DadaTux Blog

unsere Reiseberichte
Mai
15

Energie

Trotz Solarzellen und Windgenerator sind wir bei diesem Kurs und Wetter elektrisch nicht 'grün'. Für die Solarzellen ist es meist zu bedeckt. Natürlich bringen sie einige Stunden im Tag etwas mehr als wir brauchen und laden leicht die Batterien. Trotz dem theoretischen Wert von 280 Watt ;-). Der Windgenerator arbeitet mit dem schwachen Wind von hinten nicht. Manchmal steht er still, ab und zu ein müdes Drehen der Propeller. Auf dem Boot merken wir nur die Differenz zwischen der Windgeschwindigkeit und der Bootsgeschwindigkeit. Mit ein Grund wieso beim Langstreckensegeln der Wind von hinten beliebt ist. Kommt der Wind von vorne, werden die Geschwindigkeiten zusammengezählt. Beim Ankern, ausser es ist windstill und regnet, liefert der Windgenerator und die Solarzellen genügend Energie. Dann laufen auch nicht alle Navigationssysteme. So waren wir heute Nachmittag eine Zeit lang ein 'Motorsegler'. Neben fliegenden Fischen die vermutlich vor uns fliehen, sahen wir zum ersten Mal Delfine. Leider hatten sie keine Lust mit uns zusammen zu schwimmen.Zum Schluss der Sonnenaufgang von heute morgen
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Hansueli
Salü René freut uns sehr dass du unseren Blog liest. Wir haben keinen Dieselgenerator an Bord. Wir gingen das Risiko ein, dass wir... Weiterlesen
Freitag, 25. Mai 2018 04:49
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Mai
14

Literatur

Viel Arbeit gibt uns das Segeln in den letzten 2 Tagen nicht. Das Meer ist recht ruhig, mit dem nicht so starkem Wind von schräg hinten (raumen Wind) segeln wir ohne nennenswerte Krängung (Schräglage). Das Leben auf dem Boot, eigentlich im Boot, ist angenehm. Manchmal habe ich das Gefühl, in der Marina Mindelo, angebunden am Steg, war die Dada Tux mehr in Bewegung.Ab und zu müssen wir zum Segel schauen. Der Wind dreht ab und zu von Nordnordost auf Nordost und wieder zurück. So dreht man ein wenig an den Winschen oder lässt eine Leine ein wenig los. Wie heute Nachmittag kann man so merken, dass der Parasailor (Leichtwindsegel) mit einem anderen Trimm auf einmal besser zieht (auch ohne Spinnakerbaum). Wir sind froh um den Parasailor mit seinen 154 qm. Unser 'normales' Vorsegel, die Genua, ist um die 50 qm gross. Bei diesem ruhigen Meer fahren wir bei 10 kn Wind 4.8 kn schnell. Natürlich sind auf der Strasse diese knapp 9 km/h nicht viel.In dieser ruhigen Zeit bekam ich Lust mal wieder 'richtige' Literatur zu lesen, statt zwischen durch schnell ein Krimi. Bis Helen mich um 2 Uhr (wir haben an Bord noch die kapverdische Zeit) ablöst lese ich in Paul Auster 'die Musik des Zufalls'. Dazwischen mal ein Blick nach draussen und auf die Navigation. Die letzten 2 Tage war kein Schiff in unserer Nähe. Das Risiko, dass wir ausweichen müssen, ist sehr gering. Die Abendstimmung von heute:
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Mai
13

Lernplatz

Innerhalb meines letzten Jobs, vor dem angenehmen Rentner sein (für mich, ich gebe es zu), ging es viel um lebenslanges Lernen. Die Erwachsenenbildung lebt schliesslich davon. Heute morgen wurde ich wieder einmal ein Stück 'gescheiter'. Bis heute morgen wunderte ich mich - fragte leider nie nach, für was es auf Spinnakerleinen einen festen Kunststoffball hat. Die Spinnakerleinen werden mit einer Art Karabiner am Segel eingehängt. Bei einer Genua werden die Leinen mit einem Knoten befestigt. Der Spinnakerbaum hat zum Segel hin eine Öffnung für die Leine einzuhängen, mit einem Schnappverschluss. Unser Karabiner verklemmte sich in der Öffnung und verbog den Verschluss.Am Morgen waren wir genügend westlich und können jetzt, nach der jetzigen Windprognose, Kurs auf Fernando de Noronha nehmen. Durch den Kurswechsel stört der Spinnakerbaum um das Segel 'optimal zu trimmen'. Währe keine Sache, wenn nichts verklemmt wäre. Heute morgen ging es einfach ein wenig länger bis das Segel ohne Spinnakerbaum wider unsere Dada Tux antrieb. Hatte nicht viel Wind, kleine Wellen, somit fast angenehmes Arbeitern auf dem Vorschiff. Mit einem Ball zwischen Karabiner und Spinnakerbaum hätte sich nichts verklemmt. Was zum reparieren... Heute Nacht sind einige Sterne zu sehen. Am Morgen war es sehr bedeckt, am Nachmittag wurde es sonnig.Uns geht es gut, die letzten 2 Tage sind entspanntes Segeln. Mehr als ein Tag kein anderes Schiff gesehen, auch nicht auf den AIS.Damit nicht nur schönfärberei Bilder von uns kommen, so sah der heutige graue morgen aus.
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Mai
12

entspanntes Segeln

Vor etwa 1Std lass ich in unserem Brasilienführer im Kapitel über die Bevölkerung. Anscheinend fragte 2002 der damalige US Präsident George W Busch seinen Amtskollegen Fernando Henrique Carlos «Do you have blacks, too?». Ausserhalb Afrika leben die meisten dunkelhäutigen Menschen in Brasilien (2014 53% der Bevölkerung). Da klopfte es auf Deck. Es war schon dunkel, Helen schläft in der Koje. Mindelo liegt 280 sm hinter uns. Unser Ziel, die brasilianische Insel Fernando de Noronha, 1075 sm vor uns (sm x 1.852 gibt km). Draussen schaltete ich das Licht ein und sah nicht George W sondern einen zappelnd fliegenden Fisch. Mit seiner zappelei kam er selber wieder in sein Element. Zurück blieb sein penetranter Geruch.Heute war ein ruhiger Tag. Am Morgen mit unserem Leichtwindsegel, dem Parasailor, herumgespielt. In der Segelsprache heisst dies 'optimal trimmen'. Mit 9 kn Wind ist damit die Dada Tux 4.5 kn schnell, mit 12 kn Wind über 6.Am Mittag sahen wir viele fliegende Fische. Sie scheinen vor der Dada Tux zu fliehen. Sie fliegen ohne weiteres 100 m weit.Kein Stern ist jetzt zu sehen. Der Himmel ist bedeckt. Unter Tags war es auch so, gegen abend verschwanden die Wolken. Weil es schöner aussieht natürlich eine Foto mit blauem Himmel und ebensolchen Meer ;-)
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Mai
11

Ausprobieren

Der Wind wurde schwacher, trotzdem warteten wir bis es hell war um das Grosssegel aus zu reffen. Das 1. Reff liessen wir stehen. Nachdem Helen paar kurze Stunden schlief, nahmen wir nach dem Frühstück die Segel runter um den Leichtwindsegel (Parasailor) zu setzten. Beim Aufrollen der Genua (Vorsegel) kam kurz der Wind von der anderen Seite. Mit dem Wind von hinten kann dies passieren und wenn man, ich, beim einrollen das Segel mich beobachtet bekommt man eine hübsche Verwicklung. Das Grosssegel sorgte, dass die Dada Tux immer noch mit paar Knoten fährt machte. Von der Genua war ein Teil durch die Leinen kompakt, ein anderer Teil flatterte im Wind. Der flatternde Teil hätte min 1 mal um den Vorstag entwickelt werden müssen. So lange das Boot noch fahrt hatte, ein Ding der Unmöglichkeit. Erst das Grosssegel runter, mit dem Motor langsam einen Kreis fahren, geduldig den Segel nachhelfen damit es wieder eine schöne Genua wird.Mit dem Wind von hinten (seglerisch: achterlicher Wind) hat ein Vorteil, leider auch Nachteile. Schön ist es, dass Boot segelt aufrecht. Wir leben nicht auf der schiefen Ebene. Je nach Wellengang rollt das Boot seitwärts bin und her. Wie in einer Wiege oder auch mehr. Durch die seitliche Bewegung können die Segel zusammenfallen und mit einem Ruck wieder zurück. Damit dies weniger geschieht wird das Segel mit dem Spinnakerbaum ausgebaumt. Im Gegensatz zu einem richtigen Baum ist ein Baum auf einem Segelboot horizontal. Bei unserem Leichtwindsegel gibt es dafür 2 Möglichkeiten. Zuerst probierten wir mal die Version wie bei einem richtigen Spinnaker. Wechselte schnell zu der unserer Variante, den Spinnakerbaum seitwärts mit der Genua. Bei uns steht das Segel so ruhiger. So geht der Tag auch rum. Wir segeln ein wenig westlich, auf dem direkten Weg kämen wir zu früh in eine windarme Zone. Auf dem Foto siehst du den Spinnakerbaum
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Mai
10

Wieder unterwegs

Nach den letzten Einkaufen verabschiedeten wir uns zum ersten Mal von Darja. Zum ablegen benoetigen wir die Hilfe der Marineros mit ihrem Boot. Der Bug war an Bojen fixiert. Diese Leinen koennten wir von der Dada Tux aus nicht loesen. Im Gegensatz zum befestigen ging dies flott. Für Mindelo hatten wir nicht so viel Wind. Die Ueberfahrt nach Brasilien wollten wir nur mit vollen Dieseltanks machen. An der Tankstelle mussten wir uns gedulden. Der Tank der Tankstelle musste erst gefüllt werden. 360 l kauften wir. Zum zweiten Mal verabschiedeten wir uns von Darja. Vorsorglich legten wir das 2. Reff ins Grosssegel. Zwischen den Inseln herrscht ein starker Wind. Auf der Faehre werden immer Kotzttueten verteilt die auch benutzt werden. Bald musste das 3. Reff ins Grosssegel. Die ersten 3 Stunden hatten wir 30 kn Wind, in den Boeen ueber 40.Jetzt schaukeln wir bei 13 - 17 kn Wind mit ausgebaumter Genua und dem 3. Reff gemuetlich Richtung Suedwest dahin. Wir warten bis es wieder hello ist, um 1 Reff aus dem Grosssegel zu nehmen. Der Leitspruch der Kapverden: No StressUnser erster Sonnenuntergang
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Mai
06

Allerlei Bewegungen (Ende März 2018 bis Überfahrt Brasilien)

Marina Mindelo
Mindelo
Ammersee Bayern
Bahnhof Schwyz
Vierwaldstättersee Richtung Schwyz
Vierwaldstättersee Richtung Gotthard
Seelisbergsee
Zugerberg mit Pilatus
Fritz Helen Susanne
Zugerberg mit Rigi
schmutzige Dada Tux
Hotelzimmer Paultal
Paultal
Paultal
Jacarandabaum Paultal
Blume Paultal
Baum Paultal
Papayablüten
alter Bauernhof
Santo Antao Wolken
Santo Antao Wolken
Covakrater Santo Antao
blühende Akazienbäume
Akazienblüten
Schlucht bei Cavouco Silva
Esel bei Alto Mira
Baum bei Alto Mira
Felsen bei Alto Mira
Wandkunst Ribeira Grande
Baia das Gatas
Strand Mindelo

Von unserem Ankerplatz in Palmeira auf der kargen Insel Sal segeln wir direkt nach Mindelo, Sao Vicente. Dort befindet sich der einzige Hafen der Kapverden. Wie es sich schon eingespielt hat bei Distanzen welche knapp an einem Tag zu segeln sind, beschliessen wir gegen Abend los zu segeln um am anderen Tag sicher bei Tageslicht anzukommen. Auf einen Ankerstopp in Sao Nicolau und einen Besuch auf der Insel verzichten wir aus taktischen Überlegungen. Wir beschliessen nördlich der Inseln zu segeln. Die Fahrt erweist sich als ruppig, windig, wellig und zwischen den Inseln Santo Antao und Sao Vicente spüren wir den bekannten Düseneffekt und legen nochmals einen Zahn zu.

Die Marina Mindelo, ebenso wie das dazu gehörende Ankerfeld ist um diese Jahreszeit wenig besucht und wir finden einen (vermeintlich) sehr guten Liegeplatz und machen die Dada Tux fest. Der Wind bläst heftig mit ebensolchen Böen und wir schaukeln fast noch mehr als beim Segeln. Andern Tags verlegen wir. Geplant ist, dass ein Hafenmitarbeiter mit seinem Beiboot unsere vorbereiteten Bugleinen durch zwei Bojen zieht. Aus nicht geklärten Gründen schafft er das nicht und wir driften gegen das Nachbarboot. Dies beschert uns einige Kratzer am Rumpf, was sehr schmerzt. Das Nachbarboot, eine Ovni von Franzosen bleibt jedoch unbeschädigt und letztendlich liegen wir weniger „rupfend“ am Steg. Unser erster Landgang ist der korrekten Anmeldung gewidmet, zuerst in der Marina selbst, dann geht es zu den Behörden. Diese behalten wiederum unsere Schiffspapiere. Es verläuft jedoch alles problemlos. Zu unserer grossen Freude treffen wir auf Valentin von der Felba und ein befreundetes Paar. Wir lernten Valentin vor 2 Jahren auf Tazacorte, La Palma kennen. Bei „Kaffee und Kuchen“ sitzen wir plaudernd austauschend im schwimmenden Bar/Restaurant.

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Mär
17

Sal Kapverden

Teneriffa zum Abschied
Morgenstimmung am 2. Tag
Abendstimmung 4. Abend
Abendstimmung 4. Abend
Getreidemühle
Sal im Dunst
Ankerplatz in Palmeria
Ankerplatz in Palmeria
Ausflug auf dem Pick-up
Buracona
Fata Morgana
Monte Grande
Espargos
Espargos
Slum Espargos
Kinderhort Esparagos
Salina
Porto de Pedra Lume

Gegen Abend, nach 6 Tagen auf hoher See, kommen wir in Palmeira auf der Insel Sal, an. Die kapverdische Flagge, sowie die Q-Flagge (unter Quarantäne – neues Land ausserhalb EU und Schengenraum betretend) ist gesetzt. Das erste Mal sind wir mit der Dada Tux auf einem anderen Kontinent. Wir sind neugierig was uns alles erwartet und hoffen, dass die Begegnungen ein Nehmen und Geben sein werden.

Video Delfine die uns begleiten

Das Ankerfeld ist schon (sehr) gut belegt, gespickt mit etlichen Bojen. Eine nicht zu unterschätzende Aufgabe einen guten Platz zu finden um genügend Schwojraum zu finden. Jedes Boot hat seinen eigenen Schwojkreis, abhängig von verschiedenen Faktoren. So zirkeln wir also um Fischer-, Segel-, Motorboote, Dingis und Bojen umher bei 5-6 Bft. Schwojt ein Boot nicht in der berechneten Richtung aus, kann es schon mal ganz schön brenzlig werden (finde ich zumindest). Wir werfen den Anker auf etwa 6 Meter Tiefe und werfen gleichzeitig die Ankerboje aus. Leider hält der Anker ungenügend, das heisst Anker auf und das Ganze nochmals von vorne. Beim zweiten Versuch klappt es. Trotz des recht starken Windes liegen wir erstaunlich ruhig und geniessen unsere Ankunft. Schon am anderen Morgen haben wir das Gefühl unsere Dada Tux habe sich etwas näher an die nicht weit entfernte grüne Tonne hin gewagt. Nach nochmaliger Ankerkontrolle und „eingraben“ scheint er nun zu halten und wir gehen beruhigt an Land.

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Mär
12

Angekommen

Kurz nach 17:00 (lokale Zeit, UTC-1) sind wir in Palmeria auf der kapverdischen Insel Sal angekommen. Zum ersten Mal setzten wir die gelbe Flagge. Schiffe die behördlich im neuen Land noch nicht gemeldet sind, müssen sie setzten. Für den Schengen Raum ist es nicht notwendig. Morgen werden wir den Behördengang machen. Hier in Palmeria muss man ankern. Das Ankerfeld ist gut belegt. Teilweise liegen die Boote nahe beieinander. So lange wir hier sind spielt es keine Rolle, nach dem Wetterbericht bleibt die Windrichtung so wie die ist. Ändert die Windrichtung könnte es zu 'Schifftütschis' kommen. Ein Einheimischer verdient sich ein karges Einkommen, indem er für die Boote Wassertaxi und andere Dienstleistungen macht. Die Kapverden gehören zu den sehr armen Ländern unserer Welt. Er wird uns am Morgen abholen. Dann werden wir auch schauen, wo und wie wir hier Internet erhalten. Über 200l Wasser machte der Wassermacher am Morgen in 4 Std. Im Ankerfeld ist uns das Meerwasser zu schmutzig, auch wenn es erstaunlich sauber aussieht. Der Wassermacher erspart uns das schleppen von PET Flaschen die imponiert werden. Sal ist eine sehr trockene Insel.Diese Nacht können wir zusammen durchschlafen. Kein schlafen in Etappen. Der Anker sollte halten und der Wind bläst nicht stark. Erstaunlich ruhig liegt das Boot im Wasser. (Ich schreibe die Texte auf den Tablett mir der automatischen Wortkorrektur. So kann es sein, dass in den vorgängigen Berichten ein ab und zu mal ein unpassendes Wort steht) Das heutige Bild habe ich kurz vor Palmeria aufgenommen.
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Mär
12

fliegender Fisch

Fliegende Fische gibt es wirklich. Sie fliegen nicht so umher wie Möwen, einige Meter durch die Luft können sie schon. Bei meinem Kontrollgang und Ausblick im Cockpit da ich etwas längliches auf dem Boden schimmern. Es ist eine dunkle Nacht, paar Sterne sind sichtbar, viele Wolken Verdenken den Sternenhimmel. Der Mond wird erst gegen 4 Uhr aufgehen. Der ca 15 cm lange Fisch lebte noch. Als ich ihn packen wollte rutschte er mir zappelnd aus der Hand. Beim 2. Versuch packte ich stärker zu um warf ihn zurück ins Meer. Musste danach die Hände gut waschen, die stinken streng nach Fisch. Um Mittagszeit legte der Wind zu. Wir setzen das 2. Reff im Grosssegel.Noch 100 sm (185 km) sind es bis zur Insel Sal unserem Ziel. Wir hoffen am Abend noch vor dem Eindunkeln anzukommen.
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Mär
11

Segeln

Seit 24 Std sind wir kein Motorboot mehr, wir segeln... Am Anfang noch langsam, mit der Zeit legte der Wind zu. Damit die Genua (Vorsegel) besser mit dem Wind von knapp hinten steht, setzten wir den Spinnakerbaum. Vor 3/4 Std (kurz nach Mitternacht) müsste ich Helen wecken. Der Wind legte nochmals zu und der Spinnakerbaum müsste wieder weg. Leider steht jetzt das Segel unruhig und dies hört man recht gut unter Deck.In der Nacht hat sich ein 4 Std Rhythmus eingestellt. Eine Person schläft, die andere schaut zum Schiff. Unter Tags ist es flexibel. Unsere Regel, wenn jemand schläft und etwas auf Deck gemacht werden muss, wird die andere Person geweckt. Auch wenn es alleine gemacht werden kann. Jetzt sehe ich auf dem Navigationsmonitor dass 5 sm (ca 9km) vor uns ein brasilianisches Segelboot ist. Über 2 Tage sahen wir kein Schiff in unserer Nähe. Ausser einer kleinen Möwe sahen wir heute, eigentlich gestern, keine Tiere. Als Bild der Sonnenaufgang von gestern.
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Mär
10

Schildkröte

Der Sonnenaufgang deutete nach meinem Gefühl auf ein Wolken verhangenen Tag hin. Die Sonne geht hier kurz nach halb acht auf. Um 11 hatten wir strahlend blauer Himmel. So kann man sich täuschen. Nach der gestrigen Wettervorhersage sollte heute gar kein Wind sein, oder viel zu wenig zum Segeln. Am Morgen war der Wind stärker als angekündigt. Also Segel setzen. Den Code Zero packten wir gestern weg. Die Windrichtung hätte für den auch nicht gepasst. Die Freude, dass es mit der Genua und dem Grosssegel passt, war relativ kurz. Statt den Motor anwerfen, packten wir den Parasailor aus. Gibt schon mal 3/4 Std zu tun, bis er steht. Der Wind wurde nochmals schwacher, so packten wir ihn wieder ein. Jetzt läuft halt der Motor wieder. Denn Parasailor zu setzen hatte schon was gutes. Beim vorbereiten entdeckte Helen eine vorbei treibende Schildkröte. Keine 2 m vom Boot weg. Die erste die wir im Meer sahen. Im Cockpit sitzend hätten wir sie nicht gesehen. Zum ersten Mal unterwegs ist die Brotbackmaschine in Betrieb. Bevor die arbeitet heisst es Fitness. Je 250 g Roggen und Weizen mit der Handmühle mahlen. Rund eine halbe Std die Kurbel drehen. Trotz Flaute sitzen wir nicht gelangweilt rum.
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Mär
08

auf und ab

Mit dem Titel meine ich nicht die Wellen sondern die Segel. Die Wellen sind harmlos, eine langgezogene Atlantikdünung. Wir schaukeln hin und her, weil wir das Schwert ganz einzogen. So haben wir weniger Widerstand im Wasser unter Motor. Der Unterschied zwischen Schwert unten und oben ist pro Tag eine Stunde Fahrt. Richtiges Motorboot Wetter haben wir. Wenig Wind und Wellen. So kommen die Segel mal rauf, mal wieder runter. Stehen lassen und einfach den Motor einschalten können wir nicht. Die Segel schlagen dann hin und her. Neben dem Lärm mach dies auch die Segel kaputt. Wir fahren nicht mehr direkt auf die Kapverden zu. 20 Grad westlicher ist unser Kurs. In etwa 1.5 Tagen ändert die Windrichtung nach Norden. Wind zum Segeln.... Damit der Wind leicht seitlicher statt direkt von hinten kommt, lohnt sich diesen Schlanker. Und wir hoffen die Windprognose stimmt. Nach der Windprognose sind wir für die nächsten 24 Std wieder ein Motorboot. 2 mal hatten wir heute Besuch von sehr vielen Delfinen. So viele zusammen sahen wir noch nie. Für Delfine ist es scheinbar ein besonderes Vergnügen direkt vor den Bug zu schwimmen. Der Mond ist noch nicht aufgegangen, der Himmel nahezu wolkenfrei, so sind viele Sterne sichtbar. Im Umkreis von 50 km sind wir vermutlich das einzige Schiff. Weder mit den Radar noch mit dem AIS sehe ich eines. Beim direkten Umherschauen sehe ich nur Sterne, keine Bootlichter. Zum Schluss die Morgenstimmung von heute.
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Mär
08

Segeln und Wal

Nur ein schmales wolkenfreies Band sehe ich am Morgen am östlichen Horizont. Kurz zeigt sich die aufgehende Sonne um danach hinter dicken Wolken zu verschwinden. Am späteren Nachmittag zeigt sie sich wieder. Am frühen Nachmittag legte der Leichtwind zu. Entgegen der Prognose nicht von hinten sondern von vorne. Nicht direkt auf die Nase, aber zu stark von vorne für den Parasailor der in der Vorschiffskoje bereit lag. Für diesen Wind brauchten wir den Code Zero. Der lag noch im Staufach unter dem Bett im Vorschiff. Zuerst umpacken. Ein Genuss ohne Motorlärm mit dem wenigen Wind schneller als unter Motor unterwegs zu sein. So gegen 5 bekamen wir Besuch von einem grossen Wal. (Keine Ahnung was für einer) 2 mal tauchte er 50 m von Boot auf. Leider sind Wale nicht so 'fotogen' wie Delfine, sie tauchen schnell wieder ab. Delfine begleiteten uns wärend unseren Abendessen. Es sieht so aus, dass wir leider bald wieder den Motor starten müssen...
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Mär
06

Ruhe

Vorerst ist noch nichts mit Segeln. Auch für unsere Leichtwindsegel ist der Wind zu leicht. Zwischen 3 und 5kn ist der leichte Hauch stark. Das Wasser nahezu platt. So läuft der Motor. Mitte letzter Woche sah es hier anders aus. Es stürmte und regnete, so warteten wir gerne bis es ruhiger wurde.Wir hatten schon Besuch einiger kleinen Delfine, die mit Leichtigkeit eine viertel Stunde vor unserm Bug schwammen. Über uns leuchtet der Sternenhimmel, links sehen wir noch die Lichter von Teneriffa. Der Mond wird kurz vor 12 aufgehen.
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Mär
06

zum Ablegen bereit

Heute morgen verabschiedeten wir uns von unseren Freunden Anja und Christoph. Die sind mit ihrer GIOIA in den Süden von Teneriffa. Jetzt heisst es Abschied nehmen von Monika und Walter. Sie bleiben mit ihrer Alunga noch eine Zeit auf den Kanaren. Die Wettervorhersage ist schwach windig. So um die 6 Tage wird wir bis denn Kapverden benötigen.
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Feb
17

Zeit (haben)

La Caleta
Fussbad
kanarisches Felsenhuhn
Barranco del Inferno
Barranco del Inferno
Barranco del Inferno
Barranco del Inferno
Barranco del Inferno
Barranco del Inferno
Schnee
Teideebene
Steuermann Daniel
Taufe
Taufe
Taufe
Steuerfrau
Carneval
Carneval Königin
Alunga und Dada Tux
abpacken und vakumieren
abpacken und vakumieren
abpacken und vakumieren

Seit Mitte Januar liegen wir in der Marina Santa Cruz de Tenerife. Das Gefühl Zeit zu haben für die Vorbereitungen der Weiterreise zu den Kap Verden, für Besuche und vieles mehr ist ein Geschenk. Den Begriff „Zeit“ und welche Verknüpfungen wir damit verbinden ist ein „unendliches“ Thema. Auch „unendlich“ wäre zu klären, gehört jedoch, meiner Meinung nach, nicht in unseren Blog.

In den ersten Tagen feiern wir den Geburtstag von Melanie am Strand in El Poris an der Ostküste von Teneriffa, zwischen Santa Cruz und dem Flughafen Süd. Bei leckeren kanarischen Häppchen, einem Glas Wein und angenehmen Temperaturen stossen wir auf das Geburtstagskind an. Wir besuchen Ludwig und Lotti, die jeweils auf den Kanaren überwintern, in Las Americas. Ludwig ist ein begnadeter Amateurfunker, Hansueli hat bei ihm „funken“ gelernt. Sie segelten mit ihrer Segelyacht SY Eldorado von 1996 bis 2003 in sieben Jahren um die Welt.

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Jan
18

Der Kanarenkreis schliesst sich

3 Könige
Rigg putzen
San Sebastian de la Gomera
Wale
Abendstimmung
Ankerbucht
Delfine
Los Cristianos
San Miguel
San Miguel
Wolken
wolkenW
Auditorium Santa Cruz
Marina Santa Cruz
Santa Cruz

Silvester / Neujahr verbringen wir mit einem feinen Nachtessen auf dem Schiff, um Mitternacht erfreuen wir uns am Feuerwerk und anschliessend finden wir uns auf der Plaza de las Americas beim tanzen (eher selten) zu lateinamerikanischer Klängen wieder. Die Bekleidungsunterschiede zwischen den „Gästen“ von La Gomera und den Einheimischen ist frappant. Die Gomeros/Gomeras glänzen mit äusserst interessanten Variationen von Abendbekleidung, vor allem gefragt scheinen bei den Damen „high heels“ zu sein, während die Gäste (Touristen), wohl auch in Ausgangstenue, jedoch bedeutend weniger dem Dresscode – festliche Abendbekleidung-, folgen.

Am 6. Januar kommen die heiligen drei Könige und bringen Geschenke. Hier in San Sebastian de la Gomera reisen sie in festlichen Kutschen von Pferden gezogen an, begleitet von traditioneller Musik, Phantasiegestalten vom Disneyland.

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Dez
29

El Silbo – Unterhaltung mit Pfiff (16.12. - Januar 2018)

Regenwolke
vor San Sebastian
Marina La Gomera
Fähren und Kreuzfahrtschiff
Platz an der Sonne
alte Terassenfelder
Playa de la Caleta
Tajaque
Hermigua
Pastrana
Arguamul
Strauch
Strauch
importierte Blume
heimische Blume
Baumblume
Alto de Garajonay
Alto de Garajonay
Alto de Garajonay
Inselbrand 2012
Abrante
zusammen unterwegs
la laguna grande
la laguna grande
Vallehermoso
Park in Vallehormosa
einziger alter freiwachsender Dachenbaum
einziger alter freiwachsender Dachenbaum
Helen und Hansueli

Der „Calima“ macht aus unserer Dada Tux beinahe eine Saline. Wo wir hin greifen sind unsere Hände mit Salz und Sand belegt. Wir waschen sorgfältig unser Boot auch um den sich sehr rasch immer wieder bildenden Flugrost unter Kontrolle zu halten. Mir kommt dieser Flugrost ähnlich vor wie das Unkraut im Garten.

Der Wind weht seit Tagen stark und konstant aus Osten und somit ist es ungünstig für uns für auf La Gomera zu segeln. Einen Tag lang scheint der Wind mehr nördlich zu blasen, bevor er wieder nach Osten dreht. Wir packen diese Gelegenheit und segeln morgens gegen 7 Uhr los um die etwa 60 sm von La Restinga/El Hierro bis nach San Sebastian de la Gomera zu segeln und wenn möglich noch vor Dunkelheit an zu kommen. Im Segelführer lesen wir, dass man mit Vorteil eine Reservation macht. Hat es keinen Platz gibt es einige Ankerbuchten in der Gegend. Telefonisch, und später per Mail, wird uns ein „atraque“ bestätigt.Hansueli bereitet den Code 0 vor um auch bei leichten Winden nicht vom Motor abhängig zu sein und trotzdem Fahrt zu machen.Die kurze Überfahrt hält uns auf Trab, viel Wind, kein Wind, etwas mehr, etwas weniger. Code 0 heraus, Code 0 herein, Genua, Kutter, ein Reff, zwei Reff, dann wieder ausreffen. Die Düsen, welche zwischen den Kanarischen Inseln bilden blasen recht unberechenbar und können innerhalb sehr kurzer Distanz von 5 kn Wind auf 30 kn auffrischen.

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Dez
11

„Wie nach Hause kommen“

Regenbogen zum Abschied
1. Abend
nächster Morgen
Sonnenaufgang am 2. Morgen
2. Morgen vor La Palma
3. Abend kurz vor El Hierro
La Restinga Marina
La Restinga Marina
La Restinga
La Restinga
Lavaform
Lavaform
Südküste neben El Restinga
Südküste neben El Restinga
Südküste neben El Restinga
Südküste neben El Restinga
grösstes Fischerboot im Hafen
El Pinar
kanarische Kiefer
Kieferwald Südküste
kanarische Kiefer
kanarische Kiefer
Golftal
Golftal
Golftal
Geburtstagskuchen
Lomo Negro
Faro de Orchella
Bahia de las Calcosas
Bahia de las Calcosas
Bahia de las Calcosas
Montana del Afosa
Eidechsen Zucht
Eidechsen Zucht
Rettungsübung vor dem Hafen
Sonnenuntergang La Restinga
gelber Sonnenuntergang
Sahara Sand
Sahara Sand
Funchal (Madeira) El Hierro (Kanarische Inseln) Ende November / Dezember 2017

Unerwarteter Besuch aus der Schweiz steht vor der Dada Tux. Annette und Max, die Schwester und der Schwager von unseren Freunden Tom und Bea aus Solothurn verbringen einige Tage auf Madeira. Die Begegnung freut uns sehr, wir geniessen gemeinsam ein Nachtessen und einige Tage später nochmals ein Bier mit Rundumblick aufs Meer und den Hafen. Danke für den Besuch und auf Wiedersehen.

Wir hören in Funchal ein Konzert mit dem klassischen Orchester von Madeira. Ein Cellostück von Luìs Tinoco (1969 geb. aus Lissabon) und drei von ihm vertonte „Phantastische Geschichten“. Ich finde es höchst interessant, anspruchsvoll, innovativ, originell. Hansueli findet das Cellostück etwas langweilig. Am nächsten Abend ein Essen bei Anja und Christoph auf der Gioia. Sie lassen die Leinen ebenfalls los um nach Graciosa zu segeln. Überhaupt ist im Hafen „Aufbruchstimmung“. Nach etlichen Tagen Südwind kommt ein kleines Fenster mit westlichen Winden und das wollen viele nutzen, auch wir.

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