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Zeit (haben)

Marina Santa Cruz de TenerifeSeit Mitte Januar liegen wir in der Marina Santa Cruz de Tenerife. Das Gefühl Zeit zu haben für die Vorbereitungen der Weiterreise zu den Kap Verden, für Besuche und vieles mehr ist ein Geschenk. Den Begriff „Zeit“ und welche Verknüpfungen wir damit verbinden ist ein „unendliches“ Thema. Auch „unendlich“ wäre zu klären, gehört jedoch, meiner Meinung nach, nicht in unseren Blog.

In den ersten Tagen feiern wir den Geburtstag von Melanie am Strand in El Poris an der Ostküste von Teneriffa, zwischen Santa Cruz und dem Flughafen Süd. Bei leckeren kanarischen Häppchen, einem Glas Wein und angenehmen Temperaturen stossen wir auf das Geburtstagskind an.
Wir besuchen Ludwig und Lotti, die jeweils auf den Kanaren überwintern, in Las Americas. Ludwig ist ein begnadeter Amateurfunker, Hansueli hat bei ihm „funken“ gelernt. Sie segelten mit ihrer Segelyacht SY Eldorado von 1996 bis 2003 in sieben Jahren um die Welt.

„Altbekannte“ treffen wir ebenfalls auf dem wunderschönen Markt „Nuestra Senonra de Africa“ wo wir bei Delia und Fran Gemüse und Früchte, am Stand „Abuelitos“ den Käse, Brot bei Anna kaufen.

La CaletaFussbadkanarisches FelsenhuhnMit Brigitte und Daniel, Hansueli`s jüngster Schwester und ihrem Mann, sehen wir trotz „schlechtem“ Wetter viele unterschiedliche „Flecken“ von Teneriffa. In ihrem Gepäck befinden sich von uns bestellte Sachen, ein Handy, eine elektrische Zahnbürste, biologische Gemüsebouillon, ein neues Buch für Segeltrimm bei Fahrtenyachten und, nicht bestellt aber mit Freuden angenommen, delikate Sprünglischokolade. Den Teide mit seinen 3718 Metern können wir auch mit der Seilbahn nicht erreichen, es liegt viel Schnee fast wie in den Schweizer Bergen.

Barranco del InfernoBarranco del InfernoBarranco del InfernoMit Sturzhelmen ausgerüstet wandern wir durch den Barranco del Infrierno im Südwesten und erleben so innerhalb kurzer Zeit verschiedene Vegetationsstufen. Wer sich mehr für die Insel und was wir unternehmen interessiert, den verweisen wir auf den Blog vom Frühling 2016. Teneriffa gefällt uns nach wie vor sehr.

Barranco del InfernoBarranco del InfernoBarranco del InfernoDer Wunsch von Brigitte und Daniel zu erleben wie sich die Dada Tux nicht nur in der Marina, sondern auch auf dem Meer, „anfühlt“ freut uns. Bei recht rauen Wind und Wellenbedingungen für eine erste Segelfahrt, segeln wir für einige Stunden Richtung Gran Canaria und wieder zurück. So erhalten die Beiden einen Einblick in unseren Segleralltag.

SchneeTeideebeneSteuermann DanielImmer noch hat die Dada Tux, unserer Meinung nach, bei hart am Wind relativ rasch viel Druck auf dem Ruder und läuft bei entsprechend viel Wind auch aus dem Ruder. Unsere „alte“ Dada Tux hatte da nie Probleme und liess sich mit einem Finger steuern. Wir denken, ob evtl. die Ruder etwas zu klein geraten sind und werden dem nach gehen und/oder wir verbessern unseren Segeltrimm so, dass dies nicht mehr nötig ist.

TaufeTaufeTaufeAm Montag begleiten wir Brigitte und Daniel zum Flughafen. Tags darauf holen wir Moni, unsere Freundin aus München ab. Sie ist die Patin der Dada Tux. Etwas verspätet wird somit unser neues Schiff mit Champagner und einem kleinen Apero „getauft“. Wir freuen uns sehr, dass Moni unsere Patenanfrage angenommen hat.
Als Geschenk erhalten wir den Segelführer „Patagonia Tierra del Fuego“ von Mariolina Rolfo und Giorgio Ardrizzi. Der beste Führer dieser Region, ebenfalls von Chilenen bestätigt, welche fast vis à vis von unserem Liegeplatz eine neue X-Yacht einsegeln und nun wieder in Santiago de Chile sind. Wir hoffen Moni mindestens zeitweise auf unserer angedachten Reise durch Patagonien dabei zu haben.

SteuerfrauCarnevalCarneval KöniginDie Wimpelkette, welche ich zum Abschied von meinen Mitarbeiterinnen des «Das Kind im Zentrum» vor fast 3 Jahren erhalten habe, kommt einmal mehr zum multiplen Einsatz: als Willkommen für Moni, als Dekoration für die „Schiffstaufe“ und als Karnevalskostüm.

Im Auditorio de Tenerife „Adàn Marin“, so der ganz offizielle Namen seit 2011, vom berühmten spanischen Architekten Santiago Calatrava entworfen, geniessen wir „Let`s dance“, gespielt vom Symphonieorchester aus Teneriffa, dirigiert vom (bewegungsfreudigen) Daniel Raiskin aus Petersburg und einem phantastisch spielenden finnischen Klarinettisten, Kari Kriikku. Ein wahrer unvergesslicher Ohrenschmaus.

Alunga und Dada TuxMonika, Walter und Gip (ihr Hund) von der Alunga segeln von Arrecife (Lanzarote) nach Santa Cruz und machen am selben Steg wie wir fest. Die Wiedersehensfreude ist beiderseits gross und es gibt viel zu erzählen. Mit ihnen haben wir einen Grossteil des letzten Winters in Cherbourg verbracht, sie auf einen neuen Mast und wir auf unser neues Schiff wartend.

Die to do Liste für unsere bevorstehende Reise zu den Kapverden wird abgehakt und wiederholt ergänzt. Dazwischen gibt es einige Karneval Nächte mit lautstarker Musik bis 6 Uhr morgens, prächtigen kaum endenden Umzügen und Besuch von der „Guardia Civil“. Sie wollen die Schiffspapiere, Versicherungsnachweis und unsere Pässe sehen und geben uns einige Tipps zum Karnaval. Da passiert mir doch ein „fauxpas“. Ich sage zum Polizisten der Karneval von Santa Cruz de Tenerife sei der zweitschönste auf der Welt, gerade nach Rio. Umgekehrt wäre ich besser gefahren.

abpacken und vakumierenabpacken und vakumierenabpacken und vakumierenEs stehen noch einige Termine an und dann können die passenden Winde kommen.

Der nautische Törnführer der Kapverdischen Inseln liegt bereit und wir werden erstmals den afrikanischen Kontinent betreten.

zum Ablegen bereit
Der Kanarenkreis schliesst sich
 

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Dienstag, 12. November 2019

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