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Nordostseekanal und Me(eh)r Juni 2017

Wir fahren durch die Schleuse (für Thea und Denis – Fender bei beiden Schleusen ganz tief hängen) von Brünsbüttel und legen im kleinen Hafen an.
brunsbuettel01 Nordostsee Kanal Nordostsee KanalWir fahren das erste Mal ein gelungenes Heckbojenmanöver und empfangen abends Anne, David, Lia und Thea. Wir freuen uns riesig die Familie auf der Kanalfahrt dabei zu haben. Für Lia und Thea ist es ein Abenteuer. Sie klettern begeistert auf und unter Deck herum und fühlen sich sofort zu Hause.

Wir fahren früh los und gewöhnen uns rasch an die vielen grossen und kleineren Frachter, welche an uns vorbei fahren und die Dada Tux klein erscheinen lassen. Wer sich interessiert dafür siehe einen interessanten Beitrag, von Hans zugesendet
https://www.youtube.com/watch?v=CBFjONcZP_U.

Von der Landschaft sieht man/frau vom Segelboot aus „nur“ an einigen Stellen die Landschaft. Mir  jedoch gefällt die Uferböschung mit den verschiedenen Grünschattierungen, den Pflanzen, den Blumen ebenfalls gut. Dazu sehen wir viele Schwäne, auch mit ihren Jungen, Enten…. Der Himmel ist mit seinen verschiedenen Stimmungen von Sonne, Wolkenbilder. Da Hansueli die „Wache“ der ganzen Kanalfahrt übernimmt, bleibt mir Zeit für Lia und Thea, was ich sehr geniesse.

Kiel Marlin und Dada TuxVor der Kielerschleuse warten wir etwa 1 ½ Stunden um einschleusen zu können, da einige Schleusen wegen Bauarbeiten nicht in Betrieb sind. Dieses Mal hängen wir die Fender genügend tief. Per Telefon erkundigt sich Hansueli nach einem Hafenplatz. Wir werden fündig und laufen schon bald in Kiel Seeburg ein.
Kiel ist eine im zweiten Weltkrieg stark zerstörte Stadt. Wir bummeln einen Tag umher, stossen auf einen grossen Flohmarkt, ansprechende Grünflächen und einen nach dem Krieg neu erbauten Stadtteil mit einem integrativen Konzept.

Parasailor Parasailor ParasailorDie Wetterprognosen versprechen noch zwei Tage „günstigen“ Wind um nach Hohe Düne (Rostock) zu gelangen, später in der Woche sind Starkwinde und „falsche“ Windrichtung für uns angesagt. Also segeln wir tags darauf weiter bis nach Hohe Düne wo wir am Blauwasserseminar teilnehmen und unsere neue Exploration 45 Interessierten vorstellen. Einen Tag später legt die „Marlin“ neben uns an, eine 60 Fuss lange Aluyacht von dem bekannten deutschen Seglerpaar, Michael Wnuk und Nathalie Müller. Sie nehmen Gäste mit an Bord und es steigen tatsächlich 5 Schweizer heraus. Natürlich wird ausgetauscht und wir erfahren, dass David sich ein eigenes Aluboot baut und in 2-3 Jahren damit, gemeinsam mit Stephanie, unterwegs sein wird. Ich bewundere die beiden jungen Leute, freue mich für sie und wünsche, dass sie ihre Vision leben können.

Wir treffen während des Seminars auf unterschiedliche Leute, einfach so, wie das Leben eben ist, bunt und vielseitig. Ein Austausch bringt neue Erkenntnisse oder verfestigt die alten. Unsere „neue“ Dada Tux erhält viel Lob und wird oft besucht, so dass wir richtig „Arbeit“ haben. Der Residenzyachthafen Hohe Düne entspricht eher dem gehobenen Standard – ausser wenn es darum geht einlaufenden Schiffen Hilfestellung zu bieten bei teilweise recht schwierigen Einlaufsituationen - und ist nicht ganz unsere Welt.

Kreidefelsen Insel MonKreidefelsen Insel MonKreidefelsen Insel MonSonntagabend kommen Marleth und Ingo zu uns an Bord und wir segeln einige Tage gemeinsam. Anderntags ist starker Westwind angesagt und wir entscheiden uns für ein paar Stunden segeln in der Gegend und abends wieder zurück nach Hohe Düne, an stelle wie geplant einen Schlag nach Gedser (Südspitze Dänemarks) unter den Kiel zu nehmen. Vom dänischen Wetterdienst gibt es Sturmwarnung. Den nächsten Tag verbringen wir an Land, Warnemünde ist ein reizendes Ostseestätdchen und der Sandstrand ist vom feinsten. Eine Strecke von etwa 50 sm bringt uns mit gutem Wind nach Klintholm auf der Insel Møn, nahe der berühmten Kreidefelsen. Wir fahren unter Motor am nächsten Tag an den eindrücklichen, sehr schönen „Skulpturbildern“ vorbei setzen den Parasailor segeln bei schwachem achterlichem Wind und warmen Temperaturen bis nach Kopenhagen. Bei der Einfahrt in den von uns ausgesuchten Hafen kommt uns ein Segelboot entgegen, wir weichen aus, es kommt wieder auf uns zu, erneutes ausweichen mit dem selben Resultat. Da bemerken wir, dass es Thyra und Jakob sind, ein dänisches Paar, welches wir an den Open Yard days in Cherbourg vor kurzem getroffen haben. Sie haben auf dem AIS nach gesehen wo wir sind und konnten uns dadurch orten. Jakob gibt uns viele gute Tipps wie wir Kopenhagen erkunden können.
Unsere Gästevor Kopenhagenwenig PlatzHansueli und ich fahren das erste Mal mit schweren E-Bikes durch sehr Radfahrer freundliche Gegend, nehmen an einer Bootsrundfahrt durch den Innerhafen teil, verabreden uns zum Abendessen mit Marleth und Ingo. Sie verlassen uns am nächsten Morgen.
Platz für VelosKopf einzeihen bei der RundfahrtMeerjungfrauEinkäufe und Wäsche stehen an, danach jedoch eine Fahrradtour mit unseren Rädern in die Innenstadt und ein Besuch in Cristiania, einer im Jahre 1971 gegründeten selbstverwalteten „Freistadt“auf ehemaligen Militärgelände, mitten in Zentrum. Eindrücklich, für mich eine Inklusion aller, wenn gleich halt nur auf ein kleines Gebiet geschränkt. Wer mehr darüber wissen möchte findet im Internet vieles dazu.

Freistaat ChristianiaFreistaat ChristianiaFreistaat ChristianiaWasser bunkern, Routen und Wetter für die nächsten Tage vorbereiten, „Büroarbeiten“ und später ein Abendessen mit Thyra und Jakob stehen auf unserem „Sonntagsprogramm“. Kopenhagen hinterlässt in vielerlei Hinsicht eine sehr gute Erinnerung.

Installation von Yoko OnoPapieroeenAuf unserem neuen Schiff stellen wir fest, dass vermutlich der Propeller verzögert auf die Vor- und Rückwärtsschaltung reagiert, der Autopilot knurrt verdächtig. Wenn wir Glück haben erhalten wir bald einen Kontrollbesuch von einem Servicetechniker. Auch das gehört zum SeglerInnenalltag, welchen wir in vollen Zügen geniessen.

Skagerrak – Kattegat - Norwegen - Schottland
Open Yard days der Garcia / Allures Werft – wir se...
 

Kommentare 2

Gäste - Ursula und Hansueli am Samstag, 24. Juni 2017 15:18
TOLLE ERLEBNISSE

Unsere Lieben; wir freuen uns immer wieder, von Euren Abenteuern zu lesen (Martha drucke ich die Berichte dann jeweils aus). Wir wünschen weiterhin viel Spass und alles Gute.
Herzliche Grüsse aus Oensingen von Ursula und Hansueli

Unsere Lieben; wir freuen uns immer wieder, von Euren Abenteuern zu lesen (Martha drucke ich die Berichte dann jeweils aus). Wir wünschen weiterhin viel Spass und alles Gute. Herzliche Grüsse aus Oensingen von Ursula und Hansueli
Gäste - Susanne Looser am Sonntag, 09. Juli 2017 09:00
Oban?

Liebe Helen
Lieber Hansueli
Aktuell seid ihr in Inverness, habt ihr bereits Pläne für die nächste Woche? Wir starten am 15.7. von der Oban Marina und kommen am 21.7. wieder zurück. Leider nur eine Woche auf dem Wasser.
Ich bin gespannt, ob ich euch sehen werde.

Herrzliche Grüsse
Susanne

Liebe Helen Lieber Hansueli Aktuell seid ihr in Inverness, habt ihr bereits Pläne für die nächste Woche? Wir starten am 15.7. von der Oban Marina und kommen am 21.7. wieder zurück. Leider nur eine Woche auf dem Wasser. Ich bin gespannt, ob ich euch sehen werde. Herrzliche Grüsse Susanne
Gäste
Freitag, 25. September 2020

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