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Spiel- und Bastelstunde auf der DADA-TUX

tschau Porto Fischerboot
Wir lassen die Leinen los in Douro Marina (Porto) und weiter geht`s Richtung Süden. Dieses Jahr, so hören wir von vielen anderen SeglerInnen, welche mehr oder weniger mit uns unterwegs sind, hat es entweder zu viel oder zu wenig Wind. Auch für die Dada Tux gibt es kein „Spezialwetter“ und so fahren wir mehrheitlich unter Motor, ziehen zwischen durch die Leinen für den Parasailor, setzen Gross und Genua um nach kurzer Zeit wieder zu motoren.

Unser neues Spiel:

NazareNazare
Wer entdeckt die Fischerfähnchen
Entlang der spanisch portugiesischen Atlantikküste wird sehr viel gefischt. Es sind kleinere und mittlere Schiffe, einige gehen tagsüber, andere in der Nacht auf Fang. Für uns heisst das den Booten und auch den unzähligen Fischerbojen auszuweichen. Diese haben ganz verschiedene Formen: leere Kanister, schwarz, weiss, rot, grüne Fähnchen, einfache weisse Kugeln... Manchmal gibt es Doppelfahnen. Ab und zu fliegt eine davon – das sind mir die liebsten, es ist eine Möwe. Ein System ist für uns jedoch nicht erkennbar. Im Gegenlicht sind sie oft überhaupt nicht zu sehen. Verfängt man sich in einer Leine, so kann das für Fischer und Boot sehr unangenehm werden heisst das doch oft, die Leine zu zerschneiden und den Propeller davon zu säubern. Während meiner Nachtwache verfängt sich eine. Es heisst das Schiff so rasch wie möglich zu stoppen. Hansueli fährt dann eine Zeit lang in die Gegenrichtung um uns zu befreien und siehe da wir kommen ohne Schaden (auch für den Fischer) davon. Unsere Kielform verhindert meist, dass eine Leine in unserern Propeller gelangt.
NazareNazare

Bastelstunde auf hoher See

PenicheOeiras Marina
Aus eins mach zwei. Man nehme ein Landstromanschlusskabel, schneide ein defektes Stück heraus, setze und verdrahte je am Anfang und Ende des Kabels einen neuen Stecker und schon stehen ein längeres und ein kurzes Kabel zur Verfügung. Diese Bastelarbeit braucht jedoch ein gewisses technisches Knowhow und wird deshalb von Hansueli ausgeführt.

Nazaré ist unser nächstes Ziel. Im Jahre 2003 waren wir hier mit dem CCS (Hochseeclub der Schweiz) von Lissabon nach Coruna unterwegs, mussten das Schiff aus dem Wasser nehmen wegen Wasser im Getriebe. Damals hatten wir keine Zeit, das Städtchen zu erkunden. Hansueli und ich waren mehr oder weniger freiwillig zuständig für die „Überwachung“ der Arbeit.

StürmischPark der Poeten
Beim Einlaufen morgens um 9 Uhr ist die Marina voll und wir legen uns ins Päckchen mit einem Katamaran. Vor einigen Tagen sei ein Teil des Schwimmsteges mit drei Schiffes einfach davon. Unser Steg scheint dann jedoch glücklicherweise zu halten.
Anderntags fahren wir mit den Fahrrädern zum Markt, kaufen frisches Gemüse, Obst, Feigen, Käse, Oliven, Brot. Am Nachmittag geht es mit der sehr steilen Zahnradbahn und den Fahrrädern in den oberen Teil des Städtchens und später in einer Schussfahrt wieder auf`s Boot. Nazaré ist eines der berühmtesten Fischerdörfer des Landes und befindet sich am Ende einer langen Sandbank genau unterhalb eines riesigen Kliffs.

Die PortugiesInnen sprechen oft besser französisch als englisch, bei den TouristInnen hört man ebenfalls oft französisch, dann englisch und deutsch. Die Saison geht auch hier langsam dem Ende entgegen, die Strände sind fast leer.

Park der PoetenPark der Poeten
Bis nach Lissabon sind es noch ca. 76 sm. Um bei Tageslicht zu starten und noch tags an zu kommen etwas schwierig zu erreichen. Es dämmerst so gegen 07.30 und abends ebenso. Dazu ist es morgens feucht und oft neblig. Wir entschliessen uns zwei Etappen zu machen.

Nazaré – Peniche

Ruhig erreichen wir Peniche, vorbei an den felsigen unter Naturschutz stehenden Berlenga Inseln. Die Sicht ist sehr unterschiedlich, mal sehen wir die Küste nur als Silhouette mal erfreuen wir uns am ganzen Panorama. In Peniche gibt es nur wenige Plätze für „visitors“. Auch scheinen wir in einem Jugendcamp angekommen zu sein. Von den ca. 12 Booten waren etwa 9 von für uns sehr jungen Menschen bewohnt, aus Schweden, Frankreich, Deutschland, Holland, England. Auf dem Nachbarboot war ein junges Paar mit einem etwas 8 Monate alten Kind. Es scheint bestens zu gehen und die Jungen finden sich abends auf dem Steg zusammen. Wir liegen sehr eng eingeklemmt zwischen einem Schiff aus England und einem aus Frankreich (sehr reparaturbedürftig). Das englische Paar will etwas früher los als wir. Sie warten dann jedoch und hoffen, wenn wir weg sind, kommen sie besser vom Steg weg. Wir helfen ihnen ablegen und weg sind sie.
Park der PoetenPark der Poeten

Peniche – Oeiras Marina (Lissabon)

Eine ruhige Fahrt mit wenig Wind. Wir entdecken verschiedene Fische und versuchen zu erraten, was für Sorten es sein könnten. Es gibt hüpfende. Sie jucken wenig aus dem Wasser und verhalten sich wie „Schiefersteine“. Sie treten mehrheitlich in kleineren Gruppen auf. Ob es wohl Tunfische sind? Grössere sich an der Oberfläche eweils kurz auftauchende, ähnlich Delphinen, Fische. Ich meine auch einen Delphin zu sehen. - FischerInnen verzeihen mir meine Unkenntnis, vielleicht gibt in ein paar Jahren genauere Beschreibungen -.
Park der PoetenPark der Poeten
In Oeiras erhalten wir einen sehr engen Liegeplatz sind jedoch froh darüber. Nachts und tags darauf weht ein heftiger Sturm über uns. Es regnet, teilweise gibt es Gewitter.
Wir besuchen den Park der Poeten, eine wunderschöne Anlage mit einer vielfältigen Flora. 2003 wurde der erste Teil eröffnet, 2013 der bisher letzte. Leider kennen wir die portugiesischen, teilweise aus Brasilien stammenden Dichter viel zu wenig. Wir erfreuen uns jedoch an den sehr individuell von einheimischen KünsterInnen gestalteten „Plätzen“.
Blockadenichts geht mehr
Tags darauf sind wir in Lissabon, nicht ohne auf dem Weg dorthin bei einem Schiffsbedarfladen einiges ein zu kaufen, auch einen wunderschönen Segelführer über die Atlantikinseln. Die Stadt ist auf Hügeln aufgebaut und es geht hinauf und hinunter. Wir steigen ins Tram Nr. 12, ein altes Modell, und fahren damit so eine Art „Citytour“. Da es regnerisch ist entschliessen wir uns noch für Tram Nr. 28. Wir sind nicht die einzigen TouristInnnen. Dicht gedrängt fahren wir zwei Stationen, eine steile enge Strasse hinauf. Doch halt, das steht schon ein Tram und kommt nicht weiter. Es folgen weitere und bleiben stecken. Es stellt sich heraus, dass zwei Autos einen kleinen Zusammenstoss hatten und niemand Schuld sein wollte. Da standen sie dann auf der Tramschiene und rührten sich nicht vom Fleck. Warten auf? Nach über einer Stunde (gefühlte 3) steigen wir aus und finden zu Fuss zum Restaurant zum Essen und anschliessend mit dem Zug zur Marina zurück.

Morgen, 21. Oktober, fahren wir ca 120 sm weiter bis Lagos.
wartenbesser zu Fuss

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Oh Lago(s) mio
Spanisch – portugiesisch – englisch – französisch ...
 

Kommentare 2

Gäste - Ursula und Hansueli am Donnerstag, 22. Oktober 2015 11:35
GUTE FAHRT

Liebe Helen und Hansueli
Wir wünschen weiterhin gute Fahrt. Gerne lesen wir Eure interessanten Berichte; weiter so!
Liebe Grüsse aus Oensingen

Liebe Helen und Hansueli Wir wünschen weiterhin gute Fahrt. Gerne lesen wir Eure interessanten Berichte; weiter so! Liebe Grüsse aus Oensingen
Gäste - Melanie Tschofen am Montag, 02. November 2015 20:52
Teneriffa

Liebe Helen, Lieber Hansueli
zum Lesen von eurem Blog sind wir noch nicht gekommen, denn wir haben noch keinen Internetanschluss und sitzen nur kurz in Restaurants.
Falls ihr auf die Kanaren segelt, würden wir uns freuen euch wieder zu sehen. Wir wohnen in El Poris de Abona.
Herzliche Grüsse und gute Fahrt
Melanie & Werni

Liebe Helen, Lieber Hansueli zum Lesen von eurem Blog sind wir noch nicht gekommen, denn wir haben noch keinen Internetanschluss und sitzen nur kurz in Restaurants. Falls ihr auf die Kanaren segelt, würden wir uns freuen euch wieder zu sehen. Wir wohnen in El Poris de Abona. Herzliche Grüsse und gute Fahrt Melanie & Werni
Mittwoch, 29. Mai 2024

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