (es hat oft Ausflugsboote) in die Laguna. Die Sonne zeigt sich, Delfine begleiten uns und wir geniessen die Schönheit dieses Ortes in vollen Zügen.

Angostura Inglesa
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Mär
17

Erste Schritte im patagonischen Chile

Ushuaia verlassen wir Anfang Januar und segeln ostwärts nach Puerto Williams, dem Einklarierungshafen für Chile. Club Naval de Yates Micalvi (dem südlichsten Yachtclub der Welt) ist unser Ziel, nur ca. 25 nm von Ushuaia entfernt und legen im Päckchen mit 4 anderen Booten an. Micalvi ist ein auf Grund gesetztes Boot, woran man sich vertäut, der ehemaligen Aufenthaltsraumes des Schiffes bietet einen WiFi Spot, eine Bar (aktuell ausser Betrieb) und ist Treffpunkt der SeglerInnen aus aller Welt. Toiletten, Duschen und Stromanschlüsse sind in einem eher desolaten Zustand, da seit geraumer Zeit kein Unterhalt (gehört zur Armada) gemacht wird. Es fehlt zur Zeit ein „Hafenmeister“. Dies ändert jedoch nichts an seinem Charme. Lucipara2 (Holland) begrüsst uns und einige Tage später stösst Maramalda (Schweiz) dazu, beides SY die in der WhatsApp Patagoniengruppe sind und wir schon kennen.


Auf der Maramalda (einer sehr gepflegten HR 43) von Dani und Rita legen wir in Richtung Kap Hoorn ab. Nicht ohne vorher gemeinsam gut geplant, die Bewilligung eingeholt und das Wetter genau „studiert“ zu haben. Die Umrundung erfolgt von West nach Ost. Die chilenische Armada schreibt genau vor, wo man durch segeln darf – es sind doch erhebliche Einschränkungen -. Auf der Insel Lennox verbringen wir unsere erste Nacht mit einem französischen Boot als Nachbarn. Das Ankermanöver gelingt auf Anhieb, Landleinen sind keine gefragt. Tags darauf ankern wir in der mit Kelp stark „ausgeschmückten“ Bucht Maxwell, sicher mit zwei Landleinen durch Rita und Hansueli befestigt. Die Landschaft wird karger, steile nackte Felswände umgeben uns, dazu kommt der Schwell vom Pazifik.

Fata Morganas tricksen uns aus. Wir sehen von weitem bizarre Felsformationen, die sich etwas später in Luft auflösen. In der Caleta los Leones (Isla Hornos) ankern wir um mit dem Dinghi zum Kap Hoorn, die Holzstufen zum Leuchturm hinauf zu steigen, die Aussicht zu bewundern und uns im „Gästebuch“ ein zu tragen. Wind und Wetter zeigen sich ausnehmend freundlich, es entsteht kein „gruseliges“ Kap Hoorn Gefühl.

Ein Erlebnis ist es allemal und die diversen Stempel im Pass und eine Urkunde ausgestellt vom Kap Hoorn Wärter sind, nebst den persönlichen Eindrücken, eine eindrückliche Erinnerung. Nun sind doch stärkere Winde angesagt und wir beeilen uns den Rückweg unter die Segel zu nehmen. Einen Zwischenstopp gibt es noch in Puerto Toro (Insel Navarino), danach geht es zurück nach Puerto Williams. In vier Tagen umrunden wir zu viert Kap Hoorn.

Maramalda in der Caleta Maxwell
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Feb
26

Beagle zu Magellan und weiter

Die beiden südamerikanischen Wasserstrassen Beagle Kanal und Magellan Strasse liegen seit heute morgen südlich von uns. Die letzte Nacht lagen wir am westlichen Ende der Magellan Strasse in einer schönen offenen Bucht. Trotzdem gut geschützt vor den vorherrschenden Westwinden. Mit Regenwetter, ist die Normalität hier, und schlechter Sicht segeln wir heute nordwärts durch den Canal Smyth.
Auch wenn es jetzt regnet, hatten wir doch Glück mit dem Wetter. Wegen zu starkem Wind mussten wir erst in 2 Ankerbuchten auf weniger Wind warten. Ankern in dieser Region heisst den Anker nahe am Ufer setzten, das Bootsheck in Richtung Ufer und danach mit 2 oder 3 Landleinen zu Bäumen, Sträuchern oder grossen Steinen das Boot fixieren. Dazu haben wir 2 110m lange 18mm Schwimmleinen und eine 140m lange 16mm Schwimmleine. 'Normale' Leinen sinken im Wasser und solche zu legen wäre sehr schwierig. Das Kelp erschwert das Ankern zusätzlich. Es ist sehr zäh, die 'Äste' können bis 20m lang werden. Immer wieder hängt Kelp am Anker der sich nur mit einer an einem Stiel befestigten Säge entfernen lässt. Kelp hat auch was gutes, ist es auf dem Wasser sichtbar, ist es dort nicht mehr tief.
Auf die Seekarte ist kein verlass. Mal stimmt sie und dann öfters wieder nicht. Nach der Seekarte ankerten wir einmal 1km neben der Bucht auf dem Land. Deshalb machen wir keine Nachtfahrten und suchen uns jeden Abend eine Ankerbucht.
Vor 15 Tagen verliessen wir Puerto Williams. Inzwischen ist der frische Salat aufgebraucht. Gemüse und Früchte haben wir noch. Bei den Temperaturen hier hält es sich länger frisch.
Immer wieder treffen wir befreundet Boote, wie die KAMA* mit Ernst, Margrit und Katja und die Lucipara2 mit Ivar und Floris.
Kap Hoorn umrundeten wir doch noch. Zusammen mit Rita und Dani auf ihrem Segelboot Maramalda. Bei gutem Wetter, d.h bei wenig Wind, kann man beim Kap Hoorn 'ankern'. Sicher ankern geht nicht. Das Wasser ist 20m tief und der Anker hält nicht wirklich. Deshalb muss jemand auf dem Boot bleiben. Zu zweit macht der Ausflug kein Spass. So waren wir 4 Tage bei traumhaft gutem Wetter, eine grosse Seltenheit, Gast auf der Maramalda.
Ausführliche Berichte und Bilder können wir nur mit einem guten Internet Zugang publizieren.
In dieser einsamen Gegend, wo es Gletscher bis ans Meer gibt, im Sommer öfters schneit, Wale, Robben, Delfine und Pinguine neben dem Boot schwimmen, Albatrose, Sturmvögel, Condore in der Luft segeln, gibt es kein Handy Netz, kein WhatsApp und kein Google.
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Jan
20

Zeit in Ushuaia und Umgebung

Von den 17 Segelbooten unserer WhatsApp Patagoniengruppe sind am 24.12.2018 vier in Ushuaia, Paladin aus Frankreich, Pazzo aus den USA, Lucipara2 aus Holland und wir. Von einigen wissen wir, dass sie auf den Maladiven (Falkland) angekommen sind, andere scheinen noch unterwegs zu sein. Dabei sind Boote aus Frankreich, Dänemark, Deutschland, Italien, Südafrika, USA und der Schweiz.


Wie immer nimmt das sich Orientieren vor Ort einige Tage in Anspruch. Wir liegen im Päckchen an einem Boot mit amerikanischer Flagge, der Miteigner von la Pinta ist Italiener und der andere Argentinier. An uns ist Pazzo aus den USA festgemacht. Der Club Nautico und der Afasyn sind vor allem ein Mekka aus französischen Segelbooten. Sie bieten Charter in die Antarktis an und scheinen eine eingefleischt Gemeinschaft zu sein. Daneben gibt es einige Holländer.

Ushuaia Cub Nautico
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Dez
27

Unter Segel von Piriapolis nach Ushuaia


Anfangs November lassen wir die Leinen in Piriapolis los. Unsere erste Etappe führt uns bis nach Mar del Plata, etwa 245 nm entfernt. Nach über zwei Monaten auf dem „Trockenen“ müssen unsere Seebeine zuerst wieder etwas wachsen.

Die Überfahrt verläuft problemlos mit moderaten achterlichen Winden wir kommen sicher im Yacht Club Argentino an, bleiben beim anlegen zwischen den zu krummen und engen Pfählen stecken und touchieren mit der einen Wante. Zum Glück ohne Schaden wie wir durch eine Mastkontrolle feststellen. Noch nicht einmal richtig vertäut stehen sieben Personen und ein Hund vor der Dada Tux. Es sind Leute von der Prefectura, dem Zoll und von der Immigration. Am nächsten Tag holen wir unsere Freundin Moni vom Flughafen ab und freuen uns sie dabei zu haben. Mit Guillermo, einem Kapitän auf einem Fischerboot freunden wir uns im Yachtclub an. Er gibt uns zahlreiche gute Tipps, führt uns mit seinem Auto überall hin und wir erfahren so einiges über Land, Leute und natürlich der Fischerei.


Die benötigten Landleinen sind leicht zu finden, alles andere wie gefütterte Gummistiefel, Kugelfender und das auffüllen unserer Gasflasche bleibt ein Wunsch. Die 15 Liter Motoröl „ergattern“ wir teuer im letzten Moment. Dafür können unsere Essensvorräte gut aufgestockt werden.

Der Superwind, unser Windgenerator, lädt nicht mehr und Hansueli ist wieder einmal mehr in Kontakt mit der Herstellungsfirma. Es scheint uns nichts anderes übrig zu bleiben als Ersatzteile nach Ushuaia kommen zu lassen in der Hoffnung, dass diese ankommen und wir das Problem lösen können. Zum Glück scheint oft die Sonne bei sehr angenehmen Temperaturen und unsere Solarpanele beliefern uns teilweise mit Strom, teilweise kommt er über den Motor den wir bei Flaute laufen lassen.

Abschied von Piriapolis
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Dez
21

Der Andine Nordwesten und der Nordosten Argentiniens

Um die „Wartezeit“ bis zur Weiterreise mit der Dada Tux „aus zu nützen“ beschliessen wir einige Tage im Landesinneren Argentiniens zu verbringen. „Acrux“ Stellar Destination, eine auf individuelle Reisen spezialisiertes Reisebüro in BA, stellt uns einen gut durchdachten und bestens organisierten Trip zusammen. Die Reise führt uns in die Provinzen Salta, Jujuy und Misiones. Salta und Jujuy werden vom südlichen Wendekreis durchzogen, grenzen an Bolivien und Chile. Die Mehrheit der Bevölkerung ist auch heute noch der indigenen Tradition verpflichtet.

Von BA fliegen wir nach Salta (der Abflug verzögert sich auf Grund eines weiteren Streiks der Argentinischen Fluggesellschaft um einen halben Tag). Wir beschliessen deshalb den „Memorial Park“, eine den Diktaturopfern gewidmete eindrückliche Anlage zu besuchen.

Gedenkpark an die Opfer der Militärdiktatur
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Dez
18

Buenos Aires

Früh morgens geht es in Piriapolis zu Busstation, von dort bis Montevideo und mit „Francisco“, nach dem aus BA stammenden Papst benannte Buquebusfähre nach Buenos Aires wo wir gegen 13.30 eintreffen, unserem ersten Aufenthalt für 4 Tage in Argentinien.

Omar, ein argentinischer Segler, den wir in Brasilien kennen gelernt haben, holt uns ab. Er gehört einem Segelverein an, der ausländischen Langfahrtseglern hilft, sich zurecht zu finden, auch bei den recht komplizierten Behördengängen (wenn man mit dem eigenen Boot hinkommt). Anscheinend gehört dazu ebenfalls eine sachkundige Stadtführung was wir sehr geniessen.
Eine Grossstadt erwartet uns mit einer gewaltigen „Geschichte“, stark, jedoch nicht nur, geprägt von Europäern.

Frühlingshafte Bäume
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Hansueli
Salü Ludwig wenn du auf ein Bild klickst, erscheint es gross und kannst die Bilder durchschauen. Unter dem Bild steht ein kurzer N... Weiterlesen
Dienstag, 18. Dezember 2018 04:35
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Dez
13

fast Kap Hoorn

Heute Abend, am 12. Dezember 23:20 argentinische Zeit, erreichten wir den vermutlich suedlichsten Punkt unserer Reise. Wir wissen nicht wohin es uns in den naechsten Jahren treibt.
Der Punkt liegt noerdlich der kleinen Isla Nueva (Chile) auf 55*05' Sued und 66*37' West. Oder 59 Nautische Meilen (NM) (110km) noerdlich vom Kap Hoorn und kurz vor dem Beagle Kanal.
Morgen, am fruehen Nachmittag, werden wir die suedlichste Stadt erreichen. Ushuaia hat um die 60000 Einwohner, gehoert zu Argentinien.
Nach Ushuaia werden wir Puerto Williams (Chile) anlaufen. Am Morgen fahren wir neben Puerto Williams vorbei, duerfen noch nicht anlegen. Erst muessen wir uns in Argentinien abmelden. Danach 25NM zurueck segeln um uns in Chile an zu melden. Puerto Williams liegt suedlicher als Ushuaia, ist mit ihren 3000 Einwohner ein Dorf. Wie lange wir wo bleiben ist offen.
Mit dem Wetter hatten wir es nicht schlecht. Der Wind haette ausgeglichener sein koennen. Um zum guten Zeitpunkt durch die Estrecho de la Maire (Ostecke von Feuerland) wegen der starken Stroemung zu kommen und den vorhergesagten Starkwind mit Boeen bis 55kn ab Freitag, stellten wir unser Motor früher ein als sonst.
Soeben wurden über Funk (vermutlich von Chile) nachgefragt, woher wir kommen, wer an Bord ist und wann wir wo anlegen.
Unser suedlichster Punkt:

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Dez
06

Uruguay

Seit Ende August sind wir im Puerto Piriapolis und bleiben bis wir weiter nach Mar del Plata segeln.

Seeloewe Piriapolis
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Nov
27

sind unterwegs

Unser letzter Blogeintrag liegt einige Zeit zurück.
Wir erlebten vieles in der Zwischenzeit, fast nur gutes. Unsere Dada Tux lag über 2 Monate in Piriapolis / Uruguay. Mit einem Mietwagen schauten wir in 4 Tagen die Landschaft von Uruguay an. In Buenos Aires hörten uns sahen wir verschiedene Arten vom Tengo. Trafen dort auch Segler, die wir unterwegs kennen lernten. Omar zeigte uns die Stadt. Pietro stellte uns ein Reiseprogramm in den Nordwesten von Argentinien und zu den Iguazu Wasserfällen zusammen.
Als wir vom Buenos Aires aus in den Nordwesten fliegen wollten, streikten die Piloten der argentinischen Fluggesellschaft. Mit einer anderen Gesellschaft könnten wir am gleichen Abend doch noch fliegen. 5 Tage fuhren wir mit einem Mietauto durch die vielseitige Landschaft am Rand der Anden. 2 Tage besuchten wir die Iguazu Wasserfälle. Der Rheinfall ist dagegen ein sehr kleines Bächlein.
Nach unserer Rückkehr nahmen wir die Dada Tux aus dem Wasser. Die Unterwasserfarbe (Antifouling) musste erneuert werden.
Auch wenn wir in Rente sind und 'frei' umhersegeln können, haben wir doch ab und zu Termine, die wir einhalten wollen. (Zum frei Segeln schreibe ich weiter unten was). Am 7. Nov. erwarteten wir unsere Freundin Moni in Mar del Plata / Argentinien. Sie begleitet uns weiter südwärts.
Die letzten 3 Tage verbrachten wir in dem Golfo Nuevo bei Puerto Madryn. Am Eingang zum Golfo Nuevo konnten wir uns kaum an den vielen Walen satt sehen. Morgen werden wir unsern Anker in Puerto Santa Elena fallen lassen. Auch wenn 'Puerto' nach Hafen tönt, es ist eine geschützte Bucht. Vielleicht sehen wir dort die ersten Pinguine. Tux freut sich seine Kumpane zu treffen.
Zur Freiheit des Segeln. In Uruguay mussten wir uns bei der Prefektura (Teil des Militärs), wie in Brasilien auch, anmelden. Zusätzlich benötigten wir deren Bewilligung um die Dada Tux aus dem Wasser zu nehmen. Mussten denen auch sagen, wer welche Arbeiten am Boot macht. In Mar del Plata / Argentinien standen 7 Offizielle mit einem Hund an Bord, bevor wir die Dada Tux richtig angebunden hatten. Täglich müssen wir dem Militär über Funk oder E-Mail unsere Position durchgeben.
Dafür sind die Leute nett und hilfsbereit, die Landschaft und Tierwelt interessant.
Vor paar Tages, auf dem offenen Meer, änderte ein Schlepper seinen Kurs auf uns zu. Sie kreuzten uns relativ nahe, hupten und die Besatzung winkte uns zu. Sie wollten nur sehen, was für ein ausländisches Segelboot Richtung Süden segelt. Sind nicht so zahlreich.
Die ausführlichen Berichte mit Fotos kommen, irgend wann sicher ;-)
Unser Sonnenuntergang um 20:30:

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Sep
29

Rückblick 90 Tage Brasilien

Reisezeit vom 24. Mai (Recife) bis 21. August 2018 (Rio Grande do Sul)
Zurückgelegte Distanz:  2756 NM (5104 km)

Besuchte Bundesstaaten

Pernambuco, Bahia, Amazonas (mit Flugzeug), Espirito Santo, Rio de Janeiro, Sâo Paulo, Santa Catarina, Rio Grande do Sul

schmutziger Fluss Recife
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Sep
10

Unser letztes „Stück“ Brasilien

Paraty ist eine sehr malerisch am Meer gelegene Kolonialstadt und steht unter Denkmalschutz. Als Eigenheit zu erwähnen ist, dass erstmals die Strassen von Sklaven mit Kopfsteinpflaster auf Meereshöhe gebaut wurden um die Abwässer weg zu spülen. Bei Flut stehen deshalb einige Strassen unter Wasser. Während unseres Aufenthaltes finden die viel besuchten Literaturtage statt. Einzelne Lesungen sind auf französisch oder englisch, meistens jedoch auf portugiesisch. Wir nehmen den geschäftigen Betrieb in uns auf und schlendern durch den wirklich pittoresken Ort. Paraty ist ebenfalls bekannt durch sein Heilklima und die brasilianische (finanzielle) Oberschicht tummelt sich hier.
Die Marina de Engenho, wo die Dada Tux liegt, ist ein wunderschöner ruhiger Ort etwa 5 km ausserhalb der Stadt. Diese Marina gehört Amyr Klink, einem Brasilianer welcher mit seiner Aluminiumyacht von Pol zu Pol gesegelt ist und in Brasilien einer der grossen bekannten Segler ist. Manch einer besitzt hier eine (Segel)Yacht obwohl diese Gegend Wind arm ist. Oft wird ein Schiff als Zweit- oder Drittwohnung benutzt. Alex, ein Franzose, lebt z.B. seit 10 Jahren hier und verdient sich seinen Lebensunterhalt in dem er drei Segelboote hegt und pflegt. Er ist sehr hilfsbereit und gibt uns auf unsere diversen Fragen viele gute Tipps.

Unsere Fahrräder leisten gute Dienste, fast täglich radeln wir von der Marina in die Stadt und zurück. Das erste Mal auf unserer Reise haben wir Probleme mit den Geldautomaten, d.h. sie „spucken“ auf unseren Befehl kein Bargeld mit der Postcard aus. Auf Nachfrage in der Schweiz bekommen wir die Antwort, dass von ihrer Seite alles in Ordnung ist, dass es aber bekannt sei, dass es in Brasilien Probleme gibt. Dies hilft uns jedoch wenig haben jedoch momentan keine andere Möglichkeit als dies zur Kenntnis zu nehmen. So sind wir, auch wenn nicht mit Geld, so doch um eine Erfahrung reicher. Trotzdem sind wir nun Besitzer eines kleinen Zweitdinghis mit festem Boden um für die vorgesehene Reise Richtung Patagonien ausgerüstet zu sein.

Im Hintergrund Paraty
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Hansueli
Salü Ursula, salü Hansueli Danke vielmals für eure Wünsche und Kommentar. Hier kommt langsam der Frühling. Zwar regnete es heute s... Weiterlesen
Samstag, 29. September 2018 22:17
Hansueli
Salü Monika schön dass dir unsere Berichte gefallen. Hafengebühren sind so eine Sache. In Brasilien werden sie auf den jeweiligen ... Weiterlesen
Samstag, 29. September 2018 22:29
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Aug
01

Entlang unterschiedlicher Küsten wie die der Entdecker, der Wale, der Grünen Küste, des Kaffee`s

Entlang unterschiedlicher Küsten wie die der Entdecker, der Wale, der Grünen Küste, des Kaffee`s

Ilhéus bis Paraty

Allgemein:

Ich möchte allen, welche Lust haben mit der Geschichte all dieser Orte vertrauter zu werden das Buch von Stefan Zweig „ein Land der Zukunft“, ein Reisebuch und eine Liebeserklärung an Brasilien (1940/41) empfehlen. Es ist ein Buch von hohem sprachlich-literarischem Wert und gibt einen wunderbaren auch geschichtlichen Abriss der meisten Gegenden, welche Hansueli und ich besuchen. Auch Jorge Amado (geboren in Ilhéus) beschreibt vor allem seine Heimatregion Bahia in realistischen Bildern vorwiegend des sozialen Lebens. Es gibt neuere sicher auch gute Literatur, ich habe einfach „Zweig“ und „Amado“ gelesen und bin begeistert. Es sprengt unseren Rahmen und ist ja nicht für alle gleich interessant, jeweils noch allzu viel Geschichte im Blog zu schreiben. Unser Blog soll vorwiegend unsere punktuellen Erlebnisse und Eindrücke wieder geben.

Es regnet seit gut 2 Tagen, die Sicht ist schlecht, es hat wenig Wind und so verschieben wir die geplante Abfahrt um einen Tag.
Von Ilhéus nach Coroa Vermelha geht unsere Reise. Die Strecke beträgt ca 120 sm. Wir gehen Anker auf gegen 14.00 und kommen am nächsten Tag an. Die Strecke entpuppt sich als eine Art „Katz und Mausspiel“; es regnet, keine 5 Minuten später scheint die Sonne, es hat Wind zum segeln, wir setzen entsprechend Segel, kaum erledigt ändert der Wind seine Richtung und/ oder er schläft wieder ein. So heisst es für uns „fieren“, „dicht“ nehmen“, Genua einrollen, Genua ausrollen, Motor ein, Motor aus. Wir sind beschäftigt. Nicht zu unterschätzen sind die zahlreichen Fischerboote besonders nachts. Sie haben kein AIS oft auch keinen Radarreflektor. Mit ihren Lichtern erscheinen sie auf dem Meer wie Sterne am Himmel, am Horizont kaum zu unterscheiden und so sehe ich tatsächlich plötzlich 3 Fischerboote, wo vorher nur eines war (zwei davon sind Sterne). Es gilt in regelmässigen Abständen mit Fernglas und von Auge eine sorgfältige Rundumsicht zu machen. Der Vollmond scheint, dann verschwindet er hinter dunkeln Wolken. Auch er spielt „Katz und Maus“ mit uns.

Regenbogen
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Jul
02

Recife – Salvador – Manaus – Tariri Amazon Lodge – Salvador - Ilhéus

Recife - Salvador

3 ½ Tage brauchen wir für die 424 sm von Recife nach Salvador. Der Wind ist uns, wenn auch eher am Wind segeln, günstig gesinnt, bis kurz vor Salvador. Dort frischt er stark auf, es regnet, die Sicht ist schlecht (fast wie oft im englischen Kanal). Was uns erstaunt und wir in keinem von uns konsultierten Führer gefunden haben ist, dass wir während eines Grossteils der Strecke teilweise starke Strömung (gut 2 kn) gegen uns haben. Wir lesen, dass Pier Salvador, eine etwas nördlich des Zentrums gelegene Marina, ruhig und preiswert ist und Busse regelmässig ins Zentrum fahren. Es gilt vor der Einfahrt eine nur ein Meter tiefe Sandbank zu beachten. Wir legen mit viel Seitenwind an, touchieren ein kleineres Segelboot und verbiegen eine seiner Relingstangen. Das scheint jedoch überhaupt nichts zu machen trotz unserer Nachfrage wie wir den Schaden regeln können. Ein Mitarbeiter wird es reparieren und damit ist die Sache erledigt. Knapp hinter uns kommt ganz per Zufall ein weiteres Schweizersegelboot (September) an und so liegen wir dicht neben einander. Die Leute heissen uns willkommen, der Ort ist ruhig und idyllisch gelegen, das Internet schnell, das Wasser gut, die sanitären Einrichtungen und der Zustand der Stege jedoch etwas dürftig.

Da „Romlea“, eine holländische Segelyacht, welche ebenfalls nach Patagonien möchte, in der stadtnahen Marina liegt, beschliessen wir zu verlegen. Es ist „schwelliger“, jedoch alles ist viel zentraler gelegen. Die Dada Tux liegt vis à vis vom Elevador Lacerda. Das erlaubt uns von der Cidade Baixa in die Cidade Alta innerhalb sehr kurzer Distanz zu gehen.

Sonnenuntergang 3. Abend
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Hansueli
Salü Ursula, salü Hansueli schön immer wieder von euch zu lesen. Wir hoffen es geht euch gut und seid gesund. Lieber Gruss Hansuel... Weiterlesen
Freitag, 06. Juli 2018 16:49
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Jun
06

Angekommen in Salvador

Heute im späterem Nachmittag sind wir in Salvador da Bahia eingetroffen. Gestern sah es so aus, dass wir vor dem Eindunkeln nicht ankommen. Mal hatten wir wenig, kurz darauf mehr Wind.
Kurz vor Salvador frischte der Wind bis zu 32 kn (7 Bf oder 60 km/h) stark auf. Dazu immer wieder Regen und entsprechende Wellen. Es scheint mir, nicht nur die Kriminalität sonder auch das Wetter soll Turisten von Salvador abhalten ;-)

Wir sind in der kleinen Marina Pier Salvador am Stadtrand. Sie liegt ruhig, die in der Stadt sollen einiges mehr Schwell in der Marina haben.

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Jun
04

ungewiss

Ob mein gestriger Blog auf dem Server ankam, weiss ich nicht. Nachschauen vom Schiff aus, kann ich nicht. ' Vom Schiff aus' stimmt diesmal wirklich.
Nun ja, was schrieb ich. Seit gestern Samstag morgen (sehr früh, 6 Uhr) sind wir wieder unterwegs. Sonst noch ein paar Beigemüse. (Was ich als Vegetarier nicht so kenne. Bei uns gibt es keine Beilagen, zu Fleisch.)
Ungewissheit auch, wie stark der Gegenstrom im Meer ist. Wir haben 2 verschiedene Geschwindigkeit Angaben. Die Geschwindigkeit durch das Wasser wird durch ein kleines Schaufelrad im Bootsrumpf gemessen. Dies ist meist ungenau, kann auch verschmutzt sein. An einem Ort ohne Strömung im Meer kann es eingestellt werden. Die andere Messmethode ist das GPS. Die errechnet unsere Geschwindigkeit recht genau.
Seit gestern segelten wir um die 50 sm mehr durch das Wasser als über Grund. Der Gegenstrom beträgt immer noch über einen Knoten. Dies bedeutet, dass wir deswegen in einer Stunde 2 km weniger weit segeln. Statt mit 6 kn segeln wir effektiv nur mir 4.5 kn.
Trotzdem werden wir in Salvador ankommen.
Unter Tags hatten wir halben Wind (Wind von der Seite). Damit segelt die Dada Tux relativ aufrecht. Gegen Abend drehte der Wind 20 Grad mehr südwärts. So segeln wir wieder härter am Wind (Wind von vorne). Damit legt sich unser Schiffli mehr zur Seite.
Im Schluss ein Wolkenbild von heute abend (Zeitunterschied zur Schweiz - 5 Std)

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Jun
03

Morgens um 6 Uhr

Früh standen wir heute Morgen auf. Um 4 weckte uns der Handy Wecker. 2 Std später legten wir ab. Unser Ziel ist Salvador. Wir werden um die 3 1/2 Tage benötigen.
Gestern buck ich noch ein Brot. Beim Getreide mahlen kommt mir immer Walter, der gut Mechaniker von der Alunga (www.alunga.ch) in den Sinn. Ohne seine Hilfe wäre die Mühle immer mich kaputt. Brot aus frisch gemahlenem Getreide könnten wir vergessen.
Auf dem Markt war am Freitag das Angebot wieder grösser. Wir wissen nicht genau, aber es schien uns, dass der Streik der Chauffeure wieder beendet ist.
Bis gegen abend mussten wir den Motor laufen lassen. Dies wussten wir aus dem Wetterbericht. Zusätzlich haben wir einen Gegenstrom um die 1.5 kn. Jetzt scheint am fast wolkenfreiem Himmel der Mond sehr hell. Hatten heute auch anderes Wetter, starke Regenschauer lösten sich mit Sonnenschein ab.

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Mai
31

Paradiese (Überfahrt nach Brasilien, Recife)

Es scheint unzählige beschriebene und unbeschriebene irdische Paradiese zu geben, es gilt nur sie zu sehen. An einem mit vielen Lorbeeren beschriebenen, Fernando de Noronha, fahren wir bewusst vorbei, da „nur“ Regen angesagt ist.

Kurz zurück zu unserer 14tägigen Überfahrt (als Ergänzung zu Hansueli`s täglichen Berichten). Wir starten fulminant in Mindelo, mit über 30 kn Wind und rechtem Wellengang. Dies dauert etwa einen Tag, danach (sehr) ruhiges Parasailorsegeln über Tage, in den „Rossbreiten“ motoren wir. Hansueli überlegt sich ein Meerbad zu nehmen, ich bin da weniger überzeugt. Schon bald setzen wir den Code 0, später die Genua und das Gross und segeln Richtung Recife.
Alles in allem eine ruhige Überfahrt mit zwischen durch intensiven seglerischen Tätigkeiten. Als Einstimmung auf den neuen Kontinent lese ich „Magellan“ von Stefan Zweig, eine in jeder Hinsicht sehr empfehlenswerte Lektüre (danke Christoph). Von Stefan Zweig existiert ebenfalls eine Liebeserklärung an sein für kurze Zeit gewähltes Exil „Brasilien“ ein Land der Zukunft.

erster Sonnenungtergang
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Mai
24

Angekommen

Nach dem Mittag sind wir in Südamerika angekommen. Bremsen hätten wir nicht müssen. Nach Mitternacht kam ein starker Gegenstrom auf. Zeitweise über 2.5 kn. Da bleibt mit der gezogenen Bremse nicht mehr viel fahrt.
Das erste was wir am Horizont von Brasilien sahen, waren weder Berge oder Hügel. Hochhäuser und nicht wenige sahen wir als erstes am Horizont.
Nach 369 Std oder 1707 sm Zweisamkeit auf dem wechselhaften Meer legten wir in Recife an. Von der Stadt sahen wir noch nichts, dies kommt in den nächsten Tagen. Morgen ist der Gang zu den Behörden. Ohne lange Hosen, Hemd und geschlossene Schuhe kommt man als Mann nicht weit. Auch bei über 30 Grad.
Nach den Behörden sollte die Dada Tux vom Salz befreit werden. Ein Teil wusch heute abend ein Platzregen ab.
Es sei zur Zeit schon ein wenig warm hier zur Winterzeit , sagte uns die Frau auf dem Marine Büro. Heizung brauchen wir nicht.

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Hansueli
Salü Ursula, salü Hansueli vielen herzlichen Dank und einen lieben Gruss (auch an Martha) aus Recife
Freitag, 25. Mai 2018 05:00
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