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Teneriffa (Teil 1)

Knapp 60 sm sind es über die „Nordwestroute“ von Las Palmas de Gran Canaria nach Santa Cruz de Tenerife. Der Abschied von einigen lieb gewonnenen SeglerInnen ist gar nicht so einfach und ich verstehe, dass ab und zu einer/eine „hängen bleibt“.
Tschüss Las Palmasvon Hermi und MoniAnkunft Santa CruzIn einer Rauschefahrt mit bis zu 9,7 kn und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 8 kn legen wir die Strecke, inklusive ab- und anlegen, in nicht ganz 9 Stunden zurück. Delphine begleiten uns lange und beim beobachten vergessen wir sogar etwas die rauhe See. Ausser einem anderen Segelboot, welches uns ca. die Hälfte der Strecke begleitet, begegnen wir erst kurz vor Santa Cruz zwei Frachtern, einer Fähre und einem in die Gegenrichtung fahrenden Segeler.

Hafen Santa CruzSanta CruzBaustelle Santa CruzDer Empfang in der Marina ist freundlich, das Büro ist natürlich Sonntagnachmittag geschlossen und so gehen wir am nächsten Morgen mit all den erforderlichen Dokumenten ins Hafenbüro.
La LagunaLa LagunaLa LagunaIm Gegensatz zur Marina in Las Palmas de Gran Canaria liegen hier erstaunlich wenig Boote. Es scheint der Platz der Franzosen zu sein, es gibt natürlich auch einige deutsche Boote und wir treffen auch Schiffe mit Flaggen aus Argentinien, Chile, der Karibik an. Wie schon beinahe gewohnt wechseln wir die Sprachen deutsch, spanisch, englisch, französisch manchmal fast bei jedem Satz. Manchmal habe ich Mühe auf der Suche nach einem deutschen Wort und oft fehlen in einer anderen Sprache die spezifischen Segelbegriffe. Also, nicht nur die Führung des Schiffes, sondern auch die Sprache ist eine Herausforderung.

Dachgarten La LagunaLa LagunaSchwesternIn Teneriffa haben wir ein recht aktives „Sozialprogramm“. Schon anderntags fahren wir mit dem Bus in den Süden nach Playa de las Americas (zur Touristenhochburg gehörend) und besuchen Ludwig und Lotti aus Wetzikon. Hansueli hat bei Ludwig die Amateurfunkprüfungsvorbereitung absolviert. Ludwig und Lotti verbringen, vorwiegend aus gesundheitlichen Gründen, jeweils den Winter auf Teneriffa. Zwischen 1996 und 2003 segelten sie mit ihrem Segelboot Eldorado um den Globus.

SüdostküsteSüdostküsteSüdwestküsteSusanne, meine Schwester ist eine Woche bei uns auf dem Schiff, im April kommen Margrit und ihr Mann Peppe, eine der drei Schwestern von Hansueli nachTeneriffa.
Südwest KüsteSüdwest KüsteSüdwest KüsteWir erhalten Besuch von Melanie und Werner. Sie waren gut 6 Jahre mit einem Landrover-Huckepack auf der ganzen Welt unterwegs und haben sich seit Oktober 2015 vorerst für ein Jahr in Teneriffa eingemietet. Wir besuchen später ihr neues „Zuhause“ in el Poris.

Teneriffa ist die grösste der sieben kanarischen Inseln. Die Natur zeigt hier ihre ganze Vielfalt, vom kargen Ödland, schroffe Küsten und Schluchten bis hin zu dichten Lorbeer- und Pinienwäldern.

Südwest Küstesuedwstkueste6Südwest KüsteSanta Cruz de Tenerife ist die Hauptstadt mit ca. 200`000 Einwohnern und natürlich gleichzeitig unser „Heimathafen“ für die Zeit auf der Insel. Die Stadt liegt im Nordosten und bietet, neben einem grossen Fährhafen und fast täglichen ankommenden Kreuzfahrtschiffen, noch einiges mehr.
LandwirtschaftSonnenbadSanta Cruz

Da ist einmal das Auditorio, am Meer liegend, geplant vom spanischen Stararchitekten Santiago Calatrava (der Bahnhof Stadelhofen in Zürich stammt auch von ihm). Ebenfalls der Küste entlang befindet sich der Parque Maritimo de César Manrique mit seiner speziellen Schwimmbadlandschaft (zu Ehren von Manrique aus Lanzarote gebaut). Und erst seit einigen Jahren ist der Palmengarten eröffnet. Dieser wurde auf einer Mülldeponie errichtet und ist in seiner Art einmalig. Der Markt beherbergt, was das (kulinarische) Herz begehrt und ist unser Lieblingseinkaufsort. Das TEA, Kunst und Kulturzentrum, wurde 2008 eingeweiht, geplant von Herzog & de Meron gemeinsam mit dem einheimischem Architekten Virgillo Gutierrez. Ob der Bau „schön“ ist und sich gut in die Umgebung integriert, bleibt Ansichtssache. Mir persönlich gefällt er nicht besonders. Sein Innenleben haben wir jedoch noch nicht erkundet.

FussbadAnaga GebirgeAnaga GebirgeSan Andrés und la Playa de las Terresitas sind wenige Kilometer nordwärts der Küste entlang von Santa Cruz gelegen und das „Erholungsgebiet“ der Einheimischen, sehr sympathisch und „einfach“.  Auf serpentinenreicher Strasse geht es auf 1000 m ins Anagagebirge. Dieses teilt die Insel in Nordosten und Nordwesten. Dies ist der älteste Teil von Teneriffa. In engen Schluchten „kleben“ einige kleine Siedlungen und die Einheimischen leben hauptsächlich von der Feldarbeit. Die Vegetation ist sehr üppig. Die Küste ist wild und zerklüftet. Die Aussicht von den diversen „Miradores“ ist einmalig.

San Cristobal de la Laguna liegt auf einer Hochebene unweit von Santa Cruz. Zwischen Santa Cruz und la Laguna fährt die einzige Strassenbahn der kanarischen Inseln. Hier befindet sich die Universität und der Bischofssitz. Herrschaftliche Bauten im Kolonialstil sind hier anzutreffen.

Auf dem Weg zum TeideTeide von der Fernegeduldiges Warten an der SeilbahnDer Nationalpark vom Teide ist natürlich ein Muss. Der Teide, König der Vulkane, ist mit 3718 m der höchste Berg Spaniens. Der letzte Vulkanausbruch fand 1909 statt. Er liegt im Inselinnern und auch wir wollen auf den höchsten Berg Spaniens. Mit der Seilbahn fahren wir bis auf gut 3500 m. Die letzten 200 Höhenmeter kann man/frau nur in Begleitung und mit einer speziellen Bewilligung begehen. Täglich werden 200 Bewilligungen ausgestellt. Durch die kürzlich starken Schneefälle ist der Weg momentan nicht zugänglich. Trotzdem können wir die Aussicht in vollen Zügen geniessen.
Auf dem teideDurch den SchneeIm Hintergrund die Insel La PalmaEin wolkenloser blauer Himmel erlaubt uns auf das karge, vulkanische Plateau, die vielen in unterschiedlichen Farben leuchtenden Einschnitte, bizarre Felsformationen bis zu den weiter sich westlich befindenden Inseln, Gomera, La Palma und El Hierro zu sehen.
Nebenkrater unterhalb vom Teideberühmter FelsenHotel in der TeidehochebeneVilaflor, im Süden des Nationalparks gelegen, erreichen wir durch dichte Pinienwälder. Es ist die höchstgelegene Ortschaft in Spanien (1400m). Mandeln, Honig und Wein fliessen, und ganz in der Nähe befindet sich die „Paisaje Lunar“, die Mondlandschaft, eindrückliche Felsformationen durch jahrtausende lange Verwitterung entstanden.
Garachico, La Orotava, Puerto de la Cruz gehören zum abwechslungsreichsten Teil im Nordwesten der Insel. Es gibt Reben, Zuckerrohr, Bananen, karge Vulkanhänge und von Natur geschaffende Badestrände. Das dazu gehörende Tenogebirge lädt zum wandern ein.

Auf der TeidehochebeneAuf der TeidehochebeneBauplatz SüdostküsteEl Faro de Buenavista,der hübsche und geschichtsträchtige Ort Masca und Los Gigantes in der Nähe von Puerto de Santiago führen uns Richtung Süden. Die touristischen Hochburgen heissen Adeje, Playa de las Americas und Los Cristianos. Dort verweilen wir nur kurz, obwohl ja auch wir TouristInnen sind. (Irgendwie fühlt man/frau sich dann doch immer etwas anders als die anderen!!) Die Temperaturunterschiede zwischen dem Süden und dem Nord sind, wie auch auf den bis jetzt besuchten kanarischen Inseln, erstaunlich.

Blume im PalmgartenBlumen in VilaflorEs fehlen weitere viele sehenswerte Orte, wir haben noch etwas Zeit auch davon etwas zu entdecken und freuen uns darauf.

Teneriffa (ab 18. März 2016)
Gran Canaria, „Winterwetter“, Drag Queen, Landesin...
 

Kommentare 5

Gäste - Brigitte am Freitag, 25. März 2016 22:50
Grüsse

Hoi ihr Lieben
Wiederum wunderschöne Fotos in eurem Bericht. Es macht Lust, die Kanaren zu bereisen.
Wir wünschen euch frohe Ostertage.
Alles Liebe
Brigitte & Co

Hoi ihr Lieben Wiederum wunderschöne Fotos in eurem Bericht. Es macht Lust, die Kanaren zu bereisen. Wir wünschen euch frohe Ostertage. Alles Liebe Brigitte & Co
Hansueli am Sonntag, 27. März 2016 00:06

Ich glaube, auch hier gibt es Wege die du erkunden könntest.
Einfach kommen ...
Lieber Gruss Hansueli

Ich glaube, auch hier gibt es Wege die du erkunden könntest. Einfach kommen ... Lieber Gruss Hansueli
Gäste - Ludwig am Samstag, 26. März 2016 23:53
Besuch

Die Kanaren zu bereisen ist ein guter Gedanke, ebenso Tenerife zu besuchen. Und natuerlich uns zu treffen. Congrats Hansueli und Helen für den tollen Bericht.
Wir wünschen euch bei der Weiterreise immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel (wie wir sie bei unserer 7-jährigen Weltumsegelung hatten...)
vy 73 de Ludwig, HB9CWA und EA8CZP, ex Skipper der SY ELDORADO und Bordfrau Lotti.

Die Kanaren zu bereisen ist ein guter Gedanke, ebenso Tenerife zu besuchen. Und natuerlich uns zu treffen. Congrats Hansueli und Helen für den tollen Bericht. Wir wünschen euch bei der Weiterreise immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel (wie wir sie bei unserer 7-jährigen Weltumsegelung hatten...) vy 73 de Ludwig, HB9CWA und EA8CZP, ex Skipper der SY ELDORADO und Bordfrau Lotti.
Gäste - Ursula und Hansueli am Montag, 28. März 2016 08:07
HERZLICHE GRÜSSE

Liebe Helen und Hansueli
Euren Bericht haben wir wiederum mit Genuss gelesen (eine Kopie habe ich wieder Martha Bloch gebracht). Wir wünschen Euch weiterhin von Herzen viele schöne Erlebnisse und vor allem gute Gesundheit.
Liebe Grüsse aus Oensingen
Ursula und Hansueli:

Liebe Helen und Hansueli Euren Bericht haben wir wiederum mit Genuss gelesen (eine Kopie habe ich wieder Martha Bloch gebracht). Wir wünschen Euch weiterhin von Herzen viele schöne Erlebnisse und vor allem gute Gesundheit. Liebe Grüsse aus Oensingen Ursula und Hansueli:
Gäste - christa.suter am Dienstag, 29. März 2016 22:06
verspätete Geburriwünsche

Liebe Helen
Vor lauter Osterhasen verstecken habe ich vergessen meine email an Dich abzuschicken....
Nicht weniger von Herzen wünsche ich Dir nachträglich noch ALLES Liebe und Gute zu deinem Geburri. Ich hoffe Du hast dich so richtig schön verwöhnen lassen und den Tag genossen.

Liebe Grüsse auch an Hansueli vom "windigen" Untersee.
Der Wind Gestern Nacht hätte euch gefallen - fast wie am Meer.
Christa

Liebe Helen Vor lauter Osterhasen verstecken habe ich vergessen meine email an Dich abzuschicken.... Nicht weniger von Herzen wünsche ich Dir nachträglich noch ALLES Liebe und Gute zu deinem Geburri. Ich hoffe Du hast dich so richtig schön verwöhnen lassen und den Tag genossen. Liebe Grüsse auch an Hansueli vom "windigen" Untersee. Der Wind Gestern Nacht hätte euch gefallen - fast wie am Meer. Christa
Gäste
Montag, 14. Juni 2021

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